Do. 05.04.2018

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Heute morgen war mein Freund ja beim Arzt. 

Der Arzt kann sich den Hustenreiz nicht erklären, dass es nicht besser wird. Er hat ihm ein neues/anderes, intensiveres Antibiotikum verschrieben. 

Tagsüber bzw. wenn er läuft oder sitzt, dann ist der Hustenreiz schon deutlich weniger geworden, aber sobald er sich hinlegt, seinen Kopf auch im Sitzen entspannt zur Seite liegt, dann geht sofort das große Husten los, dann kann er nicht mehr normal atmen.

Die Lunge ist in Ordnung, auf der Röntgenaufnahme ist nichts zu sehen. Auch die Herzwerte (Blutabnahme) sind in Ordnung.

Der Arzt vermutet Asthma. Er hat ihn bis Ende nächster Woche krank geschrieben. Dann soll mein Freund nochmals zu ihm kommen. Wenn auch dieses stärkere Antibiotikum bis dahin nicht hilft, dann bekommt er eine Überweisung zum Lungenfacharzt. Dann soll er gezielt auf Asthma untersucht bzw. dann halt auch behandelt werden.

Mein Freund ist deswegen total ängstlich. Sein Vater hatte doch ganz schweres Asthma, er könnte es geerbt haben. Sein Vater ist vor 14 Jahren mit 76 Jahren daran gestorben (erstickt). Mein Freund hat jetzt Angst, dass ihn das gleiche Schicksal erwartet.

Ich habe den ganzen Tag über versucht, ihm Mut zu machen, positiv auf ihn einzureden. Die Medizin geht immer weiter. Es gibt so viele Sänger/Sängerinnen und auch Sportler (auch Leistungssportler), die Asthma haben, aber so gut eingestellt sind (mit Medikamenten), so dass sie ganz normal damit leben können, dass man ihnen gar nichts davon anmerkt. Trotzdem, so richtig konnte ich ihm die Angst vor dieser Diagnose natürlich nicht nehmen.

Mir geht es heute Abend etwas besser. Tagsüber war ich wieder super ruhig, habe fast nur gelegen (viel Fernsehen geguckt und gelesen).

Jetzt habe ich das Gefühl, dass die Medikamente langsam anfangen zu wirken.

Der Hustenreiz an sich lässt langsam nach. Wenn ich huste, dann rasselt es zwar noch in den Bronchien, aber die schmerzhaften Stiche dabei sind schon mal weg. 

Die Nase wird auch langsam frei. Ich brauchte heute keinen Nasenspray, konnte auch ohne frei atmen. Meine Stimme hört sich noch erbärmlich an. Also noch sind die Nebenhöhlen zu. Aber ich bin ja noch in Behandlung, nehme weiterhin den Kortison-Nasenspray und sitze auch weiterhin täglich für 10 Minuten vor der Rotlicht-Lampe. Ich hoffe, dass sich die Stimme in den nächsten Tagen wieder normalisieren wird. 

Wir hatten hier noch die "Sinupret"-Tropfen, das ist bei Entzündungen der Nebenhöhlen. Ich gehe jetzt aufs Ganze und habe diese Tropfen ebenfalls genommen. Ich will wieder gesund werden.

Tagsüber läuft hier immer der Fernseher im Hintergrund. Unter anderem gucken wir regelmäßig Bares für Rares (das kommt ja meistens auch am Wochenende, dann gucken wir es immer). 

Heute ging es unter anderem um ein paar wertvolle Ohrringe. Ja, Ohrringe, die vertrage ich leider überhaupt nicht.

Meine Mutter hat Ohrringe geliebt, hatte auch so einige davon. Sie hat bei mir früher, als ich ein Kind war, immer gedrängt, dass ich mir welche stechen lassen soll (also halt die Löcher in die Ohren). Als Kind war ich dafür aber viel zu ängstlich, hatte totale Angst davor (dass es weh tun könnte).

