Di. 19. Dez. 2017

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Der Dienstag ist natürlich völlig anders verlaufen als geplant.

Zu über 3/4 des Tages lag ich entweder im Bett oder auf der Couch und habe geschlafen.

Es waren keine "harmlosen" Kopfschmerzen, sondern schon mehr Migräne. Ich habe bis zum Nachmittag das Licht ausgelassen, weil mir ansonsten (vom grellen Licht) die Tränen gelaufen sind.

Erst ab Nachmittags, ab ca. 16 Uhr, wurde es langsam etwas besser. Die Kopfschmerzen ließen langsam wieder nach.

Ich gehe davon aus, dass es im ganzen vom seelischen her gekommen ist. Bei der Sitzung am Montag wurden Sachen erwähnt (über Sachen gesprochen), die bei mir Erinnerungen an negative Erlebnisse geweckt haben.

Ich habe zwar sofort versucht, mich mit anderen Gedanken abzulenken, habe halt an meine Arbeit gedacht und habe mir auch das Bild an der Wand intensiv angeguckt (mit Clowns, Papagei, Hund usw.), aber es hat nicht geholfen. Mein Kopfkino war sofort in vollem Gange und die Bauchschmerzen fingen schon an. Umso heftiger sie wurden, umso mehr Übelkeit kam dazu.

Und als ich abends dann alles meinem Freund erzählt habe (er kennt meine Gedanken und wusste sofort, was in mir los war), da ist der "Damm" sofort gebrochen und die Tränen liefen nur so. Ja, und so bin ich dann schließlich eingeschlafen und mit einem dicken Kopf heute Morgen wieder wach geworden. Und vor Aufregung bzw. bei Gedanken an den gestrigen Tag kamen mir sofort wieder die Tränen.

Es hätte keinen Zweck gehabt, so zur Arbeit zu fahren. Mit dem dicken Kopf hätte ich mich eh nicht konzentrieren können (abgesehen davon, dass mein Kreislauf völlig verrückt gespielt hat) und es dauerte auch eine ganze Weile, bis ich die Tränen wieder im Griff hatte. Wobei sie auch von der Migräne an sich kommen konnten.

Als es mir heute Nachmittag bzw. gegen Abend dann endlich besser ging, da habe ich schon mal die Weihnachtskarten geschrieben. Die kann ich morgen dann einwerfen.

Aber immerhin kann mir keiner was wegen Montag nachsagen. Ich bin meiner Pflicht nachgekommen und habe an dieser Sitzung teilgenommen. Dass ich danach dann zusammen geklappt bin, das konnte ich nicht mehr so richtig steuern. Nachdem ich mich dort rund 4 Stunden zusammen gerissen hatte (obwohl die Bauchschmerzen immer intensiver wurden), hatte ich meinen Körper danach dann nicht mehr unter Kontrolle.

Bezüglich Autismus bzw. dem Asperger-Syndrom habe ich eine interessante Seite gefunden. Die Firma Auticon beschäftigt fast nur Autisten, weil sie sich auf die Vorteile, auf die positiven Seiten davon konzentrieren.

http://auticon.de/autismus/

Zu den Aufzählungen auf dieser Seite kommt bei mir dann noch die Routine dazu, dass ich in meinem Leben, in meinem Alltag viel Routine benötige. Sonst komme ich schnell aus dem seelischen Gleichgewicht. In bin zwar etwas flexibel (auch darum ging es unter anderem am Montag bei der Sitzung), aber deutlich weniger als die meisten Anderen. Bei großen Verspätungen bei den Zügen oder wenn der Bus lange im Stau steht, dann fange ich vor Aufregung schnell an zu weinen.

Das war ja auch ein Grund, weshalb ich vor ca. 5 Jahren mit dem Autofahren aufgehört habe. Als ich Ende der 80er Jahre meinen Führerschein gemacht habe, da war bei Weitem noch nicht so viel Betrieb auf den Straßen. Und auch deutlich weniger Baustellen als heutzutage.

Mir ist es mehrmals passiert, dass ich plötzlich vor einer neuen Baustelle stand. Damit kam ich seelisch nicht klar. Ich fing vor Aufregung an zu weinen und zu zittern (am ganzen Körper). Ich rief dann jeweils meine Mutter oder meinen Freund an (wer gerade Zeit hatte) und einer musste mich dort dann abholen (ich fuhr das Auto nur noch an den Straßenrand). Mein Tag war dann vorbei.

Nachdem das Öfters so passiert ist, habe ich das Autofahren dann schließlich aufgegeben. Ja, im Grunde hat man immer schon an vielen "Kleinigkeiten" gemerkt, dass ich anders bin als die Anderen.

Heute Abend habe ich dann noch Sport gemacht. Nach diesem Tag brauchte ich es einfach. Nachdem ich heute ja überwiegend gelegen habe, hat mir diese Bewegung total gut getan. Und seelisch hat mir der Sport erst recht gut getan. Mich noch so richtig auszupowern.

Natürlich habe ich nicht mehr das ganze Programm durchgezogen, aber das "verlangt" ja auch keiner.

Ich habe ja erst "gewartet", bis es mir wieder richtig gut ging, die Kopfschmerzen ganz weg waren. Deswegen habe ich auch erst abends (gegen 22 Uhr) damit angefangen.

