Freitag, 15.02.2013

DruckversionPDF-Version

Der heutige Tag war zum Glück wieder besser als der gestrige. Allerdings war heute Nachmittag meine Mutter mal wieder zu Besuch, was mich ja eh immer mächtig aufwühlt. Mein Freund hat diese Woche ja Mittagschicht (leider auch Morgen) und sie plant jetzt ein, an den Freitagen, wenn ich Nachmittags alleine bin, bei mir zu sein. Sie holt mich dann immer vom Bahnhof ab. Ihr Freund spielt Hobbymäßig Tischtennis. Nach diesem Training kommt er dann immer gegen 20 Uhr bei uns vorbei, um meine Mutter wieder abzuholen. Ja, und deswegen arbeite ich an diesen Freitagen dann auch freiwillig länger. Umso früher ich dann Feierabend mache, umso länger ist sie halt hier und zum Teil weiß ich wirklich nicht, was ich immer mit ihr reden soll.

Heute Nachmittag war sie dann direkt dran, was sie machen könne, wobei sie mir beim Haushalt helfen könne. Da ich es eh nicht so gerne habe, wenn sie mir bei manchen Sachen "dazwischen funkt", jeder Mensch ist halt anders, auch was die Haushaltsführung betrifft, hatte ich heute alles soweit fertig, hatte nur noch Kleinigkeiten, um die sie sich kümmern konnte. Ja, aber danach wurde es ihr mächtig langweilig, sie wollte unbedingt eine Beschäftigung haben. Das bloße Rumsitzen, das war nichts für sie. 

Sie hat zwar einen "Laptop", der inzwischen rund 10 Jahre alt ist, mit dem sie zwar auch ins Internet kommt, aber keine Spiele machen kann, da es bei ihr super langsam läuft. Spiele kann sie nur machen, wenn sie diese von einer CD auf den Laptop überspielt, aber nicht direkt im Internet. Sie hat mich vorhin dann gefragt, ob sie mal an meinen Computer dürfe, ein paar Spiele im Internet machen. Na gut, warum nicht. Sie fing dann erst bei Facebook an und dann ging es weiter bei Aldi-Sued. Ich wusste gar nicht, dass sie so "spielsüchtig" ist. Wenn sie einmal damit anfängt, dann findet sie keinen Schluss mehr. So extrem bin ich darin ganz bestimmt nicht. Hin und wieder mal ein Spiel, das ist o. k., aber spätestens nach einer halben Stunde reicht es mir dann wieder. Ja, aber meine Mutter saß vorhin dann über 3 Stunden nonstop vor diesem Computer, machte ein Spiel nach dem Anderen. 

Trotz des Spielens war sie ständig dran, dass es ihr langweilig sei, dass ich ihr doch was erzählen solle. Mir fielen mit der Zeit schon keine Themen mehr ein. Sie meinte dann zu mir, ich solle mich doch hinlegen, etwas schlafen, wozu ich in dem Moment aber wirklich absolut gar keine Lust hatte (und müde war ich eh nicht). Ich habe dann angefangen, in verschiedenen Schränken und Schubladen "rumzukramen", habe über alle möglichen Sachen einen Kommentar abgegeben, so dass wir darüber dann ins Gespräch gekommen sind. Aber ich muss sagen, die Zeit zog sich mächtig und ich war froh, als es dann endlich 20 Uhr war und ihr Freund kam und sie abgeholt hat. 

Zuerst bin ich dann etwas an den Computer, um mich etwas "abzureagieren". Als ich dann wieder ruhiger war, da habe ich mich ein Stündchen hingelegt, mal so richtig "runterfahren" und entspannen. Ja, und in zwei Wochen geht es damit weiter (wenn mein Freund dann wieder Mittagschicht hat)...... Zuerst wollte ich heute Abend dann noch Fahrrad fahren, aber dazu konnte ich mich dann mal wieder nicht aufraffen. Diesbezüglich halt ein "typischer" Freitag. Aber morgen Mittag habe ich ja eh wieder Training, darauf freue ich mich schon so wie immer.

