Donnerstag, 09.05.2013, "Vatertag"

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Der heutige Tag war im großen und ganzen echt schön. Schön insoweit, dass ich alles soweit geschafft habe, was ich für heute eingeplant hatte. Also für mich persönlich ein "erfolgreicher" Tag. Wir waren den ganzen Tag über zu Hause. Mein Freund hatte gestern Abend schon gesagt, dass er keine Lust hätte rauszugehen, er wollte es sich heute lieber zu Hause bequem machen. Kein Problem, dann konnte ich mich halt in Ruhe um den Haushalt kümmern.

Die Küche ist wieder in Ordnung, mit der Wäsche habe ich "losgelegt" (zum Teil ist sie in der Waschmaschine, teilweise habe ich sie sortiert und sie ist wieder im Schrank) und nebenbei habe ich noch etwas aufgeräumt.

Meinem Zeh geht es zum Glück wieder besser. Ich merke ihn zwar noch etwas, aber der gröbste Druckschmerz, den ich letzte Tage hatte, der ist zum Glück wieder weg. Dafür merke ich meine rechte Schulter mehr als gestern (es ist ein "brennendes" Gefühl in der Schulter, das ins Schulterblatt runter zieht). Also bei Weitem nicht so schmerzhaft, wie es vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist, aber nachdem ich dort in der letzten Zeit, eigentlich schon seit vielen Monaten, so gut wie gar keine Schmerzen bzw. Beschwerden mehr hatte, nehme ich das jetzt im Moment wieder sehr bewusst wahr. Dafür ist mein Rücken heute völlig in Ordnung. Seit dem gestrigen Training habe ich dort gar nichts mehr gemerkt. 

Heute morgen war ich zunächst auf der Waage. Genau 78 Kilo. Nun gut, ein Auf und Ab ist ja relativ normal und nach dem Sündigen, ich meine jetzt insbesondere den großen Eisbecher, den ich am Freitagabend im Restaurant gegessen hatte, hatte ich sogar befürchtet, dass es kilomäßig noch höher hinaus gehen könnte. Da kann ich mit den 78 Kilo ja eigentlich zufrieden sein. Dann ist der Schritt bis zur 77 ja in "greifbarer" Nähe. 

Heute Abend habe ich dann noch Sport gemacht. Zuerst bin ich wieder Fahrrad gefahren, habe für die 10 Kilometer wieder 36 Minuten gebraucht. Jeweils 4 Minuten mit durchschnittlich 15/16 km/h und in der "Powerminute" mit durchschnittlich 20 km/h. Schneller konnte ich heute irgendwie nicht. 

Dabei höre ich im Moment immer die neue CD von den "Cappuccinos", "Wie geil ist das denn". Davon habe ich mir die schnellsten Lieder (10 Stück, etwa die Hälfte von der CD, die anderen Lieder sind deutlich langsamer) auf meinem MP3-Player zusammen gestellt. Es sind mehrere Lieder dabei, die ich besser und flotter finde als den Titelsong "Wie geil ist das denn". Mein aktuelles Lieblingslied davon ist "Loreley", an zweiter Stelle ist "Wir sind Flieger".

http://www.youtube.com/watch?v=q3L9wRFdZ0s

Danach habe ich 16 Minuten Gymnastik gemacht. Die ersten beiden "Blöcke" wieder nach Vorlage vom Trainingsplan. Beim dritten Block musste ich dann an die Wassergymnastik denken, die ich heute Abend (wenn kein Feiertag gewesen wäre) ja eigentlich gehabt hätte. Wenn wir dabei Zirkel-Training machen, was in letzter Zeit ja mehrmals der Fall gewesen ist, dann ist häufig (nicht jedes Mal) eine Station dabei, wo der "Joker" ist, wo jeder die Übung machen kann, was einem gerade einfällt, wozu man gerade Lust hat. Natürlich kann man dort dann nicht einfach "rumstehen" (nach dem Motto, mir fällt gerade nichts ein), die Leiterin guckt auf jeden Fall auch mal zu einem rüber und korrigiert dann, falls man die entsprechende Übung dann nicht richtig durchführt. Aber grundsätzlich finde ich es gut, wenn man dann an einer Station mal "freie Wahl" hat. 

Bei dem dritten Block habe ich vorhin dann halt etwas "improvisiert". Den mittleren Teil, 30 Mal "Fahrradfahren" (also auf dem Rücken liegend die Beine im Wechsel anziehen und strecken, natürlich mit geradem Rücken), das habe ich so gelassen. Anstatt 15 x die Knie anzuheben (im Vier-Füßler-Stand) habe ich das 6 Mal gemacht. Dann 6 Mal zur Liegestütz-Position hochdrücken (also die Beine halt strecken). Danach dann dieses "Fahrradfahren" und anschließend noch 6 Crunches, mit den Händen Richtung Knie und möglichst lange oben halten. Dabei habe ich zwar noch versucht, die Hände etwas nach oben zu drehen, aber das klappte so gar nicht, den Versuch habe ich schnell wieder aufgegeben. 

Als ich die Übung gemacht habe, mich aus dem Vier-Füßler-Stand in die Liegestütz-Position hochzudrücken, also die Beine zu strecken, da wurde ich beim letzten, also beim 6. Durchgang etwas mutiger. Ich konnte die Beine relativ lange ruhig und gestreckt halten. Ich wollte dann wissen, ob ich auch schon richtige Liegestütze kann, die ich sonst ja immer auf den Knien stehend durchführe. Nun gut, es hat nicht geklappt. Ich kam immerhin ein paar wenige Zentimeter runter, also dass die Ellenbogen etwas gebeugt waren. In dem Moment wurde mir dann bewusst, wieviel Druck auf den Armen ist. In dem Moment verließ mich der Mut dann mal wieder völlig. Auch wenn ich alleine war, nachdem die anderen Übungen so gut geklappt hatten, wollte ich in diesem Moment nicht die "Kontrolle" verlieren und zusammen klappen. Ich gab es dann auf und legte mich auf den Rücken, machte dann lieber das "Fahrradfahren", dass ich das kann, das wusste ich ja schließlich. Für die richtigen Liegestütze fühle ich mich im Moment noch nicht so weit, das traue ich mir noch nicht so richtig zu.
 
