Freitag, 07.09.2012 PT-Training

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Heute Nachmittag war ich ja wieder beim PT und seitdem bin ich total kaputt und völlig "groggy". Das Training an sich war zwar wieder gut, aber dennoch zum Teil sehr hart und intensiv. Heute waren wieder mehrere "Herausforderungen" dabei, zum einen was die Übungen betrifft, zum Teil aber auch was das Seelische betrifft (also Übungsabläufe, mit denen ich halt Probleme habe, vor denen ich "etwas" Angst habe). Eigentlich wollte ich ihn heute darauf ansprechen, dass er zukünftig die eine Übung (sich aus allen Vieren hochzudrücken), mit der ich so große Probleme habe, nicht mehr einplanen soll, dass ich zumindest diesbezüglich aufgegeben habe. Das habe ich mir jedoch erspart, da er auch heute wieder zum Teil sehr hartnäckig gewesen ist, so dass ich einer Diskussion bezüglich dieser Übung, bei der ich wahrscheinlich eh nicht durchkommen würde, lieber aus dem Wege gegangen bin. 

Beim heutigen Training waren ebenfalls Übungen dabei, mit denen ich zum Teil große Probleme hatte. Bei zwei Übungen konnte ich zwischendurch nicht mehr und gab es deswegen auf, brach die Übungen ab. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Übungen damit komplett beendet gewesen wären. In solchen Momenten bleibt mein Trainer dann immer hartnäckig, eine kurze Pause ist in Ordnung, einmal Durchatmen und dann wird dennoch die schwere Übung nochmals wiederholt. Zumindest heute war es dann der Fall, dass es bei den zweiten "Versuchen" bzw. Durchgängen wesentlich besser geklappt hat. 

Aber ich muss sagen, dass ich deswegen auch "unterschiedlich" über meinen Trainer denke. Wenn er beim Training so hartnäckig ist, dann habe ich auch schon mal etwas "brass" auf ihn, dann würde ich ihn halt am liebsten "auf den Mond schießen", aber nach dem Training, wenn ich zum Teil wieder kleine Erfolge hatte oder auch was die Schmerzfreiheit betrifft, dann bin ich ihm halt immer dankbar dafür, dass er das Training so durchzieht. Wer weiß, wenn er zum Teil nicht so hartnäckig wäre, wie das Training dann überhaupt laufen würde, ob ich dann auch schon diese Erfolge (und natürlich auch diese Schmerzfreiheit) erzielt hätte. Aber zumindest rede ich mit ihm inzwischen während des Trainings offener über meine Probleme mit den einzelnen Übungen (zum Teil auch bezüglich negativer Erfahrungen im Rahmen der früheren KG), so dass er dann meine Reaktionen und Ängste bei den einzelnen Übungen zum Teil besser verstehen kann. 

Aber ich sage mal so, die "Power", die ich mir am Mittwoch bei der KG zumindest "ansatzweise" gewünscht hätte, die hatte ich auf jeden Fall beim heutigen Training. Zu Beginn hatte ich direkt völlig unerwartete Probleme bei einer eigentlich einfachen Übung. Es fing mit Sprüngen an, die ich ja eh so gar nicht mag. Ich nehme an, dass ich mich dabei bereits total verkrampft und verspannt habe, insbesondere in den Füßen und Waden. Danach dann Armübungen mit dem Theraband. Ich stand mittig auf dem Band, mit dem Oberkörper ziemlich weit nach vorne gebeugt, Oberarme am Körper, in jede Hand ein Ende des Bandes und dann halt mit den Händen hoch und runter. Für die Arme war das absolut gar kein Problem, aber ich habe "versucht", das Gleichgewicht, die nach vorne gebeugte Haltung mit den Füßen, also mit den Zehen abzufangen bzw. zu halten. Zuerst hatte ich nur ein Spannungsgefühl in den vorderen Füßen (Zehen/Ballen), das jedoch sehr schnell zu einem Krampf geworden ist. Ich habe noch versucht, das zu ignorieren, mich völlig auf die Übung, auf die Arme zu konzentrieren, aber es klappte nicht. Mit jedem Durchgang wurde der Krampf, der ziehende Schmerz intensiver. Als schließlich eine "Stufe" erreicht war, die ich nicht mehr aushalten konnte, habe ich die Übung abgebrochen. Kurz die Füße etwas lockern, ein paar Schritte, aber danach ging es dann trotzdem mit der gleichen Übung weiter (schließlich hat sie für die Arme ja auch sehr gut geklappt). Beim zweiten Durchgang das Band dann sogar noch etwas kürzer fassen, also mehr Spannung reinbringen, womit ich ebenfalls klargekommen bin. Dabei habe ich die Füße zwar auch wieder etwas gemerkt, aber deutlich geringer als beim ersten Durchgang, so dass ich diesen zweiten Durchgang dann normal beenden konnte (ihn nicht vorzeitig abgebrochen habe).

