Freitag, 18.01.2013

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Im Moment fahren meine Gefühle "Achterbahn", also bezüglich der Arbeit meine ich. Anders kann ich es nicht formulieren. Ich bin auf jeden Fall froh darüber, dass ich den Schritt gegangen bin und offiziell mit der Personalabteilung bezüglich der Runterstufung gesprochen habe. Das hat mir einen unwahrscheinlichen seelischen Druck genommen. Ich war den Aufgaben nunmal nicht gewachsen und wenn man täglich mit Angst zur Arbeit fährt, dass man den nächsten Ärger bekommen wird, weil man die Aufgaben nicht in den Griff bekommt, das macht einen mit der Zeit seelisch voll und ganz fertig. Im Grunde hätte ich diesen Schritt schon viel früher gehen sollen, hatte jedoch Angst davor, was das beruflich für mich bedeuten würde. Ja, diese Unsicherheit besteht jetzt halt auch noch. Deswegen bin ich halt froh darüber, wenn sich bei uns demnächst endlich wieder alles einpendelt, wenn ich meine Aufgabenbereiche habe (ich spreche jetzt nicht von der Sachbearbeitung, sondern von Aufgaben wie Briefe schreiben, Telefondienst usw., was halt alles zum Büroalltag dazu gehört). 

Heute war mal wieder so ein typischer Tag, an dem man sich morgens bestimmte Aufgaben vornimmt, dann den ganzen Tag über (im Prinzip bis zur letzten Minute) "unter Strom" steht, viele Aufgaben anfallen, mit denen man morgens noch nicht rechnen konnte (per Mail, per Telefon oder auch von den Kollegen) und Mittags ärgert man sich dann darüber, dass man die Aufgaben, die man ja eigentlich fest eingeplant hatte, schon wieder nicht geschafft hat. Solche Tage nerven mich immer unwahrscheinlich. Obwohl ich im ganzen einiges geschafft habe, habe ich dann immer das Gefühl, dass ich "nichts" gemacht hätte, weil die eine Aufgabe halt liegen geblieben ist. Aber das ist halt auch mein Problem mit den Prioritäten, die ich zum Teil nicht richtig erkenne. Andere hätten sich heute vielleicht um andere Aufgaben gekümmert, hätten sich um die geplanten Sachen gekümmert und die aktuelleren dagegen mal einen Tag liegen gelassen. Ja, aber deswegen bin ich halt zur selbständigen Sachbearbeiterin nicht geeignet, weil solche Tage bei mir immer mal wieder vorkommen, so dass Rückstände, also dementsprechend auch der Ärger, nicht zu vermeiden sind.

Heute Mittag rief mich mein Chef kurz an, rein "dienstlich" sozusagen, er musste mir nur kurz was sagen (was völlig "harmloses"). Ich wurde jedoch sofort unsicher und habe auch sofort überlegt, welchen Fehler ich jetzt schon wieder gemacht haben könnte, was jetzt schon wieder falsch gewesen ist. Diese Unsicherheit kriege ich im Moment nicht so richtig in den Griff. Das war das auch, was ich anfangs mit der "Achterbahn der Gefühle" gemeint habe. Man ist sich eigentlich sicher, dass es zur Zeit relativ gut läuft, dass man alles (bis auf einen kleinen Rückstand) gut im Griff hat und kaum geht das Telefon wird man unsicher und überlegt sofort, was hat man übersehen, wo ist eventuell doch ein Fehler passiert. Ja, ich hoffe, wenn dann die Aufgaben, also die "Fronten" geklärt sind, dass ich diese Unsicherheit dann wieder in den Griff bekommen werde. 

Heute Nachmittag waren wir mal wieder beim Tierarzt. Wir haben ja eine Perser-Katze, also mit langen Haaren, die sich freiwillig nie kämmen oder bürsten lässt. Etwa alle 3 Monate müssen wir dorthin. Die Tierärztin bzw. ihre Assistentin kennen gute Griffe, mit der sie die "Kleine" (also unsere Katze) immer sehr gut im Griff, also unter Kontrolle haben. Unsere Katze schreit dort beim Kämmen dann zwar immer das ganze Haus zusammen, aber in erster Linie, weil sie das einfach nicht mag. Gerade jetzt im Winter, wenn sie das dichtere Winterfell hat, müssen wir wieder regelmäßig dorthin.

Heute hat es dabei einen kleinen "Unfall" gegeben. Die Assistentin zieht beim Festhalten immer vorsichtshalber Handschuhe an, so Arbeitshandschuhe, wie man sie vom Bau her kennt. Die Tierärztin ist immer total gut drauf, hat immer super gute Sprüche drauf. Die Stimmung ist dort immer sehr gut und wir bekommen immer was zu Lachen. Ja, aber dadurch war die Assistentin dann kurzzeitig etwas abgelenkt, unsere Katze nutzte die Gelegenheit, drehte ihren Kopf und biss ihr kräftig in den Finger. Das ging durch den Handschuh durch. Die Assistentin schrie vor Schreck etwas auf und riss sofort die Hand weg, zog den Handschuh kurz aus. Es ist wirklich durchgegangen, war etwas am bluten. Aber sowohl die Tierärztin als auch ihre Assistentin sahen das ganz locker. Ein solches "Risiko" gehört zu diesem Beruf dazu. Solange nichts schlimmeres passiert, wäre es kein Problem. Sie zog den Handschuh dann wieder an und hielt unsere Katze dann noch fester, so dass sie sich wirklich nicht mehr wehren, also auch nicht mehr zubeißen konnte. 

