So geht das nicht

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Verdammt
Schon wieder.
Ich habe schon wieder einfach aus Langeweile und Einfallslosigkeit stundenlang geschlafen.
Das ist mein Leben, verdammt noch mal!
Wer weiß, wie lange es noch dauert und wer weiß wie sehr ich eines Tages jede Stunde bedauere, die ich einfach verpennt habe.
So geht das nicht, so kann das nicht weitergehen!

Ich hatte um 9 Uhr Thera, hatte also eine recht kurze Nacht. Von 10 bis 11.30 Uhr war ich draußen unterwegs, ich bin erst am Main spazieren gegangen, dann habe ich auf einer Bank gesessen und gelesen. Wohlbemerkt auf der üblichen Bank. Ich hatte gehofft, WL beim Gassi gehen mit A. zu treffen. Nachdem ich gestern ein Foto von ihm im Internet gefunden habe, wollte ich ihn dringend sehen, ich Teenager. *g*

Wieder zu Hause die große Frage: Was tun mit der Zeit?

Es ist natürlich nicht zu leugnen, dass es wirklich schwer ist, 24 Stunden des Tages zur freien Verfügung zu haben, und das oft wochenlang.
Keiner wird daran zweifeln, dass es schwierig ist, so völlig ohne Termine, Aufgaben und Pflichten zu leben und seine Zeit trotzdem sinnvoll zu nutzen.
Allen, die schreien, sie wüssten aber sehr wohl was sie mit sooo viel Freizeit machen würden, wenn sie das Glück hätten sie zu haben kann ich nur sagen, dass sie es mal ausprobieren sollen, nämlich ein paar Monate lang. Danach sprechen wir uns wieder.

Trotzdem.
Es ist verständlich, dass ich nicht mit jeder Minute etwas anzufangen weiß, aber es ist absolut nicht zu verstehen, dass ich überhaupt nichts mache.
Aber was rede ich? Wie lange werfe ich mir das nicht schon vor? Wieviele Hunderte von Malen habe ich mir gesagt, dass ich mir einen Zeitplan machen muss. Dass ich mir irgendein Projekt suchen muss. Dass ich mich dazu zwingen muss, etwas zu tun. Ich könnte mich erschlagen.

Gut, ich gehe seit November ins Fitnessstudio. Immerhin.
Aber ich muss mehr tun.
Ich tue es nur nicht. Ich tue es einfach nicht.
Hier liegt ein Französisch-Sprachkurs auf CD Rom. Dreimal benutzt seit dem Kauf vor etwa vier Jahren.
Ich tue einfach nichts, obwohl ich selbst viele Ideen hätte. Seit Jahren könnte ich mich regelmäßig damit befassen, etwas zu lernen. Die Grundlagen der BWL oder Französisch oder Latein oder HTML oder Schreibmaschine schreiben oder ..., oder..., oder.
Wann habe ich mich das letzte Mal um meine spanischen und italienischen Sprachkenntnisse gekümmert? Warum setze ich mich nicht hin mit einem Buch, anstelle ins Bett zu krabbeln?
Das kotzt mich an. Seit Jahren. Aber ohne Zwang tue ich nichts, nichts, nichts.
Solange ich nicht muss, nicht wirklich muss, tue ich nicht das Allergeringste. Das kotzt mich wirklich an, aber so läuft es seit Jahren und so wird es bleiben, wenn sich nichts an den äußeren Umständen ändert.
Ekelhaft.
Aber zum wievielten Mal schreibe ich jetzt über dieses Thema...? Ich kann es doch lassen. Was habe ich davon mich aufzuregen?

Kein Wunder, dass ich mich jetzt wieder besch*ssen fühle. Müde, leer, öde, nutzlos.

Um 20 Uhr treffe ich mich mit M.
Morgen fahre ich nach MR. *seufz*
Dort bleibe ich bis Sonntag, Montag, Dienstag... je nach dem. Am Sonntag werde ich zum ersten Mal seit etwa zwei Monaten nicht nach der Messe zum "Umtrunk" gehen. Mir macht es nichts aus, ich habe wie gesagt schon kein Interesse mehr dran. Außerdem komme ich an den Pater nicht ran und die anderen Anwesenden... nun ja. :-/

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Wenn Du zu tun hast

und das dann "trotzdem" auf die Reihe bekommst, was ich mir mal denke... was ist dann so schlimm dran, mal nichts zu tun ... Nun ja als Aussenstehende und nicht in Dir Wohnende sehe ich es vielleicht so... wer weiss schon wie ich mich dabei fühlen würde, wenn ich Du wäre...

LiGrü's

Ich erinnere mich

an Zeiten, in denen ich unbestimmt lange Freizeit hatte, wenn auch aus anderen Gründen... von wegen, das man da macht, was man schon immer wollte ... Freizeit, bei der man nicht weiss, wie lang sie exakt besteht ist schwer zu nutzen ... *seufz*

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