Als ich etwa 12 Jahre alt war, als meine Mutter gerade in einer Reha war (nach einer schweren Erkrankung), da wurde ich plötzlich mutig. Die meisten Mädchen aus meiner Klasse hatten so schöne Ohrringe, ich wollte auch endlich welche haben. 

Mein Vater war davon begeistert. Wir wollten meine Mutter in der Reha übers Wochenende besuchen und ich sollte sie dabei mit Ohrringen (dass ich Löcher habe) überraschen. Er ging sofort mit mir in so ein Studio. Diesen kleinen "Schmerz" habe ich dann natürlich auch ausgehalten.

Meine Mutter hat sich in der Reha dann auch so richtig gefreut, als sie es gesehen hat. 

Leider habe ich sie aber nicht vertragen. In dem Studio bekam ich solche "medizinischen". Die sollten zunächst ein paar Tage drin bleiben. Hinten mit einem Stecker vor. 

Mein Ohrläppchen wurde immer dicker, ist immer dicker angeschwollen (beide Seiten). Mein Vater musste mir dann schließlich helfen, die Ohrringe wieder raus zu machen. Beide Seiten waren dick entzündet. 

Etwa ein Jahr lang haben wir es immer wieder versucht. Mein Vater hat mir echte Ohrringe geschenkt. Welche aus Silber, welche aus Gold. Wir dachten auch, dass ich diesen Pin hinten vor vielleicht nicht vertrage (den Druck von hinten), also schenkte er mir auch goldene Creolen. Die waren total schön, so in sich gedrehte. 

Ich habe mir auch Modeschmuck geholt, welche aus Plastik. Auch "Allergie"-Ohrringe, wie ein "langer Faden", den man ganz durchs Ohr ziehen konnte (so kleine Hänger praktisch). 

Aber nichts half. Egal, welche ich drin hatte, nach wenigen Stunden konnte man zugucken, wie die Ohrläppchen dicker wurden, dunkel (rot) wurden und sich wieder entzündeten. Es dauerte dann jedes Mal ein paar Tage, bis die Entzündung wieder raus war, sich die Haut wieder ganz beruhigt hatte. 

Ja, aber nach etwa einem Jahr gaben wir es dann auf. Ich vertrage es einfach nicht. Ich finde es schade, kann es aber nicht ändern. Inzwischen sind die Löcher natürlich längst wieder komplett zugewachsen. 

Nachdem ich heute dann den ganzen Tag über gelegen habe und heute Abend ohne Nasenspray Luft bekommen habe, da habe ich sogar noch ein kleines Sportprogramm durchgezogen. 

Also das Kortison-Nasenspray ist nicht "zum Luft holen", das ist nur zur Heilung, nur gegen Entzündungen. Das muss ich noch täglich nehmen. Es steht schon drin, dass es erst nach ein paar Tagen anfängt zu wirken (im Gegensatz zu normalem Nasenspray, das die Nase ja sofort frei macht). 

Ich bin zur Zeit so schön schmerzfrei (muskulär), bekam heute Abend halt so gut Luft (im Gegensatz zu den letzten Tagen), das musste ich sportmäßig einfach sofort nutzen. Ich habe dann ein "kleines" Programm durchgezogen (natürlich ohne vorheriges Fahrradfahren, das darf ich erst wieder, wenn die Bronchien wieder frei sind, wenn das Rasseln wieder ganz weg ist).

Ich habe heute etwa 50 Minuten Sport gemacht, einschließlich ca. 5 Minuten Dehnen.

Ich habe alles sehr langsam und bewusst gemacht. Alle "Power"-Übungen wie "Bergsteiger" und Kettlebell-Swing habe ich ganz weg gelassen. Es kam mir heute nur darauf an, Spannung in den Körper zu bekommen. Das hat im Ganzen auch gut getan.

Steppbrett-Training, 5 Übungen für jeweils 2 Min., dazwischen jeweils 35 Sek. Pause.

Wie gesagt, alles langsam, in einem ruhigen, gleichmäßigen Tempo.

Bei 3 Übungen (gerade hoch und runter) mit den 1 kg Hanteln nach vorne boxen. Erst mit rechts beginnend hoch und runter. Dann mit links beginnen hoch und runter. Dann im Wechsel, unten nur steppen.

