Dienstag, 23.04.2013

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So, den heutigen Tag habe ich "überstanden". Ich bin total froh darüber, dass ich diesen blöden Arzttermin jetzt hinter mir habe. Es war zwar nicht wer weiß wie schmerzhaft, aber dennoch total unangenehm. Es hat etwas weh getan, aber es hielt sich noch in Grenzen.

Heute Abend habe ich noch etwas Bauchschmerzen (auch jetzt noch), aber das war nach diesem "Eingriff" normal, davon hatte auch mein Arzt gesprochen. In den nächsten Tagen müsste sich das wieder "normalisieren", ansonsten soll ich nochmals wieder kommen. 

Selbst wenn ich es zeitlich geschafft hätte (was nicht der Fall gewesen ist, da ich noch eine halbe Stunde im Wartezimmer saß), zur Wassergymnastik hätte ich nach diesem Eingriff auf gar keinen Fall gehen können. Ob ich am Donnerstag wieder gehen kann, das ist noch nicht ganz sicher (eventuell muss ich damit in dieser Woche eine Pause machen). Das hängt von verschiedenen "Faktoren" ab, die mit diesem Eingriff zusammen hängen. Sehr wahrscheinlich werde ich gehen können, aber das ist noch nicht verbindlich. Erstmal sehen, wie sich das jetzt entwickelt, wie es mir morgen geht.

Morgen werde ich ja erstmal zur KG und zum Training gehen. Das geht auf jeden Fall klar. Mit dem heutigen Tag, also mit diesem Arzttermin, startet für mich auf jeden Fall die "Diät", also die Ernährungsumstellung aufs Neue (der Eingriff hatte auch was mit "Hormonen" zu tun, näher werde ich hier nicht darauf eingehen). 

Zum Glück verstehe ich mich mit meinem Arzt sehr gut. Er ist ein Jahr älter als ich und immer total gut drauf. Mit ihm kann man immer gut reden, er hat mich während des Eingriffs auch gut abgelenkt. Anschließend sagte er dann, wie es nach diesem Eingriff "normal" weiter gehen würde. Dann fing er an zu grinsen, sah mich an und meinte, "Aber was ist bei Ihnen schon normal....?". In diesem Moment musste ich dann Lachen und meinte, dass ich mich das manchmal auch fragen würde....!! Das liegt anscheinend in unserer Familie, diesen Spruch hat meine Mutter von ihren Ärzten auch schon des Öfteren zu hören bekommen. 

Erst wollte ich heute Abend dann noch Fahrradfahren, aber dazu konnte ich mich nach diesem Termin so gar nicht mehr aufraffen. Zum einen halt die Bauchschmerzen (ich hoffe, dass die morgen wieder soweit weg sind oder zumindest schon mal deutlich weniger werden) und außerdem ist mir die ganze Aufregung auch "etwas" auf den Magen geschlagen. Ich hatte heute Abend auch so gar keinen Hunger mehr, habe nur noch ein paar Erdbeeren gegessen (morgens ein Brötchen, mittags eine Scheibe Brot). 

Aber immerhin habe ich mich heute Abend dann noch bei meiner Mutter "durchgesetzt". Hin und wieder muss das mal sein. 

Sie hat einen "Lieblingssatz", "Extra für dich".... Diesen Satz hasse ich (und auch mein Freund) total. Wenn sie einem etwas schenkt (egal was), man etwas gut findet oder man was interessantes sieht, dann ist das alles "Extra für dich" gewesen. Extra für dich war ich dafür Einkaufen, Extra für dich habe ich das gekocht, Extra für dich bin ich in die Stadt gefahren usw. Dann muss man ihr dafür "tausend Mal" Danke sagen (und am besten noch die "Füße küssen", wie mein Freund immer sagt), weil sie sonst total sauer wird, dass man dafür nicht dankbar genug ist. 

Auf einem ihrer Geburtstage (vor einigen Jahren) hatte sie z. B. O-Saft gekauft. Die meisten wollten aber lieber Cola, Sekt oder anderes trinken. Bis dann schließlich einer endlich ein Glas Saft getrunken hat (ich war es in diesem Fall nicht). Sofort war mein Mutter dran, dass sie den Saft "Extra für dich" gekauft hat und war immer wieder dran (zu demjenigen, der es getrunken hat), ob das nicht lieb von ihr gewesen wäre, dass sie Extra für ihn den Saft gekauft hat.... Erst nachdem er sich mehrmals dafür bedankt hat, dass das total lieb von ihr gewesen ist, gab sie diesbezüglich endlich Ruhe. Nach diesem Muster gibt es im Laufe der Jahre noch unzählige weitere Beispiele. Das nervt manchmal unwahrscheinlich.

Direkt vor der Praxis meines Arztes ist eine Haltestelle. Für mich war es heute total klar, dass ich dort in die Bahn steigen würde, von dort aus bin ich in etwa 10 Minuten zu Hause. Meine Mutter ist eh schon "Extra für mich" mit zum Arzt gekommen, damit es mir im Wartezimmer nicht zu lang wird. Ihr Freund war in dieser Zeit beim Sport, beim Tischtennisspielen, seinem großen Hobby. Nach dem Eingriff hatte ich zwar etwas Bauchschmerzen, war nach der ganzen seelischen Aufregung auch etwas durcheinander, aber ansonsten total gut drauf. Ich war einfach nur froh darüber, dass ich das endlich hinter mir hatte. Als ich dann wieder ins Wartezimmer kam, wo meine Mutter ja gewartet hatte, da meinte sie freudestrahlend zu mir, dass ihr Freund "Extra für mich" früher mit dem Tischtennis aufgehört hätte, um mich, wenn es mir schlecht wäre, nach Hause fahren zu können. Ich hatte aber keinen "Bock" darauf, auf ihn zu warten. Meine Mutter war immer wieder dran, er würde doch jetzt Extra für mich kommen (und natürlich auch für sie). Ich hatte jedoch keine Lust mehr auf Diskussionen und stieg dann einfach in die nächste Bahn. Meine Mutter stand immer noch vor der Türe und wartete, sie war in dem Moment etwas sauer. Letztendlich war ich dann sogar früher zu Hause (nach rund 10 Minuten), als wenn ich dort auf ihren Freund gewartet hätte (vorhin haben wir noch kurz telefoniert, sie hat sich schon wieder "beruhigt", dass ich einfach in die Bahn gestiegen bin). Mir geht ihre Art mit dem Extra für dich und dem "tausend Mal" Danke zu sagen manchmal mächtig auf die Nerven. Hin und wieder muss es dann einfach mal sein, dass ich das mache, was ich möchte und nicht das, was sie von mir erwartet, nur weil es Extra für mich so läuft..... 

 

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