Dienstag, 11.06.2013, Wassergymnastik

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Heute Abend war ich wieder zur Wassergymnastik, was dieses Mal sehr "zwei geteilt" war. Einerseits super gut, was die Gruppe an sich, die Stimmung in der Gruppe betrifft. Es waren einige super gute Situationen dabei und wir hatten Spaß ohne Ende. Aber was die Übungen betrifft, fand ich es nicht ganz so gut. Ein paar super einfache, viel zu leichte Sachen, die ich schon langweilig fand. Dann kamen sehr viele Gruppensachen, bei denen der Spaß auf jeden Fall absolut im Vordergrund stand (was aber leider mehrere von den älteren Frauen aus gesundheitlichen Gründen, also z. B. einer künstlichen Hüfte, nicht so richtig mitmachen konnten) und abschließend kamen dann noch mit dem Schwimmbrett super schwere Übungen, die ich absolut nicht in den Griff bekommen habe, die waren für mich viel zu schwer. Aber der Reihe nach.....

Ich wollte heute unbedingt wieder daran teilnehmen, hatte ich schon fest darauf eingestellt und mich auch darauf gefreut. Direkt am Eingang habe ich dann zunächst eine Frau getroffen, die immer Donnerstags in der zweiten Gruppe ist. Mit ihr verstehe ich mich sehr gut. Sie hat eine total offene, liebe und lockere Art, mit der sie einen immer so richtig mitzieht (über sie habe ich vor einiger Zeit schon mal geschrieben). Sie hat mich direkt gefragt, was am Donnerstag los gewesen ist, weshalb ich nicht daran teilgenommen habe. Als ich ihr von meiner schlechten Stimmung erzählt habe (als ich die totale Lustlosigkeit hatte, als dann auch noch die Waschmaschine kaputt gegangen ist), da meinte sie direkt zu mir, dass sie mich dann schon aufgeheitert hätte. Ja, das "traue" ich ihr auch zu, bis jetzt haben wir dabei so ziemlich immer eine sehr gute Stimmung gehabt. Deswegen findet mein Freund es ja auch so gut, dass ich jetzt auch Dienstags ins Schwimmbad gehe. Dort bekommen wir im Prinzip immer viel Spaß, für mich auf jeden Fall um ein vielfaches besser, als wenn ich mit "Depris" alleine zu Hause im Bett liege. Aber am Donnerstag kamen bei mir halt mehrere Sachen zusammen, so dass ich mich dazu halt absolut nicht aufraffen konnte.

Bei der Wassergymnastik waren wir heute gerade mal mit 12 Personen (sonst häufig über 20), in diesem Becken eine schön überschaubare Menge, so dass jeder für die Übungen noch genügend Platz hatte (ohne mit den Anderen in die Quere zu kommen). Es fing dann zunächst etwas "öde" an. Wir bekamen Stangen in die Hand, die relativ leicht sind. Damit dann verschiedene Bewegungen durchführen, was alles kein Problem gewesen ist. Die Ruderbewegung, Kreise durchs Wasser, hoch und runter usw. Alles super einfach. Dabei mal auf der Stelle laufen, mal den Hampelmann, mal Sprünge im Ausfallschritt usw. Alles sehr harmlos. 

Dann sollten wir uns immer zu dritt zusammen tun, wobei ich in eine gute Gruppe gekommen bin (wobei im Prinzip jede Gruppe gut gewesen wäre, da ich die Anwesenden ja eh inzwischen alle "relativ" gut kenne, mich mit allen echt gut verstehe). Zunächst dann in dieser 3er Gruppe einen kleinen Kreis bilden mit jeweils einer Stange zwischen den Personen (in die Hände nehmen). Dann zuerst auf der Stelle stehend verschiedene Bewegungen mit der Stange, mal Kreise, vor und zurück usw. Dann die Beine gestreckt nach vorne, mit dem Fuß möglichst hoch zur Wasseroberfläche.

Dann im Kreis laufen, mal auf einem Fuß, mit dem anderen Bein verschiedene Bewegungen, dann immer mal wieder wechseln. Damit hatte ich heute etwas Probleme, da ich immer noch Schmerzen habe. Zum einen merke ich den Muskelkater in den Waden immer noch (auf einem Bein laufend umso mehr) und der rechte Knöchel tut zeitweise immer noch mächtig weh. Wir sollten (im Wechsel) ein Bein angewinkelt anheben und mit dem Unterschenkel kräftig nach vorne "kicken", sozusagen einen Ball nach vorne treten, die Zehe dabei eigentlich nach unten. Das ging bei mir gar nicht. Dabei hatte ich im Fußgelenk heftige, ziehende Schmerzen, das habe ich deswegen lieber nur angedeutet. 