Dann kam eine Übung, die ich heute so ziemlich am schwersten fand, die ich ebenfalls abgebrochen habe, aber nach einer kurzen Pause dennoch weiter machen musste. Die gleiche Grundhaltung, also mit dem Oberkörper etwa in die Waagerechte, dieses Mal in jeder Hand eine 5 kg Hantel (ich habe gedacht, ich breche damit zusammen), die Oberarme dieses Mal nicht am Körper, sondern parallel in Schulterhöhe, die Unterarme (mit den Hanteln) zunächst Richtung Boden, dann nach "innen" Richtung Brust und wieder runter. Das fand ich heute am absolut schwersten, nicht nur was die Hanteln betrifft, auch den Bewegungsablauf. Beim Hochgehen hat mein Trainer mir etwas geholfen, aber alleine wieder langsam runter gehen. Sobald ich mit den Armen oben war, gingen meine Oberarme immer wieder automatisch seitlich runter, also an den Oberkörper, so wie bei der vorherigen Übung mit dem Theraband. Ich weiß nicht, wie oft mein Trainer mich daran erinnert hat, die Arme wieder zu den Seiten zu nehmen (in Schulterhöhe). Außerdem hatte ich vor Anspannung ein kräftiges Ziehen im unteren Rücken. Nach ein paar Durchgängen gab ich es auf, gleichzeitig an die Armhaltung zu denken und die schweren Hanteln zu heben (es folgten nur noch Korrekturen), das war in dem Moment zu viel und ich habe es abgebrochen. Nach einer kurzen Pause musste ich es dann natürlich dennoch wiederholen (das war so ein typischer Moment, als ich den vorhin erwähnten "Brass" auf meinen Trainer hatte). Der zweite Durchgang fiel mir zwar auch schwer (von den Hanteln her), aber er klappte dennoch bei weitem besser. Es folgten zwar auch wieder einige Korrekturen (auch bei diesem Durchgang ging ich immer wieder mit den Armen nach hinten, an den Oberkörper, diese Bewegung konnte ich mir in diesem Moment nicht "abgewöhnen"), aber trotzdem habe ich diesen Durchgang dann durchgehalten. 

Dann kam eine Übung auf dem großen Gymnastikball, die sogar relativ gut geklappt hat. Das Hauptproblem bei dieser Übung war, dass ich meine Turnschuhe nicht dabei hatte (zumindest sehe ich das so). Wenn ich Samstags zum Training gehe, dann habe ich die Turnschuhe vorsichtshalber immer mit dabei, ich weiß ja nie, welche Übungen auf mich zukommen, ob ich sie vielleicht doch mal wieder gebrauchen kann, aber wenn ich direkt von der Arbeit komme, dann habe ich nur Gymnastikhose und T-Shirt dabei. Mit dem Bauch auf dem Ball liegen und die Füße zum Stabilisieren unter bzw. hinter eine Sprosse an der Sprossenwand klemmen. Das kann ich nicht, auf dem Fußrücken, unterhalb der Zehe bin ich super schmerzempfindlich, halte dort gar keinen Druck aus, schon gar nicht während der Übung diese Sprosse. Auch bei den gelegentlichen Fußmassagen kann ich den Druck unter dem Fuß besser aushalten, als auf dem Fußrücken, dabei könnte ich jedes Mal unter die Decke gehen. Mit Turnschuhen geht das etwas besser. Ich habe die Füße vorhin dann vor die unterste Sprosse gestellt , mit der Ferse direkt unter der zweiten Sprosse, konnte mich so dann etwas stabilisieren. Dann folgten ähnliche Bewegungen wie am Montag bei der KG auf dem großen Würfel (nur dass ich den stabiler fand, aber mein Trainer hat vorhin ja mit aufgepasst, dass der Ball ruhig liegen blieb), die Arme in "U-Haltung" und mit dem Oberkörper so hoch kommen wie möglich, kurz halten und wieder runter. Das hat dann ganz gut geklappt.

