Weblog von Adrienne

Die Geister, die ich nicht rief

Herzrasen, Schweißausbrüche, Hautkribbeln, Spinnen vor meinen Augen, das Gefühl gewürgt zu werden, die Angst von hinten angesprungen zu werden, trockener Mund, Geräusche, Lichtblitze, Farbwolken, erstaunliche Schmerzen an überraschenden Stellen.
Das hätte ich mir alles gern gefallen lassen, wenn ich es vorher... nett gehabt hätte.
Das gesamte Hinterher stimmte und hätte darauf schließen l

<i>È triste il mio cuor'</i>

Ich höre gerade eine ziemlich uralte CD von José Carreras mit scheußlich-schönen Schnulzen, wobei 'scheußlich' der Anteil Schnulze und 'schön' der Anteil Klassik ist. José Carreras, oh-oh-oh, wie habe ich am Ende meiner Teeny-Zeit für den geschwärmt... Ich bin ihm von Münster bzw. Marburg aus nach Dortmund und Fulda hinterher gereist; seine Konzerte waren meine Jahreshighlights und als ich las, da

Museumsmarathon

Dafür, dass ich heute so zerschlagen war, habe ich mich auf der Nacht der Museen tapfer geschlagen, nämlich von 19 bis 2.45 Uhr. Wäre ich Viech nicht immer so voreingenommen, hätte ich im Vorfeld auch nicht erwartet, mich mit D. entsetzlich zu langweilen und hätte ihr nicht unterstellt, ganz woanders hinzuwollen als ich. Es war wirk

Katholische U-Bahngespräche

Da ich ja überstimmt worden war, bin ich um 20.30 Uhr in die Sonntagabendmesse gegangen - und in was für einer unchristlichen Laune. Zwar hatte ich mir vorher nette Gesellschaft "bestellt", aber nicht daran geglaubt, mir war eigentlich klar, dass man mir nicht zweimal jemanden liefert, der mir dann als Eintrittskarte in den Kapuzinerkeller dient. Die 60 Gottesdienstminuten verbrachte ich damit, im

Zerschlagen

Als ob ich gestern einen mindestens 500 Meter langen Abhang runtergerasselt wäre und mir dabei jede Körperzelle angestoßen hätte. Mit 30 sollte man keinen Sport mehr treiben. *kopfschüttel* Gehe ich zu selten ins Studio und trainiere dann zu "hart"? Oder lag es an der etwa einwöchigen Pause? Laut den Aussagen meines Körpers habe ich gestern Muskeln trainiert, die es gar nicht gibt.
Und das noch

Gestört

Ich fühle mich in meinem Lebensrhythmus gestört und vom Alltagsleben belästigt.
Heute hatte ich gleich drei Termine am Nachmittag bzw. am Abend, was erst mal bedeutete, dass ich mir morgens die Haare waschen musste - und ich hasse es, morgens duschen zu müssen. Mit den ungewaschenen Haaren hätte ich mich aber nicht mehr sehen lassen können (ob die frisch gewaschene explodierte Mähn

Und schon wieder

Warum rege ich mich überhaupt noch über mich auf? Etwa nur des Anstands halber?
Gestern irgendwann kam eine Mail meines Hauptauftraggebers, in der dringendst jemand gesucht wurde, der am 27. und 28.4. einen Kongress in Frankfurt betreut.
Ich nahm die Mail zur Kenntnis.
Ich überlegte, wann ich nächste Woche schon einen Auftrag habe - am 27. und 28. oder am 29. und 30.
Ich wusste es auswendig

Endlich mal ein <i>kurzer</i> Eintrag von mir

Nirgends macht es weniger Spaß sich im Internet herumzutreiben als bei meinen Eltern.
Auf einem Küchenhocker schräg an einem Mini-Schreibtisch sitzend die winzigen Laptop-Tasten im Dunkeln zu bedienen ist wahrlich keine Freude.
Warum ich das Laptop nicht mit in ein anderes Zimmer nehme? Aus Faulheit, das Entkabeln würde mindestens 3 Minuten dauern.
Warum ich kein Licht mache? Weil das Laptop

Wie ich zufällig dank eines Penners einen netten Abend im Kapuzinerkeller hatte

Offenbar habe ich heute zu viel über "Zufälle", "Synchronizität" und "Fügungen" diskutiert, anders kann ich mir nicht erklären, wie ich nach dem Gottesdienst doch noch in den "Kapuzinerkeller" kam, wo sich jeden Sonntag nach der Abendmesse die Mönche und Gottesdienstbesucher zum Umtrunk und Austausch treffen. Ich habe seit über einem Jahr vor, mal hinzugehen, habe mich aber nie getraut, allein hat

SCHEIßE!

