Der Anfang

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Mein erster Tagebucheintrag hier und ich nutze die vermeitliche Anonymität des Internets, um mir alles von der Seele zu schreiben was mich beschäftigt, was mich beschäftigt hat und was mich beschäftigen wird. Ich bin 17 Jahre jung, eine frischgebackene Schülerin auf der Sozial-FOS (was ich bereits bitter bereue) und bin so dreist zu behaupten, dass ich ein wenig tolles Leben bis dato hatte bzw. habe.

Das alles hat eigentlich damit angefangen, dass ich quasi ohne Vater bei meiner alkoholkranken Mutter mit meinen beiden Schwestern aufgewachsen bin. Eine wirklich gute Beziehung zu meinem Papa hatte ich bis zu meinem 14., 15. Lebensjahr nicht, aber mit der Pubertät hat sich nicht nur der Körper von mir und meinen Schwestern verändert, sondern auch unser Denken und wir waren nicht mehr die Kiddies, die weggesehen haben. Mit den Worten unserer Familientherapeutin: Wir waren "Der Feuermelder", "Das Heldenkind" und "Das Verlorene" - Letzteres übrigens meine Wenigkeit. Pflegeleicht, unauffällig, ruhig, schüchtern. Um meine sogenannte Mutter zur Vernunft zu bringen habe wir eine ganze Menge probiert. Innerhalb der Familie Vereinbarungen getroffen, Termine beim Blauen Kreuz gemacht, ihr mit Rausschmiss gedroht, sie auf Entzugskuren geschickt,... Die ganze Palette eben. Naja, gebracht hat es nichts. Es gab immer nur Streit... immer nur Geschrei und Gezicke, Beschimpfe und Bedrohen... Ich hab bei einigen Streits heimlich mit gelauscht und diese Situationen haben sich in mein Gehirn eingebrannt, dass ich jedes Mal Herzrasen bekomme wenn ich auch nur daran denke. Genau so, wie ich vom Weingeruch einen Nervenkollaps kriege, für alle die es interessieren sollte. Meine ältere Schwester hat sich zuerst von meiner Erzeugerin (mir kommt beim Wort "Mutter" die Galle hoch) abgewandt. Anschließend auch ich, nachdem sie mich etliche Male vergessen hat und betrunken zu Elternabenden gekommen ist. Wie ich 15 geworden bin hatte mein Vater endlich die Schnauze mal voll und wir haben sie rausgeschmissen, aber damit sollte es nicht vorbei sein. Meine kleine Schwester kam kurz darauf ins Heim, weil sie einen auf Drama-Queen machen musste und Papa am Ende war, was übrigens dazu geführt hat, dass er im Februar diesen Jahres für sechs Wochen auf Kur war aufgrund eines Burn Outs.

Jetzige Situatione: Ich lebe mit meiner älteren Schwester und meinem Vater in einem Haus, habe seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner "Mutter" und meiner kleinen Schwester und bin überfordert.

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