Freitag, 12.10.2012

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Mir geht es seelisch im Moment nicht so gut, ich bin das reinste "Nervenbündel". So schlimm war es schon lange nicht mehr. Deswegen fällt es mir im Moment auch schwer, mich auf einzelne Aufgaben zu konzentrieren. Eigentlich müsste ich auf der Arbeit, wenn ich die Vertretungszeit von meinem Kollegen hinter mir habe, immer erst ein paar Tage Urlaub nehmen, zur totalen Ruhe, totalen Entspannung, um seelisch wieder runter fahren zu können. Mit dem bevorstehenden Seminar wäre das zeitlich in diesem Jahr aber nicht möglich gewesen. Durch die Vertretungszeit gerate ich mit meinen Aufgaben immer etwas in den Rückstand, das lässt sich nie völlig vermeiden. Die seelische Situation wegen dem Seminar "verschärft" die ganze Arbeitssituation jetzt auch noch. Ich versuche natürlich, mich so gut es geht auf die einzelnen Aufgaben zu konzentrieren, aber das fällt mir derzeit von Tag zu Tag schwerer. Dazu kommen noch Probleme mit dem Computer, also mit einem Programm, das "nicht so will, wie ich es will", wodurch meine Arbeit zusätzlich ins stocken geraten ist. Noch rund eine Woche arbeiten, die muss ich seelisch irgendwie noch "aushalten", dann zum Seminar und anschließend dann "versuchen", mich im Urlaub seelisch wieder "einigermaßen" in den Griff zu bekommen, so gut es geht wieder "runter zu fahren". Diese innere Unruhe, so wie es bei mir derzeit aussieht, die würde keiner auf Dauer aushalten. Diesbezüglich bin ich auch eigentlich froh, dass ich meinen Sport habe (am Sonntag ist ja das nächste Training), da es immer wieder so einige Übungen gibt, bei denen man sich mehr oder weniger "auspowern" kann, zum Teil bis an seine Grenzen geht und dabei dann auf jeden Fall auf andere Gedanken kommt. 

Nächste Woche findet auch noch eine Computerschulung statt, an der jedoch eine Kollegin teilnimmt (die es mir danach dann "vermitteln" wird), worüber ich ehrlich gesagt total erleichtert bin. Erst hatte ich deswegen Angst, dass ich Probleme bekommen könnte, wenn ich nicht selber daran teilnehme, aber "so", wie ich zur Zeit drauf bin, hätte ich es mir seelisch nicht wirklich zugetraut. Mich jetzt aktuell auch noch auf ein völlig neues Programm zu konzentrieren, ich glaube nicht, dass das gut gegangen wäre, damit wäre ich jetzt wahrscheinlich völlig überfordert gewesen. Ich bin ja froh, wenn ich meine normalen, alltäglichen Aufgaben so gut es geht in den Griff bekomme. 

Heute Nachmittag war ich zunächst beim Friseur. Wie soll man in einem Kurs ein stärkeres Selbstbewusstsein vermittelt bekommen, wenn man sich selber, in seiner Haut, nicht wirklich wohl fühlt? Meine Haare waren etwas zu lang geworden, wirkten dadurch mächtig "zottelig", was ich gar nicht haben kann, damit fühle ich mich dann total unwohl. Anschließend war ich bei meiner Mutter im Krankenhaus und sie begrüßte mich mit den Worten "Was siehst du fremd aus...". Sie sind einfach nur blonder geworden und ein Stück kürzer, nur noch knapp Schulterlang, was mir aber auch reicht, Hauptsache ich kann für den Sport noch ein kleines "Schwänzchen" machen (offene Haare kann ich beim Sport so gar nicht haben). Die dunkelbraunen Haare, die ich normalerweise habe, die möchte ich im Moment nicht mehr haben, ich habe mich so richtig an das Blonde gewöhnt, finde das irgendwie schöner, frischer und angenehmer. Im Frühjahr war ich bei einem Friseur, der beim Färben eine falsche Farbe benutzt hat, wodurch ich einen erheblichen rot- bzw. kupferstich hatte. Das fand ich ganz schrecklich. Im Sommer hatte ich eh immer schon einen rotstich, je nachdem, wie die Sonne darauf fiel, zum Teil wirkte es dann mächtig rötlich. Durch die falsche Farbe wurde diese Wirkung dann noch etwas verstärkt. Ich habe dann sofort den Friseur gewechselt, bin dann zu meiner jetzigen Friseurin gekommen und sie hat sich dann darum gekümmert, dass der Rotstich wieder weg ist und alles gleichmäßig blond ist. Einschließlich der etwas kürzeren Haarlänge fühle ich mich jetzt schon wieder deutlich besser. Diesen Friseutermin hatte ich fest für diese Woche eingeplant, also auf jeden Fall noch vor dem Seminar, aber nicht erst nächste Woche, also nicht auf den letzten Drücker, das wäre mir dann zu knapp geworden.

Bevor ich dann zu meiner Mutter gegangen bin, war ich noch in ein paar kleinen Geschäften. Die Sache mit dem Yps-Heft habe ich inzwischen aufgegeben. Selbst in der Eifel, bei meiner früheren Schulfreundin, war das Heft bereits ausverkauft. Über eBay wird es zum Teil bereits mit rund 30 Euro gehandelt (Tendenz steigend), aber soviel ist es mir wirklich nicht wert. Bis 10 Euro wäre ich gegangen, aber dann hätte es auch gereicht. In einem Geschäft habe ich dann ein Heft gekauft, "Wissen & Staunen". Darin sind mehrere interessante Artikel, die mich sehr interessieren, eines speziell was das Seminar betrifft. "Der erste Eindruck - so machen Sie Punkte, wenige Augenblicke entscheiden". Darunter sind mehrere interessante Punkte beschrieben. 

