scheinfreundliche feinde und falsche freunde

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Musik ist alles für mich... wenn ich wählen müsste zwischen blindheit und taubheit, würd ich blindheit nehmen... auch wenn es vieles vereinfacht sehen zu können, es gibt einfach zu viel geile musik um darauf verzichten zu können... ich wär echt angepisst wenn ein lauter knall, ein unfall oder zwei aneinander folgende tracks von tim bendzko (wobei man auch hier von unfall reden kann) mir das hörvermögen nehmen würden...
und ich danke meiner freundin die mir dem hip hop näher gebracht hat...
am anfang hab ich mir halt den typischen sound der 80er angehört... genesis... die letzten atemzüge vom freddy mercury.. madonna... der ganze mist halt... konnte damit aber nie wirklich was anfangen.. irgendwann kam techno und rave... hörte sich jeder an... also auch ich... blümchen, dr. motte, scooter, dune charlie lownoise & mental theo und die thunderdrome sampler die mir aber i-wie zu krass waren... die musik war glücklich und nicht umsonst prägten sie den "happy hardcore" wenn man so will... war als pre-pubertärer garnicht so schlecht wenn man die welt noch mit anderen augen sieht...
doch irgendwann kamen umstände dazwischen und ich realisierte meinen status in der welt... wenn von allen seiten einem reingeprügelt wird (rhetorisch wie auch physisch) das man biologischer abfall und verschwendung von haut ist, wird man anders... verbittert, traurig und wütend...
es kam korn, limp bizkit, slipknot, offspring und nirvana... es schrie ständig in meinen ohren... jede freie minute hatte ich kopfhörer auf und ich bekam den input den ich brauchte... anders wär ich explodiert...
ich war prädesteniert für einen amoklauf... ich hatte alles was man brauchte... ich wurde von schülern verprügelt, meine eltern hassten sich selbst, sich gegenseitig und mich... mein dad hat jeden tag gesoffen und meine mutter jeden tag geschrien, meine lehrer mochten mich nicht (mein damaliger sportlehrer/werkenlehrer drangsalierte mich mehr als manche schüler), ich war immer im weg, zockte die ganze zeit ego-shooter, fing zum rauchen an, vergrub mich in rotten.com, las nietzsche und kafka und flog von der schule weil ich in zwei fächern auf 4,5 stand und in beiden fächern halt eine lehrerin hatte die mich nicht mochte... ich war ein loser über den sich die welt lustig machte... ein wandelndes klischee... und fast jeden monat kam was hinzu an das ich mich ewig erinnern werde und mich zu dem machte was ich bin...
so... warum hab ich nicht einfach alle oder mich umgebracht fragt man sich?
es gab ein paar sachen die mich über wasser hielten... eben mein pc und das internet... worin ich halbwegs gleichgesinnte traf und ich dort meine erfolgserlebnisse hatte...
und eben die musik... der gesang von fred durst, jonathan und corey taylor gaben mir das was ich stets versuchte rauszuschreien...
slipknot - surfacing
limp bizkit - my way
korn - thoughtless
waren -die- lieder die mir den rückhalt gaben um nicht alle ihre eingeweide fressen zu lassen... zudem war mein umfeld ein negativbeispiel das ich nie nie nie never ever so werden will... ich weiss dennoch bis heute nicht warum ich so geworden bin... warum ich kein soziopath bin... warum ich nicht das innere bedürfnis hab anderen was anzutun oder für meinen vorteil schlechte dinge zu machen...
ich bin eher pazifistisch veranlagt... ich hasse es zu streiten... ich hasse es wenn ich keine probleme von anderen menschen lösen kann... ich hasse es nicht geben zu können und nicht helfen kann... seitdem ich mein eigenes geld verdiene schenke ich so viel her... es ist genugtuung für mich einfach nur jemand anderes was gutes zu tun... ich so gut kacken morgens und befriedigt mich einfach...
dennoch gab es nachwirkungen... mit dem sich dieser blog hier schon seit jahren beschäftigt... die misanthropische veranlagung... meine 2 schachteln kippen am tag seitdem ich 18 bin... und das kleine kratzen im kopf das ich mich in psychatrische behandlung begeben sollte...
dennoch kamen doch menschen in mein leben die mir bewiesen das nicht jeder per se böse ist... und ich danke diesen menschen hier nochmals sehr dafür...
vllt. kommt auch dadurch meine skepsis... wenn ich was negatives sehe, überlege ich erst was daran positiv sein könnte... und umgekehrt... so wird man vllt. ein naiver zyniker... wer weiss...

hm... eigentlich wollt ich mehr auf musik eingehen... nja... was solls...

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