Donnerstag, 16.05.2013 (Arzt)

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Heute nur ein kurzer Eintrag. Ich bin nicht ganz so gut drauf.

Heute Nachmittag war ich ja zum Arzt. Die Blutwerte sind absolut top, besser hätten sie nicht sein können (einschließlich Eisen, Cholesterin, Zucker, Kalium, Kalzium usw.). Ich wurde dort komplett durchgecheckt, einschließlich EKG, Hautkontrolle (bezüglich Muttermale), Blutdruck (120 : 70), Puls am Hals, in der Leiste und an den Knöcheln, Bauch abtasten usw. Insgesamt war ich fast eine dreiviertel Stunde im Untersuchungsraum (einschließlich Abtasten der Lymphknoten usw.). Ein wichtiger Wert wurde bei der Blutabnahme allerdings vergessen (also auf dem Laborzettel versehentlich nicht angekreuzt), die Schilddrüsenwerte. Da mein Eisen absolut in Ordnung ist, möchte der Arzt jetzt aber noch die Schilddrüsenwerte haben. Das werde ich aber erst in meinem Jahresurlaub machen. Solange ist es bis dahin ja nicht mehr.

Dabei haben wir ein interessantes Gespräch geführt, wie mein Leben jetzt so läuft, einschließlich der Arbeitssituation und auch meiner Therapie im Ganzen. Von ihm bekomme ich ja immer die KG-Verordnungen und er ist total begeistert davon, wie intensiv ich mich für meine Gesundheit einsetze.

Nun ja, meistens zumindest. Wir haben auch über weitere Vorsorgeuntersuchungen gesprochen, vor denen ich eine unbeschreibliche Angst habe. Ich möchte hier im Moment nicht im Detail darauf eingehen. Der Arzt wollte es am liebsten sofort in die Wege leiten, aber als er meine Angst merkte, da hatte er "erbarmen", sagte aber direkt, dass es nur aufgeschoben, aber keinesfalls aufgehoben ist. An weiteren Untersuchungen bezüglich der Krebsvorsorge werde ich nicht drum herum kommen. Insbesondere, weil es ja auch in meiner Familie liegt, mein Vater ist ja an Darmkrebs gestorben und meine Mutter hat ja Schilddrüsenkrebs (mit Medikamenten unter Kontrolle). Vielleicht kann sich der eine oder andere hier jetzt schon denken, über welche weiteren Untersuchungen wir noch gesprochen haben. Meine Angst ist auf jeden Fall unbeschreiblich groß.

Ich kam erst um kurz nach 18 Uhr aus der Praxis raus, war etwa gegen 18.30 Uhr zu Hause. Meine Lust auf die Wassergymnastik war voll und ganz weg (das wäre mir auch viel zu knapp und hektisch geworden). Ich wollte heute nicht mehr unter Leute, wollte lieber alleine sein bzw. mit meinem Freund zusammen sein (wir haben heute Abend natürlich noch in Ruhe über den gesamten Untersuchungsverlauf gesprochen). 

Ich sage mal so, wenn es eine "Einzeltherapie" gewesen wäre, also KG oder Training, da wäre ich ganz bestimmt noch hingegangen und wenn ich 5 Minuten später gekommen wäre, aber auf eine große Gruppe hatte ich wirklich keine Lust mehr. Dort wäre ich eh nur eine "Spaßbremse" gewesen. Ich hing den ganzen Abend über meinen Gedanken nach, habe noch über das Gespräch mit dem Arzt nachgedacht. Vor Aufregung kam mir im Laufe des Abends dann auch noch die eine oder andere Träne.....

Ja, eine "Einzeltherapie" hätte ich bestimmt nicht abgesagt, aber in der großen Gruppe kommt es auf eine Person mehr oder weniger wirklich nicht an. Zumal die Gruppe in letzter Zeit eh immer sehr voll ist, man bei manchen Übungen improvisieren muss (sich z. B. seitlich hinstellen muss), um die Bewegung trotzdem richtig ausführen zu können (ohne mit den Anderen in die Quere zu kommen). Wenn dann mal einer fehlt, dann haben die Anderen halt mal ein bisschen mehr Platz für sich. 

Um mich abzureagieren habe ich mich dann zunächst auf den Haushalt gestürzt, habe die Wäsche sortiert und in der Küche Ordnung gemacht.

Dann habe ich Sport gemacht, bin erst in 35 Minuten 10 Kilometer gefahren. Dann noch 10 Minuten Gymnastik. Die Übungen laut Plan, aber alles 10 Mal. 10 Mal mit geradem Rücken nach vorne beugen, auf dem Bauch liegend, die Arme in U-Haltung und Oberkörper hoch, dann hoch und Arme nach vorne strecken, dann die Liegestütze, dann auf allen Vieren die Knie anheben, dann hoch zur Liegestütz-Position und als letztes auf dem Rücken liegend das Fahrradfahren, also die Beine im Wechsel strecken. 

Morgen Nachmittag habe ich ja wieder Training. Darauf freue ich mich wirklich schon. Dafür habe ich dann halt am langen Pfingstwochenende frei. An diesen Tagen will ich dann ebenfalls wieder hier Sport machen (also Fahrrad fahren und Gymnastik). 

So, diesen Arzttermin muss ich jetzt wirklich erstmal so richtig verarbeiten und "verdauen", da er mich seelisch mächtig aufgewühlt hat. Ich sage mal so, mein Arzt ist wirklich total nett und in Ordnung. Man kann zwar sehr gut mit ihm Reden, auch wenn man vor etwas Angst hat, er ist sehr verständnisvoll und er ist dann auch bereit Kompromisse einzugehen, aber letztendlich kann er auch hartnäckig sein und auf einen einreden, dass man die geplante Untersuchung bzw. Behandlung auf jeden Fall durchziehen soll. 

 

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