Di. 24. Okt. 2017

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Der Dienstag war im großen und ganzen echt schön.

Heute morgen bin ich wieder gut in die Gänge gekommen, war pünktlich am Bahnhof, der Bus war auch pünktlich, so dass ich wieder gut zur Arbeit gekommen bin.

Unterwegs habe ich meine Fußpflegerin angeschrieben. Wir haben den Termin am Donnerstag um eine halbe Stunde verschoben, so dass ich dann nur knapp 3/4 Stunde Minus machen werde. Das kriege ich ja schon am Freitag wieder raus.

Ich bin jetzt bei 5,5 Stunden im Plus, das klappt im Moment ganz gut.

Ich bin es halt nicht so gewohnt, dass Andere auf mich bzw. auf meine Termine Rücksicht nehmen. Normalerweise passe ich mich so gut wie immer bei den Terminen von Anderen an. Deswegen fand ich es schön, dass sie bereit ist, eine halbe Stunde "Luft" in Kauf zu nehmen, auf mich zu warten. Ansonsten hätte ich diesen Termin verschoben oder sogar ganz ausfallen lassen.

Auf der Arbeit lief es gut, ich hatte alles gut im Griff, habe einen großen Teil von den geplanten Aufgaben auch geschafft.

Auf der Rückfahrt saß ich mit der "Quasselstrippe" zusammen. Wir sind jetzt per Du, das ergab sich halt im lockeren Gespräch. Wir sind in vielen Sachen auf einer Wellenlänge.

An der Haltestelle war die Asiatin zunächst mit dabei (stand still daneben), aber im Bus hat sie mir direkt zugeflüstert, dass sie lieber alleine sitzen möchte, ging nach hinten durch.

Aber charakterlich mag ich die "Quasselstrippe" auch lieber (ganz abgesehen davon, dass sie eine Deutsche ist, ich den Dialekt von der Asiatin immer nur schwer verstehen kann, immer mehrmals nachfragen muss, was sie gerade gesagt hat).

Von der Asiatin bekomme ich immer viele "Vorwürfe". Sie wurde halt unterwürfig erzogen, der Mann hat in der Beziehung das Sagen.

Im Sommer kamen wir z. B. an einem großen Werbeplakat vorbei, auf dem ein großes Foto von Langnese-Eiskonfekt war. Wie schon erwähnt ist das mein Lieblingseis. Ich esse relativ selten Eis (also ganz bestimmt nicht täglich), aber das ist halt meine Lieblingssorte (das erste Eis, das ich als Kind überhaupt gegessen habe).

Ich sagte das zu ihr (wie gerne ich dieses Eis esse) und sofort bekam ich von ihr zu hören, Was Du isst Eis? Das gehört sich für eine Frau aber nicht. Eis hat zu viel Zucker. Die Aufgabe der Frau ist es, dafür zu sorgen, dass sie ihrem Mann gefällt, dass sie ihre gute Figur halten kann. Eis ist nur was für Männer, Frauen müssen die Finger davon lassen.

Ja, solche und ähnliche Gespräche haben wir nun schon öfters geführt. Jedes Mal entsteht danach eine peinliche Pause, weil ich gar nicht mehr weiß, was ich sagen soll.

Auch als ich mal sagte, dass ich abends was bestimmtes im Fernsehen gucken wollte. Was, Du sagst, was Du gucken möchtest? Nein, das gehört sich für eine Frau nicht. Im Haus hat der Mann das Sagen und darf bestimmen, was geguckt wird. Es gehört sich nicht für eine Frau, eigene Wünsche zu äußern.

Nein, so bin ich nicht aufgewachsen. Wenn ich mit ihr zusammen sitze, dann ist es während der Fahrt immer sehr still. Letztens hatte sie ein Werbeprospekt dabei, den haben wir gemeinsam durchgeblättert, uns über die Angebote unterhalten.....

Sobald die 62jährige dann auch einsteigt (nur für ein paar Haltestellen), dann ergeben sich immer wieder gute Gespräche (sie ist im Chor und erzählt uns immer davon, welche Lieder sie gerade einstudieren usw.).

Mit der Quasselstrippe komme ich stattdessen von "Hökchen auf Stöckchen", wir sind total auf einer Wellenlänge.

Heute haben wir über Urlaube bzw. über Städtetripps gesprochen.

Am Wochenende wird sie ihre Eltern besuchen. Sie wohnen südlich von Koblenz. Sie fährt dann immer über Koblenz (mit dem Zug), geht auch dort etwas spazieren und Einkaufen.

Koblenz ist ja eines meiner absoluten Lieblingsstädte. Sofort waren wir wieder lebhaft im Gespräch.

Unsere ersten Nachbarn haben jetzt die Garagenschlüssel einschließlich dem Funksender bekommen, haben damit aber noch Probleme, das es nicht richtig funktioniert. Vielleicht ist es auch noch nicht richtig angeschlossen. Mein Freund hat jetzt schon Angst, dass auch er Probleme damit bekommen wird. Erst mal abwarten, vielleicht klappt es ja besser als befürchtet.

Heute Abend hatte ich wieder Training. Es war wieder ein super gutes Training.

Auch wie immer sehr intensiv, so wie ich es von meinem Trainer halt gewöhnt bin.

Der Aufwärmblock bestand aus einigen Wiederholungen vom Kettlebell-Swing sowie Kniebeugen (und nach vorne kicken) usw.

