Freitag, 27.09.2019

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Der Freitag war im Großen und Ganzen schön.

Wir haben den Tag langsam und gemütlich mit Ausschlafen und Frühstücken anfangen lassen.

Am frühen Nachmittag habe ich bereits mein Sportprogramm durchgezogen. "Nur" im Ganzen (Fahrradfahren und Krafttraining) eine Stunde, aber das hat schon gut getan (dazu später mehr).

Nachmittags waren wir dann mit der Familie zum Essen verabredet. Um 17 Uhr war der Tisch reserviert. Später geht nicht, weil die Schwiegermutter mit ihren 93 Jahren dann schlapp macht. Sie schläft zwar nicht mehr viel, will aber immer um spätestens 20 Uhr im Bett liegen. Sonst wäre es zu knapp mit dem Essen geworden.

Das Essen an sich war zwar schön, es ergaben sich rund um unseren Urlaub mehrere gute Gesprächsthemen, aber es war auch negativ "überschattet".

Die Schwiegermutter isst kaum noch was. Am liebsten nur noch "weiche" Nahrung, die sie nicht kauen muss. Laut Arzt ist sie total unterernährt. Im Restaurant will sie aber trotzdem dazu gehören, hat sich auch Schnitzel, Kartoffeln, Salat usw. bestellt. 

Den Salat hat sie nur halb geschafft. Den Rest habe ich schon gegessen (lecker, mit grünem, Kraut und Möhren). 

Sie weigert sich kleine Portionen, Seniorenteller zu nehmen. Als dann der große volle Teller kam, da fing sie schon leicht an zu würgen, so hat sie sich davor geekelt. 

Sie hat sich dann bemüht, zumindest die Hälfte der Bratkartoffeln, Scheibe für Scheibe zu essen (jedes Stück Kartoffel war für sie eine Überwindung). 

Ihr Fleisch haben wir aufgeteilt. Jeder hat davon was mit gegessen. Alles komplett umgehen zu lassen, wäre zu schade gewesen.

Dazu kam, dass wir vor einem Fenster gesessen haben. Ein großes Fenster. Direkte Linie zur Türe, die immer wieder aufging (das Restaurant war voll). Ein mächtiger Durchzug. 

Für uns ging es noch, aber für die Schwiegermutter (ein Strich in der Landschaft) war es zu kühl. Sie war ständig dran, wie kalt es ihr ist. Sie zog dann auch ihre Jacke an, saß die ganze Zeit dann in Jacke dort.

Der Ober bekam es mit, kam direkt an, wollte das Fenster schließen. Aber da hat sich der Nebentisch beschwert. Nein, das Fenster bleibt auf, ein bisschen Luft muss sein.  Und die Schwiegermutter war weiter am zittern.

Sie hat auch wenig gehört. Vorher wollte sie die Batterien im Hörgerät wechseln. Legte die neuen Batterien griffbereit, holte die alten Batterien aus dem Gerät. Legte alle zusammen. Ja, aber welche waren die neuen? Dann legte sie die leeren wieder ein.

Bei allen Gesprächen sagte sie Ja und war am Lächeln und Nicken. Aber wenn man fragte, über was wir gerade reden würden, da konnte sie nichts sagen. Sie bekam nichts vom Gespräch mit. Das tat mir so leid. Sie saß nur da, war am zittern und hat darauf gewartet, dass der Abend vorbei geht. 

Am Nebentisch die haben sich auch aufgeregt, wenn wir eine gute Stimmung hatten. Wir haben ein paar Mal gelacht. Sofort haben sie sich aufgeregt. "Mein Gott, kann man hier nicht mal in Ruhe essen? Was für eine Geräuschkulisse."

Um 19 Uhr, also nach zwei Stunden, war die Schwiegermutter dann auch am drängeln, dass sie endlich nach Hause wolle. Länger hatten wir eh nicht eingeplant, also haben wir die Runde dann aufgelöst.

Aber trotz allem war es eine schöne Runde. Das Essen war wieder lecker und ich habe mich etwas mit meiner Schwägerin unterhalten (mein Freund hat sich verstärkt mit seinem Schwager unterhalten). 