Ich habe nur Angst davor, wenn (egal ob beim PT oder bei der KG) zum ersten Mal wieder Übungen kommen, auf dem Ball sitzen und so weit nach vorne rollen, bis nur noch die Schultern auf dem Ball liegen. Das haben wir früher bei der KG sehr oft gemacht. Zuletzt habe ich das vor rund 2 Jahren bei meiner früheren Physiotherapeutin gemacht. Dabei ist dann ja der "Unfall" passiert. Ich konnte mich wegen Hohlkreuz und mangels Kraft nicht mehr hochrollen, kam nicht mehr zum Sitzen (also zum Aufstehen) hoch. Ich holte dann aus dem Körper Schwung (wollte in einem Satz Aufstehen), der Ball kam ins Rollen, rollte weg und ich verlor das Gleichgewicht. Die Reaktion meiner Physiotherapeutin war in diesem Moment absolute 1 A, bevor ich auf den Boden fallen konnte (es fehlte nicht mehr viel), sprang sie auf mich zu, hielt mich fest und zog mich schwungvoll hoch. Ihre Worte (Mach das nie wieder....!! - So schwungvoll vom Ball Aufzustehen) werde ich nie vergessen. Der Schreck saß mir unwahrscheinlich in den Gliedern, das habe ich bis heute nicht vergessen. Seit dem Moment habe ich große Angst davor, nochmals diese Übung durchzuführen und wieder nicht Aufstehen zu können, wieder Probleme damit zu bekommen. 

Dann folgten Übungen mit dem kleinen "Medizinball". In dem Moment sehe ich dann wirklich immer den Lehrer in ihm, weil wir während der Schulzeit mit solchen Bällen auch immer das Fangen und Werfen üben sollten, ich mich aber so gut wie immer verdrückt habe (die restliche Stunde lieber alleine in der Umkleide gesessen habe, was viele Male vorgekommen ist). In dem Moment war es früher immer ein Vorteil, dass ich so still bin, es ist meiner Lehrerin nur selten aufgefallen, wenn ich dabei gefehlt habe. Wenn es ihr auffiel und sie mich gesucht hat, dann nahm ich daran natürlich "notgedrungen" teil, aber im Laufe der Zeit war das nur sehr selten, so gut wie immer konnte ich mich davor sehr gut drücken. Beim PT habe ich diesbezüglich natürlich gar keine Chance. Ja, bei ihm habe ich jetzt manchmal das Gefühl, dass er versucht "nachzuholen", was meine Lehrerin damals nicht geschafft hat. Bei dieser Entfernung habe ich mit Bällen zum Glück noch nicht ganz so Probleme, ich weiß allerdings noch nicht, wie ich darauf reagieren würde, wenn er den Abstand dann vergrößern würde, ob ich auch dann den Mut finden werde, den Ball fangen zu wollen, weil ich bisher in solchen Situationen immer in "Deckung" gegangen bin, Hände blieben unten und den Ball bloß nicht berühren. Ja, auch seelisch ist dieses Training für mich zum Teil eine echte Herausforderung.

