Letzens bei Stern TV : Ein Leben (fast) ohne Müll

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Bei Stern TV was ich heute im Stream online geguckt habe kam eine Frau die zusammen mit ihrem Partner/Mann ein nahezu Müllfreies Leben führt.

Das ganze hat bei den zwei zwar eine relativ extreme Form angenommen (näheres weiter unten) aber generell finde ich die Idee ja sehr gut.

Olga und ihr Mann leben nahezu Müllfrei. Gewaschen wird mit Kastanien, Haare shampponiert mit Haarseife und rasiert mit einem speziellen Metallrasierer ohne Verpackung. Auch gibt es statt Toilettenpapier eine Art "dusche" für den Toiltettengang. Weiter geht es in der Küche, Olga und ihr Mann kaufen NUR unverpackte Lebensmittel und Milch und Milchprodukte nur in Glasflaschen, bei sogenannten "Trockensortiment" kaufen sie in speziellen Läden große Mengen an Nudeln, Reis und solchen Produkten - fast ausschließlich in Papier verpackt, aber da wo es nicht anders geht auch mal in einer Plastikverpackung. Das macht das Schwein aber auch nicht mehr fett, denn Müll runterbringen müssen Olga und ihr Mann frühestens alle 6 Monate.

Für Olga gibt es in dieser Lebensweise keine Kompromisse mehr, sogar eine Beziehung hat sie schon dafür geopfert, erst ihr jetziger Mann/Partner (weiß nicht mehr wie er hieß) hat es nicht nur akzeptiert er lebt und liebt diesen "Lifestyle" mit ihr.

Weiter geht dieses ohne Müll leben auch noch, sogar Hackfleisch kaufen Olga und ihr Mann ohne Verpackung, bei der Produktion des Fleisches wird zwar Müll entstehen doch wenigstens ensteht kein Müll beim Kaufen des Fleisches: Für Olga und ihr Mann ein guter Kompromiss. Vieles ist selbstgemacht bei Olga und ihrem Mann ob Deo, das Waschmittel aus Kastanien oder auch die Zahnpasta. Sie haben sich scheinbar ein endloses Wissen angeeignet was man aus Natron und zusätzen wie z.B. Salbei alles herstellen kann. Olga wirkt dabei wirklich wie vom Fach als sie bei Stern TV erklärte das das Deo (bestehend aus Natron? und Wasser) deshalb mit Salbei versezt wurde, weil Salbe den Schweiß hemmt.

Olga muss in den Augen vieler auf einiges Verzichten, so hat sie u.a. aufgehört sich zu schminken (obwohl es laut ihr auch dafür Möglichkeiten geben würde) und bestimmt können sie auch keine Chips mehr essen, keinen Rasierschaum und keine Sonnencreme mehr kaufen und wie ist es eigentlich mit Verhütung oder Tabletten z.B. gegen Kopfweh. Für die Mentruation benutzt Olga jetzt eine Tasse und shoppen war sie schon lange nicht mehr. Alles was Möglich ist wird gebraucht gekauft und wenn sie etwas nicht mehr brauchen versuchen sie es wie Olga sagt "In den Kreislauf zurückzuführen" indem sie es verschenken oder verkaufen.

Sowieso hat man das Gefühl Olga und ihr Mann sind bescheidene Menschen, sie brauchen keine tausend paar Schuhe und fünfzig verschiedene Zeitschriften neben dem Kamin. Sie leben mit dem was sie "wirklich" brauchen, ich denke sie überlegen dreimal bevor sie etwas kaufen. Ich stelle mir das zum Teil als überhaupt nicht spaßig vor und gleichzeitig habe ich gegenüber Olga ein schlechtes Gewissen und bewundere sie.

Den Olga und ihr Mann sind keinesfalls zu belächeln: Jetzt eröffnen sie sogar einen "Laden ohne Verpackung" in Köln, dazu existiert eine aus Wind- und Solarenergie betriebene Website und Onlineshop, wo man die Waren sogar Co² Neutral und so gering wie möglich verpackt erwerben kann.

Olga und ihr Mann bekommen ein Kind, dann wird das Leben noch schwieriger (denke ich), doch Olga meint dazu nur: Wenn man das früher geschafft hat, wieso dann nicht heute?

Das Kind wird mit Stoffwindeln gewickelt (find ich jetzt nicht ungewöhnlich das machen ja viele) doch bei dem Kind wird es einige Komprommisse geben müssen. Wenn das Baby nicht mehr gestillt wird braucht es Babynahrung ich glaub nicht das es dafür eine Alternative gibt, später können sie dann selbst die Sachen für das Baby pürieren (machen ja auch viele). Aber wie ist es mit der Pflege? Wollen sie das Kind auch mit Seife waschen? Mit was wollen sie es eincremen? Und was machen sie wenn es mal zahnt? Wird das Kind Bücher usw. bekommen die nicht gebraucht sind? Und was machen sie wenn das Kind einmal im Zoo andere Kinder sieht die ein Jolly Eis in einer Verpackunng haben und auch eines will? Wollen sie sagen "Nein" weil es verpackt ist.....

Solche Sachen fallen mir dazu ein.

