Donnerstag, 07.11.2013, Wassergymnastik

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Heute Abend war ich wieder zur Wassergymnastik. Am liebsten wäre ich zu Hause geblieben. Ich hatte zuerst gar keine Lust, habe mich dann aber trotzdem "auf den letzten Drücker", so dass ich es gerade eben noch pünktlich schaffen konnte, auf den Weg gemacht. Das Training an sich fand ich heute dann zwar nicht ganz so gut, aber die Stimmung in der Gruppe war dennoch total super gut. Ich bin froh, dass ich dorthin gegangen bin. Alleine zu Hause (mein Freund hat Spätschicht) wäre es ansonsten natürlich wesentlich ruhiger geworden. Die Gruppe bzw. der Verein an sich ist halt einfach toll, etwas besseres hätte mir nicht passieren können. Alle sind irgendwie total offen und freundlich, ich bin inzwischen schon mit einigen Mitgliedern ins Gespräch gekommen, die mit der Wassergymnastik gar nichts zu tun haben. 

Ich habe in meiner Gruppe bereits angekündigt, dass ich beim nächsten Mal, also am Dienstag nicht mitmachen werde. Die meisten hatten dafür vollstes Verständnis. Ich weiß, dass die meisten Menschen diese Angst vor dem großen Becken nicht verstehen werden. Ich bin beim Schwimmen halt einfach viel zu unsicher (habe damit viel zu wenig Erfahrung und Übung), habe Angst die Kontrolle zu verlieren und bin dann lieber in einem Becken, wo ich überall Stehen kann. Nur wenn ich langsam und bewusst schwimme, habe ich die Beine unter Kontrolle, komme aber auch nur im Schleichtempo vorwärts. Sobald ich etwas schneller werde, habe ich die Beine nicht mehr unter Kontrolle, gehe sofort ins "Paddeln" über, komme dann gar nicht mehr voran und gebe es dann immer sofort auf. Dann bin ich halt froh, wenn ich sofort stehen kann. Dann möchte ich nicht mitten im großen Becken sein. Und auf diese Manschetten, die wir dabei um den Körper kriegen sollen, möchte ich mich dabei wirklich nicht verlassen. Wie heißt es doch so schön, Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Gerade im großen Becken. Bevor ich dort dann wieder (so wie beim Sportunterricht in der 5. Klasse) unkontrolliert unter Wasser bin (darauf kann ich wirklich absolut verzichten), gehe ich lieber gar nicht mehr ins große Becken. 

Diese Situation hätte mir damals nie passieren dürfen. Ich bin ja nur froh, dass der Junge damals sofort reagiert hat, ab ins Wasser und mich wieder hochgeholt hat. Die anderen aus der Klasse standen alle nur am Beckenrand und haben zugeguckt bzw. sich gewundert, weshalb ich solange unter Wasser war, nicht endlich nach oben geschwommen bin. Wer weiß, wenn ich damals länger unter Wasser geblieben wäre, ob ich mich heute dann überhaupt noch reintrauen würde, ob ich heute dann überhaupt an der Wassergymnastik teilnehmen würde. Wenn ich erstmal solche Ängste entwickelt habe, dann kriege ich sie halt so schnell nicht mehr in den Griff, wenn ich sie überhaupt mal wieder unter Kontrolle bekomme. 

Ja, die Stimmung vorhin war wirklich total gut. Es gab so einige Situationen, über die wir total lachen mussten. Die erste viertel Stunde in etwa fand ich gut. Ein paar lockere Bewegungen durchs Becken, im Kreis laufend, wobei wir die "kleine Nudel" als Hantel von einem zum Anderen durchs Becken geworfen haben. Da wir alle unterschiedlich schnell durchs Wasser laufen, konnte man schon nach kurzer Zeit keinen richtigen Kreis mehr erkennen. Zeitweise etwas "Chaos", was der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan hat. Ich muss mich allerdings endlich mal an die Schwimmbrille gewöhnen. Ich nehme es mir Woche für Woche vor und lasse sie dann doch in der Tasche. Heute habe ich sie dort aber wirklich vergessen. Bei diesem "Spiel" kam das Wasser wieder mächtig in "Wallung" und die Hantel landete mehrmals direkt vor mir, so dass ich so einige Ladungen Wasser mitten ins Gesicht bekommen habe. Grundsätzlich kein Problem, wenn die Augen von dem Chlor nur nicht immer so doll brennen würden. Als ich nach Hause kam, da brannten sie mal wieder unwahrscheinlich. Ich habe erst etwas gegessen, habe mich dann gegen 22 Uhr "etwas" hingelegt, die Augen etwas zumachen und bin natürlich eingeschlafen. Gegen Mitternacht bin ich dann wieder wachgeworden. Ich bin dann aufgestanden, habe was gegessen und dann fing mein Abend sozusagen an. Duschen, Tasche (für die Arbeit) packen, dann noch etwas Fernsehen gucken. 

Nach der Runde im Kreis mit der Hantel bekam dann jeder eine richtige Hantel. Dort gibt es zwei verschiedene Hanteln. "Normale" und welche mit Schlaufen. Heute bekamen wir die mit Schlaufen. Jeweils einen Fuß durch diese Schlaufe stecken. Dann wurde es mächtig "langatmig". Jeweils rund 15 Minuten für einen Fuß. Die ganze Zeit über mit dem Körper, also dem Oberkörper ruhig stehen bleiben, zur Stabilisierung am Rand etwas festhalten. Die ganze Zeit über auf einem Bein stehen und mit dem Bein, also dem Fuß mit der Hantel arbeiten. Hoch und runter "pumpen", vor und zurück pendeln, einen großen Kreis malen, zur Seite hoch, nach vorne "kicken", Fahrradfahren, nach hinten kicken usw. Erst alles (mit vielen Wiederholungen) nur mit rechts, anschließend noch mit links. 

