Donnerstag, 31.01.2013 - Wassergymnastik

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Heute war nicht so ganz mein Tag. Auf der Arbeit haben sich 2 Situationen ergeben, auf die ich hier lieber nicht näher eingehen möchte, über die ich mich aber mächtig aufgeregt habe. Ich denke deswegen darüber nach, ob ich meinen Kollegen mal darauf ansprechen soll. Im Prinzip gibt es nur 2 Möglichkeiten. Entweder ich bin so still wie bisher, rede nicht darüber sondern "fresse" den ganzen Frust in mich hinein, was seelisch nicht unbedingt die beste Lösung ist. Irgendwann könnte es dann eventuell zum großen "Knall" kommen, wobei man dann auch Worte sagen könnte, die man später bereuen könnte. Daran könnte dann auch das Seminar in Raunheim nichts mehr ändern, wie man halt Probleme mit anderen bespricht. Theorie und Praxis gehen zum Teil halt weit auseinander und wenn es darauf ankommt, dann findet man halt nicht immer die richtigen Worte. 

Ja, oder aber man spricht mit jemandem darüber. Das muss ja keine Beschwerde an sich sein, einfach nur ein Gespräch über die Situation, wie man sie empfunden hat, was es in einem ausgelöst hat. Dass das zum Teil helfen kann, das habe ich im Dezember noch gemerkt. Als ich den großen Frust hatte, den totalen seelischen Tiefpunkt und wir deswegen das Training verkürzt haben, stattdessen über meine Probleme geredet haben. Ich fand es dann halt wirklich gut, mal die Meinung meines Trainers über diese Situationen zu hören, mal alles aus einer anderen, also seiner  Sichtweise geschildert zu bekommen. Ja, und deswegen denke ich jetzt halt darüber nach, ob ich meinen Kollegen mal ansprechen soll. Vielleicht sieht bzw. denkt er über diese Situationen ja ebenfalls völlig anders und wenn ja, dann würde es mich wirklich interessieren, wie man diese Situationen anders interpretieren kann. Aber immer noch besser, mal offen darüber zu reden, was einen beschäftigt, worüber man sich so aufgeregt hat, bevor die Situation noch völlig "hochschaukelt".

Ja, und "trotz" oder gerade wegen dieser "seelischen Aufregung" war ich heute Abend dann bei der Wassergymnastik. Das "Abreagieren" (z. B. Laufen auf der Stelle und dabei nach vorne boxen) hat mir dabei so richtig gut getan. Insbesondere bei der ersten Gruppe wurde heute sehr viel geredet, kaum einer war so richtig bei der Sache, nur ein paar wenige Ausnahmen. Bei ein paar intensiven Arm- und Beinübungen mit der Nudel war ich (mit ein paar wenigen Damen) die Ausnahme, die dabei überhaupt richtig mitgemacht hat. Aber insbesondere das Laufen auf der Stelle und auch das Boxen fallen mir im Wasser doppelt und dreifach so leicht wie Samstags beim Training. 

In der zweiten Hälfte von der ersten Gruppe gab es dann Gruppenübungen mit der Nudel, die wir immer zu zweit ausführen sollten. Ich habe es mit einer älteren Dame (etwa um die 70) zusammen gemacht, mit der ich mich echt gut verstehe. Dabei kam ich dann total auf andere Gedanken. Es ergaben sich dabei so einige Situationen (während der Übung), nicht nur bei uns, auch bei den Anderen, über die wir mächtig lachen mussten (z. B. unter anderem eine Art "Tauziehen", jeder packte sich halt ein Ende dieser Nudel, mal "gewann" der Eine, mal der Andere). In solchen schönen Momenten bin ich dann immer froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Dass ich (im Sommer 2009) überhaupt mit der Wassergymnastik angefangen habe und auch, dass ich Ende letzten Jahres in diese Gruppe eingetreten bin. Auch dabei gilt mal wieder das Motto "Who Dares Win", "Nur wer wagt gewinnt". 

Am Ende der ersten Gruppe wurde dann für nächste Woche Karneval, also "Altweiber" angesagt. Der Unterricht findet zwar statt, aber nur in lockerer Atmosphäre, nicht so intensiv wie sonst. Dann wird nur Karnevalsmusik laufen. Außerdem, wer möchte kann gerne in Verkleidung kommen (natürlich damit dann auch ins Wasser), sei es mit einem T-Shirt oder z. B. auch einem Hut. Im ersten Moment wollte ich dann "kneifen", auf Karneval habe ich nun wirklich im Moment so gar keine Lust. Aber dann habe ich gedacht Blödsinn, Verkleidung ist ja schließlich freiwillig, dazu wird ja schließlich keiner gezwungen. Und wenn wir heute bei den Nudelübungen schon so einen Spaß hatten, wer weiß, wie es nächste Woche dann wird. Zufällig liefen dann im Hintergrund die Lieder "Wenn nicht jetzt, wann dann" und auch "Eins kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Leben".... Ja, ich werde nächste Woche auf jeden Fall daran teilnehmen!!!!

