Guter Tag

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Eigentlich war heute ein guter Tag. Ein richtig guter. Ich habe viel gelacht und mich ablenken können, aber jetzt ist es wieder da. Dieses Tief. Und irgendwie ist es schlimmer als heute Morgen. Ich hatte einen Termin mit der Familienhilfe heute, die mich noch mal darauf angesprochen hat ob ich diesen Erziehungsbeistand, oder wie auch immer das heißt, in Anspruch nehmen möchte oder nicht, denn der Antrag müsste langsam eingereicht werden, da die Familienhilfe Ende September abläuft und ich mit meiner Volljährigkeit ab Ende Oktober nicht mehr in deren Zuständigkeitsbereich falle - deshalb dieses andere Ding, das gibt es wohl für junge Erwachsene. Es liegt an mir ob ich das haben möchte oder nicht, sollte ich mich jedoch dagegen entscheiden und es mir zwei Monate später anders überlegen, ist es so gut wie unmöglich den Antrag durchzukriegen. Wenn dann müsste ich die Familienhilfe direkt in diesen EB umwandeln lassen, dann kommt es mit ziemlicher Garantie durch. Aber will ich das überhaupt? Sie meinte, sie würde es gerne machen. Und ich möchte es einfach nur hinter mich bringen. Nach fast fünf Jahren von der Familienhilfe Abschied zu nehmen wird glaube ich nicht gerade leicht, aber je eher ich es tue, umso schneller komme ich darüber hinweg und lerne es auch alleine hinzukriegen. Aber eigentlich... möchte ich einfach nur alles hinter mich bringen. Ich versuche es nur auf Schule zu übertragen, doch nach der Schule kommt die Ausbildung - die ich einfach nur hinter mich bringen will. Und dann? Das Berufsleben, was ich gar nicht erst anfangen will. Ich will mein Leben hinter mich bringen, wenn ich mal ehrlich zu mir selbst bin. Ich will keine Fachhochschulreife, ich will keine Ausbildung, ich will keine eigene Wohnung, ich will es hinter mich bringen. Es ist so ein Gedanke der immer wieder aufkommt, mal mehr mal weniger, aber beinahe täglich schleicht er sich bei mir ein. "Es wäre doch alles leichter, wenn...", "Jetzt könntest du einfach...", "Wenn du jetzt..."... Natürlich sage ich es keinem, die würden mich doch direkt einweisen lassen, aber ich fühle mich so furchtbar in meinem gesamten Dasein. Was tue ich großartig für andere und was tun andere alles für mich? Der Familienhilfe raube ich ihre Zeit und Nerven, die hält mich wahrscheinlich für sonst wie undankbar, Papa nehme ich bis auf den letzten Cent aus und tische dann auch noch irgendwelche Geburtstagswünsche auf, die Therapeutin hat sicherlich 20000 andere Patienten die sie lieber "bearbeiten" würde und die Lehrer hassen mich bestimmt dafür, dass ich den Notenschnitt ständig runterziehe. Ich würde es so gerne einfach beenden... Aber jetzt muss ich die blöde PP-Aufgabe fertig stellen, mal schauen wie viel die Lehrerin morgen daran auszusetzen hat...

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