Dienstag, 14.08.2012 (Start des Trainings beim PT)

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Heute war ich mächtig nervös, morgen früh kommt meine Mutter ja ins Krankenhaus und bekommt diesen Stent für die Dialyse gelegt. Es kommt ins linke Handgelenk. Meine Mutter hat deswegen sehr große Angst. Dieser Eingriff wird nicht unter Vollnarkose gemacht, sondern immer nur unter örtlicher Betäubung. Nachdem bei ihr im Laufe der Zeit schon mehrere Betäubungen (unter anderem beim Zahnarzt) nicht geholfen haben, hat sie jetzt vor morgen eine riesen große Angst. Sie hat allerdings mit dem Arzt darüber gesprochen und deswegen soll sie jetzt während des Eingriffs eine Art "Schlaftablette" bekommen, also in künstlichen Schlaf gelegt werden. Keine Vollnarkose, das muss wieder eine andere Variante sein. Wir haben heute mehrmals telefoniert und ich habe immer versucht möglichst ruhig zu bleiben und ihr Mut zuzusprechen. Innerlich sieht es bei mir jedoch völlig anders aus. Heute Nachmittag war ich noch zur medizinischen Fußpflege und diese Frau kennt mich jetzt mehrere Monate. Sie hat mir sofort angemerkt, dass bei mir nicht alles in Ordnung ist und hat sich dann ganz lieb um mich gekümmert und mich auch auf andere Gedanken gebracht. 

Heute Abend wollte ich dann ja eigentlich Fahrrad fahren, konnte mich dazu aber nicht aufraffen. Stattdessen habe ich mich um den Haushalt gekümmert, habe die meiste Zeit am Bügelbrett gestanden.  Aber egal, morgen habe ich ja eh intensives Training, morgen Nachmittag habe ich ja wieder PT. Was bin ich froh, dass ich anfangs etwas "hartnäckig" gewesen bin, da zuerst die Technik versagt hatte. Ich hatte mir aus dem Internet 3 Personal-Trainer rausgesucht, die im Prinzip in Frage kommen würden. Mein jetziger Trainer war an erster Stelle. Ich habe ihn dann per Mail angeschrieben und habe ihn zunächst gefragt, wo sich dieser Raum befindet (wo wir jetzt auch immer das Training durchführen). Nach einer Woche hatte ich von ihm immer noch nichts gehört. Zuerst war ich dann enttäuscht, selbst wenn er schon genug Kunden hätte, dann hätte er ja zumindest kurz Absagen bzw. Bescheid sagen können, damit man weiß, woran man ist, dann hätte ich mich halt an den nächsten gewandt. Ja, aber so schnell wollte ich dann doch nicht aufgeben. Ich habe ihn dann nochmals angeschrieben. Wenn wieder keine Antwort gekommen wäre, dann hätte ich auf jeden Fall den nächsten angeschrieben. Ja, aber bereits am nächsten Tag kam dann seine Antwort, die erste Mail ist nie bei ihm angekommen. Tja, auf die Technik ist halt nicht immer Verlass. 

Er hat mir dann geschrieben, wo sich dieser Raum befindet und hat auch gleichzeitig seine Handy-Nummer dabei geschrieben, damit ich mich direkt mit ihm in Verbindung setzen konnte, was ich auch am nächsten Tag gemacht habe. Dann haben wir auch das Probetraining vereinbart. Die meisten führen so ein Training über eine bestimmte Zeit durch, z. B. eine "10er-Karte", für ein halbes Jahr usw. Oder aber sie haben ein bestimmtes Ziel vor Augen, z. B. einen Marathon-Lauf, aber danach endet das Training für sie dann. Ich plane es ja von Anfang an, seitdem ich damit überhaupt angefangen habe, im Prinzip auf Dauer ein, genauso wie die KG. Da ich mich alleine kaum (bzw. so gut wie gar nicht) zum Sport aufraffen kann, aber dennoch auf den regelmäßigen Muskelaufbau angewiesen bin, bin ich im Prinzip halt auf dieses Training angewiesen. Hauptsache mir geht es gut und ich bin so gut wie schmerzfrei. 

