Donnerstag, 02.05.2013, Wassergymnastik

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Auch der heutige Tag war wieder sehr schön. Zuerst ausgeschlafen und dann waren wir (mein Freund und ich) in der Stadt. Nichts besonderes, nur ein bisschen Einkaufen. Anschließend hatte ich eine kleine Verabredung, die ebenfalls schön gewesen ist. Heute Abend war ich dann zur Wassergymnastik, was wieder total super gut gewesen ist. Zwischendurch habe ich noch mit meiner Mutter telefoniert, sie hat die OP an ihrem Arm (an diesem Stent) gut überstanden, war vorhin schon wieder gut drauf. Ob es so richtig geklappt hat, das wird sich dann morgen früh bei der nächsten Dialyse zeigen.

Ja, die Wassergymnastik war wieder super klasse. Ich bekomme immer mehr "Kontakte", komme immer mehr und besser mit den Anderen aus der Gruppe ins Gespräch. Ich fühle mich dort immer wohler, also als "Außenseiter" fühle ich mich dort längst nicht mehr. Auch bei den Gruppenübungen, was wir auch heute wieder gemacht haben, wird dort jeder so richtig mitgezogen. Alleine bleibt dort wirklich keiner.

Die Schwimmbrille hatte ich heute dabei. Ich hatte eine gute Idee, wie ich sie zwischenzeitlich, also bei ruhigeren Übungen, am besten "verstauen" kann (ich habe anfangs in der Umkleidekabine deswegen etwas experimentiert bzw. improvisiert). Ich liebe Armkettchen, im Alltag habe ich immer Kettchen um, sonst fehlt mir irgendwie was (außer beim Sport, dabei mache ich ja immer alles ab, dabei würde es mich nur stören). Ich habe die Brille bzw. das Gummiband der Brille dann 2 mal um mein Handgelenk gemacht. Das hat prima geklappt und da hat es mich auch nicht gestört. 

Äh Ja, dort blieb es dann allerdings auch die 1,5 Stunden über...... (Was nicht unbedingt im Sinne des Erfinders war....!!!) Zum einen war die Wassergymnastik heute relativ ruhig. Wir haben mit diesen Schwimmbrettern sehr viele "Kraftübungen" für die Arme und Beine gemacht, also damit unter Wasser die verschiedensten Bewegungen. Dadurch kam das Wasser natürlich bei Weitem nicht so sehr in Wallung, wie es sonst bei den Übungen schon oft der Fall gewesen ist (wenn wir mit den Beinen z. B. kräftig Fahrradfahren sollen). 

Äh Ja, und die reine Wahrheit? Ich war mal wieder zu schüchtern und habe mich nicht getraut, sie dann bei Bedarf auch wirklich aufzusetzen. Ich wollte innerhalb der Gruppe mal wieder nicht auffallen. Obwohl 2 weitere Frauen ebenfalls eine solche Brille dabei hatten und sie zwischendurch auch auf hatten. Ich bin dann auch angesprochen worden, was los wäre, weshalb ich sie nicht aufsetzen würde, habe aber nur ausweichend geantwortet, dass es heute nicht so schlimm gewesen wäre, dass ich die Brille heute nicht gebraucht hätte. Alleine bei dem Gedanken an dieses kleine Gespräch werde ich jetzt schon wieder etwas rot..... Wie heißt es doch so schön, Aller Anfang ist schwer. Bei mir auch auf das Seelische bezogen, ich bin halt in allen Situationen grundsätzlich ein "Spätzünder". Wenn ich mich dabei erstmal überwunden habe und die Brille dabei zum ersten Mal auf hatte, dann wird es anschließend für mich mit Sicherheit ganz "normal" werden, aber diese erste Überwindung, die fehlte mir heute halt völlig.

Die erste Gruppe war verhältnismäßig sehr voll, 21 Personen, was in diesem kleinen Becken schon sehr viel ist. Trotzdem, wie heißt es doch so schön, "Platz ist in der kleinsten Hütte" (in meiner früheren Gruppe wäre man dann am Empfang direkt abgewiesen worden, hätte gar nicht mehr daran teilnehmen dürfen.....). Es gibt dennoch viele Übungen, die man auf der Stelle stehend auch in so großen Gruppen durchführen kann. Zuerst hat die Gruppenleiterin noch versucht, ein paar kleine Gemeinschaftsübungen mit einzubauen (in einem großen Kreis Laufen, zwischen uns jeweils eine Nudel, die Nudel an den Enden halten und dann verschiedene Laufvarianten), gab das aber sehr schnell auf. Die Gruppe ist zu unterschiedlich, ein paar sehr schnelle und ein paar sehr langsame (nicht nur ich, auch ein paar andere). Dadurch gab es immer wieder "Staus" und der Kreis kam total ins Stocken. Das konnte man heute vergessen, zumindest in der ersten Gruppe (in der zweiten Gruppe mit 8 Personen haben wir es dann gemacht). Daraufhin sollte sich dann jeder einen Platz suchen (das war kein Problem). Dann folgten viele verschiedene Übungen mit dem Schwimmbrett. Ich nahm dazu wieder das kleine Brett, für das große fehlt mir nach wie vor die Kraft, damit könnte ich die meisten Übungen nicht vernünftig mitmachen. 