Ich fange jetzt langsam aber sicher an, mich um unsere Urlaubsplanung zu kümmern. Ab Mitte Juni 3 Wochen, also gemeinsam 3 Wochen, ich hänge für mich noch eine vierte Woche dran, da ich ja noch so viel Resturlaub habe. Zuerst ein paar Tage hoch zum Timmendorfer Strand. Bezüglich des Hotels geht im Moment unsere Vorstellung etwas auseinander. Wir nehmen immer Übernachtung mit Frühstück, starten dann halt zu Tagestouren. Mir reichen dabei immer die "kleineren" Hotels, in denen Zimmer meistens durchschnittlich 50 Euro je Übernachtung (mit Frühstück) kosten. Mein Freund liebt es im Urlaub jedoch etwas besser und vornehmer. Wir waren (z. B. in Koblenz) bereits in einem Hotel, in dem eine Nacht rund 130 Euro gekostet hat. Mit Mini-Bar, großem Fernseher und allem möglichen "Schnick-Schnack", was wir meistens eh nicht anwenden. Im Timmendorfer Strand gibt es direkt am Strand ein Hotel, ein ganz großes, die meisten Zimmer mit Meeresblick. Dieses Hotel ist eigentlich der ganz große Traum von meinem Freund, mal mindestens für 2 Übernachtungen dort zu wohnen. Allerdings kosten diese Zimmer (mit Meerblick) auch locker 160 Euro aufwärts je Nacht. Mir persönlich ist das viel zu teuer. O k, das Hotel an sich gefällt mir auch gut, aber trotzdem finde ich es völlig überteuert. Ich bevorzuge dann halt lieber die kleineren, übersichtlicheren Hotels, von mir aus ruhig "Familien geführt". Mal sehen, in welchem Hotel (also in welcher Kategorie) wir dort letztendlich landen werden (also auch, wo wir ein gutes Zimmer bekommen).

In diesem Zusammenhang muss ich gerade an meinen Vater denken. Ganz früher, als ich noch ein kleines Kind war, da hat er Camping-Urlaub geliebt, mit einem großen Zelt. Später haben wir die Sommerurlaube (in Italien und Spanien) dann immer in Hotels verbracht (meistens in solchen Ferien-Siedlungen mit Swimming-Pool usw.) und die Oster-, Herbst- und gelegentlich auch Weihnachtsurlaube in Österreich auf dem Bauernhof in Ferienwohnungen. Sein ganz großer Traum als Rentner, was er ja nicht mehr erleben durfte (er ist ja mit 47 Jahren gestorben), war es, ein großes Wohnmobil zu haben und damit durch die Welt zu fahren, in jedem Sommer damit auf einem anderen Campingplatz zu stehen. Deswegen sind wir damals auch zu jeder "Messe" gefahren und haben uns unzählige Wohnmobile von innen angeguckt, haben uns immer alls genau erklären lassen, also wie man z. B. eine Sitzecke mit ein paar Handgriffen in eine Schlafecke umbaut. Ich fand es immer total interessant, wie viele Dinge in so ein Wohnmobil passen, das ist im Prinzip ja schon eine ganze Wohnung. 

Urlaubsmäßig planen wir zur Zeit auf jeden Fall weiterhin das Auto ein, also zunächst keine Flüge mehr. Insbesondere wegen der vielen Streiks, darauf kann man sich im Moment zu wenig verlassen. Angst habe ich vor dem Fliegen ganz bestimmt keine, aber mich nervt das Ganze drum herum unwahrscheinlich. Unser letzter privater Flug war vor mehreren Jahren nach Berlin. In diesem Urlaub ist ja eh so ziemlich alles schief gelaufen, was überhaupt schief laufen konnte. Wir waren im falschen Hotelzimmer (wir hatten ein "gutes" gebucht und waren in einem sehr einfachen Zimmer, ohne Minibar und als "Schrank" diente eine Stange zwischen zwei Brettern, ohne Türe davor), was wir jedoch erst am Abreisetag erfahren haben. Ich war viel zu still und schüchtern, bekam meinen Mund nicht auf, habe mich nicht beschwert und habe dann sogar die Rechnung für das Zimmer mit Minibar usw. bezahlt. Mein Freund hat sich darüber zwar auch mächtig aufgeregt, aber nur wenn wir alleine waren, im Hotel bekam er den Mund so wie üblich natürlich auch nicht auf.