In den letzten beiden Jahren (2010 und 2011) habe ich alleine 4 Physiotherapeuten kennengelernt, die mit mir überfordert waren. Alle 4 waren anfangs, in den ersten Wochen echt toll, ließen dann aber stark nach und gaben mich auf. Alle 4 haben mir gesagt, dass sie es gewöhnt sind bzw. es so gelernt haben, dass ein Patient eine "Problemstelle" hat, z. B. einen gebrochenen Arm und dass man dann für mehrere Wochen (z. B. 6 bis 8 Wochen) ein gezieltes Programm durchführt und den Patienten nach dieser Zeit dann als geheilt entlassen kann. Ja, mit mir waren sie dann völlig überfordert. Im Prinzip brauche ich ja im Wechsel Übungen für den ganzen Körper, sie wussten dann nie, wo sie anfangen sollten, haben sich zum Teil Woche für Woche um den gleichen Körperteil gekümmert. Dadurch wurden dann jedoch die Schmerzen im anderen Bereich wieder schlimmer. Sie wollten dann auch schnellstmögliche Erfolge haben, wenn ich nach 2 bis 3 Anwendungen auf Dauer immer noch nicht schmerzfrei war, dann waren sie mit ihrem "Latein" am Ende. Schließlich gaben sie mich dann alle auf, sie würden mit einer Dauerpatientin nicht klar kommen. Also diese 4 waren völlig unabhängig voneinander, sie kannten sich nicht, ich hatte sie nach und nach zu verschiedenen Zeiten. Ja, aber durch diese Situation, die sich halt 4 Mal wiederholt hat, hatte ich auch Angst vor der Zukunft. Es ist halt ein blödes Gefühl, wenn man von einem nach dem anderen aufgegeben wird. 

Ja, als ich bei meinem Trainer dann das Probetraining hatte, da hatte ich beim Gespräch die meiste Angst vor der Frage, für welche Dauer ich dieses Training einplanen würde. Ich hatte echt Angst davor, dass er genauso reagieren würde, nach dem Motto, 10 Einheiten wären in Ordnung, aber dann müsste man weitersehen... Wir haben anfangs ja direkt ein kleines Probetraining durchgeführt, bei dem er direkt den richtigen Eindruck von meinen "tollen" Bauchmuskeln hatte. Danach hat selbst er sofort gesagt, dass bei mir ein paar Trainingseinheiten ganz bestimmt nicht reichen würden. Ich habe dann direkt mit "offenen Karten" gespielt und habe ihm gesagt, dass ich es im Grunde genommen ohne Begrenzung, auf Dauer einplanen würde.... Ja, dann ging bei mir etwas das "Zittern" los, Hop oder Top, wie würde er sich entscheiden, würde er darauf eingehen oder, so wie ich es erst befürchtet hatte, 10 Einheiten vorschlagen und dann ebenfalls, so wie die Physiotherapeuten, einen Rückzieher machen.....  (Und ich könnte mich schon wieder auf die Suche nach einem Neuen machen.)

Nun gut, er ist darauf eingegangen und mir ist in diesem Moment ein großer Stein vom Herzen gefallen. Auch, als er meinte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, er kennt genug Übungen, auch über ein halbes Jahr hinaus (was ich inzwischen absolut bestätigen kann).... Ja, so fing unser gemeinsames Training letztes Jahr im November an und ich bin froh, dass ich anfangs "hartnäckig" war, nicht sofort aufgegeben habe (als von ihm keine Antwort kam) bis ich ihn dann schließlich erreicht habe. Ja, und er hat auch nicht zuviel "versprochen", er kennt wirklich sehr viele Übungen. Bei ihm habe ich schon viele Übungsabläufe kennengelernt, die ich zwar von der Grundübung her von der KG kenne, die bei ihm zum Teil dann aber völlig anders durchgeführt werden. Ja, aber gerade das macht halt Spaß, dieser "frische Wind", der dadurch in meine Therapie kommt. Auf dieses Training freue ich mich wirklich immer und ich finde es deswegen auch gut, dass wir es erweitert haben, also jetzt die zusätzliche halbe Stunde mit einplanen. 

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