These

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Bin gerade krank geschrieben... da ich mir ne leistenzerrung zugezogen hatte, weil ich etwas schwer gehoben hab... und ich habs auch mit der Arbeit ein wenig übertrieben letzten Freitag... ich arbeitete von 7:00 bis 2:30 mit zwei Stunden Pause zwischendurch...
es is nicht so das sowas das erste Mal is... aber naja... man wird ja auch nicht jünger...
Da ich ja nebenberuflich an schweren Geräten arbeite (und nein... ich meine damit nicht Onanieren), befürchte ich das ich mal anhand von Übermüdung mal nen richtigen Blödsinn anstelle und mir was passiert... was ich nicht will... da Leute mich für richtig und wichtig erachten... und ich will ihnen nicht weh tun indem mir was passiert...
ich glaube wenn ein Arzt mir sagen würde das ich innerhalb eines Jahres sterben würde, würde ich jeden der mir nahe liegt aufs übelste beleidigen, damit sie mich verstoßen und hassen... wenn ich dann sozial gesehen alleine bin, würde ich mir ne Drogenwoche gönnen in der ich sämtliche Drogen ausprobieren würde die ich in die Finger krieg... Danach würde ich irgendwo ins Ausland gehen und mich von ner Klippe stürzen... einfach weg sein und verschwinden... keine Träne wäre vergossen... kein Kummer wäre bereitet und alles wäre gut...

Ich hab mir grad die zweite Staffel von After Life angeschaut, wo es maßgeblich ja auch um Tod und Selbstmord etc. geht... und so macht man sich schon ein wenig Gedanken...

Angenommen man würde Leben auf der Erde als Ressource betrachten... die Evolution schuf Leben... wandelnde Biomasse die denkt, fühlt, scheisst, fickt und was weiss ich noch alles... man wird geboren als Teil der Natur und stirbt wieder weg... Futter für kleine Organismen die einen dann wieder ausscheisst und man wieder Teil von der Erde wird... unser Hirn und Erziehung schreibt uns vor was wichtig ist... Selbsterhaltung, Fortpflanzung, Besitz und Selbstverwirklichung.. wenn wir jemanden was schenken oder selbstlos sind, machen wir das nicht für den Anderen, sondern damit wir uns selbst besser fühlen... das ist ein Teil der Erziehung und des Rudeldenkens die wir über viele Jahre in unseren Genen verankerten... wenn ich dir helfe, hilfst du mir vielleicht auch irgendwann mal... das ist die Krux des ganzen...
wenn man sich in dieses Denken verliert, merkt man erst wie sinnlos der ganze Mist eigentlich ist...
Existieren ist scheisse im Endeffekt...
Die Evolution gab uns Nervenenden und ein Hirn damit wir Schmerzen empfinden...
Man merkt wie man körperlich abbaut und wie man letztendlich stirbt...
Die "soziale" Evolution gab uns ein Gefühl von Einsamkeit, Liebeskummer, Enttäuschung und eben das Sammelsurium an Menschen mit denen wir uns tagtäglich ärgern müssen...
Man will/muss ständig beeindrucken, gepflegt sein, sich profilieren, perfekt sein um akzeptiert zu werden... (auch wenn man das Gegenteil behauptet... im Endeffekt ist ein "Rebellen"-Status auch nichts anderes um in einem aussergewöhnlichen sozialen Kreis akzeptiert zu werden... alleine is niemand gern)
Man empfindet sich als wichtig... man ist es nicht... wenn man letztendlich aufm Friedhof begraben oder verbrannt wird, macht man nur Platz für jemand anderen der eben gerade lebt...
Ich muss grad an ein Zitat eines alten Arbeitskollegen denken... "Wenn du ein Haus baust, baust du es im Endeffekt auch nur für diejenigen die nach Dir drin leben" oder "Der Friedhof ist voller Menschen die glaubten das es ohne sie nicht geht"
fand ich toll...
Man geht arbeiten und macht irgendwelche Dinge die sowieso irgendwann vergehen... sogar die Mona Lisa verblasst und ist irgendwann weg...
Man holt sich ne Katze oder nen Hund um dann zu erleben wie eine Welt zusammenbricht wenn das Haustier stirbt... ich red da aus Erfahrung...
generell Gefühle für jemanden zu haben ist sehr riskant... entweder man hat Glück und man krepiert oder entliebt sich eher als der Andere, oder man wird in ein dunkles Loch geschmissen voll von emotionalen Schmerzen...

nichtsdestotrotz hat unser Hirn (weitestgehend) einen Abwehrmechanismus entwickelt wie man sich selbst daran hindert, lächelnd in eine Kreissäge zu laufen... durch sein Dasein kann man doch viele schöne Momente erleben... wenn erogene Zonen von jemanden anderen angefasst werden interessiert es keinen mehr das man vergänglicher Biomüll ist... oder wenn man z.B. ein Bild malt und man stolz drauf is oder gar Anerkennung dafür bekommt ist das schon ein tolles Gefühl... das Lächeln eines Freundes oder des Partners wenn man grad gut gekocht hat und es der/demjenigen schmeckt... es sind immer die kleinen Ziele... die kleinen Dinge... und der Ausgleich...

ich will jetzt von mir nicht behaupten das ich diese Denke unterstütze... oder gar permanent im Hinterkopf habe... ich versuch hier nur etwas objektiv zu sein...
dieses Mindset hat mich schon oft zu sehr überrumpelt vor vielen Jahren und es macht einen kaputt (was man zu dem Zeitpunkt zugegebenermaßen nicht als schlimm erachtet)...
mittlerweile bin ich von dem weg und ich habs halt nun so mal akzeptiert, so wies is... man kanns ja sowieso nicht ändern...
man muss die Wertschätzung so weit für sich definieren was einem Wichtig ist... und sei es nur das Wissen das Andere einen selbst als wichtiger betrachtet als man sich selbst... und das man eben darauf wert legt das es einen gut geht um diejenigen Sorgen zu ersparen die widerrum einem wichtig sind...
deswegen hasse ich den Film "Into the Wild" bzw. die Geschichte vom Aussteiger Chris McCandless... derjenige der ohne ein Wort abgehauen ist, auf sein Umfeld geschissen hat und auch noch wegen Dummheit krepiert ist... das hat nichts mit Freiheit zu tun für mich, sondern das ist purer Egoismus...
und dann wird so ein Trottel auch noch als Idol gefeiert... für was? das er Menschen hinter sich ließ denen er wichtig war? es ist halt nun mal so das einem sein eigenes Leben nicht allein gehört... es gehört auch Anderen... und falls man nicht so denkt, kann derjenige gern in die besagte Kreissäge laufen...

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