Dienstag, 29.01.2013

DruckversionPDF-Version

Der heutige Tage war eher "durchwachsen". Auf der Arbeit lief es zunächst echt gut. Eine der Aufgaben, mit denen ich im Rückstand war, die habe ich heute in den Griff bekommen. Als ich diese Sache fertig hatte, da war ich echt happy. Schritt für Schritt arbeite ich jetzt halt meinen Rückstand wieder auf. Morgen geht es weiter mit der nächsten Aufgabe.

Dann hat sich eine "blöde" Situation ergeben. Ich sage mal so, egal was man macht, man kann es nie allen Menschen recht machen. Irgendeiner findet immer was, worüber man "meckern" an, was den anderen halt nicht passt. Man kann noch so nett, freundlich und hilfsbereit sein, wenn einer was "sucht", dann findet er auch was, worüber man "moppern" kann. Aber davon will ich mich jetzt nicht beirren lassen. Mir geht es zur Zeit nicht nur körperlich, sondern endlich auch wieder seelisch echt gut. Ich ziehe mein "Ding" jetzt so durch, wie ich es für richtig halte. Und wenn ich in manchen Situationen hilfsbereit bin, in denen andere eventuell gar nicht reagieren würden, dann ist das meine Sache. Solange sich keiner offiziell über mein Verhalten beschwert (was ich mir im Leben nicht vorstellen kann), solange bleibe ich jetzt so, wie ich jetzt bin. Arbeitsmäßig läuft es im ganzen im Moment echt gut, wenn es so bleibt, dann ist alles in bester Ordnung. 

Obwohl ich zugeben muss, dass ich im Moment auf meine Kolleginnen auch etwas "eifersüchtig" bin. Ich habe wirklich kein Problem mit der Telefonzentrale, darum kümmere ich mich ja schließlich schon viele Jahre, habe damit alles bestens im Griff, aber trotzdem könnte ich diese Aufgabe hin und wieder auch "vor die Wand schmeißen". Offiziell haben wir halt Gleitzeit, wovon auch alle meine Kolleginnen regen Gebrauch machen, nur ich bin wegen der Telefonzentrale davon ausgenommen, was ich zum Teil sehr ungerecht finde. Ich muss täglich so früh im Büro sein, dass ich es schaffe die Post zu holen (aus unserer Poststelle) und um 8 Uhr im Büro zu sein, um das Telefon bedienen zu können. Wenn ich es wegen Zugverspätung nicht rechtzeitig schaffe, dann muss ich auf jeden Fall in den Büros rumtelefonieren (von unterwegs per Handy), welche Kollegin bereits im Büro ist und vorübergehend das Telefon übernehmen kann. Meine Kolleginnen nehmen dabei die Gleitzeit wahr, kommen mal um 7 Uhr, mal um 8 Uhr, aber zum Teil auch erst um 9 Uhr oder sogar noch später. Das ist gar kein Problem. 

Ja, und nachmittags muss ich mich immer bis um 15.30 Uhr (Freitags bis 14.30 Uhr) um das Telefon kümmern. Wenn ich dann gerade mitten in einer Aufgabe bin, zum Beispiel gerade einen Brief schreibe, dann mache ich das eben noch fertig. Meistens komme ich nicht vor 16 Uhr raus. Ja, und meine Kolleginnen nutzen auch Nachmittags die Gleitzeit und gehen zum Teil zwischen 13 und 14 Uhr nach Hause. Das kann ich mir nicht erlauben, ich müsste, wenn ich es wirklich mal wollte, erst rumfragen, wer freiwillig dann das Telefon übernimmt, wer also überhaupt länger im Haus ist. Ja, ich muss sagen, darum beneide ich wirklich alle meine Kolleginnen, um diese Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. Aber das ist halt das "Schicksal" der Telefonzentrale, die immer zu festen Zeiten besetzt sein muss. Am Freitag, am 01. Februar, werden meine Stunden "geschnitten", damit habe ich mich bereits abgefunden. Wir dürfen nur eine bestimmte Anzahl an Überstunden haben, wo ich schon drüber bin, die weiteren Stunden werden dann an jedem 01. des Monats "geschnitten" (und weg sind sie....). 

Aber ich bin nach wie vor froh darüber, dass ich in diesem Sinn keine selbständige Sachbearbeiterin mehr bin. Dass ich diese Verantwortung abgegeben habe, das hat mir einen enormen seelischen Druck genommen. Seitdem bin ich seelisch wieder viel lockerer und viel besser drauf. Man sollte halt seine Grenzen kennen bzw. erkennen und dann akzeptieren. Das wäre bei mir im Prinzip das gleiche, als wenn ich jetzt meinen Trainer ansprechen würde, dass ich in einem halben Jahr einen Marathon schaffen will. Man sollte sich seine Ziele (und Aufgaben) so legen, dass sie realisierbar sind (was bei mir bei der Sachbearbeitung nicht der Fall gewesen ist, deswegen habe ich in den letzten Jahren ja auch immer und immer wieder erheblichen Ärger bekommen). Aber anstelle des Marathons bin ich froh, dass ich das Personal-Training als mein "neues" Hobby (nach dem damaligen Tanzen) gefunden habe (morgen Abend habe ich ja wieder Training, darauf freue ich mich schon wieder). 