Trotzdem dass ich so etwas nie so extrem leben würde gibt es einige Sachen die ich schon mache oder machen würde u.a:

-Plastiktüten mehrfach benutzten und immer eine in der Tasche haben, wenn man etwas kauft kann man die alte Tüte nehmen und muss keine neue nehmen

-kein Papier verschwenden, altes oder falsch bedrucktes Papier kann man für Notizen verwenden

-sowieso Plastiktüten vermeiden, es gibt auch Papier und Stofftüten und diese zusammenlegbaren die man überall kaufen kann

-nicht immer alles wegschmeißen, alte Kleidung kommt bei mir schon lange zum Flohmarkt (lohnt sich wirklich) oder zur Altkleidersammlung, nur die kaputten Sachen kommen in den Müll

-nicht so arg viel kaufen - das ist ja Teil bei meinem seit Jänner laufenden- "Non-Shopping Experiment" es läuft sehr gut ich habe glaub ich noch gar keine Kleidung gekauft, es beeinträchtigt mich nicht, da ich wirklich Kleidung habe für 3 Personen würde sie locker reichen, dadurch gibt es auch sehr viel Abwechslung im Kleiderschrank und ich habe immer wochenlang Sachen nicht mehr an, weil ich was anderes anhabe, dadurch wird es auch nicht langweilig und außerdem kann ich ja wenn ich wirklich was richtig, richtig schönes sehe es auch kaufen, aber grundsätzlich will ich warten bis ich etwas brauche und wenn z.B. die T-Shirts nicht mehr so schön sind, weil man sie schon zu oft gewaschen hat dann kann ich sie ja noch zum rumgammeln daheim anziehen, ich habe auch vor kurzem ausgemistet aber ich habe trotzdem viel zu viel... (Übrigens dadurch kann man auch viel Geld sparen und man kann ja auch shoppen gehen mal ohne unbedingt Kleidung zu kaufen)

-lieber Holz statt Plastik z.B. Holzbrett statt Plastikbrett, Holzlöffel statt Plastiklöffel zum Umrühren usw.

Und jetzt die Sachen von Olga die ich mir vorstellen könnte anzuwenden:

-Butter selbst machen aus Sahne? - finde ich eine gute Idee muss ich sagen

-Haarseife oder überhaupt Seife in Stücken kaufen auch z.B. fürs Händewaschen und nicht diese Seife zum Pumpen - ich finde das eigentlich eine gute Idee und würde das -vor allem das mit der Seife fürs Händewaschen- auf jeden Fall machen

- ich würde auch abbaubare Säcke für den Müll kaufen, sie werden zwar fast nie wirklich abgebaut, aber sie sind wenigstens nicht aus Plastik, sondern aus Mais - und Kartoffelstärke (das hat aber Olga nicht gesagt aber das würde ich auch gerne machen)

-recyceltes Kopierpapier, Stifte, Blöcke, Post-ist, Hefte usw. kaufen - da war ich sowieso schon immer ein Fan davon, ich brauche zwar kaum Kopierpapier, Hefe, Blöcke und Post-ist sowieso nicht, aber wenn dann würde ich lieber recycelte benutzen. Das mit den zum Großen Teil recycelten Stiften find ich auch eine gute Idee (wenn ich nicht so viele Stifte hätte) aber das ist auch keine Idee von Olga

Das Problem: Wieso ich schreibe "würde ich machen" hat viele Gründe:

also das mit der Seife und der Sahne und den Müllsäcken und dem recycelten Papier hat erstens Mal keinen oder kaum Sinn, weil ich ja noch zuhause wohne. Meine Mutter kauft z.B. immer Pumpseife, wieso sollte ich dann noch Seife in Stücken kaufen und sie kauft auch die Müllsäcke, die Sahne usw...

und der zweite Grund ist das ich zum Teil noch alles erst aufbrauchen muss z.B. Kopierpapier kauft auch meine Mutter, aber ich habe hier eineinhalb Packungen nicht recyceltes Papier liegen seit locker einem Jahr. Weil wir brauchen so arg wenig Kopierpapier das ist extrem.

Und das gleiche ist auch bei z.B. Briefkuverts der Fall, ich habe fast 20 Stück hier im Zimmer und in der Stube sind glaub ich 100 Stück von A4, A3 mit Fenster, ohne Fenster so viel Kuverts, weil meine Mutter sie immer genau dann nicht findet wenn sie mal eines braucht (was auch höchstselten passiert). Man braucht vielleicht mal eines für ne Bewerbung oder eines für eine Karte (aber da sind die meistens auch schon dabei) oder wenn man einmal in einem Jahr einen Brief schreibt (das kommt eig. nie vor)...

Und das gleiche mit den Blöcken ich habe 4-5 Blöcke oben und in der Stube sind glaub ich 20 Blöcke, meine Mutter hat das Problem, wenn z.B. meine Bruder meint er braucht einen Block das sie dann gerade im Schreibwaren laden sind und sie einfach einen kauft und nicht guckt, ob man einen noch übrig hätte und wenn sie guckt dann findet sie mit Garantie keinen und dazu kommt noch das man am Anfang in der Schule immer 2 Blöcke bekommt und meistens aber fast nie in der Schule was aufschreibt und dadurch benutzt man diese Blöcke von der Schule dann 3 Jahre und dann sind sie immer noch nicht voll....

Und so geht es halt immer weiter....

Und das gleiche hat meine Mutter auch mit Plastiktaschen, sie hortet die im Keller, weil sie das dann mal für Müll oder altes Brot benutzt (und weil sie sagt das sie die dann wiederverwenden kann) aber wenn sie dann im Laden ist hat sie fast nie einen dabei (wobei es seit ich sie immer damit nerve besser geworden ist) aber das Problem sie nimmt einen mit und nimmt dann zum Teil trotzdem einen Sack weil viele Verkäufer ja ohne zu fragen gleich einpacken und es ihr zu peinlich oder was auch immer ist das wieder auszupacken oder zu sagen das sie einen Sack dabei hat und dann hat sie den anderen Sack in der Tasche und nimmt einen neuen und so liegt der ganze Keller voller Säcke und es wird und wird nicht weniger...

Naja das dazu, hier noch Olgas Blog:

http://www.zerowastelifestyle.de/

Bis dann eure

Fuzii

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