Donnerstag, 20.09.2012 (Seminar und Wassergymnastik)

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Heute Abend bin ich nicht so gut drauf. Ich sage mal so, in der letzten Woche haben sich in meinem Leben ein paar Situationen ereignet (angefangen mit der "tollen" Autofahrt am Sonntag), die ich jetzt erst mal etwas verarbeiten muss. Heute Abend stehe ich mächtig neben mir. Keine Depressionen, aber ich kann irgendwie keinen klaren Gedanken fassen. 

Das fing heute Mittag bereits an, als ich die Mail mit den Unterlagen für das Seminar Ende Oktober bekommen habe. Das Seminar zu dem Thema, wie man selbstsicherer Auftritt. In dem Moment habe ich dann gedacht, O Gott, jetzt wird es ernst und wie auf "Knopfdruck" bekam ich dann auch Bauchschmerzen. Ich werde das ganz bestimmt durchziehen und versuchen, das Beste daraus zu machen, trotzdem bin ich innerlich bei dem Gedanken daran jetzt schon etwas nervös. 

Als ich dann nach Hause kam, hatte ich eine Mail bezüglich der Wassergymnastik (womit ich mich ja gestern in Verbindung gesetzt habe). Im Prinzip hört sich alles total positiv an. Ich will es dort auf jeden Fall versuchen, also zunächst an einem Probetraining teilnehmen, ob ich bei dem Pensum überhaupt mitkomme. Allerdings, selbst wenn nicht, in meiner früheren Gruppe konnte ich ja auch längst nicht alles (die große Wassernudel bekam ich ja nie vernünftig unter Wasser, aller höchstens bis unterhalb der Oberfläche) und trotzdem hat es dort Spaß gemacht und ich habe es die ganze Zeit durchgezogen. Also wenn das Training mir "einigermaßen" gefällt (vom Ablauf her) und die Gruppe soweit in Ordnung ist (dass ich mich dort nicht völlig fehl am Platze fühle), dann will ich mich dort anmelden. Mich hat sofort der Preis sehr positiv überrascht. Das ist ein Verein mit einem Jahresbeitrag von rund 100 Euro (die ich ja eh von meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, wenn alles klappt, dann werde ich sie da rein investieren). Wenn ich bedenke, dass ich in dem früheren Institut für jede Wassergymnastik (30 Minuten) 9,50 Euro bezahlt habe und für jedes Schwimmen (ich bin seit der Reha, also von November 2010 bis Oktober 2011 jeden Mittwoch und Freitag nach der KG noch eine Stunde Schwimmen gegangen) 8,50 Euro. Selbst das Schwimmen (wenn ich mal wieder Lust dazu bekomme, was durchaus sein kann, wenn ich schon mal im Wasser bin), ist in dem Jahresbeitrag inbegriffen. Im Vergleich zu früher finde ich das fast schon geschenkt.

Mit dem Probetraining will ich wahrscheinlich Anfang Oktober beginnen. Natürlich könnte ich es theoretisch nächste Woche schon machen, die Badesachen liegen im Prinzip griffbereit im Schrank, aber auch dafür brauche ich zunächst etwas Mut. Ich will es auf jeden Fall machen (zumindest schon mal das Probetraining), mein Freund unterstützt mich darin auch, er findet das sehr gut, dass ich damit wieder anfangen will. Er hat mich ja immer vom Schwimmen (also auch von der Wassergymnastik, anschließend bin ich immer noch geschwommen) abgeholt und hat dann immer gemerkt, dass ich gut drauf war, dass es mir Spaß gemacht hat und auch gut geholfen hat, körperlich und auch seelisch. Er ist diesbezüglich ganz auf meiner Seite. 

Aber trotzdem habe ich diesbezüglich jetzt auch ein mulmiges Gefühl. Wieder eine neue Gruppe, wieder neue Menschen kennenlernen (auch wenn ich es möchte, trotzdem ist es für mich immer wieder eine Überwindung), nach einem Jahr zum ersten Mal wieder ins Wasser gehen und dann natürlich die Sache mit dem Badeanzug.... Im Alltag und auch beim Sport habe ich ja immer sehr weite Sachen an, Größe XXL und größer. Ja, aber im Badeanzug kann man halt nichts "verstecken". In meiner früheren Gruppe war ja auch die erste Frage, wann es soweit ist (mit der Schwangerschaft), die Frage, die ich bezüglich meines Hohlkreuzes mit Abstand am meisten hasse. Ja, das wird für mich wieder eine enorme Überwindung, mich dort dann vor fremden Menschen im Badeanzug zu zeigen (diesbezüglich habe ich leider überhaupt kein Selbstbewusstsein, das fehlt mir völlig). Ich meine, ich weiß ja, dass ich damit Leben muss, dass ich diese Verbiegung des Rückens akzeptieren muss, diese "körperliche Behinderung", wie die Psychologin in der Reha es "krass" nannte. Für mich persönlich habe ich es ja akzeptiert, aber vor Anderen noch lange nicht. 

Ja, heute Abend wollte ich eigentlich Fahrrad fahren, habe aber gar nichts gemacht, noch nichtmals den Haushalt. Ich hing den ganzen Abend im Sessel vor dem Fernseher (keine Ahnung, was eigentlich lief) und hing meinen Gedanken nach. Mein Freund ließ mich lieber in Ruhe, machte mir nur immer wieder Mut, dass ich die Sache mit der Wassergymnastik auf jeden Fall in Angriff nehmen soll (das Hobby wieder aufleben lassen soll) und dass ich das Seminar im Oktober auch ganz bestimmt schaffen werde (also seelisch). 

Ja, wie gesagt, in der letzten Zeit sind halt ein paar Sachen "passiert" und einschließlich dieser beiden heutigen Situationen (dem verbindlichen Ablaufs des Seminares und der Kontaktaufnahme bezüglich Wassergymnastik) stand ich heute Abend dann mächtig neben mir, konnte im Grunde auch keinen richtigen Gedanken fassen, die Gedanken drehten sich ständig im Kreis, dass auf mich jetzt im Oktober halt diese "Herausforderungen" zukommen werden (die Gruppe bei der Wassergymnastik und das Seminar). Von der allgemeinen Aufregung hatte ich dann halt auch immer mal wieder Bauchschmerzen. 

Das nächste PT habe ich übrigens bereits Morgen. Mein Trainer hat mich heute Abend angeschrieben, dass der Trainingsraum am Samstag belegt ist, ob wir das Training auf morgen vorziehen können. So flexibel, wie wir beide diesbezüglich immer sind, ist das natürlich gar kein Problem. So, jetzt versuche ich mal, etwas "abzuschalten" und zur Ruhe zu kommen (also zu Schlafen).

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