Dienstag, 12.02.2013

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Heute war für mich seelisch ein sehr aufregender bzw. aufwühlender Tag. Heute Mittag hatte ich nun mit meinem Chef das entscheidende Gespräch, was meine finanzielle Zukunft betrifft. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, es mussten diesbezüglich auf jeden Fall ein paar Punkte geklärt werden, was er dann auch noch mit der Personalabteilung offiziell absprechen musste. Einerseits war ich während des ganzen Gespräches innerlich total erleichtert, dass diese Sache jetzt endlich in die Gänge kommt, dass jetzt endgültig "Nägel mit Köpfen" gemacht werden, aber andererseits war ich auch mächtig nervös, hatte Angst, dass doch noch irgendetwas schief laufen könnte. 

Letztendlich muss ich sagen, dass ich das "Angebot", das mir dann "vorgelegt" worden ist, wirklich sehr gut und total fair fand. Im Grunde so, wie ich es mir in etwa vorgestellt hatte. Ich kann gar nicht beschreiben, was für eine "zentnerschwere Last" in diesem Moment von meinen Schultern gefallen ist. Diese Erleichterung war für mich unbeschreiblich. 

Also ich kann mit dieser Runterstufung wirklich sehr gut leben, tausend Mal besser als mit dem Druck, den ich zuvor hatte, dass ich entsprechend meiner Gehaltsstufe unbedingt mehr leisten müsse, wozu ich jedoch absolut nicht in der Lage war. In dem Zusammenhang fällt mir gerade eine SMS ein, die ich etwa Anfang 2011 meinem Freund geschrieben habe. Ich hatte bereits mehrere Aufgaben und hatte längst den Überblick verloren. Und trotzdem, jegliche neue Aufgaben, die bei uns angefallen sind, die habe grundsätzlich ich bekommen. Ich konnte schließlich nicht mehr, wusste nicht mehr Ein noch Aus. Nachdem ich dann die nächste Zusatzaufgabe bekommen habe, da habe ich dann meinem Freund geschrieben: "Ich kann nicht mehr, die nächste Zusatzaufgabe, ich schaffe das nicht, Herr ..... treibt mich noch in den seelischen Ruin". Etwa eine Woche später bekam ich auf der Arbeit dann den nächsten kräftigen Ärger, weil ich total im Rückstand war, nichts mehr "gebacken" bekam und direkt danach 3 1/2 Wochen einen Krankenschein.

Ja, dann lieber weniger verdienen, aber mit den Aufgaben klar kommen und insbesondere auch seelisch gesund bleiben. Das heutige Gespräch mit meinem Chef war völlig ruhig und sachlich. Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt mit ihm ein Gespräch auf einer so ruhigen Basis geführt habe. Ich glaube, das ist schon ein paar Jahre her, auf jeden Fall nicht innerhalb der letzten beiden Jahre. In den letzten beiden Jahren endeten alle unsere Gespräche in Vorwürfe und Ärger, weil ich die Arbeit halt nicht geschafft habe. Ja, ich hoffe wirklich, dass dieser heutige Tag, dass dieses Gespräch jetzt endgültig die positive Wendung (im ganzen) auf der Arbeit bringt. 

Was ich danach als erstes gemacht habe? Äh Ja, ich bin in mein Zimmer und habe erstmal etwas geheult..... Nein, kein Frust oder gar Depressionen, sondern die reine seelische Erleichterung, dass jetzt endlich alles so richtig in die Wege geleitet worden ist. Das waren reine "Freudentränen", so wie es mir auch passiert, wenn ich z. B. eine schwere Übung endlich kann (als ich es damals z. B. zum ersten Mal geschafft habe, während der Brücke auf der Stelle zu Laufen, in dem Moment kamen mir die Tränen genauso geschossen). Ich habe mich heute Mittag aber sehr schnell wieder beruhigt und war danach dann wieder total gut drauf, hätte die ganze Welt "umarmen" können.... Grins....

Heute Nachmittag habe ich dann eine "Sünde" begangen. Ich musste noch etwas Einkaufen. Nach dieser seelischen Aufregung wollte bzw. musste ich mir heute etwas gönnen, ich konnte einfach nicht anders. Ich habe mir dann 2 Donuts gekauft. Ein schlechtes Gewissen hatte ich dabei noch nicht mals. Immerhin bin ich heute Abend dann ja auch noch Fahrrad gefahren, 10 Kilometer in 38 Minuten, habe diesen Zucker also direkt wieder "abtrainiert". Außerdem ist die nächste Kontrolle ja "erst" nächste Woche Samstag. Ab Morgen ist für mich jetzt absolut "zuckerfreie Zone", außerdem weiterhin so oft wie möglich Fahrrad fahren, dann müsste ich es eigentlich schaffen und bis nächste Woche Samstag zumindest einen weiteren "Teilerfolg" erzielen. 

O k., der Einkaufswagen war ziemlich groß, letztendlich landeten auch noch Kinderschokolade, Milka und "Schokoküsse" darin, aber nachdem ich zu Hause dann die Donuts gegessen hatte, da war ich seelisch wieder so ruhig und erleichtert, dass die anderen Sachen mich gar nicht mehr interessiert haben. Die habe ich dann ungeöffnet meinem Freund hingelegt, der heute Abend davon bereits gegessen hat, den Rest für morgen für die Pause eingepackt hat. Er hat zwar etwas "geschimpft", dass ich überhaupt wieder so viel an Schokolade gedacht habe, aber nach diesem Tag, nach dieser ganzen Aufregung konnte er mich dennoch verstehen (ich hielt ihn ja die ganze Zeit per Handy auf dem Laufenden, wie das Gespräch gelaufen ist). 