Typischer geht es nicht für mich.

Ich muss ja immer erst überlegen, Hauptsache ich kann, bevor ich mich entscheiden muss, möglichst viel Zeit schinden. Anstelle sofort bei der Agentur zurückzurufen und sofort den Auftrag anzunehmen, tue ich erst mal so, als müsse ich denken. Schreibe Scheiße ins Tagebuch. Telefoniere mit meinem Vater. Lege mich grübelnd ins Bett. Habe eigentlich keine Lust, de

Blöd (+ Jetzt reicht es aber!)

Um 10 Uhr wollte ich in der Kirche sein. War ich nicht. Macht nichts.

Um 12.10 Uhr wollte ich in der S-Bahn nach Eppstein sitzen, um von dort aus mit A.'s "Stammtischgruppe" mal wieder zu wandern.
Allerdings machte ich um 11.55 Uhr zum ersten Mal die Augen auf und da war es für die Bahn etwas zu spät.
Macht nichts.
ABER:
Ich ärgere mich doch etwas über meine unlustig

Sommer in Frankfurt

Kein Durchkommen mehr am Main, Völkerwanderungen zu Fuß, zu Rad, zu Skate und zu Pfote, Picknickdecken mit Menschen und Speisen darauf, entblößte Unterarme und -schenkel und der eine oder andere nackte Oberkörper, Geruch nach Grillwürstchen, Schweiß und Blüten.
In Frankfurt ist heute offenbar der Sommer ausgebrochen.
Es war aber auch wirklich heiß, in meiner braunen Jeans wurde mir bemerkenswe

Ettal-Fotos Teil 1

Für den Moment möchte ich kein weiteres Wort und keinen weiteren Gedanken über Mutter, Marburg und misslungene Kommunikation verlieren; die Analyse des ganzen Dilemmas folgt später noch schriftlich - oder aber bleibt in meinem Kopf, wo sie an sich ganz gut aufgehoben ist.

Statt dessen:
Ettal! :)
Im Hintergrund singen die Benediktiner feierlich von der CD herunter ihre Vespergesänge (die mi

Schon wieder

Es darf einfach nicht wahr sein.
Als ob ich ein Automat wäre, der ein ganz bestimmtes Programm abspult, sobald man ihn einschaltet.
Ich sollte besser gar nicht mehr mit meiner Mutter telefonieren, da hätten wir beide mehr von.
Ich habe mich auf das Gespräch vorbereitet und habe mir eingebläut, ruhig, sachlich und freundlich zu sprechen. Ich habe mir bewusst und fest vorgenommen, nicht

Brainstorming vom Nachmittag

Ich schäme mich dafür, meiner Mutter gegenüber so grausam zu sein. Unter dieser Scham leide ich. Ich verachte mich für mein Verhalten. Ich verachte mich so sehr dafür, dass mein Selbstwertgefühl stetig sinkt; wer sich so enthusiastisch verachtet wie ich, kann kein Selbstwertgefühl haben.
Es wäre so einfach, etwas dagegen zu tun, dass ich mich so verachte:
Ich müsste mich nur anders verhalten.

Bravo

Das habe ich mal wieder gut gemacht. Ich kann richtig stolz auf mich sein. Mein Feingefühl ist wahrlich weltbewegend und mein Herz ist so frei und rein von jedem Egoismus und jeder Härte, dass mir eines Tages lieblich duftende Veilchen aus der Brust sprießen werden.

Mein Vater ist heute aus der Klinik entlassen worden. Morgen ist meine Mutter viele Stunden lang unterwegs und auch am Sonntag ha

Überweisung an Pater C.

Mein Thera hat mir heute eine Überweisung an Pater C. in die Hand gedrückt; leider nicht schriftlich, sondern mündlich.

