Donnerstag, 04.10.2012 (Seminar und Kollegen)

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Heute geht es mir schon deutlich besser. Morgen ist der letzte Tag, also der letzte Tag, an dem ich für meinen Kollegen die Vertretung machen muss. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin, dass er am Montag endlich wieder da ist. Aber trotzdem bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich diese 4 Wochen so durchgezogen habe. An manchen Tagen war ich zwar total genervt (und zum Teil dann auch gereizt) und hätte das Telefon am liebsten "aus dem Fenster geworfen", aber dennoch bin ich halt froh und stolz darüber, dass ich diese Zeit so durchgehalten habe, auch wenn es an manchen Tagen hart war, dass ich es seelisch so durchgehalten habe. Also "richtige" Depressionen, so wie in den letzten Jahren, habe ich wirklich nicht mehr, ansonsten hätte ich dieses Pensum niemals durchgehalten. Es ging bei mir seelisch zwar Auf und Ab, aber Hauptsache, ich habe die Arbeit dennoch geschafft, so dass mir diesbezüglich keiner was nachsagen kann...!!!! 

Die meiste seelische Aufregung hängt zur Zeit ja eh mit dem bevorstehenden Seminar zusammen. Das beschäftigt mich im Moment mit Abstand am meisten. Ich befürchte deswegen auch, dass ich in den Tagen vorher vor Aufregung etwas zum "Nervenbündel" werde. Einerseits finde ich das Seminar an sich interessant und ich hoffe halt, dass es mir für die Zukunft was bringt, aber andererseits bin ich halt nervös, weil ich nicht weiß, was mich dort genau erwartet. 

Zum einen hoffe ich halt, dass ich mich danach etwas leichter mal dazu aufraffen kann, mit meinen Kollegen bzw. Kolleginnen was zusammen zu machen, also ich spreche jetzt z. B. von Geburtstagen oder auch dem Betriebsausflug. Es gab diesbezüglich schon mehr als genug Situationen, in denen mir diesbezüglich völlig der Mut gefehlt hat. Ich habe (z. B. bei Einladungen zu Geburtstagsfeiern, also tagsüber während der Arbeitszeit) völlig spontan Nein gesagt und habe mich stattdessen lieber in mein Büro verkrochen. Für die Anderen war das insofern gut, dass sie dann halt in Ruhe feiern konnten und ich mich um das Telefon gekümmert habe (so dass sie davon nicht ständig gestört worden sind). Ja, aber wenn ich dann z. B. mal über den Flur gehen musste und die gute Stimmung der Anderen gehört habe, dann hat es mir dennoch jedes Mal einen kleinen "Stich ins Herz" gegeben, dass ich halt nicht dabei bin. Auch wenn ich dann ja selber daran Schuld war, ich hätte theoretisch jederzeit ebenfalls mit dazu kommen können (was ich mich in dem Moment nie getraut hätte, ich hätte mich dann total wie ein "Eindringling" gefühlt, obwohl das natürlich blödsinn ist), in diesen Momenten fühlte ich mich dann dennoch irgendwie "ausgestoßen". Wie gesagt, ich bin selber daran Schuld, ich wurde jedes Mal vorher gefragt und hätte auch jederzeit mit daran teilnehmen können, aber dennoch, wenn ich dann alleine vor dieser Türe war, dann fühlte ich mich jedes Mal etwas "ausgegrenzt". Das ist seelisch eine ganz, ganz blöde Situation für mich, die sich in den letzten Jahren so einige Male wiederholt hat. Ich habe jetzt halt ein bisschen die Hoffnung, dass ich diesbezüglich durch dieses Seminar ein bisschen "mutiger" werde und dadurch dann letztendlich mehr zur Gemeinschaft dazu gehöre. Und trotzdem habe ich im Moment halt auch Angst, weil ich nicht weiß, was mich in diesem Seminar genau erwartet. 

Morgen Nachmittag habe ich ja wieder Training. Im großen und ganzen ging es mir heute gut, ich hatte keine Rückenschmerzen, dafür aber einen heftigen Muskelkater, der im Laufe des Tages immer intensiver geworden ist. Das Ziehen in den hinteren Oberarmen war bzw. ist immer noch vom Feinsten, das habe ich direkt heute morgen so richtig gemerkt und im Laufe des Tages wurde es dann halt immer intensiver. Ich habe dabei sofort an die Übung auf dem Kasten gedacht, mit den "Liegestützen" von hinten. Die anderen Übungen (mit den Hanteln) waren zwar auch sehr intensiv, aber die Übung auf dem Kasten fiel mir halt am schwersten. Aber egal, ein gelegentlicher Muskelkater gehört halt auch dazu, dann weiß man wenigstens, was man gemacht hat. 

Heute Abend habe ich mich schon mal um den Haushalt gekümmert. Wer weiß, wie ich morgen Abend drauf bin, ich meine, wie kaputt ich dann vom Training bin, ob ich mich dann noch zu irgendwas aufraffen kann. Das war schon häufig so, dass ich mir was vorgenommen habe, aber nach dem Training völlig kaputt war und letztendlich gar nichts mehr gemacht habe. 

Zuerst wollte ich heute Abend dann noch Fahrrad fahren, Lust hätte ich schon mal wieder dazu, aber prompt hat sich mein Schnupfen wieder intensiv gemeldet, ich bekam mehrere Niesanfälle. Das Fahren habe ich dann lieber ausfallen lassen, ich hoffe, dass ich damit am Wochenende endlich weiter machen kann. 

Gut, dass ich für heute die Wassergymnastik nicht mehr fest eingeplant hatte. Das hatte ich im früheren Institut einmal gemacht, mit Schnupfen daran teilgenommen. Ich musste mehrmals aus dem Wasser "rennen" (schnellstmöglich zu den Tempos) und am nächsten Tag (nachdem ich mit den nassen Haaren nach Hause gelaufen bin) ging es mir dann sogar deutlich schlechter. Nein, also darauf habe ich nun wirklich keine Lust. Auf eine Woche kommt es jetzt ganz bestimmt nicht mehr an. Ganz abgesehen davon, dass ich ja auch diesbezüglich hoffe, dass mir das Seminar was bringt, dass mir auch der Start in dieser Gruppe dann leichter fällt. 

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