Freitag, 17.05.2013, Training

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 Jetzt haben wir ja erstmal ein langes Pfingstwochenende. Ich hoffe, dass das Wetter nicht ganz so schlecht wird, denn dann könnte es auch "etwas" langweilig werden. Wir haben nichts besonderes geplant. Ich werde mich wahrscheinlich mal wieder mit dem Haushalt und mit Lesen, Fernsehen gucken und Internet beschäftigen. Für Samstag ist gar nichts geplant. Mein Freund muss Arbeiten, auf Frühschicht. Er kommt dann etwa gegen 15 Uhr nach Hause. Dann erst was Essen und dann wird er sich so wie immer nach der Frühschicht für etwa 2 Stunden hinlegen. In dieser Zeit verhalte ich mich im Wohnzimmer dann immer so ruhig wie möglich, meistens mit Lesen oder Internet, damit ich ihn nicht wecke. Wenn er dann wieder aufsteht, dann ist fast schon Abend. Da morgen Abend nichts besonderes im Fernsehen läuft, wollen wir mal wieder einen Film gucken, also eine DVD. Welche genau, das wissen wir noch nicht, das kann ich morgen Abend dann schreiben.

Wenn es Sonntag und Montag viel regnen sollte, dann bleiben wir auf jeden Fall zu Hause. Aber wenn es einigermaßen trocken sein sollte, dann wollen wir ein bisschen raus, nichts besonderes, einfach irgendwo hinfahren und ein paar Meter laufen. Denn wenn ich jetzt ansonsten 3 Tage zu Hause rumhängen würde, dann würde mir irgendwann die Decke auf den Kopf fallen. Dann muss ich mal ein bisschen raus.

Das Training haben wir ja bereits auf heute vorgezogen. Wie war das gleich beim Arzt? Meine Werte sind alle in Ordnung, ich bin einfach nur ein "Frierpitter". Rein theoretisch bräuchte ich jeden Tag so ein intensives Training, dabei werde ich auf jeden Fall immer mächtig warm. Anders geht das bei meinem Trainer auch gar nicht. Ich weiß nicht, ob er in Gruppen auch immer so den Überblick behält, was ich mir nicht wirklich vorstellen kann. Ich meine, wenn wir bei der Wassergymnastik mit durchschnittlich 20 Personen sind, wenn man dann mit einer Übung Probleme hat (wie ich z. B. mit der Nudel) und eine Übung mehr oder weniger nur noch "andeutet", dann fällt das in der "Masse" halt nicht auf. Aber bei diesem Einzeltraining fällt halt jede Kleinigkeit auf und es gibt kaum eine Übung, bei der nicht zumindest eine kleine Korrektur kommt, sei es bezüglich der Kopfhaltung oder dass der Bauch mal wieder zu locker wird. Ja, und wenn man das dann eine Stunde lang durchzieht, dann ist man auf jeden Fall warm (dann kann von "Frierpitter" keine Rede mehr sein!). 

Auch heute war das Training mal wieder sehr intensiv. Seine Motivation war vom Feinsten, wobei ich ihn heute wegen seiner Hartnäckigkeit zeitweise auch am liebsten "auf den Mond geschossen" hätte. Bei schweren bzw. intensiven Übungen mache ich zwischendurch halt gerne eine Mini-Pause, also keine richtige Pause, aber einmal kurz in den "Normalzustand" (also locker lassen), aber wirklich nur kurz, einmal kurz atmen und weiter geht es. So führe ich hier zu Hause die Übungen ja auch immer durch. Das ist bei ihm jedoch nicht möglich. Bei ihm soll eine Übung erstmal mit ein paar Wiederholungen durchgezogen werden, die ganze Zeit unter Spannung bleiben, erst danach wieder locker lassen. 

Davon gab es vorhin mehrere Übungen (z. B. bei den Liegestützen oder auch für die Arme, ein strammes "Gummiband" mit den Händen ein Stück auseinander ziehen usw.), bei denen ich liebend gerne eine Mini-Pause eingelegt hätte, einmal kurz locker lassen und dann die Spannung wieder neu aufbauen. Stattdessen redete er ständig auf mich ein und achtete darauf, dass ich nicht oder zumindest kaum in den "Normalzustand" gehe, sondern wirklich unter Spannung bleibe. Das fand ich mächtig schwer. In dem Moment war ich innerlich am "Fluchen" ohne Ende (Grins). 

Den ersten Block fand ich heute sehr schwer. Also nicht was die Übungen betrifft, sondern mehr die Intensität. Dabei haben wir einige Übungen auf Zeit gemacht. In einer bestimmten Zeit sollte ich dann so viele Wiederholungen wie möglich machen. Pausen waren dabei schon mal gar nicht drin (erst nach dem Block folgte eine kurze Pause, um mal was zu trinken). Bei allen Übungen redete er dann ständig auf mich ein, keine Pausen, stattdessen so viele Wiederholungen wie möglich. 