Ich habe Hemmungen, mich noch mal an ihn zu wenden. Ich fürchte, er würde akute Atemnot bekommen, wenn ich ihn in einer Mail um ein weiteres Gespräch bäte. Selbst wenn ich ihm versichern würde, dass ich das Gespräch nicht wieder so aus dem Ruder laufen ließe wie im März, sond

<b>Ich <i>flippe</i> nicht herum!</b>

Ich packe gerade.
Ich bräuchte jemanden, der mich alle fünf Minuten daran erinnert, dass ich weder zum Wiener Opernball fahre, noch eine dreimonatige Weltreise mache. Ich fahre nur nach Bayern. Hauptsächlich der Mönchsgesänge wegen. Niemanden wird es dort interessieren, was ich anhabe.
Doch. Mich. *seufz*

Das Treffen mit meinem Bekannten T. gestern war u.a. das Thema der heutigen The

Noch jemand, bei dem es eng wird

Morgen gegen halb 9 starte ich ins angeblich noch halbwegs verschneite Oberbayern. Ich werde doch nicht etwa noch in die Versuchung gebracht werden, langzulaufen (falls das das richtige Verb ist)?

Unfasslich, wie spießig ich geworden bin. ;) Urlaub in Bayern. Auch noch in Oberbayern. Früher hätte ich bei der Erwähnung dieser Region so laut geschrieen wie wenn jemand "Nacktschnecke", "

<b>Ruhe</b>

Ich empfinde es als Wohltat, wieder in Frankfurt zu sein.
Es war schon anstrengend genug, meinem Therapeuten vorhin von den fünf Tagen in Marburg zu erzählen.
Am liebsten würde ich Marburg vorübergehend aus meinem Gedächtnis streichen. Mir wäre es lieb, wenn diese Stadt nicht existierte, wenn meine Eltern nicht existierten, wenn ich am besten auch nicht existierte.
Ich will nicht schon wiede

Gedankenwühlen

Ein durch und durch seltsamer Tag. Ich wusste gar nicht, dass ich ein so großes Repertoire an Gedanken und Stimmungen habe und vor allem wusste ich nicht, wie viele davon in wenige Stunden passen. ;)

Nun war es aber auch ein Tag, an dem ich sehr viel diskutiert und erzählt habe, im persönlichen Kontakt mit meinem Thera und am Telefon mit meinem Vater, beim Joggen mit mir selbst und schließlic

Von 'fröhlich' keine Spur mehr

Gestern habe ich mich wirklich über uns amüsiert und fand unsere fröhliche Landpartie nach Ehringhausen zumindest nachträglich urkomisch, auch wenn mir im Laufe des Tages das Lachen einige Male vergangen war. Unter dem Strich war es aber tatsächlich eine zum Brüllen komische Angelegenheit gewesen, über die wir gestern Abend zu dritt bei Prosecco und den Schönberg'schen Gurre-Liedern noch vi

Eine fröhliche Landpartie - Teil 1

Als wir um 12.30 Uhr statt 11 Uhr ins etwa 45 Fahr-Minuten entfernte Ehringshausen bei Wetzlar aufbrachen, waren wir uns sicher, dass wir uns entsetzlich verfahren würden und dass die Fahrt nervenaufreibend werden würde. Meine Mutter hatte so oft "Das finden wir nie! Da kommen wir nie an! Ich kenne uns doch" gezetert, dass für uns alle fest stand, dass es genau so kommen würde.
Andere Leute fahr

Papas Tag

Nachdem wir in der Klinik angekommen waren, hat es noch mal etwa drei Stunden gedauert, bis mein Vater endlich gehen konnte. Der idiotische Chefarzt kam einfach nicht wieder. Ich war auf 180 1/2 und erfreute meine Mutter dadurch, dass ich auf dem Flur direkt vor dem Schwesternzimmer tönte, es sei eine "absolute Unverschämtheit" von dem "dämlichen Arzt", nicht endlich aufzutauchen.
An diese Szene

Schlechtes Timing

Was für eine blöde Warterei.
Mein Vater wird heute für einen Tag entlassen, morgen wird er wieder in der Spezialklinik in oder bei Wetzlar erwartet. (Richtig, in der, in die wir ihn eigentlich gestern schon hätten bringen sollen, aber der Schlachtplan wurde dann wieder kurzfristig geändert).
Um 11 Uhr hätte ich ihn abholen sollen, aber er rief an und sagte, die Visite sei noch nicht durch. Dan

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