Freitag, 26.07.2013

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Heute war ein relativ ruhiger Tag. Auf der Arbeit machen mir im Moment die Temperaturen bzw. die Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Auch wenn ich Wärme und den Sommer liebe, alles hat seine Grenzen. Spätestens ab Mittags fällt mir die Konzentration dann immer schwerer. Wahrscheinlich auch wegen meinem chronischen Wassermangel. Im Normalfall trinke ich ja rund einen Liter täglich, aber im Moment versuche ich täglich auf 1,5 Liter zu kommen, wobei mir das an manchen Tagen schon sehr schwer fällt. 

Heute Nachmittag waren wir zusammen Einkaufen. Es hat sich dann so ergeben, dass ich mir in einem Geschäft eine CD von Chris de Burgh gekauft habe. Das war nicht geplant, aber die CD ist total super. The best of. Alle Lieder, die ich von früher noch kenne. Heute Abend habe ich in Ruhe gespült und sie direkt dabei gehört. Dont pay the Ferryman, High on Emotion, Ship to Shore usw. Chris de Burgh finde ich immer schon total klasse, er hat einfach eine ganz tolle Stimme. 

Als ich vor Jahren mal bei dem Lied "The Lady in red" spontan mitgesungen habe (etwas kenne ich den Text, zumindest so, wie ich ihn halt verstehe), da bekam mein Freund direkt fast einen Lachanfall. Ich habe immer verstanden "Ship to Ship". Wie sagte mein Freund, das würde dann ja "Schiff an Schiff" bedeuten. Gemeint sei aber "Wange an Wange" (beim Tanzen). Für mich hört es sich trotzdem wie Ship to Ship an. Jedes Mal, wenn wir das Lied seitdem hören, zieht mein Freund mich jetzt damit auf, ob die Beiden wieder Schiff an Schiff tanzen würden...... Tja, englische Wörter und ihre Aussprache das ist für mich halt eine Welt für sich....

Unsere Gespräche drehen sich im Moment in erster Linie um den geplanten Umzug. Auch wenn es (insbesondere aus Kostengründen) erst im nächsten Jahr soweit sein soll, dennoch nehmen unsere Pläne jetzt schon konkrete Formen an. Wir haben vorhin schon mal durchgesprochen (zur Planung), welche Möbel (Schränke) noch sehr gut sind, die wir auf jeden Fall mitnehmen werden und was wir auf jeden Fall neu kaufen müssen. Manches ist schon einige Jahre alt, würde den nächsten Umzug wahrscheinlich gar nicht mehr überleben. Wir wollen demnächst in Möbelprospekten schon mal darauf achten, was im Moment überhaupt angeboten wird, was uns gefällt und wie die Preisklassen sind. Damit wir auch das für den Umzug schon mal in etwa mit einplanen können (welche Kosten für neue Möbel in etwa auf uns zukommen werden). 

Die Firma wegen dem Rollo hat heute Mittag 3 Mal auf meinem Handy angerufen (während der Arbeitszeit), das fand ich mit der Zeit total nervend und störend. Es ging darum, dass die bei dem Termin vor uns nicht einschätzen können, wie lange die dafür brauchen. Wenn die dort schnell fertig sind, ob sie dann schon um 10 Uhr zu uns kommen können. Na klar, kein Problem, Hauptsache sie kommen überhaupt. Beim zweiten Anruf hieß es dann, dass sie natürlich noch nicht genau sagen können, ob sie wirklich schon um 10 Uhr kommen, es könne durchaus sein, dass sie erst, so wie zunächst vereinbart, um 11 Uhr kommen würden. Beim dritten Anruf hieß es dann, dass sie auf jeden Fall kommen werden, wir könnten in der Zeit zwischen 10 und 11 Uhr mit ihnen rechnen. 