Dann sollten jeweils 2 Frauen aus der Gruppe 2 Stangen nehmen, sie festhalten und die dritte aus der Gruppe (mehrmals im Wechsel) sollte sich darauf setzen, Gleichgewicht halten und sollte so durchs Wasser getragen werden. Dabei zeigte jede Gruppe dann schon viel "Improvisationstalent", weil sich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, keine Frau gerade darauf halten konnte. Jede hielt sich irgendwie (auf die verschiedensten Weise) bei den anderen Frauen fest (die dabei die Stange hielten). Ich konnte mich auch keine halbe Minute halten, schoss sofort nach hinten und griff völlig automatisch an die Schulter der Frau, die rechts neben mir die Stange hielt. Das war aber gar kein Problem, damit hatte sie wohl eh schon gerechnet. Über die verschiedenen "Techniken", wie sich dort dann jede auf der Stange hielt, mussten wir dann alle mächtig lachen (ich bekam dabei etwas einen Lachanfall). So riesen groß ist das Becken ja auch nicht. Wir sollten damit ja durchs Wasser laufen und es gab so einige "beinahe" Zusammenstöße. Das war mehrmals super knapp. Also dabei gab es auf jeden Fall im ganzen sehr viel Spaß.

Direkt nach dieser Übung sprach mich die Frau, an deren Schulter ich mich dabei festgehalten habe, dann an, wie ich eigentlich heißen würde (sie ist etwa Anfang bis Mitte 50). Wir sind dann zum Du übergegangen. Als sie hörte, dass ich Donnerstags regelmäßig an beiden Gruppen teilnehme, da meinte sie direkt, dass sie beide Gruppen wohl nicht schaffen würde (sie dachte eh, man dürfe in der Woche nur an einer Gruppe teilnehmen), es demnächst dann aber auch einplanen wolle, ebenfalls Donnerstags (in der zweiten, in der kleineren Gruppe) öfters daran teilzunehmen (es wäre schön, wenn wir uns dann wiedersehen würden). Ja, darüber habe ich mich gefreut und ich würde mich auch wirklich freuen, wenn sie demnächst Donnerstags dann wirklich kommen würde. 

Dann sollten wir aus diesen 3er Gruppen neue 2er Gruppen bilden, wobei ich dann direkt mit dieser Frau zusammen stehen geblieben bin. Gegenüber hinstellen, die Stangen der Länge nach zwischen uns (immer die Enden nehmen) und verschiedene Bewegungen, mal den Hampelmann (mit den passenden Beinbewegungen), mal Kreise und auf der Stelle laufen usw. Das Problem war dabei nur, dass wir einen einheitlichen Rhythmus finden mussten. Sie war bei allen Bewegungen im ganzen sehr ruhig, sehr langsam, ich mache dagegen immer alle Bewegungen mit relativ viel Power mit. Ich habe mich dabei dann mächtig ausgebremst, so dass wir beide dann schließlich so ziemlich im gleichen Rhythmus waren.

Dann sollten sich alle "in Reihe und Glied" hinstellen (weiterhin in diesen 2er Gruppen gegenüber). Wir sollten dann versuchen, völlig egal wie, von einer Seite zur anderen zu kommen (am besten über die Stangen hüpfen, was aber kaum einer geschafft hat). Die ersten am Beckenrand fingen an, stellten sich am Ende dann halt wieder neu auf (die Leiterin gab ihnen vom Beckenrand aus wieder die Stangen) und dann folgten halt die nächsten. Immer weiter. Also getaucht, unter den Stangen durch, ist keine von uns. Bei den älteren Frauen haben wir die Stangen dann ganz hoch genommen, damit sie drunter herlaufen konnten. Aber alle "etwas" jüngeren sind drüber gekommen. Jeder auf eine andere Art und Weise. Auch dabei gab es sehr viel zu lachen, wie viele verschiedene Möglichkeiten es dabei gibt. Die Stangen haben wir dabei immer so tief wie möglich gehalten (so weit wir unsere Arme halt unter Wasser bekommen). Manche sind wirklich gehüpft (haben die Stangen dabei aber berührt, was jedoch kein Problem gewesen ist), manche sie normal gelaufen, manche seitlich. Viele verschiedene Varianten. Ich bin zwar etwas gehüpft, aber nicht mit beiden gleichzeitig, sondern zeitlich leicht versetzt. Als ich dann jeweils mit dem rechten Bein halb rüber war, habe ich schnell das linke hinterher gezogen. 

Dann kamen die Stangen weg und wir bekamen Schwimmbretter, dieses Mal allerdings größere und super dick (doppelt und dreifach so dick, als ich sie bisher kannte). Zuerst flach vor den Körper legen und mit gestreckten Armen zu den Oberschenkel runter drücken und wieder hoch kommen. Das fand ich schon sehr schwer. Dann senkrecht ins Wasser, eine Hand oben ans Brett, eine unten und dann mit "Power" rechts und links am Körper entlang ziehen. Von Power konnte bei mir allerdings keine Rede sein, dieses dicke Brett hatte so einen Wasser-Widerstand, ich konnte es nur in Zeitlupe durchs Wasser bewegen. Dann unter den Fuß (zunächst unter den rechten) und nach unten "Pumpen". Ganz langsam, mit höchster Konzentration habe ich es mit rechts geschafft. Mit der linken Seite ging es gar nicht, damit hatte ich es nicht unter Kontrolle. Nachdem es mir dabei 3 Mal nach oben "geflutscht" ist, gab ich es dann auf. 

