Mööpp

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Wieder versuche ich mich krampfhaft abzulenken von meinen ganzen schlechten Gedankengängen, von meinem "Über-Ich", was mir sagt, was ich alles tun sollte. Ich versuche alles andere so laut zu stellen, wie es nur geht und das ist für meine Verhältnisse eher ungewöhnlich. Ich rede überaus viel, laufe unruhig durchs Haus und suche irgendwelche Aufgaben. Irgendwas, was ich tun kann ohne mich konzentrieren zu müssen, denn dann würde ich scheitern, einen halben Nervenzusammenbruch kriegen und erst mal weinen. Ich suche nach Dingen, die längst überfällig sind, aber nicht zu anstrengend. Wäsche waschen. Wäsche aufhängen. Wäsche alle zwei Minuten kontrollieren. Kaffee machen. Kaffee trinken. Kaffee machen. Neues Wasser auffüllen. Nach etwas ansprechendem essbarem suchen. Die Suche aufgeben. Kaffee machen. Kaffee trinken. Seit gestern ist meine Schwester wieder da und noch scheue ich die Konfrontation mit ihr nicht. Ich bin so unruhig und hibbelig, dass ich mit ihr richtig rede. Ich habe ihr gesagt, wie unsympathisch ich ihren "Freund" finde und wie deutlich sympathischer mir der Tierarzt sei. Da hat sie richtig empört gesagt "Der ist aber viel zu alt!". Wen juckt's? Ist ja nicht so, als hätte ich Interesse an dem, ich kenne den ja kaum, finde ihn nur sympathischer als diesen anderen Typ. Jedenfalls bin ich heute zweimal zur Bank gelaufen und anschließend Oma besuchen. Das ist mehr als ich sonst in einer Woche mache. Ob es an den Tabletten liegt, dass ich so aufgekratzt bin? Gut drauf bin ich nicht und wirklich mehr Energie habe ich auch nicht, aber ich bin so dermaßen unruhig... Letzte Nacht hatte ich einen Albtraum. So einen, nach dem man Angst hat wieder einzuschlafen. Genau genommen hatte ich zwei Albträume, denn als ich nach dem ersten wieder eingeschlafen war, kam der nächste. Ich wollte schreien, aber es kam absolut kein Ton aus meinem Mund. Ich wollte um Hilfe schreien und jemanden auf mich aufmerksam machen, aber die ganze Zeit über hatte ich keine Stimme, egal wie sehr ich es probiert hatte. Mir ist heute wieder so richtig komisch. Habe heute Morgen wieder nichts gefrühstückt und habe bis jetzt noch gar keinen richtigen Hunger, geschweige denn Appetit. Auf dem Rückweg von Oma habe ich zwischenzeitlich gezittert, nicht weil mir kalt war oder ich so übermüdet bin, sondern weil ich es als so anstrengend empfand nach Hause zu gehen. Ich weiß wirklich nicht, was zur Zeit los ist mit mir. Bis vor zwei, drei Wochen bin ich nicht richtig in die Gänge gekommen und war niedergeschlagen, gereizt und so, und jetzt bin ich so... aufgekratzt. Unruhig. Und trotzdem lustlos, unkonzentriert und ohne jeglichen Appetit.

TitelAutorDatumBesucher
möpMissDunkelbunt15/04/2018 - 14:191030
möpMissDunkelbunt22/03/2018 - 18:051386
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