Donnerstag, 01.11.2012 Training

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Heute Mittag hatte ich wieder Training. Eigentlich hatte ich mir für den Nachmittag mehrere Sachen im Haushalt vorgenommen, aber das kann ich mir im Prinzip wirklich sparen. Einen Teil habe ich davon geschafft, um die restlichen Sachen werde ich mich dann nächste Tage kümmern. Nach dem Training bin ich immer ziemlich "Schach-Matt", schaffe nur einen "Bruchteil" von den Sachen, die ich ursprünglich eingeplant hatte. Gerade heute war das Training mal wieder mächtig hart. Das heißt, eine Übung war für mich neu und ich war zunächst mächtig skeptisch, ob ich sie überhaupt schaffen würde und ein paar Übungen waren von den Gewichten her einfach nur schwer, ich habe sie schließlich auch aufgegeben. 

Wir haben heute sehr viel für die Arme gemacht, also sehr viel mit Hanteln gearbeitet. Bei allen Übungen aber dennoch auf die "Grundspannung" im Körper achten. Irgendwie habe ich damit gerechnet, dass ich in den Armen einen Muskelkater bekommen würde (womit mein Trainer ebenfalls schon gerechnet hat). Äh Ja, ich weiß zwar nicht, wie es mir morgen geht, im Moment fühlen sich die Oberarme zwar mächtig "schwer" an, aber das Ziehen in den Kniekehlen ist vom Feinsten, das merke ich schon den ganzen Nachmittag mehr als alles andere. Beim Laufen und beim Treppensteigen (als ich mich vorhin im Keller um die Wäsche gekümmert habe) habe ich das ganz besonders intensiv gemerkt, das zieht hoch bis in die Oberschenkel. Umso schlimmer dieses Ziehen wurde, umso weniger Lust hatte ich zum Laufen. Schließlich habe ich im Laufe des Abends dann immer mehr gesessen, meine Beine so ruhig wie möglich halten. 

Ich finde es gut, dass mein "Verhältnis" zu meinem Trainer immer besser wird. Er kennt mich jetzt ja auch schon ein "bisschen" und merkt, ob ich etwas aus "Scherz" sage (weil ich z. B. gerade von einer Übung etwas genervt bin) oder ob ich etwas ernst meine, wenn ich mit einer Übung wirklich Probleme habe, geht dann halt dementsprechend darauf ein. In den ersten Monaten habe ich mich so gut wie gar nicht getraut, irgendetwas "negatives" zu sagen, weder im Scherz noch ernstgemeinte Fragen, habe einfach nur versucht, das Training so gut es geht durchzuziehen. Ich hatte halt Angst davor, wie er darauf dann reagieren würde, ob er mögliche Fragen falsch verstehen würde und dann womöglich "sauer" reagieren würde. Dieses Risiko war mir anfangs viel zu groß, so dass ich die meisten Übungen "stillschweigend" einfach nur mitgemacht habe. Inzwischen kenne ich ihn ja auch schon ein "bisschen", weiß auf jeden Fall, dass man gut mit ihm reden kann und habe deswegen auch keine Angst mehr, ihn während des Trainings auf verschiedene Sachen anzusprechen. 

Meine "Vorlieben und Abneigungen" bei den einzelnen Übungen scheint er auch schon bemerkt zu haben, was natürlich nicht heißt, dass wir nur noch Übungen machen würden, die mir Spaß machen. Heute musste ich z. B. mal wieder Sit-Ups auf dem großen Gymnastikball machen (die Füße dabei an der Sprossenwand stabilisieren), womit ich anfangs Probleme hatte. Ich ging beim ersten Durchgang viel zu tief nach hinten runter, "passte" mich dabei automatisch dem Ball an und ging etwas ins Hohlkreuz. Umso öfter ich das machen sollte, umso mehr spürte ich dann auch den unteren Rücken. Als ich ihn darauf dann ansprach, hat er natürlich sofort reagiert. Beim nächsten Durchgang hielt er seine Hand hinter meinem Rücken, so dass ich nicht mehr ganz nach unten gehen konnte, der Rücken blieb dann gerade und ich arbeitete viel mehr aus dem Bauch heraus (was ja auch der Sinn dieser Übung ist). 

Wie gesagt, heute haben wir sehr viel mit Hanteln gearbeitet. Dabei war bzw. lag ich heute zum ersten Mal auf dieser Hantelbank. O Gott, freiwillig oder alleine wäre ich niemals auf dieses Teil gegangen!! Das war für mich persönlich heute auch das "schlimmste" bzw. die größte Herausforderung. Ich weiß auch nicht, aber als ich da lag, fiel mir sofort wieder die Situation mit meinem damaligen Physiotherapeuten den, der damals den größeren Ball beim Hochwerfen absichtlich nicht gefangen hat und ihn dann auf mich runter fallen ließ, wobei der Ball dann, nachdem ich ihn vorm Gesicht abgewehrt habe, auf dem Bauch gelandet ist. Vorhin habe ich dann nur gedacht, jetzt bloß keinen Fehler machen, nicht dass diese Stange dann als nächstes auf dem Bauch landet. O. k., passieren konnte vorhin im Prinzip nichts, mein Trainer ist völlig anders als der damalige Physiotherapeut. Er stand die ganze Zeit hinter mir (also am Kopfende) und hielt seine Hände etwas unterhalb der Stange, also falls ich wirklich keine Kraft mehr gehabt hätte, dann hätte er halt notfalls sofort zupacken können. Trotzdem war es mir halt mächtig "mulmig" (das konnte ich in diesem Moment nicht ganz abstellen). 