Dann ja die ganzen Kosten, weil wir fast alles mit Taxi gemacht haben (oder Kilometermärsche), weil ich dort mit dem öffentlichen Nahrverkehr nicht klargekommen bin. Im KaDeWe haben wir uns ja völlig verlaufen, haben viele Abteilungen, die uns interessiert hätten (z. B. die Tierabteilung) gar nicht gefunden. Mein Freund hat sich dort dann mehrere ausgefallene Steaksoßen gekauft, die man hier zu dieser Zeit nirgends bekommen hat. Damit diese Flaschen (also die Soßen) im Koffer nicht kaputt gehen und alle Sachen versaut werden, nahm er sie dann mit ins Handgepäck. Ja, das war es dann, am Flughafen musste er dann alles abgeben, dort alles in große Container schmeißen. So sauer, wie an diesem Tag, hatte ich ihn schon lange nicht mehr erlebt. 

Das wurde für mich dann alles zu viel und ich bekam einen Migräneanfall, so heftig, dass mir einfach so die Tränen liefen. Ja, in dem Moment hätte ich dann gerne jemand gehabt, der mal die Verantwortung übernimmt, sich mal um alles kümmert. Mein Freund war stattdessen völlig überfordert, wusste nicht, wohin wir gehen mussten, zu welchem Terminal usw. Das vergesse ich nie, wie ich da saß. Ich dachte, mein Kopf würde platzen, Stiche ohne Ende, meine Tränen liefen nur so und trotzdem musste ich versuchen klar zu denken, damit wir im richtigen Flugzeug landen. Das war verdammt hart für mich. Als wir dann endlich im Flugzeug saßen, da hat mein Freund als erstes die Stewardess angesprochen, dass ich dringend eine Tablette brauche. Allerdings, bis die dann endlich so richtig gewirkt hat, bis dahin waren wir dann fast schon zu Hause. Ja, diesen Tag werde ich niemals mehr vergessen und seitdem habe ich auch absolut gar keine Lust mehr zu fliegen.

Beim Fliegen habe ich auch immer große Probleme mit dem Druck auf den Ohren, völlig egal wie viel ich dabei "schlucke" oder auch Kaugummi kaue. Diesen Druck kriege ich meistens erst wieder weg, wenn wir längst gelandet sind und auf die Koffer warten. Obwohl den schlimmsten Druck auf den Ohren hatte ich als Jugendliche im Winterurlaub in Garmisch-Partenkirchen. Wir sind damals zuerst ein Stück den Berg hochgewandert, dann das letzte Stück mit der Seilbahn gefahren. Auf der Zugspitze haben wir dann eine längere Rast gemacht, in Ruhe was gegessen. Es war zwar super kalt, es lag sehr hoher Schnee, aber die Sonne war trotzdem intensiv. Wir lagen dann alle auf Liegen auf der "Aufsichtsplattform", unter ganz dicken Decken und haben uns gesonnt, haben an diesem Tag alle schön Farbe bekommen. Dann ging es wieder runter, aber auf der "anderen" Seite. Unten war auf jeden Fall ein großer See. Die Seilbahn fuhr von oben dann quer über den See bis mitten ins Dorf. Die Aussicht war unbeschreiblich schön. Die Fahrt war allerdings total super schnell, ich bekam einen mega heftigen Druck auf den Ohren, den ich nicht mehr weg bekam. Das war so heftig, dass ich davon auch heftige Kopfschmerzen bekommen habe. Letztendlich war ich danach 2 Tage krank, lag 2 Tage lang völlig platt im Bett, Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen ohne Ende und konnte kaum was hören, hatte nur ein Rauschen auf den Ohren. Nach 2 Tagen hatte ich dann plötzlich auf beiden Ohren gleichzeitig ein kräftiges Knacken, was total weh getan hat. Aber von einer Sekunde zur anderen ging es mir dann wieder sehr gut, die Kopf- und Ohrenschmerzen waren sofort wie weggeblasen. Auch das werde ich niemals mehr vergessen (damals war ich etwa 13 oder 14 Jahre alt). Seitdem habe ich (gerade bei Flügen) jetzt immer Angst, dass sich das nochmals wiederholen könnte, dass ich nochmals einen so starken Druck bekommen könnte, der dann wieder 2 Tage lang anhält.

