Wegschlafen

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Mich einfach wegschlafen würde ich gern, weit weit weg. Das habe ich versucht, aber jetzt bin ich doch wieder wach und jetzt wach zu sein heißt, dass ich wahrscheinlich erst irgendwann mitten in der Nacht wieder werde weiterschlafen können. Manchmal klappt es, einen Schlafmarathon von 15, 16, 17 oder mehr Stunden hinzulegen, aber nicht immer und heute ist mal wieder nicht immer.

Um 19.20 Uhr wach geworden, rechtzeitig noch um zu wissen, dass diese D.W. mit größter Wahrscheinlichkeit noch mit dem Pater zusammen ist. Mehr oder weniger vermittelt durch mich. Ich finde das so lachhaft: Indirekt durch mich vermittelt erfüllt sich einer anderen das, was ich mir so sehr gewünscht hatte, durch mein Zutun entsteht da ein Kontakt und ich schaue von außen zu. Wie am Sonntag. Scheiß Sonntage. Wer weiß, was übermorgen passiert. Aller schlechten Dinge sind drei, oder nicht?

Da Y. sich nicht gemeldet hatte, habe ich mich auch nicht gemeldet. Wie gestern Abend mit D. und ihren Freundinnen. Gestern Abend und bis eben war ich froh darum, um beides. Weg, allein, Ruhe, Stille, Schlaf, Versteck. Jetzt bedauere ich es. Was tun heute Abend? Morgen Abend? Warum habe ich mich nicht verabredet?
Der Sommerabend ist in vollem Gange, aber ich habe irgendwie Angst, rauszugehen. Mainufer, Gerbermühle, Stadtwald, das alles erschreckt mich im Moment. Wenn WL da herumläuft? Wenn ich irgendetwas sehe, was ich nicht sehen will?

SMS an Y.: Spontane Lust auf Biergarten o.a.?

SMS von Y.: "Ich heul gleich vor Frust. Hatte mir schon Ausgehvorschläge machen lassen und lieg jetzt seit Mittwoch mit Grippe im Bett. Es tut mir so leid!!"

Also, was tun? Warum sollte es heute schrecklicher sein, allein in die Gerbermühle (wie unschick, ha, ha, ha, ha, ha) zu gehen als im Mai, als ich fast jeden Abend dort war? Weil alles schrecklicher ist als im Mai.

Pater C., Du ..., warum als Abschiedsgeschenk an mich auch noch DAS? Was hattest Du denn gegen mich?

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