Möp

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Wir haben heute einen Teil von ihr freigelegt. Eine weitere Sache die sie mir einredet und die mich zur Selbstverletzung treibt. Es ist gut, wenn man sie näher kennenlernt, denn je mehr man seinen Feind kennt, umso mehr kann man ihm entgegenwirken. Wobei meine Therapeutin sie nicht als "Feindin" bezeichnen möchte, immerhin ist sie ein Teil von mir. Leider. Der böse Teil, wie wir beschlossen haben. Wenn ich mir wehtue, dann ist es die Wut auf mich, weil ich wütend auf Papa bin. Sie sagt mir, ich dürfe nicht wütend auf ihn sein. Er habe doch so viel für uns getan und gebe sich so viel Mühe und ich habe doch nur noch ihn. Wenn ich wütend auf ihn bin, ihn nicht mehr mag oder er mich nicht mehr mag, dann habe ich niemanden mehr. Keine Eltern. Sie macht mir ein schlechtes Gewissen und lenkt die Wut von Papa auf mich selbst um. Dabei ist es nicht falsch wütend auf ihn zu sein. Ich tue ihm damit nicht weh, so lange ich meine Wut für mich behalte und sie ihm nicht zeige... Aber sie bestraft mich alleine schon für den Gedanken wütend auf ihn zu sein und gerade fühle ich mich fürchterlich einsam... Es ist dieses Heimweh, obwohl ich Zuhause bin. Früher hatte ich das ständig, nachdem meine Mutter und meine kleine Schwester ausgezogen sind, ist es besser geworden. Jetzt ist es wieder da. Der Kloß im Hals, das schwere Herz, der flaue Magen, dieses Unbehagen und Unwohlfühlen... Ich muss gestehen, wirklich Zuhause fühle ich mich hier nicht. Schon lange nicht mehr. Doch jetzt wo ich seine Familie als Vergleich habe, fällt es mir noch viel schwerer hier zu sein, in meinen vier Wänden die früher mein Heiligtum waren. Mein Rückzugsort, meine Intimsphäre, mein kleines Reich. Ich will nach Hause. Wie sowas wohl auf andere wirkt? Ich sitze hier in meinem eigenen Zimmer und habe Heimweh. Dank meines Freundes weiß ich auch, wie sich ein Zuhause anzufühlen hat. Eine Familie, in der es nicht anstrengend ist, weil man einen auf Gut Wetter machen muss, weil man immer einem gewissen Leistungsdruck ausgesetzt ist, als befände man sich in der Schule. Ein Zuhause in dem man sich nicht schämen muss, auch mal schwach sein darf und Hilfe annehmen... Ich will einfach nur nach Hause...

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