Freitag, 17.08.2012 (Treffen und Seminar)

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Heute war für mich ein sehr unruhiger und "aufregender" Tag. Aber immerhin war ich heute so "beschäftigt", dass es mir dennoch seelisch so richtig gut ging. Schmerzmäßig geht es mir eh weiterhin sehr gut. Den Rücken, also auch den unteren Rücken, habe ich schmerzmäßig seit Tagen nicht mehr gespürt, nicht mehr wahrgenommen. Wenn ich das vor rund 2 Jahren gewusst hätte, wie die Zukunft läuft, dann hätte ich mir im Prinzip die ganze Aufregung rund um die Reha sparen können. Was ich brauchte bzw. brauche, dass ist bzw. war keine Reha sondern die richtigen Therapeuten, die mir hier Woche für Woche helfen. Im Moment scheine ich diesbezüglich zum Glück ja auf dem richtigen Wege zu sein. Ja, wie gesagt, die Rückenschmerzen habe ich zur Zeit tatsächlich im Griff, womit ich noch vor kurzem niemals gerechnet hätte. Nur mit dem Treppensteigen habe ich zum Teil erhebliche Probleme, zum Teil sehr starke Schmerzen in den Beinen. Aber ich gehe davon aus, dass ich auch diese Beschwerden im Laufe der Zeit wieder in den Griff bekommen werde. Morgen Mittag steht ja eh erstmal wieder das PT auf dem Plan.

Heute Nachmittag war ich ja verabredet. Meine Güte, ich kann gar nicht beschreiben, wie aufgeregt ich vor diesem Treffen war. Der anderen Frau erging es aber ganz genauso. Ich sage mal so, der Nachmittag war im ganzen sehr schön, wir saßen fast 3 Stunden in einem Cafe, haben uns sehr gut verstanden, aber nach dem Gespräch zu urteilen "erfülle" ich ihre Vorstellungen nicht, was sie sich unter einer guten Freundin vorstellt.

Sie kommt aus dem Bereich Münster, war dort rund 20 Jahre mit einem Mann verheiratet. Auf einer Art "Kegeltour" lernte sie dann völlig zufällig einen Mann aus "meiner" Stadt kennen, es war die totale Liebe auf den ersten Blick. Innerhalb von rund 2 Wochen brach sie im Bereich Münster alle Zelte ab, trennte sich von ihrem Mann und zog hier hin. Inzwischen ist die Scheidung durch und vor kurzem hat sie ihre neue Liebe geheiratet. Im Bereich Münster hat sie eine sehr gute Freundin gehabt, mit der die Treffen immer sehr spontan stattfanden. Ihre Hobbys sind Joggen, Krafttraining an Geräten (obwohl man ihr das nicht ansieht, sie hatte ein ärmelloses Kleid an, aber Muskeln konnte ich bei ihr gar keine sehen) und ausgedehnte Spaziergänge mit ihrem Hund sowie gerade im Sommer spontane, gemütliche Grillabende. Früher lief es dann so, dass sie z. B. beim Joggen spontan bei ihrer Freundin vorbei lief. Mal machten sie zusammen dann ein schönes Frühstück, mal zog sich ihre Freundin sofort um und joggte dann mit ihr. 

Sie arbeitet ebenfalls im Büro, jedoch in einer kleinen Kanzlei und es hängt von ihrem Chef ab, wann sie Feierabend machen kann, das ist täglich unterschiedlich, zwischen 16 und 19 Uhr. Sie sucht jetzt jemanden, also eine neue Freundin aus unserer Stadt, die sie, sobald sie Feierabend hat, spontan anrufen kann, mit der sie dann zusammen joggen gehen kann, zusammen ins Fitness-Studio gehen kann oder die zu einem Grillabend bei ihr vorbei kommt. In erster Linie "störte" es sie, dass ich nicht hier in unserer Stadt arbeite, sondern rund 30 Kilometer entfernt. Sie fragte direkt, wenn sie mich auf der Arbeit anruft und zum Grillen einlädt, wie lange ich dann brauchen würde, wie die Zugverbindung ist, bis ich dann endlich bei ihr wäre..... Das erschien ihr dann etwas zu lange. Ganz abgesehen von meinen festen Terminen für die Therapie (die mir persönlich absolut wichtig sind, damit es mir weiterhin körperlich und seelisch so gut geht), die passten ihr so gar nicht. Sie sucht halt jemanden, der "jederzeit" spontan für sie Zeit hat, sie auch mal spontan beim "Gassigehen" mit ihrem Hund begleitet. Sie sucht eh jemanden, der Abends während der Woche für sie Zeit hat, die Wochenenden gehören voll und ganz ihrem Mann.