Abends, ich hatte ja eine gute "Grundlage", habe ich mir noch ein großes Glas Weißwein-Schorle mit Erdbeeren gegönnt. Das nächste Glas Alkohol werde ich mir dann wohl im Weihnachts-Urlaub gönnen (da haben wir Betriebsferien).

Wir beide haben uns einen schönen Filme-Abend gemacht. Zuerst einen Film mit Doris Day, die wir beide gut finden. Caprice, eine Art Krimi. 3/4 des Films waren echt gut, aber dann wurde die Handlung etwas unübersichtlich. Zum Schluss hin fiel das Folgen immer schwerer (der Film wurde sehr unlogisch, total unglaubwürdig). 

Etwas später haben wir im ZDF noch 2 Folgen von "Starsky und Hutch" gesehen. Immer wieder gut. Diese beiden Folgen kannten wir noch nicht. Eigentlich kam danach noch eine dritte Folge, aber dann konnten wir nicht mehr. 

Ab heute, ab dem Samstag, fange ich sozusagen wieder mit den LowCarb-Tagen an. Im Urlaub habe ich genug gesündigt, das muss ich jetzt wieder runter bekommen. Mit dem Gewicht, das ist bei mir auch so eine Sache für sich.

Einerseits möchte ich es schaffen, mein Gewicht bei "Anfang 60" in den Griff zu bekommen. Aber andererseits habe ich "innerlich" auch Angst vor dem Abnehmen. 

Mit 30 Jahren habe ich ja alleine die große Diät durchgezogen. Also tägliches Fahrradfahren und beim Essen mächtig aufpassen. In 1,5 Jahren habe ich rund 25 Kilo abgenommen. 

Als ich 57 kg hatte bin ich zusammen geklappt. Mein Kreislauf machte nicht mehr mit. Ab zum Arzt. Ich bekam einen Vortrag über "Magersucht". Ich wurde wieder aufgepeppelt. Der JoJo-Effekt. In rund einem Jahr habe ich über 30 Kilo zugenommen. Wieder viel zu viel (zu schwer) für meine Muskulatur. Dauerschmerzen. Laut Ärzten darf ich keinesfalls über 70 kg wiegen (ich bin 1,60 m). 

Deswegen will ich versuchen, unterhalb von 65 kg zu bleiben. Sobald ich 65 kg habe (auch aktuell), dann geht es schnell aufwärts, dann kommt die 70 immer zu schnell näher (und Schmerzen in den Beinen sind wieder vorprogrammiert). 

Und sobald ich bei 62 kg bin (eigentlich gold-richtig), dann habe ich Angst, dass mein Kreislauf wieder schlapp macht, esse wieder mehr und bin ruck-zuck wieder bei 65 kg. 

Ich weiß, dass ich jetzt nicht alleine bin, dass ich ja meinen Trainer "habe", der mit aufpasst, auch mit regelmäßigen Kontrollen. Und trotzdem ist es immer wieder ein Zwiespalt in meinem Kopf. Ich muss mein Gewicht im Griff haben (damit ich keine Schmerzen bekomme), aber zu wenig darf ich auch nicht wiegen, sonst klappt der Kreislauf wieder zusammen. Ja, das ist alles nicht so einfach... 

Jetzt noch zu meinem Sport, den ich bereits am Nachmittag durchgezogen habe. 

Zuerst bin ich wieder Fahrrad gefahren, 16 Kilometer in 30:10 Minuten. Durchschnittlich mit 25 km/h, in den Powereinheiten mit etwa 34 km/h. Das war meine 11. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 187 gefahrene Kilometer für den Monat September. Im Jahr 2019 insgesamt 1.967,00 Kilometer.

Nach dem Fahrradfahren (aus Zeitgründen) noch eine halbe Stunde Sport (mit Dehnübungen).

10 Kniebeugen mit der 4 kg Kugelhantel (vor der Brust halten, beim Hochkommen in Schulterhöhe gerade nach vorne strecken).

Mit der 6 kg Kugelhantel 15 x Kettlebell-Swing.

Mit den 4 kg Hanteln 10 Hammer- und 10 Bizeps-Curls. Beim letzten Mal 30 Sek. in der Waagerechten halten.

