Dienstag, 20.11.2012

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Heute war nicht so wirklich mein Tag, seelisch meine ich. Und so wie üblich, wenn ich seelische Probleme habe, hatte ich auch wieder etwas Rückenschmerzen (in der LWS), nicht wer weiß wie heftig, aber ich merkte diesen Bereich halt. Das hängt bei mir irgendwie immer zusammen.

Eigentlich wollte ich heute Abend endlich wieder mit dem Fahrradfahren starten, stattdessen habe ich mächtig "gesündigt". Das schlechte Gewissen stellte sich aber erst danach wieder ein. O. k., demnächst soll ja die nächste Kontrolle sein. Ich stelle mich jetzt schon darauf ein, dass das Ergebnis dann etwas schlechter ausfallen wird, dass man auf jeden Fall keinen wirklichen Erfolg dabei dann sehen wird. Aber die nächste Kontrolle, die danach dann (in ein paar Wochen bzw. in wenigen Monaten) durchgeführt werden wird, dabei will ich dann auf jeden Fall den nächsten Erfolg haben. Selbst wenn ich jetzt täglich Fahrrad fahren würde, ich glaube nicht, dass ich innerhalb der nächsten 2 bis 3 Wochen, also bis zur nächsten Kontrolle wirklich nennenswerte Erfolge hätte. Mich diesbezüglich dann auf die nächste Kontrolle zu konzentrieren, das ist meiner Meinung nach wesentlich realistischer. Und dass es im Rahmen meiner Therapie, also bezüglich der Erfolge, immer mal wieder ein "Auf und Ab" geben wird, das wird sich sicherlich nicht vermeiden lassen. 

Heute Morgen hat mein Chef mich kurz angesprochen. Das wäre für mich natürlich die Gelegenheit gewesen, ihn darauf anzusprechen, dass ich mal mit ihm reden müsste. Aber nein, ich habe meinen Mund schon wieder nicht aufbekommen. Das gehörte zu der Kategorie "Gelegenheiten, die man nicht ergreift". Echt mal wieder typisch für mich (wie so oft in meinem Leben). Seitdem überlege ich halt, ob bzw. wie ich ihn am besten ansprechen soll. 

Irgendwie habe ich halt nach wie vor Angst vor diesem Gespräch, Angst davor, dass auch dieses Gespräch "nach hinten los geht". Auch wenn das wahrscheinlich blödsinn ist, irgendwie fühle ich mich bei uns im Moment wie der "Buhmann", bei dem alle darauf warten, dass der nächste Fehler passiert (umso unsicherer bin ich halt auch bei den Aufgaben, bloß aufpassen, dass mir wirklich kein Fehler rein rutscht). 

"Schuld" an dieser Unsicherheit ist mein Chef. Anfang September haben wir halt ein sehr "heftiges" Gespräch geführt. Ich hatte halt einen Fehler gemacht, worüber ich mir aber nicht wirklich klar war (das ist mir später erst so richtig bewusst geworden). O. k., mein Chef war sauer darüber, was ich auch verstehen kann und er warf mir so einige Sprüche an den Kopf, die ich absolut nicht vergessen kann (die ich mir sehr zu Herzen genommen habe). Es mag sein, dass er es gar nicht so gemeint hat, dass ich es härter aufgenommen habe, als es gemeint war. Aber seitdem fühle ich mich halt so, als wenn er mich auf dem "Kieker" hätte, so als wenn er nur darauf warten würde, dass ich den nächsten Fehler mache, damit er dann sagen kann, "Sehen Sie, ich habe recht gehabt.....". 

Ja, und deswegen habe ich halt nach wie vor Angst, ihn auf irgendwelche Probleme anzusprechen, weil ich nicht einschätzen kann, wie das Gespräch laufen würde. 