Eigentlich sollte ich bei dieser Übung natürlich regelmäßig atmen, was mal wieder nicht geklappt hat. Ich war total in Gedanken, habe mich nur auf die Stange konzentriert und immer, wenn die Arme wieder gestreckt oben waren, habe ich eben schnell durchgeatmet, aber während der Bewegung die Luft immer intensiv angehalten. Ja, und dann die Sache mit dem Rücken. Die Beine habe ich dabei aufgestellt, sollte den Rücken eigentlich flach runter drücken. Darauf konnte ich dabei überhaupt nicht mehr achten, meine ganze Konzentration war bei den Armen, an den Bauch habe ich gar nicht mehr gedacht, der war in dem Moment für mich total "nebensächlich".

Ja, ich lag dort also etwas im Hohlkreuz. Plötzlich, mitten während der Übung, musste ich dann auch noch an die damalige Sache mit dem Ball denken, als ich plötzlich nicht mehr hochgekommen bin. Das war im Prinzip die gleiche Übung. Damals lag ich mit dem Rücken, also mit den Schultern auf dem großen Ball und haben ebenfalls Gewichte "gestemmt", wobei es damals gerade mal die 1 Kg-Hanteln waren, mehr Kraft hatte ich vor rund 2 Jahren noch nicht. Ja, mit den Armen hatte ich vorhin dabei dann gar keine Probleme, hätte diese Übung locker noch einige Male wiederholen können, war aber dennoch total in Gedanken. Wie sollte ich gleich von dieser schmalen Liege wieder hoch kommen? Auf meine Bauchmuskeln wollte ich mich in diesem Moment ganz bestimmt nicht verlassen. 

Als die Übung dann zu Ende war (später haben wir sie nochmals wiederholt), da blieb ich zunächst kurz liegen, erst mal tief durchatmen. Dann nahm ich mit den Beinen Schwung und ging in einem Satz hoch. Zum Glück hatte er vorher den Kasten vor das Fußende gestellt, darauf konnte ich den Schwung dann abfangen, mich mit den Füßen direkt darauf stellen (sonst hätte ich wahrscheinlich einen "Adler" nach vorne weg gemacht, genug Schwung hatte ich auf jeden Fall drauf). Ich blieb dann noch kurz am Fußende sitzen, da mein Kreislauf etwas abwärts ging, erst nochmals tief durchatmen, aber dann ging es wieder (beim zweiten Durchgang etwas später lief es dann ganz genauso, ich kam wieder mit einem ordentlichen Schwung mit den Beinen hoch, daran bin ich ja eh mehr oder weniger "gewöhnt", da ich damit in den früheren Gymnastikgruppen immer "improvisiert" habe, bei allen Übungen, bei denen es auf die Bauchmuskeln an kam, habe ich den Schwung bzw. die Kraft der Beine intensiv eingesetzt, was in Gruppen niemals aufgefallen ist).

Direkt danach folgten 2 weitere Übungen mit Hanteln, womit ich echte Probleme hatte, so dass er mir etwas geholfen hat. Einmal die gestreckten Armen (mit den Hanteln) nach vorne anheben, eigentlich bis in Schulterhöhe, ich kam jedoch nur knapp bis zur Diagonalen, hatte dort eine totale Sperre. Danach die Arme hoch, also in U-Haltung, die Oberarme in Schulterhöhe. Von dort aus (wieder mit Hanteln) die Arme nach oben strecken und wieder zurück bis in Schulterhöhe. Alles in allem wurde es mir zu viel, meine Kraft ließ immer mehr nach und ich gab es schließlich auf. Als wir dann alles nochmals wiederholt haben, gab er mir dafür dann die leichteren Hanteln, womit es dann einigermaßen geklappt hat. Das ging zwar auch mächtig in die Oberarme, das Ziehen wurde immer intensiver, aber immerhin konnte ich die Übung damit durchführen. 

Ja, und dann wurde es ganz "gemein". Ausgerechnet nach diesen ganzen Übungen, also der Hantelbank und den anderen beiden Übungen, folgten dann tatsächlich noch Liegestütze. Ich habe gedacht, ich "breche zusammen". 8 Mal habe ich sie einigermaßen durchgehalten, das neunte Mal fiel mir schon unendlich schwer und beim zehnten Mal habe ich gedacht, ich würde gar nicht mehr hoch kommen. Er hat zwar noch gefragt, ob ich mir weitere zutrauen würde, aber da habe ich abgeblockt. Ich glaube, dann wäre ich total zusammen gebrochen, ich glaube nicht, dass ich mich dann nochmals hochgedrückt bekommen hätte. 

