Freitag, 16.11.2012 (zu flaches Laufen)

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Der gestrige Tee scheint anscheinend tatsächlich geholfen zu haben. Mir ging es heute deutlich besser, noch nicht völlig gesund, zwischendurch hatte ich immer mal wieder etwas Husten, aber bei Weitem besser als letzte Tage. Allerdings konnte mein Freund mich deswegen auch nicht mehr überreden, eine weitere Tasse von diesem Tee zu trinken. Er hat es mehrmals versucht, aber ich habe völlig abgeblockt. Diese eine Tasse hat mir voll und ganz gereicht. Er wollte mir dann zumindest eine kleinere Tasse machen, aber auch davon wollte ich nichts wissen. Immerhin geht es mir ja schon besser, der Rest kommt jetzt bestimmt nach und nach von alleine. 

Hauptsache, ich bin nächste Woche Donnerstag wieder gesund. Auf die Wassergymnastik hatte ich mich wirklich gefreut. Die gepackte Tasche lasse ich jetzt direkt bis nächste Woche so stehen, die packe ich jetzt vorher gar nicht mehr aus. Dann habe ich nächste Woche halt alles direkt zusammen.

Auf der Arbeit habe ich das Ziel, das ich mir für diese Woche vorgenommen habe (also die geplanten Aufgaben) tatsächlich geschafft. Darüber bin ich wirklich total erleichtert, kann jetzt diesbezüglich locker und entspannt ins Wochenende starten. Ich hoffe, dass es nächste Woche auf der Arbeit genauso positiv weiter läuft, dass ich jetzt nach und nach eine Aufgabe nach der anderen wieder so richtig in den Griff bekomme.

Weshalb ich eine Aufgabe heute um jeden Preis noch fertig bekommen wollte (also zumindest die Eingaben in eine Excel-Tabelle), das hat für mich einen besonderen Grund. Wir haben eine "relativ" neue Kollegin (inzwischen ist sie auch schon über ein Jahr bei uns, die Zeit vergeht halt immer sehr schnell), von der ich "gelegentlich" auch Aufgaben bekomme. Bis jetzt war diesbezüglich aber total "der Wurm drin". Das hat wieder mit meinem Problem zu tun, immer die richtigen Prioritäten zu setzen. Egal, welche Aufgabe ich bisher von dieser Kollegin bekommen habe, ich habe mich zunächst um andere Aufgaben gekümmert. Das war keine "böse Absicht", sondern ich war halt immer der Meinung, dass die anderen Aufgaben wichtiger wären. Ich finde es halt verdammt schwer, sich bei vielen verschiedenen Aufgabenbereichen immer für die richtige Reihenfolge zu entscheiden. Letztendlich habe ich bisher keine Aufgabe von dieser Kollegin vernünftig fertig bekommen, da ich mich stattdessen halt immer verstärkt um die anderen Aufgaben gekümmert habe (natürlich habe ich deswegen auch Ärger bekommen, das war dann immer schon "vorprogrammiert"). Das ist mir selber inzwischen schon total peinlich. Deswegen hatte ich mir für diese Woche fest vorgenommen, zumindest einen "Teilbereich" ihrer Aufgaben endlich fertig zu bekommen (mit den nächsten Sachen geht es nächste Woche dann weiter). Ja, und das habe ich heute Gott sei Dank dann auch geschafft (jetzt muss ich darauf achten, dass ich mit allen Aufgaben, auch mit den anderen irgendwie "Up to Date" bleibe).

Heute Vormittag habe ich zunächst gedacht, dass ich dieses Ziel doch nicht schaffen würde. Wir haben einen Brief per Einschreiben bekommen, den wir an der Post abholen mussten. Da ich ja weiterhin die Vertretung für meinen Kollegen mache, musste ich also mal eben zur Post laufen. Im Prinzip natürlich kein Problem (die Zeit fehlte mir dann natürlich arbeitsmäßig im Büro, das habe ich am Nachmittag noch drangehangen). Auf dem Hinweg zur Post (rund 10 Minuten Laufen) bin ich "normal", so wie immer gelaufen. Auf dem Rückweg (in Gedanken war ich schon im Büro) ist es dann "passiert", was meine Physiotherapeutin schon die ganze Zeit sagt. Ich weiß nicht, woran ich genau hängengeblieben bin, auf jeden Fall bin ich mächtig gestolpert (wieder mit dem rechten Fuß). Das ging ziemlich ins rechte Fußgelenk. Ich hatte etwa die Hälfte des Weges geschafft. Bevor ich nochmals stolper, habe ich dann den Rest des Weges gezielt darauf geachtet, dass ich die Füße "abrolle", immer erst mit der Ferse aufsetzen. Wenn man mehrere Minuten lang konzentriert so läuft (was ich sonst ja nie mache), dann geht das mächtig in die Fußgelenke. Das ist fast schon eine eigene KG-Übung für unterwegs. 