Dabei verliere ich dann eh immer jegliches Zeitgefühl. Das war dann ganz "gemein". Bei manchen schweren Übungen habe ich dann gedacht, dass die Zeit jetzt jeden Moment vorbei sein müsste, stattdessen kam kurz danach dann seine Ansage, dass ich dabei immer noch 30 Sekunden vor mir hätte.... Wenn man jeden Moment mit einer kleinen Pause rechnet und man stattdessen gesagt bekommt, noch 30 Sekunden, dass man schneller durchziehen soll, noch so viele Wiederholungen wie möglich schaffen soll, das ist mir dann sehr schwer gefallen, diese "restlichen" 30 Sekunden die Übung weiterhin intensiv durchzuziehen (worauf er die ganze Zeit über geachtet hat).

Bei den Liegestützen fiel mir das auch am schwersten. Dabei bin ich es bisher gewöhnt, eine bestimmte Anzahl zu machen. Dabei kann man dann schon rückwärts zählen und weiß, wie viele man noch schaffen muss. Heute hieß es dann stattdessen, noch "soundsoviele" Sekunden, wenn ich schneller durchziehe, also oben gar keine Mini-Pause mehr mache, dann könnte ich in der Zeit noch locker 2 oder 3 Stück schaffen. Das fiel mir unwahrscheinlich schwer. Bei ein paar Durchgängen musste ich so richtig darum kämpfen, um überhaupt wieder nach oben zu kommen. Unten verließ mich mehrmals mächtig die Kraft und ich musste mich total zusammen reißen, um wieder vernünftig nach oben zu kommen (und oben "durfte" ich dann ja noch nichtmals eine Pause machen). 

Nach dem jeweils letzten Durchgang (in beiden Blöcken) verließ mich dann völlig die Kraft. Mit Mühe und Not habe ich mich noch nach oben gedrückt (wäre eigentlich am liebsten kurz auf der Matte liegen geblieben), habe oben dann aber doch eine kurze Pause eingelegt. 

Zum Schluss hin folgten dann wieder mehrere Varianten der Crunches. Dabei habe ich mal wieder gemerkt, wie schlecht in meinen Körper unter Kontrolle habe. Es folgten immer wieder Korrekturen bezüglich der richtigen Kopfhaltung und ob ich mit den Schultern hoch genug gegangen bin, wobei ich mehrmals dachte, dass ich eigentlich richtig wäre. Ich hätte mehrmals mit ihm darüber diskutieren können, ob ich richtig bin (oder auch nicht), habe es mir aber verkniffen. Es bringt ja eh nichts, mit Diskussionnen komme ich bei ihm eh nicht so wirklich durch. 

Aber alles in allem war das Training echt gut, zwar zum Teil sehr intensiv, insbesondere halt dieser "Block auf Zeit", aber dennoch war es gut und auch total abwechslungsreich.

Heute Abend hatte ich ihm dann noch eine Mail geschrieben. Er hatte mich gefragt, wie es letzte Woche mit der Wassergymnastik gelaufen ist. Am Donnerstag habe ich nach dem Arzttermin ja nicht mehr daran teilgenommen. Ein paar Punkte von diesem Arzttermin habe ich immer noch nicht so richtig verarbeitet (ich habe halt Angst vor diesen Untersuchungen). Ich habe ihm vorhin dann von dem Arzttermin und den positiven Blutwerten erzählt. Natürlich rechtfertigte das nicht, weshalb ich abends dann nicht mehr zur Wassergymnastik gegangen bin. Ich konnte darüber aber nicht offen reden, das Thema wühlt mich seelisch noch mächtig auf. Aber wofür leben wir schließlich im Internet- bzw. E-Mail-Zeitalter. Schriftlich bin ich meistens eh "mutiger" und kann mich so auch besser ausdrückn. Ich habe ihm dann auf jeden Fall eine Mail geschrieben, wie der Arztbesuch am Donnerstag gelaufen ist und ich gehe davon aus, dass er jetzt versteht, was mich im Moment so bedrückt, wovor ich im Moment so eine große Angst habe. Ich glaube, wenn ich am Donnerstag direkt nach dem Arzt ins Schwimmbad gegangen wäre und mich dort jemand gefragt hätte, was mit mir los ist, dann wären mir vor Aufregung wahrscheinlich die Tränen gekommen. So ist es mir zu Hause auch passiert, als mein Freund gefragt hat, wie es gelaufen ist. Er meinte dann auch direkt zu mir, dass ich besser zu Hause bleiben solle, auch er wäre "so", mit diesen Gedanken nicht mehr unter Leute gegangen. 

 

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