Vorhin saß ich dann auf dem Boden, bzw. auf der Matte. Die Beine aufgestellt, mit dem Oberkörper leicht nach hinten. Mein Trainer stand dabei ca. einen Meter vor mir und warf mir den Ball zu. Bei den ersten Durchgängen fangen, den Oberkörper zur rechten Seite drehen, wieder nach vorne und zurück werfen (später dann Wechsel, zur linken Seite drehen, danach dabei gerade sitzen bleiben, mit dem Oberkörper nur leicht zurück und wieder nach vorne). Eigentlich sollte ich den Ball dann jeweils mit Schwung zurück werfen, aus der Bewegung des Oberkörpers heraus den Schwung nehmen, was ich meistens jedoch nicht geschafft habe. Ich war total auf den Ball konzentriert, ihn zu fangen, bloß nicht daneben zu greifen und ihn dann wieder einigermaßen "vernünftig" zurück zu werfen (so dass mein Trainer ihn auch fangen kann). 

Aus dieser Position heraus, dem Sitzen mit den aufgestellten Beinen, haben wir dann auch wieder das Zurück- und Vorgehen mit dem Oberkörper geübt, was weiterhin super gut klappt (dieser Erfolg ist wirklich sein "Verdienst", das habe ich schmerzfrei ja zum ersten Mal überhaupt bei ihm nach seinem monatelangen Training geschafft). 

Dann kam eine Übung auf dem Rücken liegend, wobei ich "entscheiden" durfte, ob ich sie lieber mit dem kleinen Ball oder mit einem Handtuch durchführen möchte. Also wenn ich schon die Wahl habe, dann habe ich mich fürs Handtuch entschieden (freiwillig ganz bestimmt nicht für den Ball, ich glaube, wenn der dann ins Rollen gekommen wäre, dann hätte ich bei dieser Übung wesentlich mehr Probleme gehabt). Die Beine im rechten Winkel anheben, mit dem Oberkörper hochkommen, die Arme (mit dem Handtuch) über dem Kopf und das Handtuch so weit wie möglich auf den Beinen ablegen, möglichst Richtung Schienbein, so hoch bzw. so weit komme ich jedoch nicht (ich glaube nicht, dass ich es geschafft hätte, den Ball dabei ruhig, so dass er liegen bleibt, auf den Beinen abzulegen). Ich bin dann hingegangen und habe anfangs dabei völlig automatisch die Beine etwas angezogen, ein Stück weiter Richtung Oberkörper, so dass ich mit dem Handtuch auch ein Stück weiter kam. Ein paar Mal klappte das auch ganz gut, bei jedem Durchgang zog ich die Beine ein kleines Stückchen weiter hoch. Aber dann hat mein Trainer es gemerkt. O. K., Pech gehabt. Er hielt dann seine Hand vor die Beine, also die Oberschenkel, so dass die Beine im rechten Winkel bleiben. So fiel die Übung dann wesentlich schwerer und ich kam mit dem Handtuch auch bei weitem nicht mehr so hoch bzw. so weit. 

Ja, das waren heute die "wichtigsten" Übungen beim Training. Das nächste Training ist dann wieder am Mittwoch Abend (nach der KG) und danach dann wieder am nächsten Freitag. Das finde ich dieses Mal sogar besser als am Wochenende, insbesondere so kaputt wie ich heute danach war. Nächste Woche Samstag sind wir Abends ja bei Ralf Schmitz und Sonntag Nachmittag gehen wir mit der Familie meines Freundes Essen. Da mein Freund ab Montag ja eh Spätschicht hat, ich Nachmittags also eh alleine bin, dann kann ich besser bereits am Freitag Nachmittag zum Training gehen.  Nach dem heutigen Training hatte ich eine Zeitlang leichte Schmerzen im gesamten Rücken, aber seitdem das wieder weg ist, bin ich wieder völlig schmerzfrei. 

Das Trinken ist während des heutigen Trainings irgendwie auf der Strecke geblieben (nur wenige Trinkpausen), dafür waren wir zu sehr auf die Übungen konzentriert, aber stattdessen hat er heute sehr intensiv auf die Atmung geachtet. Immerhin hatte ich heute auch nach den schwierigen Übungen keine Probleme mit dem Kreislauf (und auch keine Seitenstiche, die ich bei falscher Atmung bzw. zu häufigem Luftanhalten sehr schnell bekomme). 

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