Dann 2 Übungen, zum einen Knie seitlich hoch ziehen (mit einem Bein oben stehen, das andere Bein/Knie 3 x hoch ziehen, dann Seite wechseln), dabei mit den 2 kg Hanteln im Wechsel Biceps-Curls.

Danach vorne hoch kicken (mit einem Bein - im Wechsel - auf das Steppbrett, das andere Knie vorne hoch Richtung Bauch ziehen), dabei mit den 3 kg Hanteln Biceps-Curls.

Dieses verkürzte Steppbrett-Programm fand ich heute ganz gut.

Weiter ging es mit etwas Krafttraining.

10 x auf dem Steppbrett Liegestütz rücklings.

10 Sit-Ups (mit Hilfe vom Theraband).

Auf Steppbrett liegend die beiden 5 kg Hanteln 20 x hochdrücken (Bankdrücken), unten einmal nachwippen. Mit einer 5 kg Hantel 10 x über/oberhalb vom Kopf arbeiten.

Mit den 4 kg Hanteln seitlich arbeiten, fast gestreckte Arme, von der Waagerechten (Schulterhöhe) 10 x hoch zur Senkrechten.

Eine Minute Wandsitz, dabei die beiden 1 kg Hanteln mit (fast) gestreckten Armen nach vorne (Schulterhöhe) halten.

Runter auf die Matte. 30 Sek. Unterarmstütze. 10 Liegestütze auf Knien.

Gerade Stehen und mit den 2 kg Hanteln seitliche Bewegungen, die Arme (fast) gestreckt seitlich 10 x hoch bis in Schulterhöhe, halb runter und nochmals hoch bis in Schulterhöhe, erst dann ganz runter.

10 Kniebeugen mit der 4 kg Kugelhantel, beim Runtergehen nach unten halten, beim Hochgehen Arme nach oben strecken.

Mit den 3 kg Hanteln 30 Sek. Reverse Biceps, in der Waagerechten halten (Handinnenflächen nach unten), 5 Curls, hoch zu den Schultern.

Mit den 5 kg Hanteln Biceps, erst 30 Sek. in der Waagerechten halten, dann 5 x Biceps-Curls.

Mit der Hantelstange 10 x Kreuzheben. Vorbeugen und damit 10 x Rudern.

Auf den Rücken legen, Füße auf Fersen, 10 x hoch zur Brücke. Füße flach hinstellen, hoch zur Brücke und 10 x Laufen, Bein dabei strecken. Mit dem Standbein jeweils einmal nach unten wippen.

Flach auf dem Boden liegen, beide Beine gestreckt nach oben (senkrecht), 5 x gleichzeitig gestreckt nach unten, bis kurz über dem Boden und wieder hoch zur Senkrechten. Beine anziehen (Knie Richtung Brust) und 5 x strecken (flach über dem Boden).

Beine strecken, flach über dem Boden und 10 x die Schere waagerecht (danach kurze Pause), dann 10 x die Schere senkrecht.

Beine aufstellen, 10 x gerade Crunches, Hände Richtung Knie. 10 x Bicycle Crunches.

5 x die kleine "Kerze" (Reverse Crunch), also Knie zum Oberkörper ziehen, Hüfte etwas vom Boden anheben.

10 x auf die Zehenspitzen hoch wippen. Beim letzten Mal oben 30 Sek. stehen bleiben.

Zum Abschluss dann für etwa 5 Minuten die Dehnübungen für Beine/Fersen sowie Arme und Schultern, abschließend die Arme/Schultern vor und zurück kreisen. Jede Dehnübung für rund 30 Sekunden halten.

Dieses Programm hat mir heute Abend voll und ganz gereicht. Es hat mir aber auch so richtig gut getan.

TitelAutorDatumBesucher
So. 09. Dez. 2018PetraM10/12/2018 - 03:5134
Sa. 08. Dez. 2018PetraM09/12/2018 - 06:2799
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