Dienstag, 16.10.2012 (Gedanken zum Sport und an die Schulzeit)

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Heute Abend geht es mir nicht so gut, sowohl körperlich, als auch seelisch. Was das Seelische betrifft, das ist natürlich in erster Linie die Aufregung vor dem Seminar, ich kann im Moment an nichts anderes mehr denken. Heute in einer Woche ist es ja so weit. Im Moment komme ich deswegen seelisch überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Dadurch bin ich im Ganzen auch mächtig angespannt, zeitweise wohl auch innerlich total verkrampft, so dass ich wieder etwas stärkere Rückenschmerzen (im unteren Rücken, rund um das Steißbein) habe, aber damit habe ich irgendwie sogar gerechnet. Deswegen bin ich froh darüber, dass mein Trainer so flexibel ist und so auf mich eingeht. Morgen Nachmittag habe ich ja eine Stunde Training, worauf ich mich jetzt schon wieder freue. Zum einen komme ich dabei halt immer auf andere Gedanken und außerdem tut mir die Bewegung an sich halt immer sehr gut. Es gab im letzten Jahr schon sehr viele Trainingseinheiten, bei denen ich zu Beginn zum Teil sehr starke Schmerzen hatte und nach dem Training waren sie mehr oder weniger wie "weggeblasen". Das ist halt der Unterschied zwischen KG und PT. Die KG macht zwar auch immer wieder mal Spaß, je nachdem, welche Übungen wir dabei machen (wobei sich die Übungen dabei immer sehr stark wiederholen), aber der Ablauf beim PT ist gegenüber der KG wesentlich abwechslungsreicher, wodurch es auch mehr Spaß macht. Ja, und da ich halt auch damit gerechnet habe, dass wegen der seelischen Aufregung die Rückenschmerzen vor dem Seminar wieder intensiver werden, deswegen finde ich es gut, dass wir die letzten drei Trainingseinheiten, also morgen, am Wochenende und auch am kommenden Montag, jeweils für eine Stunde einplanen. Gerade wenn man Schmerzen hat, bringt bzw. lohnt sich eine halbe Stunde kaum, in einer Stunde haben wir halt viel mehr Möglichkeiten, so dass es dann auch mehr bringt. Auch wenn es mir Spaß macht, es längst zu meinem Hobby geworden ist (wenn ich anders denken würde, dann hätte ich damit auf Dauer ein ganz großes Problem), dennoch mache ich es ja nicht "Just for Fun", sondern in erster Linie aus medizinischen Gründen. Selbst wenn ich im Laufe der Zeit dazu mal keine Lust haben sollte, dennoch werde ich es immer durchziehen müssen. Aber gerade deswegen finde ich es halt auch gut, dass ich mich mit meinem Trainer so gut verstehe, wenn ich zu ihm so ein angespanntes Verhältnis hätte, so wie früher bereits zu einigen Physiotherapeuten, dann fällt einem eine solche Dauertherapie, insbesondere wenn man schlecht drauf ist, umso schwerer. 

Der heutige Tag war mächtig hart. Auf der Arbeit habe ich heute Vormittag etwas über 3 Stunden mit meiner Kollegin zusammen gesessen. Wir haben uns intensiv um die Eingaben im neuen Computerprogramm gekümmert. Es waren zwar durchaus einige "Erfolgserlebnisse" dabei, wobei wir die Abläufe mit der Zeit dann einigermaßen im Griff hatten, aber dennoch hatten wir auch einige "Startschwierigkeiten". Für mich persönlich war die Sache mit der "rechten Maustaste" mit am schwersten. Ich arbeite so gut wie nie mit dieser Taste, nur in sehr seltenen Ausnahmefällen. Die meisten Sachen steuere ich entweder über eine Tastenkombination (davon kenne ich einige) oder aber über die "Icon", oder wie das heißt, diese kleinen Schaltflächen am oberen Rand, die rechte Maustaste nutze ich kaum. Ja, aber in diesem neuen Programm kann man viele Sachen ausschließlich über diese rechte Maustaste ansteuern. Meine Kollegin hatte das zum Glück schneller im Griff als ich. Einige Male, wenn ich einen "Hänger" hatte und nicht mehr so richtig weiter kam, kam von ihr schon der Hinweis "rechte Maustaste", Ja, und schon kamen wir wieder einen Schritt weiter. Das ist halt reine Gewöhnungssache. Nachdem wir uns dann rund 3 Stunden lang intensiv mit diesem Programm beschäftigt hatten, hatte ich einen mächtig "dicken Kopf". Danach hatte ich dann mit meinen anderen Aufgaben etwas Probleme, ich konnte mich irgendwie nicht so richtig darauf konzentrieren und hatte ständig nur noch die "rechte Maustaste" im Kopf. Zum Glück hatte ich auch noch Aufgaben, die relativ leicht waren, reine Routineaufgaben sozusagen, die ich heute Nachmittag dann lieber bevorzugt bearbeitet habe. Aber die müssen ja schließlich auch erledigt werden. 

