Donnerstag, 17.01.2013 (Wassergymnastik)

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Der heutige Tag verlief wieder viel ruhiger als der gestrige. Zumindest bis auf die Mittagszeit, als ich das Telefonat mit der Personalabteilung hatte. So nervös, wie ich davor und auch noch eine Zeit danach war, so extrem war es bei mir schon sehr lange nicht mehr. Einschließlich Übelkeit und sehr starken Bauchschmerzen, was aber im Laufe des Nachmittages wieder ganz weggegangen ist (als ich das Gespräch seelisch einigermaßen verarbeitet hatte).

Ich werde hier jetzt nicht im Detail auf dieses Gespräch eingehen, im großen und ganzen ist es auf jeden Fall positiv verlaufen. Die Dame, die letzte Woche bei mir war, ist erkrankt und es wird auch in der nächsten Woche mit einer Verlängerung gerechnet. Deswegen hat sich ihr Kollege, der ihre Mails abrufen kann, mit ihr in Verbindung gesetzt und hat sich von ihr schildern lassen, wie unser Gespräch inhaltlich gelaufen ist, damit er mir schon mal helfen konnte. 

Er war auf jeden Fall sehr erstaunt darüber, dass ich jetzt doch vorhabe, weiterhin in dieser Abteilung zu bleiben. Als ich ihm die Risiken aufgezählt habe, die mit einem Wechsel zusammen hängen würden, da konnte er mich sehr gut verstehen. Als er mich dann fragte, wie ich mir denn nach dem Stress und dem Ärger in den letzten Wochen die Arbeit in der Abteilung vorstellen würde, da meinte ich dann, dass ich zukünftig keine "reine" Sachbearbeiterin mehr sein möchte, nicht mehr diese volle Verantwortung haben möchte (was ja immer wieder der Auslöser für den Ärger war, dass ich das nicht geschafft habe). Als er dann meinte, dass das für mich aber unweigerlich eine Runterstufung mit sich ziehen würde und ich sagte, dass mir das klar ist, dass ich das bereits eingeplant habe, da war er zunächst still. Er sagte dann, dass er damit jetzt wirklich nicht gerechnet habe, das überrascht ihn jetzt voll und ganz.

Er meinte dann, dass sie (von der Personalabteilung) grundsätzlich darum bemüht sind, allen Kollegen und Mitarbeitern zu helfen, die Arbeitsverträge und die Arbeitsaufgaben an sich zu "retten" bzw. zu halten. Auch mir würden sie diesbezüglich natürlich helfen. Er will mir in spätestens 1,5 Wochen eine kleine Rückmeldung, eine Zwischennachricht geben, wie es weiterlaufen wird.

Er wird sich auf jeden Fall in der nächsten Woche mit meinem Chef und meinem "direkten" Chef (den ich hier immer als Kollegen bezeichne, Chef I und II würde mir hier zu kompliziert werden) in Verbindung setzen und mit beiden zusammen für mich eine neue Arbeitsplatzbeschreibung ausarbeiten, welche Tätigkeiten zukünftig (für die niedrigere Gehaltsstufe) in Frage kommen werden. Jetzt hoffe ich mal, dass diese Sache dann "glatt" (ohne große Probleme) weiterlaufen wird. Bei meinem "Kollegen" mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen, er ist, als ich ihn darauf angesprochen habe, sofort darauf eingegangen. Ich habe halt nur ein bisschen Angst, wie mein Chef dann darüber denkt, da unser "Verhältnis" in der letzten Zeit ja "etwas" angespannt ist. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass er auch darauf eingehen wird. Das muss ich jetzt abwarten. 

Diese Arbeitsplatzbeschreibung wird dann anschließend dem "Vorstand" bzw. der Geschäftsführung vorgelegt, mit der Bitte um Genehmigung. Ich habe keine Ahnung, wie lange so etwas dauert, das muss ich jetzt abwarten. Ich bin so froh, wenn bei uns endlich wieder alles relativ normal und ruhig verläuft!!!!