Zuerst wieder das Fahrradfahren, die 15 Kilometer in 30:50 Minuten.

Durchschnittlich mit 25 km/h, mit 6 Powereinheiten von jeweils 90 Sekunden mit etwa 35 km/h (4., 9., 13., 16. 20. und 25. Minute). Den letzten Kilometer (ab der 29. Minute) wieder durchgängig Power, bis ich die 15 Kilometer komplett geschafft hatte.

Das war meine 10. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 150 gefahrene Kilometer für den Monat Dezember. (Damit habe ich mein "absolutes Soll" von 10 Einheiten schon mal erfüllt, es werden aber noch einige weitere Einheiten folgen.) Im Jahr 2017 bisher insgesamt 1.710 Kilometer.

Anschließend noch 55 Minuten lang ein kombiniertes Steppbrett- und Krafttraining.

15 Min. Steppbrett-Training, 7 Übungen für je 2 Min., dazwischen jeweils 35 Sek. Pause.

Bei 3 Übungen (gerade hoch und runter) mit den 1 kg Hanteln nach vorne boxen, bei 2 Übungen (Knie seitlich und vorne hoch Richtung Bauch ziehen) mit den 2 kg Hanteln Biceps-Curls und bei den seitlichen Übungen (Steps) mit den 3 kg Hanteln Biceps-Curls.

Danach etwa 30 Min. Krafttraining.

Auf dem Steppbrett 10 x Liegestütz rücklings.

10 ganze Sit-Ups (mit Hilfe vom Theraband).

Auf Steppbrett liegend die beiden 5 kg Hanteln 20 x hochdrücken (Hantelbank), unten einmal nachwippen. 10 x mit einer über/oberhalb vom Kopf arbeiten.

Mit den 3 kg Hanteln Reverse Biceps-Curls (also Handinnenflächen nach unten halten), erst 30 Sek. in der Waagerechten halten, dann 10 x Biceps.

Mit den 5 kg Hanteln normale Biceps, also ebenfalls erst 30 Sek. in der Waagerechten halten, dann 10 x Biceps. Gerade vorbeugen und mit den 5 kg Hanteln 10 x Rudern.

Mit der Hantelstange und den 5 kg Gewichts-Scheiben 10 x Kreuzheben. Vorbeugen und mit dieser Stange 10 x Rudern (Ellenbogen nach hinten ziehen).

10 Kniebeugen, dabei die 5 kg Kugelhantel vor der Brust halten.

Gerade Stehen und mit den 2 kg Hanteln seitliche Bewegungen, die Arme (fast) gestreckt seitlich 10 x hoch bis in Schulterhöhe, halb runter und nochmals hoch bis in Schulterhöhe, erst dann ganz runter.

Die Arme vorne hoch, also Oberarme in Schulterhöhe, Unterarme senkrecht hoch. Die Arme 10 x gerade nach oben strecken und nur bis Schulterhöhe runter kommen.

Runter auf die Matte. 30 Sek. "Plank", Unterarmstütze.

Auf den Rücken legen, Beine aufstellen, hoch zur Brücke und 10 x Laufen, Bein dabei strecken. Mit dem Standbein jeweils einmal nach unten wippen.

Beine aufstellen, 10 x gerade Crunches, Hände Richtung Knie.

Flach liegen und Beine 10 x anziehen (Knie Richtung Brust) und strecken (flach über dem Boden). Zuerst beide Beine gleichzeitig, dann nochmals 10 x die Beine im Wechsel. Beine strecken, flach über dem Boden und 10 x die Schere waagerecht, dann 10 x die Schere senkrecht.

20 x Kettlebell Swing mit der 8 kg Kugelhantel.

10 x auf die Zehenspitzen hoch wippen. Beim letzten Mal oben 30 Sek. stehen bleiben.

Zum Abschluss dann für etwa 5 Minuten die Dehnübungen für Beine/Fersen sowie Arme und Schultern, abschließend die Arme/Schultern vor und zurück kreisen. Jede Dehnübung für rund 30 Sekunden.

So, jetzt will ich mal hoffen, dass ich mich an den nächsten Tagen seelisch einigermaßen im Griff habe. Es kommt für mich jetzt halt die "heiße Phase" sozusagen. Noch 4 Tage, dann ist Weihnachten. Zum einen positiv, dass dann der Weihnachtsurlaub beginnt. Für mich aber seelisch auch eine harte Zeit mit vielen Erinnerungen an meine Mutter. Ja, und dazu kommen jetzt halt auch noch zusätzlich die negativen Erinnerungen, die bei der Sitzung am Montag geweckt worden sind. Also werde ich mich auf die Arbeit bzw. zu Hause auf Haushalt und meinen Sport "stürzen", um mich so gut es geht positiv abzulenken, um auf viele andere Gedanken zu kommen.

Ja, die Sache mit dem Seelischen, mit den Gedanken und Erinnerungen, das ist halt nicht immer so einfach....

TitelAutorDatumBesucher
Sa. 21. April 2018PetraM22/04/2018 - 05:242
Fr. 20. April 2018PetraM21/04/2018 - 12:5530
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Mi. 18. April 2018PetraM19/04/2018 - 04:0975
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