Wir haben im Laufe des Gesprächs gemerkt, dass wir nicht wirklich zusammen passen, ich bin ihr bei weitem nicht "spontan" genug. Da wir uns aber dennoch sehr gut verstanden haben, der Nachmittag war im ganzen sehr schön, es gab auch einiges zu Lachen, sind wir schließlich so verblieben, dass wir zunächst per SMS in Kontakt bleiben wollen und uns dann gelegentlich mal Freitags Nachmittags (so wie heute) auf "eine Tasse Kaffee" treffen wollen. Während der heutigen 3 Stunden "hielt" ich mich dann mal wieder an einem Glas Wasser fest, sie trank in der ganzen Zeit lediglich einen Eiskaffee. Beim bezahlen lud sie mich dann ein, die Rechnung (5,50 Euro) rundete sie auf 6 Euro auf und zückte "cool" einen 100 Euro Schein, kleiner hätte sie es leider nicht.....

Nun gut, der Nachmittag an sich war wirklich schön, im großen und ganzen haben wir uns dennoch sehr gut verstanden, auch wenn unsere Auffassung bezüglich Freundin sehr weit auseinander geht (ich suche eher eine Frau, mit der ich mich, so wie heute, gelegentlich mal zum Kaffee treffen kann, mal einen Bummel machen kann, hin und wieder mal ins Theater/Kino gehen kann, mit der ich mal Spaß haben kann). Eine "Freundin fürs Leben" wird sie für mich ganz bestimmt nicht werden, eine kleine Freundschaft, mit der man sich gelegentlich mal auf einen "Plausch" trifft, könnte daraus eventuell entstehen, das wird die Zukunft dann zeigen. 

Heute Vormittag auf der Arbeit wurden bei mir zunächst viele Erinnerungen an letztes Jahr, an die Depressionen wach. Ich bekomme zur Zeit einen neuen, zusätzlichen Arbeitsbereich, also das weiß ich seit über einem Jahr, aber das entsprechende Computerprogramm ist noch nicht so ganz ausgereift, die "Fachleute" arbeiten noch daran. Ich muss dann regelmäßig so einige Belege in das System eingeben (sofern es denn irgendwann mal richtig funktioniert). Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, ganz im Gegenteil, ich freue mich darauf, eine neue feste Aufgabe, eine neue "Herausforderung" zu haben. 

Im Oktober soll dafür in Dresden eine kleine "Einweisung" durchgeführt werden (darüber werde ich hier zu gegebener Zeit dann natürlich schreiben). Im Moment geht es um die Terminabsprache, wann dieser Kurs genau stattfinden wird. Ende Oktober werde ich ja bereits an dem Kurs zum Thema "Selbstbewusster Auftreten" teilnehmen. Entweder findet der andere Kurs eine oder zwei Wochen vor diesem Seminar statt. Ich habe bereits mitgeteilt, dass mir "Anfang" Oktober lieber wäre. Zur Zeit geht es mir seelisch zwar total gut, aber ich habe Angst, wenn beide Kurse kurz hintereinander (innerhalb von 2 Wochen) durchgeführt werden (einschließlich Übernachtungen im Hotel), dass mich das dann seelisch wieder "aufrütteln" könnte, dass es seelisch an meine "Substanz" gehen könnte. Im Moment fühle ich mich zwar wirklich sehr gut, aber dennoch habe ich gerade vor solchen Situationen Angst davor, dass es mich seelisch wieder runter ziehen könnte, dass es zuviel für mich werden könnte (so kurz hintereinander). 

Ganz abgesehen von den Schmerzen. Ich habe halt Angst davor, wenn die Kurse in zwei aufeinanderfolgenden Wochen stattfinden und ich die Therapie (KG und PT) dementsprechend ein paar Mal ausfallen lassen muss, dass es mir körperlich dann wieder schlechter geht. Wenn ich eine Woche "Pause" dazwischen hätte, in der ich ganz normal zur Therapie gehen könnte, dann könnte ich halt "schmerzmäßig" das schlimmste wesentlich besser auffangen, als wenn ich fast 2 Wochen am Stück unterwegs wäre. Das PT könnte ich eventuell ja noch verschieben, mein Trainer ist ja relativ flexibel (je nachdem, wann wir in den Trainingsraum kommen), aber KG kann ja nie verschoben werden, weil meine Therapeutin ausschließlich Montags und Mittwochs Nachmittags im Dienst ist. Ich hoffe jetzt halt, dass sich die meisten Teilnehmer aus diesem Seminar für den ersten Termin "Anfang" Okboter entscheiden werden, damit ich therapiemäßig eine normale Woche vor dem zweiten Termin, vor dem zweiten Seminar haben werde.