Als ich wieder bei unserem Bürogebäude war, standen mehrere Raucher draußen (was häufig der Fall ist). Ein netter Kollege aus einer anderen Abteilung (mit ihm habe ich schon des Öfteren gesprochen) sprach mich direkt an, ob alles in Ordnung wäre. Ich wusste erst gar nicht, was er meinte, dachte zunächst an meine Erkältung. Er hat gesehen, wie ich auf das Gebäude zugelaufen bin und dass ich mächtig am Humpeln war. Humpeln? Äh Ja, das habe ich wirklich nicht gemerkt, das ist mir absolut nicht aufgefallen, ich war nur auf das blöde Abrollen beim Laufen konzentriert gewesen. Er hat mich gefragt, ob ich Schmerzen im Fuß hätte, da habe ich ihm davon erzählt, dass ich etwas umgeknickt bin (zuvor, als ich gestolpert bin), dass es aber nicht wer weiß wie schlimm wäre. Daraufhin meinte er schon zu mir, dass ich aufpassen solle, so ein falsches Laufverhalten kann den Rücken ganz schön belasten. 

Ich mache das doch nicht absichtlich. Wie ich schon öfters geschrieben habe, bei allen Sachen, allen Angewohnheiten, die man völlig aus dem Unterbewusstsein heraus macht (also auch das normale Laufen), ist eine "Umgewöhnung" mächtig schwer, weil man sich den Fehlern eigentlich nicht wirklich bewusst ist. Da dann gezielt gegen zu steuern, das ist verdammt schwer (und zum Teil auch nicht zu schaffen).

In diesem Zusammenhang passt mal wieder mein Lieblingssatz, den ich beim Training ja nicht sagen darf, "Das kann ich nicht....!!" (ich meine, mir ein anderes Laufen anzugewöhnen). Ich schiebe das im Moment auf meine Stiefelletten, die ich zur Zeit meistens anhabe (obwohl im Sommer mit Halbschuhen ist es mir auch passiert, aber ich meine nicht ganz so häufig wie in der letzten Zeit, wie in den letzten Wochen). Im Prinzip sind sie völlig in Ordnung (sie sind knapp 2 Jahre alt), nur beide Spitzen waren letztens kaputt, total durch bis auf den Innenstoff. Als ich damit bei Mister Minit war (beide Spitzen wurden dort "zugeklebt" und die Sohlen deutlich nach vorne verstärkt, damit es dort nicht sofort wieder so intensiv abgenutzt wird), fragte mich dort der Herr (ein junger Mann), wie ich das geschafft hätte. Dass die Fersen mit der Zeit abgenutzt werden, rund werden (was bei mir kaum der Fall ist), das wäre ja normal, aber dass die Spitzen so kaputt sind, das hätte er noch nicht gesehen (er wusste erst nicht, ob er das repariert bekommt). Ja, ich weiß, dass ich mir rein theoretisch schnellstmöglich einen anderen Gang zulegen müsste (bevor ich mich so richtig lang lege, mal so richtig ins stolpern komme), wobei ich wirklich nicht weiß, wie ich das machen soll. Wie gesagt, das Laufen kommt völlig aus dem Unterbewusstsein heraus, immer erst, wenn ich mit dem Fuß irgendwo hängen bleibe (Teppiche, Borsteine, unebene Platten auf Fußgängerwegen usw.) werde ich "wach", dass ich mal wieder viel zu "flach" laufe. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2993
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0474
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36141
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33165
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02168
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42167
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45185
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56144
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44151
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22149
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0790
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59158
So. 08. Nov. 2020PetraM09/11/2020 - 03:55142
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