Zum einen bekomme ich hier zu Hause von meinem Freund immer mehr "Druck". Bis Anfang Dezember muss er seinen Jahresurlaub eingetragen haben. Ich habe mich inzwischen darauf eingestellt, dass ich im nächsten Jahr, wegen diesem blöden Seminar, von dem ich nicht weiß, wann es genau durchgeführt werden wird, auf den gemeinsamen Jahresurlaub verzichten werde. Wenn ich dann irgendwann mal Urlaub nehmen darf (und mein Freund zu der Zeit dann arbeiten muss), dann werde ich wahrscheinlich von morgens bis abends vor dem Computer sitzen und darauf warten, dass ich wieder Arbeiten gehen kann. Mein Freund ist nach wie vor stinksauer darüber, aber "dienstliche Belange" gehen nunmal vor. 

Ja, und dann die Sache mit der Telefonzentrale. Nach meinem Urlaub habe ich bisher erst zwei Mal richtig Pause gemacht, ansonsten bediene ich die Zentrale durchgängig, von 8 bis 15.30 Uhr. Manchmal ist es mittags relativ ruhig, dann ist das ja kein Problem, aber heute z. B. habe ich eine Ewigkeit gebraucht, um eine Scheibe Brot zu essen. Das Telefon klingelte immer und immer wieder. 

Ich sehe es aber nicht ein, deswegen Ärger mit meinen Kolleginnen zu bekommen. Wie die anderen in dem Seminar in Raunheim schon gesagt haben, ich lasse mich zu leicht in die "Opferrolle" drängen. Meine Mutter hat auch schon gesagt, im Grunde ist das die Aufgabe des Arbeitgebers, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter Pause machen können, für die regelmäßige Vertretung zu sorgen. Bisher habe ich 2 Kolleginnen darauf angesprochen, die es dann auch sofort gemacht haben. Ich habe aber Angst davor, wenn ich zu oft die eine oder andere Kollegin darauf anspreche, dass es dann Ärger gibt, dass immer die gleichen dafür zuständig sind. Aber andererseits sehe ich es auch nicht ein, Tag für Tag durch die Büros zu laufen und zu fragen, wer sich "freiwillig" um das Telefon kümmert. Letztendlich, um jedem Ärger mit den Kolleginnen aus dem Wege zu gehen (ich bin ja froh, dass das Betriebsklima an sich im Moment so gut ist), "beiße ich halt in den sauren Apfel" und kümmere mich alleine um das Telefon (auch in den Pausen). 

Für die Weihnachtsfeier habe ich mich übrigens bisher noch nicht angemeldet, das lasse ich mir noch offen. Einerseits möchte ich wirklich gerne daran teilnehmen, aber andererseits fehlt mir auch etwas der Mut. Zum einen möchte ich meinem Chef halt lieber etwas aus dem Wege gehen und irgendwie habe ich auch Angst vor "blöden" Sprüchen der Kollegen, nachdem ich viele Jahre nicht daran teilgenommen habe (ich glaube, ich werde dafür eh nicht wirklich eingeplant, die anderen rechnen wahrscheinlich eh nicht damit, dass ich wirklich kommen würde).

Ja, das alles zerrt im Moment mächtig an meinen Nerven, deswegen konnte ich heute Abend halt nicht widerstehen und habe mächtig gesündigt. Ich konzentriere mich jetzt halt total auf meine Arbeit, dass ich alles schnellstmöglich und natürlich auch richtig in den Griff bekomme, damit mein Chef keinen Grund mehr hat, mich auf dem "Kieker" zu haben. Vielleicht kehrt bei uns dann ja im Laufe der Zeit wieder etwas Ruhe ein. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 12. Dez. 2018PetraM13/12/2018 - 07:447
Di. 11. Dez. 2018PetraM12/12/2018 - 08:39102
Mo. 10. Dez. 2018PetraM11/12/2018 - 08:38182
So. 09. Dez. 2018PetraM10/12/2018 - 03:51250
Sa. 08. Dez. 2018PetraM09/12/2018 - 06:27207
Fr. 07. Dez. 2018PetraM08/12/2018 - 12:32155
Do. 06. Dez. 2018PetraM07/12/2018 - 11:15157
Mi. 05. Dez. 2018PetraM06/12/2018 - 03:09161
Di. 04. Dez. 2018PetraM05/12/2018 - 09:12152
Mo. 03. Dez. 2018PetraM04/12/2018 - 09:14194
So. 02. Dez. 2018PetraM03/12/2018 - 02:44145
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