Danach folgten dann noch ein paar kleine Übungen auf dem Rücken liegend (auf der Matte), also ein paar Crunches für die Bauchmuskeln, aber nach der Hantelbank und den Sit-Ups auf dem Ball (und meinem "Kampf", dabei nicht zu sehr ins Hohlkreuz zu fallen) fielen mir diese Übungen dann mächtig leicht. O. K., ich musste mich auch dabei anstrengen, um mit dem Oberkörper möglichst hoch zu kommen, aber trotzdem fiel mir das dann seelisch wesentlich leichter, als die vorherigen Übungen. 

Auch wenn das Training im Ganzen relativ hart bzw. schwer gewesen ist, trotzdem hat es wieder Spaß gemacht. Mein Trainer sorgt halt immer dafür, dass er immer wieder viel Abwechslung reinbringt und außerdem, dass immer wieder neue Herausforderungen dabei sind. Aber ich muss sagen, ich mache lieber ein paar Liegestütze, als auf dieser Hantelbank zu liegen. Auch wenn er dabei mit aufgepasst hat, trotzdem war mir die ganze Situation nicht so ganz "geheuer", ich war innerlich darauf total angespannt. Ja, die Prioritäten meiner "Vorlieben und Abneigungen" ändern sich immer mal wieder, je nachdem, welche Übungen wir so durchgeführt haben. Dann lieber Übungen auf dem Bauch liegend (auch wenn ich sie nicht so besonders mag), als auf dieser Hantelbank zu liegen (auf dem Bauch zu liegen ist dann noch das "kleinere Übel"). Ja, im ganzen gesehen war das für mich eine seelische Herausforderung. 

Wie gesagt, was die Arme betrifft, damit hatte ich dabei die geringsten Probleme. Zum einen die Angst, dass die Stange runter fallen könnte. Natürlich vertraue ich meinem Trainer, mit dem damaligen Physiotherapeuten, der den Ball fallen gelassen hat, hätte ich diese Übung ganz bestimmt nicht durchgeführt, zu dem hatte ich mit der Zeit das Vertrauen dann immer mehr verloren, wir haben dann über viele Wochen nur noch an der Beinpresse gearbeitet, aber keine anderen Übungen mehr gemacht. Dann die Sache mit dem Hohlkreuz, dass ich es dabei nicht geschafft habe, den Rücken gerade runter zu drücken. Und dann natürlich die Sache mit dem Hoch kommen, ohne mich dabei auf die Bauchmuskeln zu verlassen. Ja, alles in allem war diese Übung für mich extrem hart. 

Als heutigen Abschluss sollte ich dann noch den großen Gymnastikball zwischen die Hände, also die gestreckten Arme nehmen und die Hände so fest wie möglich zusammen drücken, die Seiten des Balles etwas eindrücken. Gar keine Chance, dazu fehlte mir jegliche Kraft. Da nützt dann auch die beste Motivation nichts mehr. Mit diesen Übungen (sozusagen dem "Gegendruck") habe ich bei der KG Woche für Woche ja auch so meine Probleme. 

So, der Freitag wird bei uns jetzt sehr schön, darauf freue ich mich schon die ganze Woche. Mittags fahren wir ja nach Oberhausen zu diesem Spionage-Museum. Darauf bin ich jetzt schon sehr gespannt. Und abends fahren wir zum Konzert von Bernhard Brink und Claudia Jung. Bernhand Brink "kenne" ich ebenfalls (so wie Andreas Martin) seitdem ich etwa 10 Jahre alt war. Damals trat auch er regelmäßig bei der Hitparade auf und seit damals habe ich auch seine Lieder regelmäßig "verfolgt", kenne fast alles von ihm. Heute Nachmittag sind wir bereits die Strecke abgefahren, damit wir uns ein Bild von der Parkplatz-Situation machen konnten. Ganz schrecklich, wir fahren dann bereits gegen 18 Uhr los (wenn wir gut durchkommen, wenn wir nicht im Berufsverkehr im Stau stehen, dann rund eine halbe Stunde fahrt) und werden dort wohl in einer Seitenstraße (in der Wohngegend) parken. Die "Probefahrt" heute Mittag war ganz schrecklich. Wir kamen mitten in ein Unwetter, ein halber Weltuntergang, die Wassermassen kamen nur noch auf uns zu und wir konnten kaum noch was sehen, konnten auf der Autobahn nur noch etwa 70 km/h fahren. Die Scheibenwischer kamen kaum noch nach, das war schon eine richtige "Horrorfahrt"!!! Aber auf diesen Abend freue ich mich wirklich schon. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2993
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0474
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36141
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33165
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
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Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0790
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59158
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