Donnerstag, 31.10.2013, Wassergymnastik

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Der Donnerstag war einfach nur schön. Ich war auch total gut drauf. 

Schon auf der Arbeit lief es echt gut. Für den "Rückstand" (ich meine jetzt das "ordentliche" Einsortieren der Sachen vom Umzug, die zum Teil immer noch sehr "chaotisch" in meiner Ecke liegen) hatte ich heute gar keine Zeit, dafür habe ich die laufenden, die aktuellen Aufgaben umso besser im Griff. Im Moment ist die Stimmung auf der Arbeit, das Betriebsklima total gut und locker. So gut kam es mir schon seit Jahren nicht mehr vor. Dass es in den letzten Monaten bei allen angespannter war, das ist ja ganz klar, da ja keiner wusste, was im Rahmen des Umzuges auf uns zukommen wird. Aber umso mehr "Kinderkrankheiten" wir in den neuen Büros in den Griff kriegen (es liegen dort noch einige "Baustellen" vor uns), umso schöner und besser wird es dort. 

Im Moment verstehe ich mich mit allen, also mit den einzelnen Kollegen/Kolleginnen auch echt gut. Ich habe dort jetzt zu mehreren Kollegen einen viel besseren "Draht" und Kontakt als früher, so dass ich bei Fragen und Problemen nicht mehr ganz so viele Hemmungen habe, einen darauf anzusprechen. Einschließlich was sie Situation mit meinem Chef betrifft. Im Moment komme ich auch mit ihm sehr gut klar, aber nachdem, was in den letzten Jahren zwischen uns alles so passiert ist, die ganzen heftigen Gespräche meine ich jetzt natürlich, habe ich trotzdem irgendwie eine "innere Angst" davor, dass es irgendwann wieder zu einem großen "Knall" kommen könnte. Dass man einen Fehler macht, der einem zunächst nicht bewusst ist und dass es dann wieder zu einem großen "Knall" und Stress und Ärger kommen könnte. Diese Gedanken lassen mich im Moment noch nicht so richtig los. Und auch, wenn die Stimmung heute wieder total gut gewesen ist (ich habe mich bei einer Rechnung "verlesen", wodurch sie einen völlig anderen Sinn ergeben hat, woraufhin ich etwas einen Lachanfall bekommen habe), trotzdem lässt mich die innere Angst, dass (nach einem Fehler) alles wieder von vorne anfangen könnte, im Moment absolut nicht los. 

Ich träume fast jede Nacht davon, dass ich zum Gespräch kommen soll, dort erfahre, was ich falsch gemacht habe und deswegen die Kündigung bekommen soll. Ich werde dann jedes Mal wach und bin total durcheinander. Ich versuche dann immer, mich wachzuhalten, bloß nicht wieder einschlafen (und den nächsten Traum zu riskieren), auch wenn ich nur eine oder zwei Stunden geschlafen habe. Bevor ich im Traum den nächsten Ärger, die Kündigung riskiere, halte ich mich lieber wach und freue mich über das gute Betriebsklima, genieße es, solange die Stimmung auf der Arbeit so gut ist. Da macht das Arbeiten auch viel mehr Spaß als früher.

Ich weiß nur noch nicht, wie ich bezüglich Weihnachten reagieren werde. Einerseits verstehe ich mich, wie gesagt, im Moment mit allen total gut (und möchte auch richtig zur Gemeinschaft gehören), aber andererseits würde ich trotzdem am liebsten wieder absagen. Gruppe ist halt Gruppe, egal wie gut ich mich mit den einzelnen verstehe. Ich weiß noch nicht, ob ich daran dann teilnehmen werde, vielleicht werde ich mich auch wieder, so wie in den letzten Jahren, ums Telefon kümmern. Das ist bei mir halt immer die beste "Ausrede".