Heute Abend war ich dann wieder zur Wassergymnastik, was wieder total gut gewesen ist, allerdings auch sehr anstrengend. Dieser Verein, also die Mitglieder, ist wirklich total super, ich bereue es ganz bestimmt nicht, dass ich dort eingetreten bin, ganz im Gegenteil. Vom Charakter her sind die Frauen dort sehr ähnlich wie in meiner früheren Gruppe, also ich meine jetzt was den "Zusammenhalt" betrifft. Deswegen fiel mir der Abschied von meiner früheren Gruppe ja so unendlich schwer (2,5 Jahre war ich regelmäßig dabei), wir haben uns dort super gut verstanden, aber als ich das KG-Institut gewechselt habe, musste ich mich auch von dieser Gruppe trennen. Daran führte kein Weg vorbei. An dem Abend, als ich dort ausgetreten bin, mich dort beim letzten Training von allen verabschiedet habe, da habe ich sehr viel geweint, das war sehr hart für mich. Aber ich habe halt das Glück, dass die neue Gruppe "charakterlich" im Prinzip genauso ist.

Ich habe heute wieder, was ich jetzt im Prinzip auf Dauer so einplane, an beiden Gruppen teilgenommen. Dabei ist mir heute wieder sehr intensiv aufgefallen, wie sehr die anderen gegenseitig auf sich "aufpassen". Ein paar in der Gruppe (die russischen Frauen) machen zwar alle Übungen mit, zum Teil aber nur "andeutungsweise", für sie steht das Reden im Mittelpunkt. Heute bin ich deswegen im Becken ein Stück "weiter gegangen", zu den anderen Frauen, mit denen ich auf der Weihnachtsfeier zusammen gesessen habe. Die machen das Training ebenfalls (so wie ich) sehr intensiv mit, zumindest soweit sie es schaffen. 

Ein paar Frauen haben z. B. eine künstliche Hüfte. Sobald eine Übung für die Beine kommt, die für die Hüfte "gefährlich" werden könnte, dann spricht eine (unterschiedliche Frauen) automatisch die jeweiligen Frauen an, die ein künstliches Hüftgelenk haben, um sie vorsichtshalber zu warnen. Im Prinzip passt dort jeder auf jeden etwas auf.

Wenn ich zwischendurch eine kleine Pause einlege, dann werde ich sofort gefragt, ob alles klar ist. Wenn ich dann sage, dass ich nur eine kleine Pause mache, dann ist alles klar, das wird natürlich akzeptiert und kurz danach mache ich dann ja auch weiter. 

Heute hatte ich mit den Händen zum Teil große Probleme. Die Hände gerade halten (also unter Wasser) und dann mit den Armen ganz schnelle Bewegungen, mal die Handinnenflächen nach unten, mal nach oben, mal nach hinten, dann nach vorne. Immer mal wieder Richtungswechsel, aber nonstop diese Bewegungen. Das ging zwar mit der Zeit in erster Linie in die Arme, aber zeitgleich taten meine Finger immer mehr weh, die Hände die ganze Zeit völlig gerade zu lassen. Dann bekam ich einen Krampf in beiden Händen, biss trotzdem die Zähne zusammen und machte bis zur "offiziellen" Pause mit. Als ich dann versucht habe, die Hände wieder etwas zu lockern, diesen Krampf loszuwerden (was nach einer Zeit auch geklappt hat), da sprach mich direkt eine Frau an, was denn los wäre. Beim nächsten Durchgang, nochmals die gleichen Bewegungen über die gleiche Dauer, da sprach sie mich dann mitten drin an, auch sie würde jetzt langsam einen Krampf bekommen, nach dem Motto, komm, lass uns zusammen eine Mini-Pause machen, mal eben die Hände lockern und danach haben wir beide wieder so richtig mitgemacht. 

