Möpp

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Ich habe keine Ahnung was schon wieder falsch mit mir ist. Es läuft doch alles prima zur Zeit und trotzdem habe ich gestern eine regelrechte Panikattacke bekommen und Rotz & Wasser in mein Kissen geschluchzt. Ich habe einen wunderbaren Freund, Winterferien stehen vor der Tür, ich habe heute glatte 10 Punkte aufs Klettern bekommen und eine Ausbildung in der Tasche. Hinzu kommt noch, dass Papa ihn mag und er auch Papa nett findet. Warum fühle ich mich dann so schlecht und gehe bereits jetzt auf Distanz ihm gegenüber? Wir haben alles geklärt, wegen gestern, und ich bin ihm gegenüber teilweise sogar ehrlicher als gegenüber meiner Therapeutin und verdammt noch mal; Er akzeptiert es. Er akzeptiert mich, mit meiner Depression und meiner Unerfahrenheit, mit meinen Medikamenten und meiner Erschöpfung. Und was mache ich als Gegenleistung? Heule nachts mein Kissen voll und wunder mich dann, dass ich am nächsten Tag Kopfschmerzen habe... Er schenkt mir zu Weihnachten eine Kette und die wird bestimmt nicht ganz billig sein - ich kann ihm gerade mal das Buch schenken, nach dem er schon eine Ewigkeit sucht. Vielleicht fühle ich mich deshalb so schlecht - weil er mir so viel bietet und ich ihm gar nichts. Und natürlich ist da noch eine riesen Unsicherheit, jedes Mal wenn wir alleine sind. Zwar fühle ich mich beim Küssen inzwischen recht sicher, aber... ich will nicht mehr. Nicht mal groß Knutschen will ich. Kuscheln. Ja, für Kuscheln bin ich immer zu haben und wenn es da zwischendurch mal ein paar Küsschen gibt, dann sage ich natürlich nicht Nein, aber sowas wie gestern will ich nicht. Ehrlich gesagt freue ich mich unter anderem auch deshalb auf Weihnachten, weil ich ihn dann zwei Tage mal nicht sehe. Ich brauche das einfach, wenigstens zwei Tage an denen ich Ruhe habe.
Wenigstens war Sport richtig gut heute. 10 Punkte... Ich hätte mit höchstens 6 gerechnet, aber meine Lehrerin wollte mich nicht eher gehen lassen, bevor ich nicht die rote Route geklettert bin - und die war für mich schon echt haarig. Ich meine, zuvor bin ich noch nie geklettert, aber sie meinte, ich würde das hinbekommen. Bei den ersten vier Anläufen bin ich nicht mal richtig vom Boden weggekommen, dann hatte ich den Dreh raus, habe sogar den Fußwechsel an der einen Stelle problemlos gemeistert und das obere, schwierigste, Stück nach einigem Rumprobieren auch geschafft. Danach war ich wirklich durch, meine Arme waren total am Zittern. Der Trick ist es, die Kraft aus den Beinen zu nehmen, aber für einen Anfänger wie mich ist das gar nicht so leicht.

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möpMissDunkelbunt15/04/2018 - 14:191018
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