Im Block folgten dann Übungen mit den 5 und 3 kg Hanteln.

So einige Biceps-Curls (was ich immer wieder gerne mache) in verschiedenen Varianten. Mal in Verbindung mit Kreuzheben, mal mit tiefen Kniebeugen und mal im geraden Stehen (und die Arme ganz nach oben strecken).

Bis dahin hatte ich alles sehr gut im Griff.

Dann ging es auf dem Boden (Matte), auf dem Bauch liegend weiter.

Zuerst die "einfache" Variante, Arme in U-Haltung und Oberkörper hoch (natürlich Spannung im ganzen Körper).

Dann wurde es etwas schwerer, die Arme (wenn Oberkörper oben ist) nach vorne strecken. Dabei gehen meine Arme automatisch weit auseinander. Aber darauf achten, dass sie etwa im Schulterabstand bleiben. Das fand ich schon deutlich schwerer.

Danach wurde es noch intensiver. Gleiche Grundbewegung. Oberkörper hoch. Arme erst in U-Haltung hoch. Nach vorne strecken. Dann im Halbkreis nach hinten (Hände Richtung Po), Arme wieder nach vorn, zurück in U-Haltung, erst dann den Oberkörper wieder ablegen.

Die Arme bei dieser Bewegung in der Luft halten, dabei nicht den Boden berühren. Das fand ich mächtig schwer, so ziemlich die schwerste Übung dieser Trainingseinheit. Totale Spannung im Oberkörper bzw. im ganzen Körper.

Bei der KG haben wir es vor Jahren mal gemacht (die gleiche Bewegung), aber dabei sollte ich mit den Händen/Armen flach über dem Boden nach hinten gehen. Ja, dieses Mal aber die Arme in der Luft halten. Bei jeder Wiederholung fiel es mir schwerer, die Arme wurden immer flacher, immer mehr in Bodennähe.

Dann ging es auf dem Rücken liegend weiter.

Nein, es war noch nicht die schwerste Übung, es folgte noch eine weitere, sehr intensive Übung.

Crunches, dabei die Beine oben halten. Angewinkelt, ein Bein im 90 Grad Winkel, das andere Bein zu 3/4 gestreckt. Also für die Beine eine statische Übung, mit dem Oberkörper dagegen dynamisch nach oben wippen.

Das war mega schwer. Dagegen sind die Bicycle Crunches, wenn die Beine in Bewegung sind, fast schon "leicht".

Ich war so auf die Spannung (Haltung) der Beine konzentriert, so dass ich echte Probleme hatte, mit dem Oberkörper so richtig hoch zu kommen.

Vor den Dehnübungen kamen dann noch Unterarmstütze, die ich wieder gut hinbekommen habe.

Dabei haben wir wieder sehr interessante Gespräche geführt.

Unter anderem hat er mir eine Übung, also die richtige Armhaltung gezeigt. Auch wenn ich meine Übungen immer bei seinem Training "abgucke", trotzdem ergeben sich (gerade beim Hanteltraining) immer wieder Fragen, wie ich die Arme richtig halten soll. Auf solche Fragen geht er immer sofort ein, erklärt es mit Beispielen, damit ich es beim nächsten eigenen Training dann richtig anwenden kann.

Außerdem lese ich zur Zeit (immer mal zwischendurch) das Buch vom Personal-Trainer Dr. Michel Gleich (aus Berlin). Darin gibt er viele gute Tipps, mit welchen Übungen man sein Training gestalten kann. Die meisten Übungen kenne ich natürlich von unserem Training (zum Teil in ähnlichen Varianten wie bei uns). Aber es sind immer mal wieder Übungen dabei, die ich so, in dieser Ausführung, noch nicht gesehen habe. Es reizt mich dann, diese auszuprobieren, ob ich es überhaupt schon schaffe. Auch auf solche Fragen, auf solche anderen Übungen geht er ein, erklärt es mir, ob es für mich überhaupt in Frage kommt (ob meine Muskulatur dafür überhaupt schon soweit ist) und worauf ich (bei meinem Hohlkreuz, bei meiner Körperhaltung) dabei genau achten soll.

Ja, Langeweile wird bei meinem bzw. unserem Training ganz bestimmt nicht aufkommen. Es ergeben sich immer wieder neue bzw. andere Übungen und neue/weitere Herausforderungen.

Ich finde es immer wieder gut, wie offen und locker man mit ihm über alles mögliche Reden kann. Dadurch bringt mir sein Training jedes Mal auch sehr viel (im Allgemeinen).

Eigentlich wollte ich anschließend noch Fahrradfahren, stattdessen bin ich (etwa eine halbe Stunde nach dem Training) fest eingeschlafen. Total kaputt, es hat mich mal wieder total geschlaucht. Gegen 1.30 Uhr bin ich dann wieder wach geworden (habe schon mal meine Sachen für morgen sortiert).

Aber egal, wie intensiv das Training zum Teil ist, Hauptsache, mir geht es gut. Tagsüber hatte ich in den Waden mal wieder ein leichtes Ziehen, das zur Zeit aber wieder völlig weg ist. So ein Training ist halt immer wieder die "beste Medizin" (zumindest für mich, was meinen Körper betrifft). Und in diesem Tempo/Intensität (mit den Herausforderungen) macht es halt auch immer wieder so richtig Spaß.

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