Wenn ich neue Menschen kennenlerne, dann bin ich anfangs eh immer zunächst deutlich stiller, schüchterner und zurückhaltener. Bis ich dann etwas "auftaue", lockerer und offener werde, das dauert bei mir grundsätzlich etwas, da geht nie von heute auf morgen, das dauert bei allen Menschen etwas. Aber dadurch bin ich damals meinem Freund aufgefallen. Er hat ja schon in dem Betrieb gearbeitet, hatte gerade seine Ausbildung beendet und einen festen Vertrag. Die anderen Frauen in dem Büro strotzten alle nur so vor Selbstbewusstsein, schminkten sich zum Teil sehr dick, eine fiel mehr auf als die andere (ich habe mich noch nie geschminkt, damit fühle ich mich total unwohl). In jedem Ausbildungsjahr waren mehrere "Azubis" (oder "Stifte", wie mein damaliger Chef immer sagte).  Mein Freund ist ja selber sehr ruhig und still (zumindest anderen gegenüber, hier zu Hause sind wir beide alles andere als still.....!!), so dass ich ihm aufgefallen bin, die kleine Stille, die den Mund nicht aufbekommen hat (meine Kollegin hat im Betrieb beim Vorstellen direkt locker mit allen Männern gesprochen, ich stand nur völlig ruhig daneben). Alle müssen dort dann direkt über mich gelästert haben, dass die Neue so extrem still ist. Gerade deswegen wollte mein Freund mich dann kennenlernen und sprach mich dann in der ersten Pause an. Ich vergesse nie, als er dann zum ersten Mal auf mich zugekommen ist, es war sofortige Sympathie und wir verbrachten dann jede weitere Pause zusammen. Nach einer Woche hatten wir dann unsere erste kleine Verabredung, danach folgten dann ganz viele weitere. 

Zuerst bekamen die Kollegen nichts davon mit. Natürlich haben sie gemerkt, dass wir in den Pausen ständig zusammen saßen, aber da mein Freund ja auch ziemlich still war, war das allen egal. Von den privaten Treffen bekamen die Anderen zunächst nichts mit. Als es zwischen uns dann ein paar Monate später "anfing", und wir Händchen haltend in der Stadt gesehen worden sind, da hatte mein Freund keine ruhige Minute mehr. Es kamen Sprüche ohne Ende, dass wir in der Pause zusammen sind, das wäre ja in Ordnung, aber wie er sich bloß mit so einer Stillen treffen könne.... Schließlich haben wir den Druck nicht mehr ausgehalten. Wir haben uns immer besser verstanden, waren total auf einer Wellenlänge und wollten zusammen bleiben. Die Sprüche auf der Arbeit wurden immer schlimmer und intensiver und mein Freund hat schließlich von heute auf morgen dort gekündigt, hat damit auch eine Arbeitslosigkeit von mehreren Monaten und natürlich auch eine "Sperre" vom Arbeitslosengeld (weil er von sich aus gekündigt hatte) riskiert. Ja, aber in dem Moment haben die Kollegen dann erst gemerkt, dass es uns Beiden ernst war, dass es auf Dauer kein "harmloser Flirt" geblieben ist. Nachdem mein Freund dort dann weg war (nach ein paar Monaten bekam er zum Glück eine neue Stelle, sein Vater hatte damals vollstes Verständnis für uns, mit ihm habe ich mich vom ersten Tag an gut verstanden und er hat uns sehr gut unterstützt), kehrte auf der Arbeit wieder Ruhe ein, die Kollegen akzeptierten endlich, dass wir beide zusammen sind und die Sprüche wurden mit der Zeit immer weniger, ließen dann schließlich ganz nach. 

Ja, aber so bin ich bis heute geblieben. Wenn ich mich mit Menschen echt gut verstehe, dann werde ich total locker, rede viel, lache viel und komme total aus mir raus, aber von dieser Sorte gibt es nicht ganz so viele Menschen, bei denen ich so locker werde. Aber neuen bzw. den meisten Menschen gegenüber bin ich sehr still, sehr zurückhaltend und bekomme den Mund kaum auf. Es kommt halt auch immer auf die Menschen, auf die Situation an sich an. Mal sehen ob bzw. was mir diesbezüglich das Seminar jetzt bringt.....

TitelAutorDatumBesucher
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:043
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36111
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25116
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33147
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19128
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29145
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04142
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31113
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02157
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42152
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45171
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56126
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44126
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22142
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16109
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01132
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0784
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59150
So. 08. Nov. 2020PetraM09/11/2020 - 03:55135
Sa. 07. Nov. 2020PetraM08/11/2020 - 19:13130
Fr. 06. Nov. 2020PetraM07/11/2020 - 19:29184
Do. 05. Nov. 2020PetraM06/11/2020 - 08:42208
Mi. 04. Nov. 2020PetraM05/11/2020 - 08:2699
Di. 03. Nov. 2020PetraM04/11/2020 - 09:0991
Mo. 02. Nov. 2020PetraM03/11/2020 - 08:14131
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