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Ich meine irgendwo mal gehört zu haben, dass das menschliche Gehirn mit Musik viel in Verbindung bringt. Oder so ähnlich... Ich jedenfalls habe irgendwie für alles ein bestimmtes Lied. Für gute Zeiten, für schlechte Zeiten, für schöne Urlaube, für weniger schöne Urlaube. Außer meine Essstörung. Die hat kein Lied von mir bekommen. Während sie am Drücker war, war alles still. Vor 1,5 Jahren gab es eine Melodie. Kein ganzes Lied, denn ein ganzes Lied hätte zu viel Inhalt und damals war alles leer. Da war nur Platz für eine Melodie, ohne Text und rein vom Gefühl her bedrückend. Mein Freund hat mir damals spanische Musik noch etwas näher gebracht. Schöne Lieder, die sich in deinen Kopf fressen und wenn du die Bedeutung weißt, dir das Herz aufgehen lassen. Diese Lieder höre ich gerade und sie machen mich eher wehleidig. Es fühlt sich nicht mal an wie vor einem Jahr und das möchte ich gerne. Liegt es an ihm? Liegt es an mir? Liegt es an den fehlenden Tabletten? Ich kämpfe zur Zeit ziemlich gegen meine Stimmungen. Ich bin leicht aus dem Konzept zu bringen und ich fühle mich einsam. So einsam, wie damals, wo es noch Musik gab. Zwei Lieder, die meinen Kopf dominiert haben und es sicherlich nicht verhindert haben, dass aus den Liedern nur noch eine Melodie wurde. Im Moment geistern sie viel in mir rum. Die Phrasen kommen mir immer wieder in den Kopf und ich denke mir dann immer "Ja, genau...". Ich versuche mich bei Laune zu halten. In der Schule, Zuhause, im Bett.... Ich habe wieder Angst vorm Schlafengehen, da ich dann wieder mit meinen Gedanken alleine bin. Meinem Freund zuliebe versuche ich mich zusammen zu reißen. Er sagt zwar, er hat Verständnis für meine Situation, aber alle seine Lösungsvorschläge enden in Tabletten. Ich will keine Tabletten. Ich will es aus eigener Kraft schaffen und zur Zeit... habe ich das Gefühl es nicht zu schaffen. Ich fühl mich alleine, überfordert, bloßgestellt, kalt, müde. Ich will keine Last sein. Er möchte jemanden, der aktiv ist, Initiative zeigt, fröhlich ist. Ich würde gerne so sein. Wirklich. Aber ich bin es nicht und derzeit noch viel weniger als sonst. Ich merke es an meinem Lachen. Ich lache über nichts, mich wirklich zum Lachen zu bringen ist schwer, obwohl ich viel Humor habe, und zur Zeit lache ich viel. Es ist eher dieses Verrückte-Lachen. Wie es die Psychopathen in schlechten Horrorfilmen immer tun, so fühle ich mich dabei. So gezwungen und künstlich und völlig ungewollt. Wie der letzte Versuch meiner Seele noch irgendwas aus mir rauszuholen. Irgendwas brauchbares aus mir zu holen, aus mir verkrüppelten, hässlichen Ding... Ich will nicht, dass aus den Liedern wieder diese Melodie wird....

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