Mit der Zeit wurde es mir mächtig kalt und ich ging immer mal wieder kurzzeitig in die Knie, mit den Schultern unter Wasser. Auch wenn diese Übungen für die Beine wahrscheinlich gut und intensiv sind, für den Oberkörper fand ich sie zu ruhig. Mir wurde es immer kälter. Dabei (es waren halt so eintönige Bewegungen, bei denen man sich sehr gut unterhalten konnte) haben wir dann (in beiden Gruppen) sehr gute Gespräche geführt, teils interessante Gespräche und teilweise gab es viel zu lachen. 

Mit den Übungen an sich hatte ich heute keine Probleme, habe mich dabei auch die ganze Zeit am Rand festgehalten. Ich bekam den Fuß auch gut in die Schlaufe rein, nur mit dem Rausziehen hatte ich erhebliche Probleme. Irgendwie hing ich darin ständig fest und kam nur Stückchenweise wieder raus. Die Anderen waren längst einen Schritt weiter, da war ich immer noch mit der Hantel beschäftigt. 

Am Schluss gab es dann noch ein paar kleine Dehnübungen (ohne Hanteln). Dabei hatte ich heute Probleme mit dem geraden Stehen, was der Gruppenleiterin auch aufgefallen ist. Sie stand am Rand, hat mich dabei etwas "beobachtet" und sprach mich immer mal wieder darauf an. Total peinlich, aber irgendwie bekam ich das nicht so richtig hin. Eigentlich gerade stehen, den Fuß hinten hoch, am Gelenk fassen und hoch bzw. Richtung Po ziehen (den Oberschenkel dehnen). Dabei konnte ich nicht gerade Stehen bleiben. Völlig automatisch ging ich dabei mit dem Oberkörper nach vorne, damit ich das Bein hinten höher ziehen kann. Das hatte ich nicht so richtig unter Kontrolle. Das fiel ihr zwar sofort auf und sie sprach mich an, aber beim nächsten Durchgang ging ich automatisch wieder nach vorne. Über diese Situation an sich, über meine krumme Haltung dabei, fielen dann auch ein paar gute Sprüche, so dass wir darüber schließlich lachen mussten. Ich meinte dann schließlich schon zu ihr, dass sie besser weg gucken solle (Grins), besser bzw. anders bekomme ich es halt nicht hin. Sie ließ dann schließlich auch locker und achtete dann mehr auf die Anderen. 

An den nächsten beiden Tagen habe ich jetzt keine sportlichen Termine. Für Samstag (mein Freund hat eh Spätdienst) plane ich allerdings (auch laut Trainingsplan) das Fahrradfahren ein. Am Sonntag ist dann ja eh Training. Am Montag KG, für Dienstag plane ich dann anstelle von Wassergymnastik das Fahrradfahren ein und am Mittwoch fällt das Training aus, weil mein Trainer mit der Schule (als Sportlehrer) Termine hat. Mit der Wassergymnastik mache ich dann also nächste Woche Donnerstag weiter. 

Ein paar aus der Gruppe wollten mich vorhin dann zwar überreden, am Dienstag doch zu kommen, ich könne dabei doch auch zugucken. Es würde auch nur in den letzten Minuten des Unterrichts durchgeführt werden (das Aqua-Jogging im großen Becken). Das glaube ich aber nicht. Man kann nur Übungen, die man kann, noch eben für ein paar Minuten durchführen. Es ist das erste Mal für diese Gruppe. Sie muss erst allen die Manschetten geben und gucken, ob sie bei allen richtig angelegt sind. Dann muss sie allen erklären, wie es richtig geht, worauf sie im Wasser achten sollen (um sich gerade zu halten und falls sie die Kontrolle verlieren). Und dann wollen sie mindestens eine Runde durchs große, tiefe Becken laufen. Und das alles bei rund 10 Personen (oder mehr) und um 21 Uhr ist die nächste Gruppe im Becken, dann müssen sie schon wieder raus sein. Und das wollen sie innerhalb von rund 10 Minuten schaffen? Wie gesagt, wenn alle wüssten, wie das geht, worauf zu achten ist, dann könnte es klappen. Aber nicht beim ersten Mal, wenn alle noch Anleitungen bekommen müssen, worauf sie dabei achten müssen. Ich glaube nicht, dass wir erst 45 Minuten normale Wassergymnastik machen und die anderen dann schließend erst mit den Vorbereitungen und dem eigentlichen Aqua-Jogging beginnen. Meiner Meinung nach wird dieses Thema in der zweiten Gruppe total im Vordergrund stehen. Und da ich halt nicht einplane, dabei mitzumachen, dann bleibe ich lieber zu Hause, bevor ih mich dort hinsetze, und den Anderen dabei nur "blöd" zugucke. Wenn einen etwas nicht interessiert, dann wird es ansonsten einfach zu langweilig.

 

TitelAutorDatumBesucher
Do. 02.04.2020PetraM03/04/2020 - 05:2854
Mi. 01.04.2020PetraM02/04/2020 - 04:1179
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