Ja, aber am Anfang der zweiten Gruppe wurde ich dann mächtig still. In der ersten Gruppe waren es rund 20 Personen, in der zweiten höchstens 10. Dabei ging es dann wieder viel ruhiger, intensiver und konzentrierter zur Sache, so dass ich schließlich wieder immer mehr und intensiver meinen Gedanken bezüglich der Arbeit nachhing. Obwohl mich die Frauen ja erst seit November kennen, ist es ihnen trotzdem aufgefallen, dass ich heute noch wesentlich ruhiger und stiller war als sonst üblich. Sie sprachen mich auch schon darauf an, ob alles in Ordnung wäre, wie es mir gehen würde. 

In der zweiten Gruppe läuft dann immer die gleiche Musik wie in der ersten Gruppe. Als ich dann an die Arbeit gedacht habe und auch an nächste Woche, an den Karneval bei der Wassergymnastik (Thema Verkleidung usw. betrifft dann auch diese zweite Gruppe), da fiel mir eine Veranstaltung auf der Arbeit ein, die Ende Februar durchgeführt wird. Im allgemeinen geht es dabei um die Gesundheit, z. B. auch was den Rücken betrifft. Diese Veranstaltung ist an einem Dienstag, also an einem "sportfreien" Tag, an dem ich Nachmittags keine Rücksicht auf Termine nehmen müsste. Ich denke jetzt ernsthaft darüber nach, mich mal zu erkundigen, was das genau beinhaltet und wie das ablaufen soll (vom zeitlichen her meine ich). Wie war das gleich? "Wenn nicht jetzt, wann dann....?" Wer weiß, im Moment bin ich sehr "experimentierfreudig", sonst würde ich nächste Woche auch nicht zur Wassergymnastik gehen. Diese Veranstaltung kann durchaus interessant werden und auch Spaß machen. Wenn ich mich jetzt spontan entscheiden müsste, dann würde ich auf jeden Fall Ja sagen, dass ich gerne mal daran teilnehmen möchte. Mal was anderes hören und sehen möchte. Vom Alltagstrott hat man eh immer mehr als genug. 

Ja, in der zweiten Gruppe war ich dann so in Gedanken, dass ich mich total auf die Übungen konzentriert habe, alles super intensiv mitgemacht habe (noch intensiver als in der ersten Gruppe). Als die anderen mich dann angesprochen haben, da fühlte ich mich zunächst gar nicht angesprochen, habe erst gar nicht darauf reagiert, bis dann schließlich eine zu mir rüber kam, was denn los wäre, ob es mir nicht gutgehen würde (ich habe dann nur kurz gesagt, dass ich Stress auf der Arbeit habe, was mich im Moment sehr beschäftigt). 

Ja, aber alles in allem hat mir die Wassergymnastik heute so richtig gut getan, die Bewegung, das "Auspowern" im Wasser an sich. Und auch die Gruppenübungen mit den Nudeln in der ersten Gruppe, weil es dabei halt einiges zu lachen gab. 

Nach dem Unterricht blieb ich noch etwa 15 Minuten im Wasser. Die zweite Gruppe endet immer um 20.45 Uhr und wie ich mitbekommen habe, dürfen wir dort dann noch offiziell bis 21 Uhr im Wasser bleiben (dann wird dieser kleinere Raum wohl mehr oder weniger "dicht" gemacht). Bis auf wenige Ausnahmen gehen die anderen sofort nach dem Unterricht raus, so dass man sich im Becken noch etwas "austoben" kann. Ich habe dann zuerst noch etwa 5 Minuten ein paar Übungen am Beckenrand gemacht. Sowohl in meiner früheren Gruppe (Wassergymnastik) als auch während der Reha haben wir immer mal wieder Übungen am Rand gemacht, die mir Spaß gemacht haben (und bei leichten Schmerzen auch immer wieder geholfen haben). Diese Übungen machen wir im Rahmen der Gruppe nur sehr selten, eigentlich fast nie. Ich habe sie vorhin dann halt noch für mich alleine gemacht. Anschließend bin ich dann noch etwa 10 Minuten lang geschwommen, was ebenfalls total gut getan hat. Zuerst noch sehr zügig, mit viel Kraft, aber nach und nach verließ mich dann die Kraft. Auf den letzten Bahnen wurde ich dann super langsam. Aber das hat wirklich noch so richtig gut getan.

Auch zu Hause hatte ich dann noch eine richtig gute Energie. Nachdem ich die Sachen für morgen sortiert habe (Kleidung und Arbeitstasche), habe ich mich noch auf den Haushalt gestürzt, war noch im Keller, habe mich um die Wäsche gekümmert und habe dann auch noch bis gegen 1 Uhr in der Küche gestanden und gespült. Dann ist mein Freund ins Bett gegangen (er hat diese Woche ja Mittagschicht, kam gegen 22.30 Uhr nach Hause) und ich verzog mich dann ins Wohnzimmer an den Computer, kam heute dann zum ersten Mal etwas zur Ruhe. 

TitelAutorDatumBesucher
Di. 21.05.2019PetraM22/05/2019 - 09:126
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