Di. 17. Dez. 2019

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War nix mit Arbeiten.

Wie heißt es doch so schön, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Ja, von einer Stunde durch die Wohnung laufen wird man noch nicht völlig gesund.

Heute Morgen bin ich zeitig aufgestanden, aber mein Kreislauf hat mich direkt wieder umgehauen. Mehrere Anläufe, aber dann gab ich es auf. Zuerst fühlte ich mich immer stark, aber dann wollte ich nur noch Liegen.

Dazu kam ein Hustenreiz. Ein leichter Rassel-Husten fängt an. Mein Freund ist direkt zur Apotheke, hat den Heumann-Bronchial-Hustentee geholt. Der ist nicht in Tüten (so wie frei käuflicher), sondern im Glas. So ähnlich wie löslicher Kaffee. Viel höher dosiert. Der hilft uns beiden immer sehr gut. 

Zuletzt habe ich ihn im Sommer genommen, als ich in der Woche vor dem Jahresurlaub die Erkältung hatte. Damit habe ich es im Sommer ja auch sehr gut im Griff bekommen. 

Ja, aller guten Dinge sind drei. Also bleibe ich heute den dritten Tag ruhig zu Hause. Sonntag war ja frei (also nicht Arbeiten), also entsprechend den zweiten Tag krank gemeldet. 

Es hatte keinen Zweck, ich hätte es nicht geschafft.

Aber nicht zu 90 % liegen, sondern deutlich mehr trinken als an den letzten Tagen. Vielleicht ist es auch etwas Wassermangel, weil ich an den letzten beiden Tagen ja fast nur gelegen habe, kaum was getrunken habe. Das muss ich heute nach holen.

Aber morgen, am Mittwoch, muss ich unbedingt wieder Arbeiten gehen. Ja, ich MUSS. Krankenschein ist nicht (ab dem dritten Tag müsste ich zum Arzt, einen Krankenschein einreichen).

Zum einen Thema Arbeit.

Ich bin ja für die Formulare zuständig. Ein paar Formulare will ich unbedingt noch in dieser Woche raus schicken, bevor wir zum Jahreswechsel in die Betriebsferien gehen. 

Ich muss noch den Urlaub für die Betriebsferien einreichen (wobei das wahrscheinlich das kleinste Problem wäre, das könnte man wahrscheinlich auch so irgendwie regeln).

Am Freitag ist der Jahresabschluss. Ich mache aktuell ja alleine die Buchhaltung. Kassenabschluss usw. Für mich ist es längst Routine geworden, ich mache jeden Arbeitsgang völlig automatisch. Aber wenn das jetzt Kolleginnen machen müssten, die damit noch nie was zu tun hatten, denen das jetzt per "Ferndiagnose" zu erklären. Nein, das würde viel zu kompliziert werden. Nein, darum werde ich mich diese Woche auf jeden Fall noch kümmern. 

Dann Thema Arzt.

Ich habe zur Zeit ja keinen "richtigen" festen Arzt. Meine bisherige Ärztin, bei der ich seit ein paar Jahren bin, ist jetzt Mitte 70. In den letzten beiden Jahren war sie mehr krank als gesund. Sobald sie zu hat, arbeitet sie mit einer Praxis am anderen Ende unserer Stadt zusammen. 

Darüber hatte ich im April geschrieben, als ich mit Fieber zu ihr gefahren bin. Mit Straßenbahn und Laufen eine Strecke von einer Stunde. Mit Taxi eine Fahrt von 35 Euro.

Dass ich schlapp war (über 38 Grad Fieber) erklärte sie mit Vitamin D-Mangel. Ich solle sofort für 120 Euro einen Vitamin-D-Test machen. 

Dass die Schlappheit auch vom eventuellen Eisenmangel kommen könne, erklärte sie damit, dass ich zu wenig Fleisch essen würde (ich esse fast täglich Fleisch). Ich müsse noch viel mehr Fleisch essen, dann würde es mir auch besser gehen. 

Außerdem fühlte ich mich in dieser Praxis im Ganzen sehr unwohl. Die Namen und Diagnosen der ganzen Patienten wurden laut durch die Praxis gerufen (obwohl die anderen Patienten am Rand saßen, gewartet haben). Das fand ich unmöglich.

Mir wurde schon eine andere Praxis hier in der Nähe empfohlen. Aber dort war ich ja noch nicht. Ich weiß auch noch nicht, ob die überhaupt noch neue Patienten annehmen.