Dann habe ich mich heute noch bei einem Seminar angemeldet. Wie ich schon mal geschrieben habe, wird bei uns viel wert auf Fortbildung im Rahmen von Seminaren gelegt. Ich hatte für dieses Jahr ja eigentlich das "Telefon-Seminar" (insbesondere wie man mit "schwierigen" Anrufern fertig wird) eingeplant, wofür ich mich jedoch zu spät gemeldet hatte, es war ja bereits völlig ausgebucht, einschließlich der "überfüllten" Warteliste. Heute habe ich mich nun für November (dort gab es noch freie Plätze) für das "Aufbauseminar" von meinem letzten Seminar angemeldet. Ich war doch im Oktober in Raunheim bei diesem Seminar zum Thema "selbstsicheres Auftreten". Das ist davon jetzt die "Fortsetzung" sozusagen, auch bei der gleichen Seminarleiterin, die mir in ihrer Art eh total sympathisch gewesen ist, total locker, einfühlsam, super nett und freundlich. 

Auch wenn ich bis heute nicht alle Sachen, die ich in dem Seminar gelernt bzw. gehört habe, im Alltag anwenden kann, nach und nach versuche ich schon, die für mich wichtigsten und besten Sachen "herauszupicken" und sie in meinen Alltag zu integrieren. Dadurch halt wirklich in manchen Situationen etwas mutiger und selbstbewusster zu werden. Wer weiß, vielleicht erfahre bzw. lerne ich in diesem Aufbauseminar noch zusätzlich interessante Sachen. Schaden kann es auf jeden Fall nicht. Im Moment denke ich deswegen sogar völlig positiv an dieses Seminar, völlig ohne Angst, ich hoffe, dass das so bleiben wird (dass ich meine Einstellung diesbezüglich nicht mehr ändern werde...!!).  Und wie hieß es doch so schön, "Lampenfieber gehört vor solchen Situationen immer wieder mit dazu, das ist völlig normal". Außerdem kann ich die gelernten Sachen zum Teil ja auch privat, also in meiner "Schwimmgruppe", also bei der Wassergymnastik anwenden. 

Irgendwie gehe ich sogar davon aus, dass das nächste Seminar für mich angenehmer und etwas lockerer verlaufen wird. Beim letzten Mal war ich ja viel zu schüchtern und bin absichtlich nicht zum gemeinsamen Abendessen gegangen, wo die Anderen sich für den Abend verabredet haben. Das war ja meine eigene Schuld. Wenn ich dabei gewesen wäre, dann wäre ich bestimmt bei einer der Gruppen dabei gewesen (eine Gruppe hat ja z. B. einen großen Spaziergang durch das "Dorf" gemacht, hat sich dort alles angeguckt). Aber ich bin ja lieber alleine auf meinem Zimmer geblieben..... Dass ich am zweiten Abend dann die Hiobsbotschaft von meiner Mutter bekommen habe, dass ihre Nieren versagt haben und sie deswegen am nächsten Morgen mit der Dialyse beginnen müsse (was laut Ärzten ursprünglich erst in vielen Monaten der Fall hätte sein sollen), das war dann natürlich "Schicksal". Der Abend war für mich gelaufen, das musste ich dann wirklich seelisch erstmal verkraften. 

Auf der Arbeit plane ich es aber wirklich ein, mich zukünftig nicht mehr ständig in mein Zimmer zu "verkriechen", sondern auch an gemeinsamen Sachen teilzunehmen (mehr "Kontakt" zu den Anderen zu haben), auch wenn es mir hin und wieder sicherlich mal schwer fallen wird (auch je nach "Tagesform"). Nach dem Motto, "Nur redenden Menschen kann geholfen werden", habe ich heute Nachmittag dann meine Kollegin mal angesprochen, ob wir beide dann zukünftig bei solchen Feiern (z. B. Geburtstagsfeiern) das Telefon im Wechsel bedienen können, damit ich nicht immer alleine die "Doofe" bin, die ständig raus rennen muss, während die Anderen sich vergnügen können. Meine Kollegin ist sofort darauf eingegangen. Das wäre doch gar kein Problem, ich soll das nächste Mal dann Bescheid sagen, dann würde sie es natürlich immer mal wieder übernehmen. 

Ja, im Moment scheint sich mein Leben total zum positiven zu wenden. Ich hoffe, dass das so bleibt...!!!! Jetzt freue ich mich erstmal auf morgen Abend, auf die KG und das Training (die Sporttasche ist natürlich schon gepackt) und auch auf Donnerstag, auf die Wassergymnastik (die Schwimmtasche habe ich ebenfalls schon gepackt). 

TitelAutorDatumBesucher
So. 08.09.2019PetraM09/09/2019 - 07:1462
Sa. 07.09.2019PetraM08/09/2019 - 15:0138
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Do. 05.09.2019PetraM06/09/2019 - 08:5047
Mi. 03.09.2019PetraM05/09/2019 - 08:5052
Di. 03.09.2019PetraM04/09/2019 - 08:3764
Mo. 02.09.2019PetraM03/09/2019 - 09:1164
So. 01.09.2019PetraM02/09/2019 - 03:4853
Sa. 31.08.2019PetraM01/09/2019 - 15:1245
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So. (Nachtrag)PetraM26/08/2019 - 03:3358
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Do. 22.08.2019PetraM23/08/2019 - 03:4689
Mi. 21.08.2019PetraM22/08/2019 - 16:10108
Di. 20.08.2019PetraM21/08/2019 - 14:0565
Mo. 19.08.2019PetraM20/08/2019 - 08:48104
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So. 18.08.2019PetraM19/08/2019 - 03:0749
GeburtstagswunschPetraM18/08/2019 - 17:3980
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