Außerdem bin ich froh darüber, dass ich mit meinem Trainer so viel Glück habe, nachdem mich der erste Trainer nach einem halben Jahr "abgeschossen" hat (anscheinend war dem eine langjährige Kundin wohl zu anstrengend). Das schöne an diesem Training ist halt auch, dass man sich bei den verschiedensten Übungen, mit denen man anfangs zum Teil große Probleme hat, immer wieder neue Ziele suchen kann. Jedes Mal, wenn man mal wieder einen Teilerfolg hat, dann bin ich total happy, die nächste Hürde geschafft zu haben. Aber nach jedem dieser Teilerfolge kommt eine neue Herausforderung, eine weitere Übung, ein neuer Schwierigkeitsgrad, das man sich dann halt als nächstes Ziel setzt. Im Prinzip gibt es so immer und immer wieder neue Ziele und weitere Herausforderungen. Dadurch wird das Training halt nie langweilig, macht immer wieder aufs neue Spaß (insbesondere halt bei den nächsten Teilerfolgen, wenn eine Übung im Laufe der Zeit dann immer leichter fällt). Zum Glück hat auch mein Trainer dabei viel Geduld, denn manche Ziele kann man nunmal unmöglich von heute auf morgen realisieren, bis sich manche Erfolge einsetzen braucht man zum Teil einige Zeit. 

Heute Abend wollte ich eigentlich Fahrrad fahren, war aber ziemlich schlecht drauf, so dass ich mich nicht aufraffen konnte. In der letzten Woche war in unserer Wochenzeitung eine Frau (Mitte 60), die vermisst wurde, die mit Foto gesucht worden ist. Heute stand nun im Internet, dass sie gestern tot aufgefunden worden ist. Da keine Fremdeinwirkung zu erkennen war, wird von einem Suizid ausgegangen. Ich kannte diese Frau flüchtig, sie war ebenfalls ziemlich regelmäßig in meiner früheren Gruppe bei der Wassergymnastik. Das tut mir so richtig leid, sie war eine sehr stille, immer sehr nette, freundliche und höfliche Frau. 

Meine Mutter hat mir von Kindheit an "eingebläut", egal was passiert, es geht immer irgendwie weiter, am Ende jeden Tunnels gibt es ein Licht. Als ich in der Grundschule war, in der 4. Klasse, da haben wir die erste Klassenfahrt gemacht. Die Eltern eines Mädchens hatten so wenig Geld, dass sie sich die Klassenfahrt nicht leisten konnten. Das Mädchen war so verzweifelt, dass sie sich die Arme aufgeschnitten hat. Zum Glück wurde sie rechtzeitig gefunden, konnte gerettet werden. Dann haben alle Eltern gesammelt, so dass sie dann doch mitfahren konnte. Schon damals hat meine Mutter immer gesagt, ich brauche keine Angst zu haben, man kann über alles reden, diesen "letzten Schritt" solle ich bloß niemals gehen.

Manche aus meiner Klasse hatten jedes Jahr vor den Zeugnissen Angst, schlechte Noten mit nach Hause zu bringen. Auf dem Zwischenzeugnis hatte ich mehrmals eine 6, mal in Chemie, mal in Politik, aber Angst vor meinen Eltern hatte ich deswegen dennoch nicht. O k, im ersten Moment gab es deswegen natürlich Ärger und Vorwürfe und meinem Vater ist schnell die Hand "ausgerutscht", aber dann folgten nur noch Vorwürfe, weshalb ich nichts von meinen Problemen in dem Fach gesagt habe. Dann haben meine Eltern so lange mit mir geübt, bis ich auf den Sommerzeugnissen keine 6 mehr hatte. 

Auch als ich unser Badezimmer "abgefackelt" habe, habe ich keinen Ärger bekommen. Immer, wenn ich damals in der Badewanne war, hat meine Mutter im Badezimmer die Heizung angemacht. Das war immer so richtig schön "schnuckelig warm" da drin. An einem Samstag Abend, ich war etwa 13 Jahre alt, da waren meine Eltern in einer "Kneipe" verabredet (eine Sparklubauszahlung). Damals hat meine Freundin dann bei mir übernachtet. Sie hatte am nächsten Tag eine Verabredung und hat mich gefragt, ob sie sich bitte schon mal die Haare waschen dürfe, dann wäre sie am nächsten Tag schneller fertig. Kein Problem, wir sind dann zusammen ins Badezimmer gegangen, haben uns dabei dann unterhalten. Es war etwas kühl an diesem Abend und ich habe deswegen die Heizung angemacht. Nach einiger Zeit gab es dann einen ohrenbetäubenden Knall und in "Null Komma Nix" stand das halbe Badezimmer in Flammen. Meine Freundin bekam einen Schock und blieb stehen, war immer nur dran "es brennt, es brennt". Ich bin zur Türe, habe sie aufgerissen, habe mir meine Freundin geschnappt und sie dort rausgezogen, Türe wieder zu. Dann ab zum Telefon, Feuerwehr angerufen. Meine Stimme zitterte vor Aufregung zwar immer mehr, aber ich habe trotzdem die richtigen Aussagen (Ort usw.) machen können. Dann habe ich mir die Schlüssel geschnappt und meine Freundin, die immer noch unter Schock stand, und bin mit ihr ins Treppenhaus gerannt. Draußen standen schon sämtliche Nachbarn zusammen, den Knall hat man im ganzen Haus gehört. Ich habe kurz erzählt, dass es im Badezimmer brennt, dann sind 2 Männer direkt mit mir wieder in die Wohnung gerannt und haben erstmal die Sicherung rausgemacht (daran habe ich natürlich echt nicht gedacht). 