Vor uns war eine Frau dran, die für ihren Hund dort spezielles Futter holen wollte. Dieses Futter war in einem 20 Kilo Sack. Diese Assistentin ging zum Lagerraum (am anderen Ende des Warteraumes), schnappte sich den 20 Kilo Sack, legte ihn sich cool mittig auf den Kopf und lief damit dann wieder quer durch den Raum zum "Behandlungszimmer". So was habe ich auch noch nicht gesehen, wir kamen dann kurz ins Gespräch. Sie meinte zu mir, dass sie (für mehrere Kunden) täglich mehrmals so einen Sack schleppen müsste. Ihn in die Hände bzw. unter die Arme zu klemmen, das wäre gesundheitlich für den Rücken nicht so gut. Wenn sie ihn jedoch auf den Kopf legt und dann mit geradem Rücken läuft, dann wäre alles kein Problem. Das würden die Menschen in Afrika mit schweren Sachen doch auch alle so machen. 

Ich stelle mir gerade vor, wenn ich im Büro Postdienst mache und mir die Kiste auf den Kopf stellen würde... Nein Danke, besser nicht, dann nehme ich doch lieber die Sackkarre für den Transport. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, mir was schweres über den Kopf zu legen. Aber für die Assistentin schien das was völlig normales zu sein. 

Samstag Mittag habe ich ja wieder Training. Eigentlich wollte ich heute Abend  dann noch Fahrrad fahren, aber es war halt ein "typischer" Freitag, ich meine jetzt was den Sport betrifft, ich konnte mich dazu mal wieder nicht aufraffen. 

Gestern Abend bei der Wassergymnastik, bei dieser einen Übung, mit der ich Probleme habe, da war ich froh, dass mein Trainer nicht dabei war oder anders formuliert, dass in den Gruppen keiner so extrem hartnäckig war wie mein Trainer. Im Rahmen des Trainings ist ein "bisschen" Hartnäckigkeit ja nicht schlecht, ansonsten könnte ich bestimmt viele Sachen immer noch nicht, die ich mir früher nie zugetraut habe (im Moment denke ich diesbezüglich z. B. an die Liegestütze, die ich früher im Rahmen von Gymnastikgruppen immer nur "angedeutet" habe). Ja, aber so eine Hartnäckigkeit im Rahmen einer Gruppe, das wäre mir dann total peinlich. Die ganze Situation war mir gestern eh schon peinlich genug. 

Zumindest fand ich den Vorschlag von der einen Frau schon mal gut, es, wenn überhaupt, "alleine" zu üben, also nicht während des Unterrichts vor den anderen. Die Situation war mir ja damals, in der früheren Gruppe schon peinlich genug. O k, natürlich würde ich selber auch mitlachen, wenn ich jemand anderes in einer solchen Situation sehen würde, das ist natürlich "Situationskomik pur". Aber wenn man dann selber in dieser Situation ist, man vorher schon totale Bedenken hat und völlig unsicher ist und einem das dann passiert, dann ist diese Situation alles andere als angenehm. 

Diese Übung wird sicherlich immer wieder mit dabei sein, da bin ich mir ganz sicher. Wenn es nach mir gehen würde, dann würde ich sie weiterhin ohne Nudel mit dem Bein nur "andeuten" (also die Bewegung ohne Nudel mitmachen). Ja, aber wie gesagt, grundsätzlich bin ich im letzten Jahr schon deutlich besser geworden. Übungen mit der Nudel und den Hanteln im Wasser, die ich in der früheren Gruppe absolut gar nicht geschafft habe, die klappen jetzt sogar relativ gut und zum Teil sogar auch relativ leicht (dank des Hanteltrainings beim Training). Ich habe die "Befürchtung", dass die anderen Frauen aus der Gruppe, die mich gestern angesprochen haben, nicht so leicht locker lassen werden, dass sie unbedingt ausprobieren wollen, ob ich es nicht doch schaffen werde.

Es ist ja nicht nur die Nudel, die ich unter den Fuß bekommen muss, das wird dann sicherlich das kleinste Problem sein. Ich habe die Befürchtung, dass sich die Sache von damals wiederholen wird, dass die Nudel dann wieder "stärker" als mein Bein sein wird, dass ich das Gleichgewicht wieder nicht halten kann. Dass meine Beine immer noch sehr schwach sind, das merke ich im Wasser ja bei allen Übungen. Ich mache zwar alles mit, aber nur in Zeitlupe, deutlich langsamer als die anderen. Ja, und letzte Woche, als wir durchs Becken laufen sollten, da kam ich ja gar nicht von der Stelle. Deswegen glaube ich nicht, dass ich diese Übung inzwischen kann. Vielleicht "irgendwann mal", aber nicht in nächster Zukunft. Mal sehen, wie es damit (und auch mit ähnlichen bzw. anderen Übungen) bei der Wassergymnastik dann weitergehen wird. Also, ich werde mit der Wassergymnastik wegen dieser Probleme ganz bestimmt nicht aufhören. Es gibt ja auch sehr viele Übungen, die inzwischen schon sehr gut bzw. sogar super gut laufen. Notfalls muss ich diese Übungen, die noch nicht so richtig klappen, halt weiterhin nur "andeuten" (sofern die anderen aus der Gruppe dann nicht zu hartnäckig werden und mir "unbedingt" helfen wollen). 

 

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