Nichtstuend zu nichts kommend

DruckversionPDF-Version

Mittwoch?
Es war gerade noch Wochenende.
Von mir aus kann der Sommer jetzt sein Köfferchen packen und wieder zurück nach Südafrika oder woandershin reisen, mir reicht es für dieses Jahr. Ich bin nicht nur schulter- und kopfhautverbrannt, durchtranspiriert und gesichtsverquollen, ich bin auch wie mit dem Teppichklopfer ausgeschlagen und ausgewrungen (das könnte auch gewringt heißen) wie ein Wischtuch.
Ich komme zu nichts mehr, zu gar nichts. Ich tue nichts und komme zu nichts - ob es da einen myteriösen Zusammenhang gibt?

Um nicht den ganzen Tag bei heruntergelassenen Rollläden in der Wohnung zu sitzen, sondern ein paar Sonnenstrahlen persönlich zu treffen, muss ich Handtuch, Buch, Sonnenbrille... in die Tasche stopfen und zum Main hochgehen. Dort ist es voll, dort ist es heiß, dort mieft es, dort gibt es keine Toiletten. Also habe ich die Wahl: trinken und eine Toilette brauchen oder nicht trinken und keine Toilette brauchen. Ich nehme immer die zweite Möglichkeit, ich habe sowieso Mühe, mehr als einen halben Liter täglich zu trinken (schade, dass ich nie Mühe habe zu essen).
Irgendwann treibt mich dann doch irgendein Bedüfnis nach Hause, ich sammele meine Utensilien ein und laufe retour; will ich danach noch mal raus, muss ich mich wieder der Völkerwanderung an den Main hoch anschließen.
Das stresst und das kostet Zeit.
Mit Garten oder Balkon wäre das Sommerleben weit, weit weniger anstrengend und zeitraubend.

Gestern musste ich dann noch in die City laufen, um die Konzertkarte für meinen Vater zurückzugeben, der am Sonntag nun doch nicht mitkommt.
Auf dem Hin- und Rückweg ging ich zwangsläufig an der L.-Kirche vorbei. Und mit was für hoch erhobenem Haupt und mit was für einem Strahlen in der Visage! :) Auf dem Rückweg zündete ich im Hof eine Kerze an - für Pater C zum Dank. Die hat er sich verdient, und wie.

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal selbst als Einzelmensch keinen Platz mehr in der Gerbermühle bekommen, die Leute standen bis auf den Fahrradweg.

Gleich fahre ich zu AK nach Oberursel, wir gehen ins Freibad. Ich mag Freibäder nicht. Mein Hintern und mein Arm passen dort schlecht hin. Außerdem gehe ich, wenn überhaupt, morgens, nachmittags ist der Pöbel dann auch schon da. Aber AK arbeitet bis 14 Uhr.

Heute Abend treffe ich mich mit A. am Main, zum Auf-der-Wiese-sitzen. Sie hat Angst vor Hunden und Ratten und kreischt bei jedem Buschrascheln sehr erlebnisreich.

Ist der Sommer anstrengend... Ob man bei der Wahl am Sonntag einen Herrn Winter wählen kann?

TitelAutorDatumBesucher
SchafsmanieAdrienne18/08/2004 - 00:004398
Geschichten aus der Ästhetischen Chirurgie - Teil 3Adrienne17/08/2004 - 18:574794
Was mir auffälltAdrienne17/08/2004 - 11:404389
Von großartiger Hilfe und TarnkappenwürmernAdrienne16/08/2004 - 19:084416
Übel. Fatal. Entsetzlich!Adrienne15/08/2004 - 14:444555
Ein Wurm! Ein Wurm! Ein Wurm! Ein Wurm! Ein Wurm!Adrienne14/08/2004 - 15:134846
Zu meinem ErstaunenAdrienne11/08/2004 - 23:244134
GenervtAdrienne04/08/2004 - 00:004564
Liebes Brüderchen, lieber LehrerAdrienne01/08/2004 - 00:004784
Urlaub in Marburg und Frankfurts Neid Adrienne01/08/2004 - 00:004353
GeschenktAdrienne30/07/2004 - 00:004351
Andere Krankenkassen zahlen nicht, was sie sollen. Meine zahlt, was sie nicht soll. <b>+Nachtrag: Dr. Schnösels unmoralisches AnAdrienne29/07/2004 - 15:394657
... und jetzt geht mir gerade erst auf... Adrienne29/07/2004 - 00:004143
Schritte kündeten den KönigAdrienne27/07/2004 - 16:474496
ErsatzAdrienne26/07/2004 - 00:004077
Eintrag ?73477Adrienne24/07/2004 - 18:054747
DenkversucheAdrienne23/07/2004 - 15:284339
VertuschungenAdrienne21/07/2004 - 11:034258
BeobachtungenAdrienne21/07/2004 - 01:334674
Urlaub im Hotel 'Rot Kreuz'Adrienne20/07/2004 - 11:404356
Ein natürlicher ProzessAdrienne18/07/2004 - 13:434199
LebenslaufAdrienne17/07/2004 - 00:535162
WegschlafenAdrienne16/07/2004 - 19:555084
Wie es istAdrienne16/07/2004 - 09:184434
AlleslosAdrienne12/07/2004 - 22:544570
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...