Etwa bei 95 % der Übungen bin ich heute super gut mitgekommen. Laufen auf der Stelle mit verschiedenen Armbewegungen und auch einige Übungen mit der Wassernudel, die ebenfalls fast alle gut geklappt haben.

Ja, aber auch nur fast, denn damit wurde es für mich dann super peinlich. Es gibt eine Übung, die ich nicht kann, die wir auch regelmäßig in der früheren Gruppe durchgeführt haben, bei der ich längst aufgegeben habe, Ja und ausgerechnet diese Übung kam heute in beiden Gruppen vor. 

Die Nudel unter den Fuß (im Wechsel) und mit dem Fuß dann verschiedene Bewegungen durchführen (die Nudel soll dabei die ganze Zeit unter dem Fuß bleiben). Ich kriege die Nudel schon nicht unter den Fuß (ich habe es vorhin zumindest nochmals versucht), ich kann zwar inzwischen die Arme mit der Nudel unter Wasser bis unten strecken (was ich früher nicht geschafft habe, da bekam ich die Nudel nie ganz unter Wasser, der Wasserwiderstand war mir damals zu groß), aber ich schaffe es nicht, sie dann unter meinen Fuß zu bekommen. Auch nicht, wenn ich das Bein, also das Knie dabei hochziehe, trotzdem klappte es auch vorhin wieder nicht.

Die anderen Teilnehmer in meiner früheren Gruppe waren bei solchen "Problemen" (jeder hatte mal mit einer Übung Schwierigkeiten) immer sehr hilfsbereit. Ich habe damals immer gesagt, dass ich das nicht kann. Damals kamen dann 2 Frauen zu mir und halfen mir, die Nudel unter den Fuß zu bekommen. Wir sollten mit dem Fuß dann nach unten "Pumpen" (als wenn man eine Luftmatratze aufbläst). Beim ersten Mal, beim ersten "Pumpen" klappte es noch, aber schon beim zweiten Versuch ging es schief. Als mein Bein wieder oben war, da war der Druck der Nudel (nach oben) enorm groß. Mir fehlte die Kraft in den Beinen, um das Bein wieder nach unten zu drücken. Dann ging alles ganz schnell. Der Druck der Nudel war so groß (meine Kraft dagegen so gering), dass ich plötzlich wie in einem "Aufzug" nach oben geschossen bin, senkrecht aus dem Wasser raus. Mindestens bis die Hüfte über Wasser war (das Wasser ging mir zuvor in etwa bis zum Hals). Ich habe mich total erschrocken, habe total das Gleichgewicht verloren, nahm die Arme zu den Seiten, schrie etwas auf und fiel nach hinten, "klatschte" mit dem Rücken auf dem Wasser auf und ging direkt etwas "unter". Passiert ist in diesem Sinne dabei nichts, mein Schrecken über diese Situation war größer als alles andere. 

Als ich dann wieder "aufgetaucht" bin, da kam direkt die ganze Gruppe an, ob alles in Ordnung wäre, ob etwas passiert wäre. Als sie dann merkten, dass bei mir alles in Ordnung ist, da ging das große Gelächter los, die anderen bekamen sich gar nicht mehr ein und an Unterricht, also an einer Fortsetzung der Wassergymnastik war an diesem Tag nicht mehr zu denken. Eine Frau kam dann noch mit dem "blöden" Vergleich, dass ich sie an einen Film erinnert hätte. Wo der Wal senkrecht aus dem Wasser schoss und dann der Länge nach wieder aufs Meer knallt. Free Willy lässt grüßen... Ja, und diesen Spitznamen (Free Willy) bekam ich in der alten Gruppe auch nicht mehr los. Zumindest nicht mehr bei dieser Übung. Sobald diese Übung wieder kam, hieß es, Na, Free Willy, machst du heute einen neuen Versuch??? Nein, ganz bestimmt nicht. Auch wenn diese Situation für andere ganz bestimmt zum "schießen" ausgesehen haben muss, für mich selber war das super peinlich, das habe ich bis heute nicht mehr gemacht, also auch nicht mehr ausprobiert (das war im Sommer 2010).

