Fr. 17.05.2019 (Zwischeneintrag)

DruckversionPDF-Version

Heute war ein totaler Chaos-Tag, so ein richtiger Sch.....-Tag. Deswegen kommt jetzt ein Zwischeneintrag. Alles "raus lassen", alles verarbeiten, damit ich besser (freier im Kopf) ins Wochenende starten kann.

Auf der Arbeit ist es aktuell für mich alles andere als leicht. 

Zum einen Thema Urlaub. "Eigentlich" sollen wir uns ja absprechen, damit alle Arbeitsbereiche immer abgedeckt sind. Nun gut, manche haben es bei uns aber nicht "nötig". Man erfährt es von ihnen zum Teil erst 5 Minuten vor Feierabend, dass sie ab sofort für eine Woche (oder so) im Urlaub sind (was alles schon genehmigt ist). Also unter einer "Absprache" verstehe ich was anderes. 

Letztendlich, weil ich halt nie so richtig weiß, wann die Anderen im Urlaub sind, ich aber "leider" sehr pflichtbewusst bin, bin ich ständig im Büro um die Stellung zu halten. 

Alle Anderen hatten längst Urlaub. Mein Urlaub war ja im Dezember, unser Betriebsurlaub über Weihnachten. Ich habe mit Resturlaub noch 37 Tage. Mein nächster "regulärer" Urlaub ist im September. Mal sehen, ob ich so lange durchhalte.

Wenn es so weitergeht, wie aktuell, dann klappe ich eh vorher zusammen. Sozusagen ein kleiner Burn-Out. Das habe ich heute noch gemerkt, wie labil ich aktuell bin. Ich habe heute im Büro geweint.

Ich sage mal so, es gibt Bereiche, die ich sehr gut im Griff habe, mit denen ich gut klar komme, die mir dadurch (Erfolgserlebnisse) auch Spaß machen. Für diese positiven Aufgaben kommt man immer wieder gerne Arbeiten, darauf freut man sich immer wieder.

Dann gibt es aber auch andere Aufgaben, mit denen man "kämpfen" muss, mit denen man dadurch zum Teil nur sehr langsam voran kommt. Ja, aber immer, wenn man sich deswegen (Rückstand) als "Versager" fühlt, dann "klammert" man sich an die anderen Aufgaben, mit denen man wieder Erfolgserlebnisse hat.

Heute meinte eine Kollegin dann spontan zu mir, dass eine dieser Aufgaben (die ich gut im Griff habe) eine Kollegin machen soll. Sie hat sich dabei bestimmt nichts gedacht, aber für mich war es in diesem Moment wie "ein Schlag in die Magengegend". Der Boden wurde sozusagen unter meinen Füßen weg gezogen. Mir kamen sofort die Tränen geschossen, das konnte ich nicht steuern, sie liefen einfach so. 

Den Rest des Tages konnte ich mich nicht mehr konzentrieren, habe mich nur noch mit kleinen Sachen beschäftigt. Ich war noch mehrmals mit den Tränen am kämpfen (ein paar liefen auch noch). Ja, daran habe ich wieder gemerkt, wie labil ich aktuell bin. 

Auf dem Weg nach Hause gab es dann noch so richtig Chaos.

Mein Freund holt mich ja im Normalfall immer am Bahnhof ab. Seine Schlüssel (Wohnung und Auto) hat er immer in der Jackentasche. Heute zog er jedoch spontan eine andere Jacke an...

Als ich am Bahnhof stand, auf den Zug gewartet habe, der Verspätung hatte, da ging mein Handy. Mein Freund stand draußen vor dem Auto (er wollte mich ja abholen). Er hatte aber gar kein Schlüssel dabei, alle waren drinnen in der anderen Jacke (immerhin hatte er sein Handy dabei, um mir Bescheid zusagen). Er würde jetzt so lange "Spazieren gehen" (um den Block), bis ich nach Hause komme. Im "Normalfall" wäre ich (mit Straßenbahn) etwa eine Stunde später (Plus/Minus) zu Hause gewesen.

Aber es kam völlig anders.

Als ich hier aus dem Zug aussteigen wollte, an der Türe stand, da war die Türe kaputt, ging nicht auf. Technische Störung. Ich rannte durch das Abteil zur anderen Türe. Aber in dem Moment fuhr der Zug schon weiter. 

Na SUPER.....

Ich sagte meinem Freund direkt Bescheid. Ich hatte keine Ahnung, wann ich zu Hause sein würde. Er war auch schon total genervt.

