Donnerstag, 07.03.2013 - Wassergymnastik

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Heute Abend war ich ja wieder bei der Wassergymnastik, aber sportmäßig war heute leider so gar nicht mein Tag.

Die Übungen an sich fand ich echt gut. Wir haben wieder mit diesen runden Scheiben, diesen "Frisbee-Scheiben" gearbeitet, damit, natürlich unter Wasser, die verschiedensten Bewegungen (parallel dazu verschiedene Bewegungen mit den Beinen), das ging zum Teil unwahrscheinlich in die Arme.

Von gestern hatte ich heute den ganzen Tag über einen leichten Muskelkater in den Oberarmen, der durch diese Übungen heute Abend während der Wassergymnastik dann noch verstärkt wurde (im Moment merke ich beide Arme heftig). Außerdem merke ich meine Schultern sehr heftig. Ob das jetzt von den Übungen an sich kommt oder ob ich dabei mal wieder eine falsche Körperhaltung hatte (die Schultern hochgezogen, was mir bei solchen Übungen ja immer wieder passiert), das weiß ich nicht. Aber trotzdem bin ich stolz darauf, dass ich, was die Arme betrifft, beide Gruppen komplett durchgezogen habe (in beiden im Prinzip die gleichen Übungen mit diesen Scheiben, in der zweiten Gruppe etwas flotter und intensiver). 

Dann ist mir das "passiert", weshalb ich unter anderem die Angst vor dem großen Becken entwickelt habe. Wir sollten (zügig) jeweils ein Bein anheben und mit dem anderen Arm nach unten, also mit der Hand Richtung Fuß, ein schneller Wechsel. Plötzlich bekam ich im rechten Bein bzw. Fuß einen heftigen Krampf, der zog sich über den Fuß, den Knöchel bis in die Wade. Ein heftiger Stich, das tat mächtig weh. Ich blieb sofort stehen (das passiert mir beim Schwimmen, insbesondere wegen meiner falschen Beinbewegung, halt auch immer mal wieder, auch deshalb schwimme ich, wenn überhaupt, lieber im kleinen Becken, wo ich sofort stehen bleiben kann). 

Ich weiß nicht, ob die Übungsleiterin das mitbekommen hat, auf jeden Fall kam kurz danach eine neue Übung, auf der Stelle laufen, mit den Beinen dabei kräftig auftreten. Der Krampf tat jedoch so weh, ich konnte mich nicht überwinden und wirklich kräftig auftreten. Mit der Zeit ließ der Krampf zwar etwas nach, die Verspannung blieb aber die ganze Zeit über (auch jetzt habe ich noch ein leichtes Ziehen in den Knöcheln).

Mit den Beinen wurde ich dann etwas vorsichtiger, mit den Armen machte ich weiterhin alles sehr intensiv mit. In der zweiten Gruppe, etwa zur "Halbzeit", kam dann wieder die gleiche Übung, die Beine hoch anziehen und mit der gegengleichen Hand zum Fuß. Mit rechts habe ich es nur "angedeutet". In der ersten Gruppe konnte ich dabei die Füße berühren, in der zweiten Gruppe habe ich mich gar nicht mehr bemüht, blieb dabei bewusst locker, allerdings nur mit rechts.

Wie könnte es anders sein, in dem Moment ist es passiert und ich bekam links den gleichen kräftigen Krampf (ebenfalls Fuß, Knöchel bis in die Wade), habe sofort die Übung abgebrochen. Beide Knöchel tun jetzt immer noch so weh (sind total verspannt), dass ich die Füße heute Abend beim Laufen nicht so richtig abrollen konnte. 

Die zweite Gruppe war heute etwas voller, auch ein paar Frauen, die ich noch nicht kannte. Die restliche Zeit habe ich alle Übungen mit den Beinen nur noch angedeutet, die Schmerzen hielten sich hartnäckig (habe mit den Armen aber alles weiterhin intensiv mitgemacht). Das tat so weh, am liebsten wäre ich aus dem Becken gegangen und hätte mich ein paar Minuten auf die (beheizte) Bank gesetzt, mal die Beine locker lassen. Von dem Schmerz wurde es mir auch leicht schwindelig, mein Kreislauf ging etwas in den Keller. Aber ihr wisst ja, wie "gerne" ich im Mittelpunkt stehe. Anstatt aus dem Becken raus zu gehen, habe ich mich während der Übungen mit jedem Schritt weiter nach hinten "verdrückt", bis ich schließlich hinten am Rand stand, mich dort kurzzeitig etwas festgehalten habe und Beine etwas hoch. 

Natürlich ist das den Anderen auch aufgefallen, dass die Distanz zu mir immer größer geworden ist (ich war schließlich völlig weg von der restlichen Gruppe) und sie (nicht alle, aber ein paar) waren schon dran, dass ich mal wieder näher kommen solle. Ich habe den Anderen zwar gesagt, dass ich einen Krampf habe, aber ich glaube, wie intensiv das war, das haben sie nicht so richtig geglaubt. Sie meinten nur, tritt ein paar Mal kräftig auf, dann geht es wieder. Schön wäre es, ich habe es ja so gut es geht versucht, aber es half nicht, die Schmerzen im Knöchel und in der Wade blieben trotzdem.

Direkt nach dem Unterricht bin ich dann auch gegangen. Schwimmen hatte ich für heute eh nicht eingeplant und hätte mit diesem Krampf auch gar keinen Sinn gehabt, das wäre dann womöglich noch verstärkt worden.