Ja, und ganz genau diese Übung, mit der Nudel unter dem Fuß "pumpen" sollten wir vorhin dann machen. Ich blieb dann stehen, hielt mich (fürs Gleichgewicht) an der Nudel fest (die war an der Wasseroberfläche) und machte die Bewegungen mit dem Fuß dann halt alle ohne Nudel mit. Die anderen bekamen es vorhin dann sofort mit (so was kann man dort wirklich nicht "verbergen") und sprachen mich darauf an (ich war die einzigste in der Gruppe, die es nicht konnte). Ein paar Frauen kamen dann sofort an, nach dem Motto, geht nicht, gibt es nicht, komm wir helfen dir. O Gott, Nein, ich will nicht schon wieder so eine "Show-Einlage" hinlegen. Das war mir damals peinlich genug. Die anderen waren zwar sehr hartnäckig, wollten mir unbedingt helfen, wollten es direkt mit mir üben, aber ich habe abgeblockt, das war mir alles mal wieder viel zu peinlich. Die anderen meinten dann schon, dass das Thema noch nicht zu Ende sei, dann würden wir halt nächste Woche weiter üben. Erst wenn auch ich das könnte, würden sie diesbezüglich Ruhe geben.

In der ersten Gruppe waren wir mit etwa 12 bis 15 Personen, in der zweiten Gruppe waren es dann gerade mal 7 Personen, wobei jeder dann natürlich noch mehr auffällt. Auch in der zweiten Gruppe kam ich zunächst super gut mit, es folgten wieder Übungen mit den Nudeln, dieses Mal aber andere, flottere Bewegungsabläufe, zum Teil mit kleinen Kombinationen (für Arme und Beine). Das klappte alles bestens.

Ja, aber dann kam auch "diese" Übung wieder dran, wobei ich ebenfalls die Beinbewegungen ohne Nudel mitgemacht habe. In dieser Gruppe wurden die anderen dann sogar noch schneller auf mich aufmerksam, dass ich nicht mehr richtig mitgemacht habe. Auch diese Frauen waren total hilfsbereit, wollten mir sofort helfen, dazu auch noch mächtig hartnäckig. Auch von diesen Frauen bekam ich viele Sprüche zu hören, "Auch du kannst das, das üben wir jetzt so lange, bis auch du es richtig kannst". Ich blockte trotzdem weiterhin ab. Mir war das ganze so peinlich, dass ich die "Wärme" in meinem Kopf so richtig spürte, mit anderen Worten, dass ich schließlich rot geworden bin. Die anderen ließen dann schließlich locker und meinten, dass wir diese Übung demnächst dann "außerhalb" der Gruppe, also vor bzw. nach dem Unterricht üben würden (wenn die meisten anderen ins große Becken Schwimmen gehen). O Gott, ich traue es mir wirklich nicht zu, die damalige "Show-Einlage" hat mir wirklich voll und ganz gereicht.

Aber abgesehen von dieser peinlichen Situation hat es heute trotzdem wieder so richtig Spaß gemacht. Ich finde es ja schön, dass man in diesen beiden Gruppen in diesem Sinne nicht "alleine" ist, dass die anderen gegenseitig etwas auf sich "aufpassen", sich bei Bedarf gegenseitig helfen oder unterstützen. Aber nach dem damaligen "Unfall", sofern man diese "Show-Einlage" einen Unfall nennen kann, traue ich mir diese Übung halt nicht mehr zu. Auch wenn nichts schlimmes passiert ist, trotzdem war es mir damals extrem super peinlich und ich habe Angst, dass sich diese Situation wiederholen könnte (darüber habe ich ja vor einiger Zeit schon mal geschrieben, dass ich eh nach kleinen sportlichen "Unfällen" immer sehr schnell aufgebe, den Mut verliere, weiter an der Sache zu arbeiten, so wie es auch bei dieser Übung wieder der Fall ist). 

 

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