Mein Ticket gilt nur für meine Arbeitsstrecke. Für andere Strecken brauche ich ein Zusatzticket. In der anderen Stadt musste ich also zunächst ein neues Ticket (Zusatzticket) am Automat ziehen. Ich kam mit dem Automaten nicht klar. Ich war war auch total nervös, innerlich so aufgewühlt, dass ich die ganze Zeit mit den Tränen kämpfen musste. 

Ich lief dann (weil ich nicht klar kam) ein paar Meter durch den Bahnhof. Dann sah ich solche "Service-Mitarbeiter". Ich ging einfach spontan hin und sprach sie an. Total nett und hilfsbereit. Super freundlich. Einer (ein netter junger Mann) ging direkt mit mir zum Automaten, hat alles eingestellt. 

OK, soweit, so gut. Ich wollte dann bezahlen, hielt mein Kleingeld schon in der Hand. Ja, aber Barzahlung war an diesem Automaten nicht möglich. Ich weiß, dass viele heutzutage mit Karte bezahlen, aber für mich ist das halt "Neuland". Es dauerte dann eine Weile, bis ich es endlich geschafft hatte, die Fahrkarte (schon entwertet) unten auch rauskam.

So, wann kommt der nächste Zug? Laut Anzeigentafel in einer halben Stunde. Na super. Die nächste U-Bahn sollte in 5 Minuten kommen. Die wäre aber rund 30 Minuten (bis zu unserem Hauptbahnhof) gefahren. 

Ich dachte nicht weiter nach, bin runter in die U-Bahn-Station geflitzt. Noch 2 Minuten. Ich schrieb meinem Freund eine SMS, damit er Bescheid weiß. Vom Bahnhof aus hätte ich ja auch noch rund 30 Minuten nach Hause laufen müssen (die Straßenbahnen fahren so spät ja anders). Ich habe um 19 Uhr Feierabend gemacht (kurz danach ist mein Freund raus gegangen) und es war inzwischen 20.30 Uhr. 

Mein Freund rief mich an. Steig nicht in die U-Bahn ein. Ich habe keinen Bock mehr zu warten. Schnapp dir ein Taxi, ich warte hier und bezahle es. 

OK, so kam ich auf jeden Fall schneller nach Hause. Inzwischen hatte ich auch mächtig Kopfschmerzen, hatte auch keinen Bock mehr. 

Also den Taxistand suchen. Zum Glück habe ich den schnell gefunden. Ein netter Taxifahrer, er kannte sich hier gut aus, über die Autobahn war ich relativ schnell (gegen 21 Uhr) zu Hause. Knapp 33 Euro. Ich habe es bezahlt, bekam es aber von meinem Freund dann direkt wieder. 

So, und nach diesem Chaos-Tag gönne ich mir jetzt ein Stück Käsekuchen. Ich kann nicht anders - Grins. Als kleinen Start ins Wochenende. 

Und es tat mal wieder gut, hier alles loszuwerden, wieder alles aus mir rauszulassen.

Morgen mache ich dann ja eh den LowCarb- und Sporttag. 

Mal sehen, heute Abend plane ich auch noch etwas Sport ein. Den Frust dieses Tages etwas abzutrainieren, mich etwas abzureagieren. Ob ich es wirklich durchziehe, das werde ich im nächsten Eintrag dann Schreiben. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 18.09.2019PetraM19/09/2019 - 04:4611
Di. 17.09.2019PetraM18/09/2019 - 16:2225
Mo. 16.09.2019PetraM17/09/2019 - 14:2434
So. 15.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3731
Sa. 14.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3533
Fr. 13.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3224
Do. 12.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3020
Mi. 11.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2716
Di. 10.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2415
Mo. 09.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2115
So. 08.09.2019PetraM09/09/2019 - 07:14101
Sa. 07.09.2019PetraM08/09/2019 - 15:0178
Fr. 06.09.2019PetraM07/09/2019 - 13:4474
Do. 05.09.2019PetraM06/09/2019 - 08:5080
Mi. 03.09.2019PetraM05/09/2019 - 08:5070
Di. 03.09.2019PetraM04/09/2019 - 08:3774
Mo. 02.09.2019PetraM03/09/2019 - 09:1179
So. 01.09.2019PetraM02/09/2019 - 03:4866
Sa. 31.08.2019PetraM01/09/2019 - 15:1256
Fr. 30.08.2019PetraM31/08/2019 - 14:0552
Do. 29.08.2019PetraM30/08/2019 - 08:35122
Mi. 28.08.2019PetraM29/08/2019 - 02:4681
Di. 27.08.2019PetraM28/08/2019 - 08:2873
Mo. 26.08.2019PetraM27/08/2019 - 03:0762
So. (Nachtrag)PetraM26/08/2019 - 03:3364
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...