Ja, und was das Fliegen betrifft dann natürlich auch noch die Sache mit den Streiks, dass man sich nicht immer auf die Flüge verlassen kann. Also ich halte von Streiks, oder auch "Warnstreiks" absolut gar nichts (mein Freund denkt darüber ganz genauso). Als wir damals während meiner Ausbildung zusammen gekommen sind, da haben die Kollegen ja gelästert ohne Ende, so dass mein Freund dort schließlich per "Kurzschlussreaktion" gekündigt hat. Danach war er dann ein halbes Jahr lang arbeitslos, hatte danach "wo anders" einen halb Jahresvertrag und fing danach bei seiner jetzigen Arbeitsstelle an. Das halbe Jahr Arbeitslosengeld war hart und auch er sagt seitdem, lieber 100 Euro weniger verdienen, aber Hauptsache eine feste Stelle haben. Ja, und ich denke darüber genauso. Ich war damals 3 Monate arbeitslos und bin über die aktuelle Arbeitssituation, über diese Runterstufung immer noch voll und ganz glücklich, fühle mich jetzt mit rund 200 Euro weniger im Monat viel besser und befreiter als in den Jahren zuvor (der große seelische Druck, unbedingt mehr leisten zu müssen, ist jetzt endlich weg). 

Ich habe absolut gar kein Verständnis dafür, wenn Arbeitnehmer um einen "Prozentpunkt" feilschen, dafür streiken, so dass alle Menschen davon betroffen sind (Thema Züge und Flüge). Ich kann mich absolut nicht da rein denken. Die Menschen sollen doch froh darüber sein, wenn sie in der heutigen Zeit überhaupt einen festen Job haben und der Arbeitgeber bereit ist, mit dem Lohn z. B. um 1 oder 2 Prozent (oder auch mehr) hochzugehen. Dass manche dann "den Hals nicht vollkriegen" und noch ein Prozent und noch ein Prozent wollen, da kann ich mich nicht reindenken. Wie sagt mein Freund immer so schön. Den ganzen Streikenden sollte man kündigen, es gibt mehr als genug Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, die liebend gerne arbeiten möchten, die deren Job auch für weniger Geld sofort übernehmen würden (ich denke genauso darüber!!). Ja, aber wie gesagt, manche Menschen wollen immer mehr, mehr, mehr und da kann ich mich nicht reindenken. Ich bin glücklich darüber, dass ich einen festen Vertrag habe, dass ich mich mit den Kolleginnen (und natürlich auch Kollegen) so gut verstehe und dass mir die Arbeit jetzt endlich wieder so richtig Spaß macht. Lieber 10 Briefe schreiben oder "2 Stunden" Postdienst machen als mich mit komplizierten Computerprogrammen auseinander zu setzen oder aber die alleinige Verantwortung über Akten zu haben (also bei der Sachbearbeitung), dafür verzichte ich sehr gerne auf das Geld. Das ist wirklich mein voller ernst!!!!

 

TitelAutorDatumBesucher
Sa. 19.10.2019PetraM20/10/2019 - 14:2211
Fr. 18.10.2019PetraM19/10/2019 - 13:2129
Do. 17.10.2019PetraM18/10/2019 - 08:4548
Mi. 16.10.2019PetraM17/10/2019 - 08:5460
Di. 15.10.2019PetraM16/10/2019 - 08:4357
Mo. 14.10.2019PetraM15/10/2019 - 08:4654
So. 13.10.2019PetraM14/10/2019 - 03:0654
Sa. 12.10.2019PetraM13/10/2019 - 15:5942
Fr. 11.10.2019PetraM12/10/2019 - 14:2942
Do. 10.10.2019PetraM11/10/2019 - 08:2646
Mi. 09.10.2019PetraM10/10/2019 - 08:2753
Di. 08.10.2019PetraM09/10/2019 - 03:0147
Mo. 07.10.2019PetraM08/10/2019 - 02:1352
So. 06.10.2019PetraM07/10/2019 - 20:5840
Sa. 05.10.2019PetraM06/10/2019 - 16:0561
Fr. 04.10.2019PetraM05/10/2019 - 17:2652
Do. 03.10.2019PetraM04/10/2019 - 05:07141
Mi. 02.10.2019PetraM03/10/2019 - 19:09132
Di. 01.10.2019PetraM02/10/2019 - 19:38152
Mo. 30.09.2019PetraM01/10/2019 - 19:44137
So. 29.09.2019PetraM30/09/2019 - 14:09139
Sa. 28.09.2019PetraM29/09/2019 - 18:58167
Freitag, 27.09.2019 PetraM28/09/2019 - 15:51202
Do. 26.09.2019PetraM27/09/2019 - 14:22257
Mi. 25.09.2019PetraM26/09/2019 - 04:02275
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...