So ein ähnliches Gespräch hatte ich auch vorhin bei der Wassergymnastik. Die Stimmung war in beiden Gruppen wieder total gut. In der ersten Gruppe waren wir heute nur mit 8 Personen, in der zweiten Gruppe mit 5 Personen. Dadurch hatten wir richtig viel Platz, um auch verschiedene "Lauf-Übungen" durchs Becken machen zu können. Besser hätte die Stimmung gar nicht sein können. 

Die beiden Frauen, mit denen ich Freitag Abend verabredet bin, werden ja beide nicht am Weihnachtsessen vom Verein teilnehmen. Da ich in Gruppen ja eh Hemmungen habe, habe ich schon überlegt, ob ich daran dann überhaupt teilnehmen soll. Als das Gespräch vorhin dann auf das Essen kam, da habe ich dann gesagt, dass ich noch nicht weiß, ob ich wirklich kommen werde (weil die beiden Frauen abgesagt haben). Daraufhin meinten dann sofort ein paar Frauen (einschließlich der Gruppenleiterin, mit der ich mich ja auch total gut verstehe), dass die Gruppe (bzw. die Gruppen) nicht nur aus diesen beiden Frauen bestehen würde, auch sie würden daran teilnehmen und sie würden sich freuen, wenn ich auch kommen würde (keinen Rückzieher mache). Ja, ich muss mal sehen. Meine Hemmungen bei Gruppen sind nunmal immer total groß, egal wie gut ich mich ansonsten mit den einzelnen Personen verstehe. Im letzten Jahr, als ich gerade vier Wochen dabei gewesen bin, da habe ich auch daran teilgenommen. Da habe ich allerdings erst etwa 10 Minuten vor der Türe des Lokals gestanden (in eisiger Kälte), bis ich mich endlich überwunden habe, um dort rein zu gehen. Inzwischen habe ich ja zu mehreren Frauen in beiden Gruppen ziemlich gute "Kontakte", mit denen ich jedes Mal gut ins Gespräch komme. Auch wenn es eine Überwindung wird, trotzdem will ich versuchen, daran teilzunehmen (sofern ich nicht im letzten Moment einen Rückzieher mache, wie es mir auch schon öfters auf der Arbeit passiert ist, dass ich vor der Türe stand, dahinter meine Kollegen in lockerer Runde gehört habe, mich nicht getraut habe, die Türe zu öffnen und wieder ab in mein Zimmer). 

Beim Wort Türe muss ich gerade etwas lachen. Das Wort kommt auf der Arbeit in Diktaten des Öfteren vor (bezüglich einer Raumgestaltung). Für mich heißt es Türe und das schreibe ich auch immer, aber jedes Mal wird es mir als Fehler angestrichen, dass es eine Tür ist. Daran kann ich mich nicht gewöhnen. 

Bei der Wassergymnastik waren in letzter Zeit auch mehrere Neue dabe, die an Probestunden teilgenommen haben. Die älteren Frauen aus der ersten Gruppe waren vorhin dann dran, dass es am Dienstag mit 18 Frauen ja sehr voll gewesen ist. Wenn sie eintreten wollen, dann auf jeden Fall nur noch in die zweite Gruppe, die ja immer viel kleiner ist. Daraufhin meinte ich dann, wenn es nicht anders geht, dass ich demnächst dann halt auch notgedrungen nur noch zur zweiten Gruppe kommen würde (ich fühlte mich in dem Moment als "Hindernis", weil es am Dienstag so voll war). Darauf meinten dann aber sofort mehrere der Frauen, dass ich damit ganz bestimmt nicht gemeint gewesen bin, ich würde doch längst fest in beide, also auch in die erste Grupe gehören, egal wie voll sie manchmal ist.

Die Wassergymnastik war dann echt wieder gut. Es war heute wieder bei der Physiotherapeutin und bei ihr komme ich ja eh immer ziemlich gut mit. Etwa 90 % der Übungen habe ich sehr gut geschafft, nur mit den Gleichgewichtsübungen hatte ich die üblichen Probleme. Diese Übungen sind halt nicht gerade meine Stärke. Selbst mit einer Nudel zum Ausbalancieren kann ich dabei nicht ruhig auf einem Bein stehen bleiben. 