Gerade Stehen und die Arme mit den 2 kg Hanteln 10 x seitlich hoch bis in Schulterhöhe. Arme gerade nach vorne (Schulterhöhe) und mit den 2 kg Hanteln 10 x nach oben strecken.

4 kg Hantel zwischen die Hände. Arme 10 x gestreckt hoch bis in Waagerechte/Schulterhöhe. Gerade Stehen, mit einer 4 kg Hantel hinter dem Kopf arbeiten, 10 x runter in den Nacken und Arme wieder nach oben strecken.

Mit den 1,5 kg Hanteln arbeiten. Gerade vorbeugen. 10 x Butterfly (Arme seitlich hoch ziehen). 10 x Trizeps (Arme gestreckt nach hinten, 10 x hinter/oberhalb vom Rücken nach oben wippen). Eine Hantel zwischen die Hände. 10 x in Schulterhöhe nach vorne strecken (die Basis-Übung).

Danach das Steppbrett-Training, 2 Übungen für jeweils 2 Minuten.

Gerade hoch und runter. Erst mit rechts beginnend hoch und runter, dann mit links beginnen hoch und runter. Dabei mit den 1 kg Hanteln im Wechsel nach vorne boxen.

Weiter auf dem Boden, auf der Matte.

30 Sek. Unterarmstütze.

Auf allen Vieren. Bein angewinkelt anheben, Fuß Richtung Decke. 10 x nach oben wippen. Dann (übergangslos weiter) Knie zum Bauch ziehen und 5 x nach hinten strecken (Hüfthöhe).

10 Sit-Ups, mit dem Crunch-Kissen mittig unter dem Rücken.

Auf die Seite legen, Beine strecken. Oberes Bein 10 x gestreckt nach oben. Angewinkelt vor dem Körper ablegen. Unteres Bein 10 x gestreckt anheben.

Flach auf den Rücken liegen. Beine gestreckt senkrecht nach oben. 10 x Runter bis flach über dem Boden und wieder senkrecht hoch. Beine anwinkeln (rechter Winkel) und 10 x im Wechsel flach über dem Boden strecken.

10 x Crunches (Beine aufstellen). Füße auf Fersen. Hoch zur Brücke. 10 x Laufen.

Danach hinsetzen und 2 Min. mit der Faszienrolle arbeiten, mit jedem Bein 1 Min. (Ferse und Wade).

Anschließend noch etwa 5 Minuten Dehnen.

Das hat gut getan. Ein schönes "kleines" Programm.

TitelAutorDatumBesucher
Di. 19.11.2019PetraM20/11/2019 - 09:016
Mo. 18.11.2019PetraM19/11/2019 - 09:0013
So. 17.11.2019PetraM18/11/2019 - 04:1922
Sa. 16.11.2019PetraM17/11/2019 - 16:3923
Fr. 15.11.2019PetraM16/11/2019 - 19:4741
Do. 14.11.2019PetraM15/11/2019 - 09:0354
Mi. 13.11.2019PetraM14/11/2019 - 04:0545
Di. 12.11.2019PetraM13/11/2019 - 09:0941
Mo. 11.11.2019PetraM12/11/2019 - 04:4442
So. 10.11.2019PetraM11/11/2019 - 03:5599
Sa. 09.11.2019PetraM10/11/2019 - 16:1941
Fr. 08.11.2019PetraM09/11/2019 - 20:2153
Do. 07.11.2019PetraM08/11/2019 - 08:4551
Mi. 06.11.2019PetraM07/11/2019 - 08:3966
Di. 05.11.2019PetraM06/11/2019 - 08:4473
Mo. 04.11.2019PetraM05/11/2019 - 08:4672
So. 03.11.2019PetraM04/11/2019 - 03:0173
Sa. 02.11.2019PetraM03/11/2019 - 16:2658
Fr. 01.11.2019PetraM02/11/2019 - 16:3864
Do. 31.10.2019PetraM01/11/2019 - 15:1491
Mi. 30.10.2019PetraM31/10/2019 - 04:0886
Di. 29.10.2019PetraM30/10/2019 - 14:1971
Mo. 28.10.2019PetraM29/10/2019 - 08:4583
So. 27. Okt. 2019PetraM28/10/2019 - 03:4386
Sa. 26.10.2019PetraM27/10/2019 - 15:1494
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