Heute Abend habe ich gar nichts mehr gemacht, eigentlich wollte ich mich um den Haushalt kümmern, aber ich stand mächtig neben mir, hatte eine totale "Leere" im Kopf. Ich bin zwischen Fernsehen, Computer und Bett hin- und hergewandert, hatte zu nichts so richtig Lust und wollte einfach nur meine Ruhe haben. Im Bett zu liegen tat mir wegen der Rückenschmerzen halt gut, bei dem geraden Liegen kann ich den Rücken gut entspannen. Fürs Fahrradfahren hatte ich ebenfalls gar keine Lust. Aber irgendwie freue ich mich jetzt schon auf das Schwimmen, nachdem ich jetzt über ein Jahr nicht mehr schwimmen gewesen bin, freue ich mich jetzt schon auf die Bewegung im Wasser, das tut mir halt immer so gut. Wenn ich mich dann zum ersten Mal wieder überwunden habe und endlich mal wieder im Wasser war, mal wieder eine Bahn geschwommen bin (völlig egal, wie "falsch" meine Bewegungen dabei dann sind), dann werde ich diesbezüglich auch wieder ruhiger, dann fällt es mir demnächst dann nicht mehr so schwer. Dieser erste Schritt, diese erste Überwindung, damit wieder zu beginnen, die fällt mir halt im Moment so schwer. Wie hatte meine Mutter gesagt, im Urlaub auf Mallorca waren am Swimmingpool zum Teil "gaaanz" dicke Frauen, denen die anderen egal waren, die dort nur im Bikini rumgelaufen sind. Ja, aber dazu fehlt mir halt der Mut, das würde ich mir nicht trauen, mir ist es halt nicht egal, was andere von mir denken. 

Als ich vorhin mit meiner Mutter telefoniert habe und ihr von der Arbeit erzählt habe, dass ich mich heute Nachmittag auf die "leichteren" Aufgaben konzentriert habe, da ich nach 3 Stunden Computer zum Teil einen "Black-Out" hatte, da hat sie mich an früher, an eine Situation aus der Schulzeit erinnert. Als ein "Wahlpflichtfach" habe ich damals "Textilgestaltung" gewählt, was ich dann über mehrere Jahre einmal wöchentlich (eine Doppelstunde) hatte. Dort haben wir halt auch die typischen Haushaltsarbeiten wie Nähen, Stricken, Häkeln, Flechten usw. gelernt. Für die Hausaufgaben (wir bekamen dabei eigentlich immer Hausaufgaben auf, etwas zu Nähen usw.) hatten wir dann immer eine Woche Zeit. Es waren nie zu umfangreiche Aufgaben, man konnte sie immer locker an einem Abend schaffen. Ich habe es während der ganzen Jahre immer so vor mir hergeschoben bzw. falsch eingeteilt, dass ich es immer für den Abend zuvor eingeplant habe, bevor ich es am nächsten Tag fertig haben musste. Aber grundsätzlich kam es dann so aus, dass ich für den gleichen Abend auch "wichtige" Hausaufgaben für den nächsten Tag hatte, z. B. in Mathe oder Deutsch. Es lief dann grundsätzlich so ab, dass mein Vater mit mir die wichtigen Hausaufgaben gemacht hat, bzw. darauf geachtet hat, dass ich sie durchziehe und sie dann auch kontrolliert hat. Die Hauptfächer gingen immer vor. Danach habe ich dann immer mit der Aufgabe (z. B. mit dem Nähen) für Textilgestaltung begonnen. Meine Mutter, die in solchen Sachen immer schon sehr gut war (es auch bis heute geblieben ist), sah es sich dann immer an, was ich genau machen musste, dann schickte sie mich immer ins Bett, verbrachte selber die Nacht im Wohnzimmer mit dieser Aufgabe und morgens beim Frühstück gab sie mir das fertige Teil (z. B. ein Kissen, das wir damals halt Nähen sollten). Ich kann mich im Moment an keine einzige Aufgabe diesbezüglich erinnern, die ich in dieser Zeit ganz alleine fertig gemacht hätte. 

Ich sage mal so, im Grunde genommen fand ich ihre Art diesbezüglich falsch, so sehe ich es jetzt zumindest im Nachhinein. Wenn ich ein Kind hätte, dann würde ich es glaube ich anders machen. O. k., wenn man selber keine Kinder hat, dann hat man natürlich gut reden, aber trotzdem finde ich es rückwirkend betrachtet nicht gut. Manche Sachen, manche Situationen aus der Schulzeit prägen einen ja schließlich fürs ganze Leben, für die gesamte (auch berufliche) Zukunft und diesbezüglich ist es bei mir halt falsch gelaufen. Zum einen finde ich, dass sie früher darauf hätte achten müssen, dass ich die Hausaufgaben nicht alle bis zum letzten Abend vor mir herschiebe, es gab genug Abende, an denen ich Freizeit hatte, ich hätte damals die Prioritäten anders setzen müssen und mir die Aufgaben auf die einzelnen Abende aufteilen müssen, hätte nicht alles bis zum letzten Abend vor mir herschieben dürfen (so ist es aber mit allen Hausaufgaben während der ganzen Schulzeit gelaufen). Und was die Sache mit der Textilgestaltung betrifft, selbst wenn sie mir für die Schule hilft, das hätte sie dann trotzdem mit mir z. B. am Wochenende üben müssen. Aber wenn die Hausaufgabe fertig war, dann war dieses Thema bei uns erledigt. Mit manchen Sachen, z. B. halt dem Nähen, habe ich bis heute große Schwierigkeiten, ich kann es zwar, habe natürlich schon so einige Knöpfe angenäht, aber sicher bzw. schnell bin ich darin bis heute nicht. Im Gegenteil, bis heute schiebe ich diese Aufgabe so lange vor mir her, bis es nicht mehr anders geht, bis ich die Bluse z. B. brauche und es dann unbedingt machen muss. Ja, aber das ist während meiner Schulzeit halt etwas falsch gelaufen. 

TitelAutorDatumBesucher
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:046
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36114
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25119
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33150
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19131
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29147
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04143
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31114
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02158
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Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45172
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Do. 05. Nov. 2020PetraM06/11/2020 - 08:42208
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