Auch dort ist in dieser Woche Jahresabschluss (die meisten Praxen machen hier Betriebsferien, überall hängen schon die Zettel in den Türen). Dort jetzt noch, 3 Tage vor Jahresende, als neue Patientin hingehen, das möchte ich auch nicht (dort ist bestimmt auch schon Stress). 

Nein, ich hoffe, dass mir dieser dritte Ruhetag zum Auskurieren weitestgehend hilft, dass ich morgen zumindest wieder einigermaßen gesund bin, so dass ich wieder Arbeiten gehen kann.

Auch wenn ich nicht völlig fit bin, nicht voll einsatzfähig bin, trotzdem noch ein paar Aufgaben in dieser Woche in den Griff bekomme (wie heißt es auch so schön, in der Ruhe liegt die Kraft). Besser noch ein paar Sachen schaffen, als ganz zu Hause zu bleiben. Wie gesagt, dabei wird die Buchhaltung an erster Stelle stehen. 

Wenn ich schon alleine eine wichtige Aufgabe habe (meine Kollegin ist ebenfalls erkrankt, längerfristig, deswegen bin ich dafür zur Zeit alleine zuständig), dann möchte ich dabei keinesfalls versagen. 

Das Thema hatte ich am Samstag noch mit meinem netten Sitznachbarn, der ja bei unserer Versicherung in einer anderen Abteilung, in einer anderen Stadt arbeitet.

Was machen Sie (also ich) bei der Versicherung? Sind Sie auch Referentin, so wie der Kollege in der Band? Nein bin ich nicht. Mehr Sachbearbeitung? Äh Nein, auch nicht. 

Ich bin eine "Assistentin". Und wofür, für welche Bereiche? Was haben Sie dann mit dem Kollegen in der Band zu tun? 

Solche Gespräche finde ich immer schwierig. Ich kann mich dabei halt nicht so gut "verkaufen" (wie man das nennt). Spontan sagte ich zuerst wieder Telefonzentrale (da ich das seit dem ersten Tag in der Ausbildung gemacht habe, habe ich das immer zuerst im Kopf) und Postdienst. 

Danach habe ich dann das Schreiben erwähnt, für den Kollegen in der Band und die Kollegin, die mit dem Kuchen auch dorthin gekommen ist (das hat er ebenfalls mitbekommen). 

Dann habe ich ein paar weitere Punkte wie die Buchhaltung und die Formulare erwähnt. Als er dann meinte, also zuständig für alles, ein Mädchen für alles sozusagen. Ja, da fühlte ich mich mal wieder so richtig klein irgendwie. 

Solche Gespräche sind einfach nicht mein Ding. Ja, ich bin für viele "kleine" Sachen zuständig, die aber trotzdem auch "irgendwie" wichtig sind. Nichts davon (einschließlich Post und Telefon) könnte unerledigt einfach so liegen bleiben. 

Ja, und diese Woche steht halt, wie erwähnt, der Jahresabschluss bei der Buchhaltung an. Das gehört schon zu den "etwas" wichtigeren Aufgaben. Dabei will ich jetzt keinesfalls versagen (auch nicht durch Krankheit), es "irgendwie" gut und richtig durchführen. Um diese Aufgabe werde ich mich als Jahresabschluss auf jeden Fall noch kümmern.

TitelAutorDatumBesucher
So. 12. Juli 2020PetraM13/07/2020 - 09:318
Sa. 11. Juli 2020PetraM12/07/2020 - 15:2811
Fr. 10. Juli 2020PetraM11/07/2020 - 04:1063
Do. 09. Juli 2020PetraM10/07/2020 - 08:4430
Mi. 08. Juli 2020PetraM09/07/2020 - 08:3127
Di. 07. Juli 2020PetraM08/07/2020 - 08:3784
Mo. 06. Juli 2020PetraM07/07/2020 - 04:0119
So. 05. Juli 2020PetraM06/07/2020 - 09:1622
Sa. 04. Juli 2020PetraM05/07/2020 - 20:2829
Fr/Sa 03./04. Juli 2020PetraM04/07/2020 - 18:5759
Do. 02. Juli 2020PetraM03/07/2020 - 09:1594
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So. 28. Juni 2020PetraM29/06/2020 - 09:2234
Sa. 27. Juni 2020PetraM28/06/2020 - 17:0438
Fr. 26. Juni 2020PetraM27/06/2020 - 17:4258
Do. 25. Juni 2020PetraM26/06/2020 - 08:2566
Do. 25.06. Zwischeneintrag PetraM25/06/2020 - 21:4053
Mi. 24. Juni 2020PetraM25/06/2020 - 08:25128
Di. 23. Juni 2020PetraM24/06/2020 - 07:42205
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