Die Feuerwehr kam dann und hat sich um den Rest gekümmert. Als alles vorbei war, da kam der Schock bei mir dann erst so richtig durch. Ich rief dann weinend in der Kneipe an und sagte meiner Mutter Bescheid. Sie verstand erstmal gar nichts (in der Kneipe war es auch so laut, dass sie mich kaum verstehen konnte) und kam direkt nach Hause. 

Was passiert war? Meine Mutter hatte die Angewohnheit, sämtliche Sprayflaschen, egal ob Haarspray, Deo oder auch Reinigungsmittel zum Sprühen auf die Heizung zu stellen. Wenn ich in die Badewanne ging, dann räumte sie vorher immer alle Sprayflaschen zur Seite, was ich als Kind aber nie mitbekommen habe. An dem Abend, als meine Freundin da war, da stand die Heizung ordentlich voll, so einige Flaschen. Ich habe deswegen niemals Ärger bekommen, ganz im Gegenteil, meine Eltern haben sich große Vorwürfe gemacht, dass sie zuvor niemals mit mir darüber gesprochen haben, wie gefährlich solche Flaschen werden können, dass sie niemals einer solchen Hitze ausgesetzt werden dürfen. Den gesamten Schaden hat übrigens unsere Versicherung übernommen. Meine Eltern waren einfach nur froh darüber, dass mir bzw. uns dabei nichts passiert ist. Es hätte ja auch anders ausgehen können. Außerdem ist meine Mutter stolz darauf gewesen, dass ich trotz der ganzen Aufregung (und des Schocks meiner Freundin) so gut reagiert habe, einschließlich des Anrufs bei der Feuerwehr. Ja, solche Momente vergisst man nie mehr im Leben und durch solche Situationen lernt man auch fürs Leben dazu!!

Ich bin nur froh, dass dabei wirklich nichts passiert ist. Ich kann nämlich kein Blut sehen. Wenn einer von uns dabei verletzt worden wäre, ich weiß nicht, wie es dann gelaufen wäre. Sobald ich Blut sehe wird es mir schlecht und mein Kreislauf geht in den Keller. Aber zum Glück war es ja nur ein Sachschaden, den halt die Versicherung komplett übernommen hat. 

TitelAutorDatumBesucher
Mo. 21.10.2019PetraM22/10/2019 - 08:137
So. 20.10.2019PetraM21/10/2019 - 03:2417
Sa. 19.10.2019PetraM20/10/2019 - 14:2223
Fr. 18.10.2019PetraM19/10/2019 - 13:2132
Do. 17.10.2019PetraM18/10/2019 - 08:4552
Mi. 16.10.2019PetraM17/10/2019 - 08:5463
Di. 15.10.2019PetraM16/10/2019 - 08:4361
Mo. 14.10.2019PetraM15/10/2019 - 08:4657
So. 13.10.2019PetraM14/10/2019 - 03:0659
Sa. 12.10.2019PetraM13/10/2019 - 15:5944
Fr. 11.10.2019PetraM12/10/2019 - 14:2947
Do. 10.10.2019PetraM11/10/2019 - 08:2657
Mi. 09.10.2019PetraM10/10/2019 - 08:2764
Di. 08.10.2019PetraM09/10/2019 - 03:0159
Mo. 07.10.2019PetraM08/10/2019 - 02:1361
So. 06.10.2019PetraM07/10/2019 - 20:5849
Sa. 05.10.2019PetraM06/10/2019 - 16:0565
Fr. 04.10.2019PetraM05/10/2019 - 17:2658
Do. 03.10.2019PetraM04/10/2019 - 05:07145
Mi. 02.10.2019PetraM03/10/2019 - 19:09153
Di. 01.10.2019PetraM02/10/2019 - 19:38161
Mo. 30.09.2019PetraM01/10/2019 - 19:44140
So. 29.09.2019PetraM30/09/2019 - 14:09146
Sa. 28.09.2019PetraM29/09/2019 - 18:58171
Freitag, 27.09.2019 PetraM28/09/2019 - 15:51210
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...