Ein paar Übungen für die Arme (mal das Brett senkrecht halten und schnell vor und zurück, mal das Brett waagerecht halten und es vorne und seitlich tief unter Wasser drücken) und auch für die Beine. Die Übung, die ich mit der Nudel nicht kann, die kriege ich immerhin mit diesem kleinen Brett hin. Also das Brett unter einen Fuß nehmen und damit verschiedene Bewegungen. Mal nach unten "pumpen", mal damit die "Fahrrad-Bewegung", mal damit das Bein gestreckt nach vorne oder zur Seite. Ich musste mich dabei zwar total konzentrieren, sobald ich den Fuß nur minimal "falsch" bewegt habe, kam das Brett wieder nach oben "geschossen" (was allen des Öfteren passiert ist), aber mit großer Konzentration hat es einigermaßen geklappt. Das sollten wir dann auch zu zweit versuchen, das Brett auf dem Boden liegend hin und her schieben, also von einer Person zur Anderen weitergeben. Das war alles andere als leicht, dabei haben sich so einige Bretter "verabschiedet". 

In der zweiten, kleineren Gruppe hatten wir dann viel mehr Möglichkeiten. Schon als wir anfangs dann halt in dem großen Kreis (mit den Nudeln zwischen uns) laufen sollten, schon dabei war die Stimmung sehr gut. Ich versuche dabei zwar immer, so gut es geht mitzuhalten, aber so richtig klappt es dennoch nicht. Dabei bin ich immer die langsamste und werde von den Anderen mehr oder weniger "mitgezogen". Mittels Laufen komme ich kaum von der Stelle. Ich versuche dann immer, mich immer wieder aufs Neue mit Schwung "Stoßweise" fortzubewegen, was dann halt wie "Hüpfen" aussieht, worüber die Anderen dann immer Lachen müssen (wenn ich so durchs Wasser hüpfe), aber anders könnte ich dabei gar nicht mithalten. Und sobald es heißt "Richtungswechsel", dann habe ich eh immer erst Probleme. Dabei haben die Anderen mich dann Anfangs auch immer erst etwas mitgezogen, bis ich wieder einigermaßen im Rhythmus war. Aber alles in allem hatten wir bei dieser "Aktion" viel Spaß, es gab auf jeden Fall sehr viele Situationen (nicht nur was mich betrifft, auch bei den Anderen), über die wir sehr viel Lachen mussten. Besser hätte die Stimmung gar nicht sein können.

Anschließend folgten wieder die gleichen Übungen mit dem Brett, wie in der ersten Gruppe. Auch dabei war ich dann wieder sehr konzentriert und habe es auch einigermaßen hinbekommen. Ich hatte das Brett dabei auf jeden Fall wesentlich besser unter Kontrolle, als ein paar Andere aus der Gruppe, bei denen es ständig nach oben geflutscht ist. 

In dieser kleineren Gruppe folgte die letzte Übung, die Weitergabe des Brettes am Boden, dann als Gruppenübung. Wir standen im Kreis, hatten dann nur noch 2 Bretter und die sollten dann halt im Kreis immer weiter gegeben werden. Das Schwere für mich dabei war, dass es ein kleines und ein großes Brett war. Mit dem kleinen Brett hatte ich nach wie vor keine Probleme. Aber dann sollte ich das große Brett übernehmen. Das hatte ich nicht unter Kontrolle, das "wirkte" bei mir genauso wie die Nudel. Sobald ich es unter den Füßen hatte, also sobald die andere Frau es mit ihren Füßen losgelassen hatte, da gab es für mich kein Halten mehr. So schnell, wie meine Füße bzw. meine Beine damit nach oben zur Wasseroberfläche geschossen sind und ich in der Waagerechten war, so schnell konnte ich in diesem Moment gar nicht reagieren. Oben flutschte es mir dann natürlich auch weg. Das Gelächter in der Gruppe war groß. Aber nicht nur wegen mir, andere mussten damit zum Teil genauso kämpfen. "Gefährlich" wurde es, wenn man dann zufällig beide Bretter gleichzeitig bekam (das große und das kleine). Das habe ich mir jedoch nicht zugetraut, die Beiden hätte ich niemals gleichzeitig unter Kontrolle gehabt (da ich mit dem Großen ja eh nicht richtig klargekommen bin). Darauf bin ich dann auch gar nicht eingegangen und habe die Bretter einzeln übernommen. 