Heute ist ja der sogenannte "Vatertag". An diesem Tag habe ich in jedem Jahr mit meiner Mutter etwas Stress. Sie will, dass ich ihren Freund als meinen Vater ansehe, was ich aber nicht kann und auch nicht will. Ich akzeptiere ihn an ihrer Seite, verstehe mich mit ihm auf "freundschaftlicher Basis", aber ich kann ihn nicht als Vaterersatz sehen. Meine Mutter ist jedes Jahr zwischen uns am "Verkuppeln". Sie kauft ihm Geschenke und gibt sie ihm, angeblich alles in meinem Namen. Wenn ich dann mit ihr telefoniere, dann drückt sie ihrem Freund jedes Mal das Telefon in die Hand und sagt kurz vorher noch zu mir, dass ich meinem Vater ja noch alles Gute zum Vatertag wünschen müsse. Und er bedankt sich dann immer für die lieben Geschenke, die ihm meine Mutter in meinem Namen überreicht hat.
 
Ich hasse das so sehr. Meinem Vater habe ich früher an Vatertag immer ein schönes Geschenk gemacht. Dafür habe ich mir vorher immer den Kopf zerbrochen, womit ich ihm die schönste Freude machen kann. Meine Mutter hat ihren Freund ja kennengelernt, als mein Vater gerade 1,5 Jahre tot war. Freitags haben die Beiden sich zum ersten Mal gesehen (in einem Cafe) und seit Sonntags sind sie zusammen. Das ging bei den Beiden ruck zuck. Er hatte vom Aussehen halt viel Ähnlichkeit mit meinem Vater, wodurch meine Mutter direkt an die vielen schönen Zeiten mit meinem Vater erinnert worden ist. Allerdings sind die Beiden charaktermäßig das völlige Gegenteil. 
 
Auch wenn mein Vater zum Teil sehr streng gewesen ist, ansonsten, insbesondere in der Freizeit und im Urlaub, fand ich seine lockere und sportliche Art total gut. Er war meistens total gut drauf, mit ihm bekam man sehr viel Spaß und auch viel zu Lachen. Ihr jetziger Freund ist davon das totale Gegenteil. Völlig ruhig, ihm kann man beim Laufen fast schon die "Schuhe besohlen" (wie man es immer nennt), meine Mutter brauchte Jahre, um ihn dazu zu überreden, im Sportverein in die Tischtennis-Gruppe zu gehen (damit er nicht nur zu Hause rumhängt, mal unter Menschen kommt und zumindest mal ein bisschen Bewegung hat) und zum Lachen geht er in den Keller. In den ganzen Jahren habe ich ihn nur 2 Mal Lachen gehört, auf allen Fotos guckt er "tot-ernst".  Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt. Unsere Witze versteht er eh nicht, regt sich immer über alle Sprüche auf, wenn wir mal Kommentare ablassen. Ja, ich akzeptiere ihn "notgedrungen" an der Seite meiner Mutter, aber nicht mehr und nicht weniger.
 
Als die Beiden damals zusammen gekommen sind, da hat meine Mutter ihn mir (bzw. uns, meinem Freund und mir) mit den Worten vorgestellt, "Das ist mein neuer Lebensgefährte, das ist ab heute dein Stiefvater, es wäre schön, wenn du Papa zu ihm sagen würdest, aber es ist auch nicht schlimm, wenn du ihn mit Vornamen ansprichst". Ich war zu der Zeit 21 Jahre alt. Mein Freund und ich, wir guckten uns nur groß an. Ihr neuer Freund, gut und schön, aber mein neuer Stiefvater und ich soll Papa zu ihm sagen???? Nein, so ging das nicht, bei einem kleinen Kind hätte das vielleicht im Laufe der Jahre geklappt, aber mein Vater ist gestorben, als ich 19 Jahre alt war, mit 21 Jahren würde ich ganz bestimmt zu keinem neuen Mann mehr Papa sagen. Darüber war meine Mutter sehr enttäuscht, dass ich nicht darauf eingegangen bin. Er hat übrigens 3 erwachsene Kinder (2 Töchter, 1 Sohn), zu denen er kaum noch Kontakt hat, nur noch zu Geburtstagen und Weihnachten. Er hat von früher schon viele negative Sachen erzählt (auch über seine Ex-Frau), aber was damals genau gelaufen ist, das wissen wir natürlich nicht.
 
Zu Weihnachten und zum Geburtstag schenken wir ihm natürlich immer etwas, er gehört natürlich zu unserer Familie, aber da er nicht mein Vater ist, sehe ich es nicht ein, ihm zum Vatertag etwas zu schenken und ihm dazu zu gratulieren. Das ist die Sache seiner Kinder und wenn er mit denen Probleme hat, dann ist das seine Sache und nicht mein Problem. Aber in jedem Jahr erinnert mich meine Mutter daran, dass ich meinem Vater noch gratulieren muss und schenkt ihm weiterhin in meinem Namen Sachen. Ich finde das völlig unmöglich, darüber rege ich mich jedes Jahr insbesondere an Vatertag aufs Neue mächtig auf. Dieses "Verkuppeln" zwischen Vater und Tochter, was wir ja schließlich nicht sind, das gibt sie bis heute nicht auf. 
 

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