In der zweiten Gruppe ergab sich eine Situation, bei der ich einen Lachanfall bekommen habe. Eine Stange, auf den Seiten je ein "Kissen" (für den Wasserwiderstand). Das haben wir als Paddel genommen, viele Übungen damit (unter Wasser in die verschiedensten Richtungen bewegen). Unter anderem breitbeinig hinstellen und mit diesem Paddel zwischen den Beinen durch, so weit wie möglich (also mit dem Oberkörper dabei etwas runter gehen) und wieder hoch. Sobald ich dieses Paddel zwischen den Beinen hatte, drückte es mich nach oben, ich verlor sofort mit den Füßen den Bodenkontakt. Da heute ja Halloween ist, meinte ich dann spontan, dass ich mich wie eine "Hexe" fühlen würde, die auf dem Besen reitet..... Jede Übung machen wir mit einigen Wiederholungen. Bei jeder Wiederholung, wenn ich wieder auf dieser Stange saß und "abhob", musste ich wieder loslachen. Was für eine "blöde" Übung (Grins....). 

Aber "ansonsten" hat es echt Spaß gemacht, die meisten Übungen hatte ich halt gut unter Kontrolle und die Stimmung war einfach nur total gut. Nach dem Unterricht wollte ich dann noch eine bis zwei Bahnen Schwimmen, zumindest es ein bisschen versuchen (in dem kleinen Becken natürlich). In dem Moment kamen dann 3 Frauen dazu, Schwimmerinnen (nicht von der Wassergymnastik), von denen ich zwei inzwischen aber auch schon "flüchtig" kenne, mit denen ich schon öfters gesprochen habe. Wir blieben dann noch zusammen etwa eine viertel Stunde im Wasser, was ebenfalls noch total gut gewesen ist. Also wir sind nicht "richtig" geschwommen, dabei hätte ich eh nicht mithalten können, sondern sind nur etwas "rumgepaddelt", haben uns dabei unterhalten. 

Heute Abend habe ich mich dann noch gefreut. Die CD von Norman Langen ("Pures Gold"), die ich bei Amazon bestellt habe, war schon in der Post. Die will ich mir dann auf den MP3-Player fürs Fahrradfahren überspielen.

Zu Hause war ich dann völlig kaputt. Die Bewegung im Wasser hat total geschlaucht. Ich habe was gegessen und wollte mich dann ein halbes Stündchen bequem auf den Sessel legen bzw. setzen. Dort bin ich dann übergangslos fest eingeschlafen, habe rund 4,5 Stunden fest geschlafen (mein Freund ging zwischenzeitlich ins Bett). Mein Freund kann es nicht haben, wenn ich im Sessel schlafe. Er hat dann immer Angst, dass ich Rückenschmerzen bekomme, so krumm wie ich darin liege (ich liege immer seitlich darin, das ist so schön bequem, die Beine über die Lehne). Aber ich muss sagen, dass ich (nicht nur bei Erkältungen) im Sessel im Sitzen besser schlafen kann. Im Bett brauche ich häufig eine halbe Stunde oder länger, bis ich endlich schlafe. Ich habe immer mindestens 2, 3 oder auch 4 Kissen, so hoch wie möglich liegen (ich kann nicht flach liegen). Ja, und im Bett habe ich halt häufig die Alpträume, das hatte ich vorhin auf dem Sessel nicht. Die 4,5 Stunden waren besser, als 2 Stunden im Bett. Trotzdem kann mein Freund das nicht haben, er hat immer wieder Angst, dass ich morgens dann mit heftigen Rückenschmerzen, oder auch Kopfschmerzen aufwache. Die Sitzhaltung im Sessel ist natürlich alles andere als ideal, das Schlafen aber trotzdem total angenehm. 

 

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