Dann war mir eine Frau aufgrund ihrer Reaktion total sympathisch (wobei sie mir diesbezüglich auch etwas leid getan hat). Ich sage mal so, man kann halt vor den unterschiedlichsten Sachen Angst haben, Probleme mit den unterschiedlichsten Situationen haben. Was den Sport und auch die Wassergymnastik bzw. das Schwimmen betrifft, so habe ich halt immer schon vor Bällen Angst (wenn sie auf mich zugeflogen kommen) und seit meinem "Unfall" in der Schulzeit, als ich nach dem Sprung unter Wasser die Orientierung verloren habe, auch Angst vor tiefem Wasser. Solange ich Stehen kann, ist das kein Problem, aber in tieferes Wasser traue ich mich immer noch nicht wieder rein. Da sind meine Hemmungen immer noch viel zu groß (im Anschluss an die Wassergymnastik, als die Leiterin die Bretter und die Nudeln weggeräumt hat, da bin ich noch "eben schnell" ein paar Bahnen in dem Becken geschwommen, was echt gut getan hat). 

Bei der letzten Übung, als wir die Bretter am Boden mit den Füßen weitergeben sollten, da hatte eine Frau extreme Probleme. Sie kann es nicht haben, wenn sie die Füße von anderen Menschen berühren muss, was sich bei dieser Übung nicht so ganz vermeiden ließ. Sie stand neben mir und ich habe schon versucht, als ich ihr das Brett geben musste, mit meinem Fuß so nah wie möglich an den Rand zu gehen, aber so groß ist das kleine Brett ja auch nicht, wenn ich zu nah am Rand gewesen wäre, dann hätte ich die Kontrolle verloren und das Brett wäre nach oben geflutscht. Ich habe ihr das Unbehagen dabei aber so richtig angesehen. Sie war dabei unter Hochspannung (ihr Gesicht, ihre Augen sprachen Bände) und ich meine, sie hätte dabei auch eine Gänsehaut gehabt, das sah für mich auf jeden Fall so aus. Sie hatte direkt offen gesagt, dass sie damit große Probleme hat. 

Zum einen tat sie mir in diesem Moment wirklich leid, aber ich fand sie dadurch auch sehr sympathisch. Irgendwie auch mal "schön" zu sehen, dass auch andere Menschen mit Sachen Probleme haben, vor Sachen Angst haben, dass das nicht nur bei mir so ist. Nur dass mir in solchen und ähnlichen Situationen (also auch im Alltag z. B. bezüglich des Autofahrens) immer der Mut fehlt, solche Ängste offen zuzugeben. Ich "erfinde" meistens irgendwelche Ausreden, traue mich nur selten, offen zu meinen Problemen und Ängsten zu stehen. Deswegen fand ich es vorhin total sympathisch, als sie so offen darüber gesprochen hat. 

So, am Freitag habe ich 3 Termine, der Tag wird relativ schnell umgehen. Zwischen 8 und 8.30 Uhr soll ich erstmal beim Arzt, beim Internisten sein. Zur Blutabnahme. Auf dem Rückweg gehe ich kurz Einkaufen (Brötchen usw.), dann nach Hause.

Mittags (14 Uhr) habe ich dann einen Friseur-Termin. Ich war zuletzt vor Weihnachten beim Friseur, es wird dringend mal wieder Zeit. Wieder blond färben und die Länge auf Schulterlang kürzen (ein paar Zentimeter kürzer). Im Moment sind sie deutlich länger und wirken etwas "zottelig", was ich nicht so mag. Auf jeden Fall lang genug lassen, damit ich zum Sport einen kleinen Zopf machen kann. Das ist mir wichtig. Ich kann beim Sport keine offenen Haare haben, das nervt mich unwahrscheinlich.

Mit blonden Haaren gefalle ich mir selber halt viel besser. Ich finde das heller und schöner. Die dunkelbraunen Haare, die ich normal habe, die finde ich viel zu "langweilig". Andere Frauen schmincken sich, haben "unzählige" Ohrringe oder auch Piercings an Lippen, Nase oder Augenbraue, was ich alles ganz bestimmt nicht machen werde. Dafür möchte ich halt, dass mir die Haare gut gefallen und das Blonde finde ich nunmal schöner als das Braune. 

Nachmittags bzw. gegen Abend gehen wir dann Essen. Mein Freund hat mich dazu eingeladen und den Tisch haben wir bereits telefonisch reserviert. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich werde sehr wahrscheinlich was mit Spargel essen. 

Mal sehen, ob ich mich danach noch zum Fahrradfahren aufraffen kann. Ich plane es zwar im Prinzip ein, aber ob ich morgen Abend dann wirklich noch fahre, das wird sich dann zeigen.....

 

TitelAutorDatumBesucher
Di. 18.02.2020PetraM19/02/2020 - 03:1727
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