Was die Gruppen betrifft, da bin ich "zwei geteilt". Grundsätzlich machen mir beide Gruppen Spaß. In der ersten Gruppe, wo ich die Jüngste bin, da komme ich immer sehr gut mit. In der zweiten Gruppe liege ich altersmäßig etwa "in der Mitte". Meistens komme ich dort übungsmäßig auch sehr gut mit, aber je nach Tagesform verlassen mich schon mal die Kräfte und etwa zur Halbzeit (in der zweiten Gruppe) werde ich dann etwas langsamer. Wie gesagt, nicht jedes Mal, zum Teil ziehe ich auch die zweite Gruppe intensiv bis zur letzten Minute mit durch, aber hin und wieder werde ich während der zweiten Gruppe auch schon mal etwas langsamer. Bemühe mich dann aber trotzdem, so gut es geht weiter durchzuhalten. Aber grundsätzlich machen mir beide Gruppen Spaß und ich möchte das auch so beibehalten.

Was die Personen betrifft, da sind die beiden Gruppen für mich völlig unterschiedlich. In der ersten Gruppe (mit denen ich ja auch Weihnachten gefeiert habe), da gehöre ich jetzt schon richtig dazu. Wir begrüßen uns alle mit Handschlag. Während des Unterrichts bin ich bereits mit ein paar Frauen gut ins Gespräch gekommen, beides Rentnerinnen, die eine ist schon über 80. Die sind total nett, offen und locker drauf. Während der Unterhaltung machen wir die Übungen weiterhin mit. Ja, zu diesen älteren Damen habe ich jetzt schon (für meine "Verhältnisse") einen recht guten Kontakt.

Ja, aber das klappt bzw. fehlt noch in der zweiten Gruppe. In der zweiten Gruppe sind mehrere Frauen, die jünger sind als ich und auch ein paar ältere. In der ersten Gruppe stehe ich irgendwie von Anfang an immer mitten drin dabei, in der zweiten Gruppe kommt (warum auch immer) meine Schüchternheit immer wieder durch und ich verziehe mich etwas an den Rand, in den hinteren Bereich. Ja, wie gesagt, in der ersten Gruppe fühle ich mich jetzt schon "dazu gehörend", in der zweiten Gruppe ist dieses Gefühl bisher noch gar nicht da. Ich gehöre jetzt zwar auch zum Verein, fühle mich dort aber immer noch etwas wie das "fünfte Rad am Wagen". Dieses Gefühl werde ich dort noch nicht so richtig los. In der ersten Gruppe bei den älteren Frauen, da spricht halt auch jede Frau mit jedem, da war ich irgendwie sofort "mitten drin". In der zweiten Gruppe sind sehr viele 2er Grüppchen, Frauen, die sich anscheinend schon viele Jahre kennen. Da ein 2er Grüppchen und dort ein 2er Grüppchen und ich "dazwischen". Ja, irgendwie fühle ich mich dort noch etwas "fehl am Platze" und ziehe mich dann automatisch immer etwas zurück (dort dann mittig zu bleiben, dafür fehlt mir noch etwas das Selbstbewusstsein, das kann ich noch nicht so richtig). Ich hoffe, dass sich dieses Gefühl legen wird, wenn ich erstmal eine Zeitlang dabei bin. Noch bin ich dort dafür wohl etwas zu "frisch", zu "jung". 

Dazu kommt natürlich, dass das Training in der zweiten Gruppe sehr viel intensiver durchgezogen wird. Natürlich fallen hier und dort mal ein paar Kommentare und der Spaß kommt auch nicht zu kurz, aber dennoch beschränken sich die Gespräche, im Vergleich zur ersten Gruppe, dort auf ein Minimum. "Stattdessen" gehen die lockeren Gespräche dann anschließend in der Umkleide weiter.

Ja, und da ist mein nächstes "Problem". Ich habe mich zuletzt in der Grundschule zusammen mit den Anderen in der Umkleide umgezogen. In der Gesamtschule habe ich ja eh nur sehr selten am Sport teilgenommen und wenn, dann ging ich in der Pause vorher aufs Klo und habe mich dort schon mal umgezogen. Auch wenn ich jetzt zum Sport gehe, dann habe ich, zumindest meistens, die Sportsachen vorher bereits an. Hin und wieder ziehe ich mich zwar auch erst vor Ort um, aber das ist wirklich selten (außer bei KG, meine Physiotherapeutin kommt eh immer erst kurz danach rein, genug Zeit, um mich umzuziehen). 

Im Schwimmbad gehe ich immer automatisch in eine Kabine. Ich höre dort dann natürlich immer die lockeren Gespräche der Anderen. Heute haben die Anderen mich deswegen auch zum Schluss angesprochen, weshalb ich nicht dabei bleiben würde. Mir ist das einfach peinlich, ich kenne das halt nicht, mich mit (in diesem Sinne noch fremden) Frauen zusammen umzuziehen. Dabei habe ich noch mächtige Hemmungen. Mal sehen, wann ich es schaffe, auch in dieser zweiten Gruppe so richtig "aufzutauen", "Fuß zu fassen", mehr dazu zu gehören und lockerer und gesprächiger zu werden. Wie gesagt, in der ersten Gruppe, mit den älteren Frauen, da fiel es mir irgendwie leichter, mit denen kam ich fast von Anfang an relativ locker und gut ins Gespräch (bereits während der Weihnachtsfeier), aber in der zweiten Gruppe da kommt meine Schüchternheit immer wieder extrem durch, da kriege ich den Mund bisher noch so gut wie gar nicht auf. Ja, ich hoffe, dass sich das im Laufe der Zeit legen wird, dass ich  auch dort dann lockerer werde (alles braucht halt seine Zeit).

Jetzt hoffe ich erstmal, dass ich meinen Körper morgen wieder im Griff habe. Dass der Muskelkater in den Oberarmen nicht zu heftig wird und dass sich die Verspannungen im Bereich Knöchel und Waden wieder lösen. 

 

TitelAutorDatumBesucher
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