Letztes Jahr hatten wir bezüglich dieses neuen Seminares bereits ein Einführungsseminar in Dresden, damit wir schon mal wissen, was auf uns so ungefähr zu kommt. Dieses Seminar stand für mich unter keinem "guten Stern". In meinem bisherigen KG-Institut, wo ich zu der Zeit noch in Behandlung war (mein damaliger Personal-Trainer machte sich zu der Zeit gerade in einem Fitness-Studion selbständig, hatte für mich so gut wie gar keine Zeit mehr), fing gerade ein neuer Physiotherapeut an, frisch von der Ausbildung, mit "null" praktischer Erfahrung. Ich habe dort bereits Monate zuvor angekündigt, dass ich rund um das Seminar (und dem anschließenden Urlaub) unbedingt meine "bekannten" und erfahrenen Therapeuten, einschließlich meines Masseurs für die Behandlung haben möchte, was dort jedoch gar keinen interessiert hat. Die Termine wurden dann völlig frei vergeben, völlig egal, bei wem ich dort dann lande. Mein Masseur hätte mir sicherlich helfen können, er kannte meine ganzen Problemstellen, ging bei der Behandlung immer ganz gezielt vor, Stück für Stück, Stelle für Stelle. Stattdessen bekam ich ausgerechnet dann den neuen Physiotherapeuten. Er wusste gar nicht, wo bzw. wie er mit mir anfangen sollte. Als KG ließ er mich dann durch den Raum liefen, immer wieder hin und her. Bei der anschließenden Massage war er super vorsichtig, er wollte mir nicht weh tun, an manchen Stellen am Rücken habe ich seine Berührung, seine Massage so gar nicht gemerkt. Dann wollte er pünktlich Feierabend machen. Ich hatte für eine gründliche Behandlung 45 Minuten "gebucht", er ging jedoch bereits nach rund 30 Minuten weg (Feierabend, und Tschüß...!!!). Etwas später am Empfang musste ich dann dennoch für die gebuchten 45 Minuten bezahlen (damit die Kasse stimmte) und ging dort dann auch mit Schmerzen raus. Ich war total sauer, meine Wut stieg ins unermessliche. In dem Moment war mir klar, dass ich wechseln würde, dass ich mir neue Therapiemöglichkeiten suchen werde (was ich kurz nach Urlaub und Seminar ja auch gemacht habe).

Das Seminar war dann völlig unmöglich, dort kam ich ja schon mit zum Teil starken Schmerzen an. Bei dem Seminar saßen wir dann zum Teil 1,5 bis 2 Stunden ruhig zusammen, bis die nächste "Raucherpause" war. Meine Schmerzen wurden immer intensiver, am liebsten wäre ich, so wie in meinem Büro, aufgestanden und hätte im Stehen weiter gelernt bzw. gearbeitet. Aber diese "Blöße", mich alleine während des Seminars hinzustellen, die wollte ich mir dann dennoch nicht geben.

Letztendlich habe ich es dann so gemacht, wie bei schweren Übungen bei KG oder beim PT, ich habe die Augen zugemacht und habe mich voll und ganz auf den Lehrer bzw. auf den Seminarleiter konzentriert. Diese "Angewohnheit" habe ich auch bei KG und beim PT. Insbesondere bei schwierigen Übungen (bezüglich der Muskelanspannung) mache ich automatisch die Augen zu, konzentriere mich voll und ganz. Meine Physiotherapeutin wollte mir das bereits mit ein paar kleinen "Tricks" abgewöhnen, hatte jedoch keinen Erfolg damit, auch bei der KG mache ich bei schweren Übungen sofort weiterhin die Augen zu. Mein Arzt hatte mir zwar "vorsichtshalber" Tropfen gegen Schmerzen mitgegeben, die ich jedoch nicht nehmen wollte. Ich kannte mich mit den Topfen nicht aus. Nehme ich zu wenig, wirken sie nicht, nehme ich zu viel, dann bin ich "dedopt" und kann dem Unterricht erst recht nicht mehr folgen. Ich habe es dann jedoch geschafft, mich mit zum Teil geschlossenen Augen voll und ganz auf das Seminar zu konzentrieren. 

Das wurde mir jedoch nach dem Seminar dann etwas zum "Verhängnis". Die anderen Teilnehmer sahen nur, dass ich während des Unterrichts die Augen geschlossen habe und sofort ging das Gerücht um, dass ich dabei geschlafen hätte. Wie es in mir dabei aussah, dass ich dabei zum Teil erhebliche Schmerzen hatte, teilweise den Tränen nahe war und deswegen versucht habe, mich mit der vollen Konzentration auf die Stimme des Leiters zu konzentrieren, bloß weg von den Schmerzen, das haben die anderen natürlich nicht gesehen bzw. bemerkt. Hoffentlich läuft das Seminar in diesem Jahr für mich positiver ab (was die Schmerzen betrifft!!!!). 

TitelAutorDatumBesucher
Sa. 24. August 2019PetraM25/08/2019 - 05:297
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So. 18.08.2019PetraM19/08/2019 - 03:0710
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