Von der gestrigen Wassergymnastik habe ich einen leichten Muskelkater in den Beinen (Kniekehlen und hintere Oberschenkel), aber nur einen minimalen (ich merke es halt zeitweise), nicht so heftig wie beim letzten Mal. In diesem Zusammenhang muss ich dann auch an das Thema Schwimmen denken. Irgendwie scheine ich dort die einzigste zu sein, die damit Probleme hat. Das ist immer wieder peinlich, wenn ich zum Schluss hin von verschiedenen Personen aus der Gruppe angesprochen werde (was jetzt schon mehrmals der Fall war), ob wir noch ein paar Bahnen zusammen schwimmen, uns dabei noch etwas unterhalten. Jeder setzt dort voraus, dass man gut Schwimmen kann. 

Diesbezüglich bin ich halt mächtig in der Zwickmühle. Einerseits ist es mir dann immer wieder peinlich und ich möchte es gerne wieder können, aber trotzdem bekomme ich es nicht mehr so richtig hin. Rein theoretisch kenne ich ja die Bewegung, aber ich bekomme es trotzdem nicht mehr so richtig hin. Ich habe es schon mehrmals ausprobiert, gehe aber immer wieder sofort in ein unkontrolliertes "Paddeln" über und gebe es dann immer sofort wieder auf (weil es mir peinlich ist). 

Schwimmen war noch nie so richtig meine Stärke, wird auch nie ein richtiges Hobby werden. Es ärgert mich halt nur so, wenn ich früher etwas relativ gut konnte (so wie auch das Fahrradfahren) und es dann im Laufe der Zeit verlerne, es nicht mehr so richtig hinbekomme.

Ich war damals ja in keinem Kurs, sondern im Turnverein gab es für jeden Jahrgang eine Schwimmgruppe, in der man dann halt gemeinsam das Schwimmen gelernt hat. Diese Gruppe bestand immer mehrere Jahre, bis alle soweit gut waren, um in bessere Gruppen (um "gefördert" zu werden) wechseln zu können. In der Gruppe fing man mit etwa 4 oder 5 Jahren an, also noch vor der Grundschule. 

Auch wenn ich damals dazu hin und wieder so gar keine Lust hatte, meine Eltern bestanden immer darauf, dass ich daran regelmäßig teilnehme. Schon alleine, weil mir die Ärzte wegen dem Rücken Bewegung im Wasser (und eigentlich auch das Schwimmen) immer wieder dringend empfohlen haben. Ich konnte jedoch bei den Anderen nicht mithalten, egal worum es ging, ich war immer wieder das "Schlusslicht". Ich war und blieb immer die Langsamste beim Schwimmen, brauchte am längsten für die Überwindung, bis ich endlich ins Wasser gesprungen bin bzw. auch getaucht bin. 

Alle Anderen hatten vor mir schon ihre Abzeichen, also das Seepferdchen und auch den Freischwimmer. Ich wollte es erst gar nicht machen, aber die Anderen redeten Woche für Woche auf mich ein, machten mir immer wieder neuen Mut, ich solle mir mehr zutrauen, auch ich würde es dann schaffen. Irgendwann nahm ich es dann auch in Angriff. Bei den Anderen wurde es jeweils an einem Tag durchgezogen, das war bei mir jedoch völlig anders. Wir (meine Schwimmlehrerin und ich) nahmen uns Schritt für Schritt immer wieder einen Punkt vor, an dem wir dann Woche für Woche, zum Teil über mehrere Wochen gearbeitet haben, bis ich die Pflichtpunkte für die Abzeichen dann endlich geschafft habe. Das war wirklich ein langer und schwerer Weg. Schon alleine Thema schnelles Schwimmen (eine bestimmte Strecke in einer festen Zeit zu schaffen). Woche für Woche haben wir dann ausschließlich das schnelle Schwimmen geübt. Bei jeder einzelnen Bahn hat sie meine Zeit gestoppt, bis ich es dann endlich ("Zufallstreffer") in der richtigen Zeit geschafft habe. Das wurde dann sofort für das Abzeichen aufgeschrieben. Danach ging es dann mehrere Wochen nur noch um das Thema Tauchen (einen Gegenstand vom Boden hoch holen). Die Überwindung zu Tauchen fiel mir sehr schwer. Dafür habe ich viele Wochen gebraucht, bis ich auch diesen Punkt endlich geschafft habe. 