Dann sollten wir alle mit den Brettern nach "vorne", an den Beckenrand kommen, dort ist eine Treppe, dort dann drauf setzen. Alle schnappten sich das Brett und schwammen damit relativ zügig nach vorne. Ja und dabei habe ich meine falschen Beinbewegungen dann wieder sehr deutlich gemerkt. Ich hielt dieses Brett ebenfalls in den Händen, "bewegte" meine Beine und kam nicht von der Stelle....... Voll peinlich. Die Anderen waren schon an der Treppe, setzten sich bereits hin, da habe ich mich im Wasser wieder hingestellt und bin dann halt "schnellstmöglich" zur Treppe gelaufen (wobei ich im Wasser ja immer relativ langsam laufe, die Anderen haben längst alle gesessen). Ich war dann relativ hektisch, wollte mich auch schnellstmöglich hinsetzen, war etwas zu weit hinten (auf der Stufe) und bin beim Hinsetzen mit dem Rücken an die scharfe Kante der Stufe hinter mir gekommen. Au.... Das hat weh getan....... 

Dann die Beine nach vorne strecken, das Schwimmbrett kräftig zwischen die Füße klemmen und dann eigentlich mit den Füßen (also mit den Unterschenkeln) runter ins Wasser, so tief wie möglich. Das ging bei mir gar nicht. Ich hatte gar keine Kraft in den Beinen, bekam das Brett nicht einen Zentimeter unter Wasser. Etwa die Hälfte der Gruppe konnte das sehr gut, völlig ohne Probleme, die Anderen bekamen es ebenfalls nicht unter Wasser. Als letzte Übung dann die Beine gestreckt halten (weiterhin mit dem Brett zwischen den Füßen), nur leicht ins Wasser und dann hin und her pendeln. Selbst das fand ich mit diesem Brett schon super schwer. Ich fand es ja schon schwer, die Beine so fest zusammen zu drücken, dass man das Brett dann überhaupt halten kann. 

Die Frau war auf der Treppe ebenfalls neben mir (mit der ich kurz zuvor zum Du übergegangen bin). Wir sollten zum Schluss dann nochmals zur anderen Seite des Beckens kommen (ins tiefere Wasser) und dort die Bretter auf den Rand legen. Sie meinte dann zu mir, komm, lass uns zum Abschluss rüber Schwimmen, noch eine Bahn schwimmen und dann raus. Ne, das war mir in diesem Moment zu peinlich, nachdem ich vorher schon nicht von der Stelle kam (und deswegen als letzte auf der Treppe angekommen bin). Ich habe dann zu ihr gesagt, dass ich nicht die beste Schwimmerin bin, dass ich dabei zu unsicher bin, es in den letzten Jahren völlig verlernt habe. Sie meinte dann zu mir, dass man Schwimmen nicht verlernen könne, wenn ich es nicht richtig kann, dann habe ich es früher auch schon nicht richtig gemacht, 

Ja, die Übungen an sich waren heute nicht ganz so mein Fall, die Stimmung in der Gruppe war dagegen umso besser. Ich bin froh, dass ich wieder daran teilgenommen habe.

Heute Abend haben wir dann noch unseren Verwalter getroffen. Die neuen Nachbarn werden mir immer unsympathischer. Der Mann ist ja ein Türke. Er hat mehrere Friseurläden und einige Angestellte (in jedem Laden mehrere Angestellte). Sie haben 2 Autos. Die Frau (die Beiden sind nicht verheiratet) ist eine "Russland-Deutsche", kann nur wenig auf Deutsch reden und lebt von Sozialhilfe...... Die Beiden wollen nach eigenen Angaben nicht auf das Geld vom deutschen Staat verzichten...... Also ganz ehrlich, mit einer solchen Einstellung habe ich ganz große Probleme. Sie haben einen Mietvertrag über 4 Jahre abgeschlossen. Dabei muss der Türke dann tatsächlich zu unserem Verwalter gesagt haben, dass er die Miete demnächst eh nicht mehr zahlen wird. Seine Frau will in Kürze Wohngeld beantragen, die Miete würde demnächst dann vom Sozialamt bezahlt werden. Ich finde eine solche Einstellung völlig unmöglich!!!!! Mit denen werde ich ganz bestimmt niemals "warm" werden. Das ist meiner Meinung nach mal wieder ein absolutes "negativ Beispiel", wie sich Ausländer hier in Deutschland nicht benehmen sollten. Wenn sie sich anpassen, dann habe ich keine Probleme damit, aber wenn ich schon die Einstellung höre, dass sie nicht auf das Geld vom Staat verzichten wollen, da kriege ich wirklich zu viel..... 

 

TitelAutorDatumBesucher
Fr. 18. September 2020PetraM19/09/2020 - 14:1024
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