Die größte Überwindung kam dann jedoch erst noch. Der Sprung vom Beckenrand bzw. vom Startblock. Dieses Thema schob ich unendlich lange vor mir her, hatte davor Angst ohne Ende. Dann lernten wir den "Köpper" (mit Hilfestellung), also weit nach unten vorbeugen. Ich weiß auch nicht, aber umso tiefer ich mich dabei dann gebückt habe, umso näher ich dem Wasser kam, umso mehr verlor ich meine Angst vor dem Springen (ins Wasser zu springen), so dass ich diesen letzten Punkt dann schließlich (nach vielen Wochen) auch noch geschafft habe. 

Laut Ärzten (das sagt mir jeder) wäre Rückenschwimmen für mich ja eigentlich am besten, aber das traue ich mir nicht. Beim Brustschwimmen hielt ich meinen Kopf von Anfang an im Nacken, das konnte mir meine Schwimmlehrerin niemals umgewöhnen. Als die Gruppe nach ein paar Jahren (als ich etwa 10 Jahre war, zum Ende meiner Grundschulzeit) aufgelöst worden ist, weil alle anderen in bessere Gruppen gewechselt sind, da wollte meine Schwimmlehrerin eigentlich, dass ich in eine Gruppe gehe, wo ich das Rückenschwimmen richtig lernen kann (zu der Zeit ging ich ja schon regelmäßig wegen dem Rücken zur KG). Aber da Schwimmen nie zu meinem richtigen Hobby geworden ist (es war für mich mehr eine "Pflichtveranstaltung" so wie die KG), war ich dann mehr oder weniger froh darüber, dass ich endlich nicht mehr Schwimmen gehen musste (habe damit völlig aufgehört). Es war nur um die Gruppe schade, da wir uns alle gut verstanden haben und danach alle aus den Augen verloren haben. Wenn ich schon höre, dass der Kopf beim Rückenschwimmen halb unter Wasser muss (auf jeden Fall die Ohren), da bekomme ich schon zu viel. Sobald das Wasser dann mal in Wallung gerät, dann ist man mit dem Gesicht ja eh unter Wasser und davor habe ich nach wie vor Angst. 

Wenn es im "Eifer des Gefechts" zufällig passiert, so wie bei meinen Versuchen, ruhig auf der großen Wassernudel sitzen zu bleiben, darauf etwas Fahrrad zu fahren, wobei ich anfangs immer wieder das Gleichgewicht verloren habe und seitlich von der Nudel gerutscht in, ab ins Wasser, das habe ich "akzeptiert", es hat mich zwar geärgert, aber es war dennoch nicht schlimm. Aber den Kopf bewusst zur Hälfte unter Wasser nehmen, diese Überwindung fehlt mir jetzt irgendwie. Ich würde ganz bestimmt wieder, so wie bei meinen kleinen Versuchen mit der Schwimmlehrerin im früheren KG-Institut, versuchen, den Kopf dabei möglichst hoch zu halten, über Kopf zu halten, bis ich von dieser verspannten Haltung mächtige Schmerzen in der rechten Brust (bzw. im Bein und in der Hüfte) hätte. 

Vielleicht schaffe ich es irgendwann nochmals, zumindest einigermaßen vernünftig zu schwimmen (bevor ich mich noch vor den Anderen aus der Gruppe völlig blamiere), aber eine gute Schwimmerin wird aus mir ganz bestimmt nicht werden.

 

TitelAutorDatumBesucher
Sa. 24. Okt. 2020PetraM25/10/2020 - 16:307
Fr. 23. Okt. 2020PetraM24/10/2020 - 12:2081
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