Mi. 11. April 2018

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Heute war nicht so ganz mein Tag. 

3/4 des Tages lag ich im Bett. Ich kam überhaupt nicht in die Gänge. Ich fühlte mich so richtig matt und schlapp.

Meine Oberschenkel taten heute auch so weh. Es wird Zeit, dass ich wieder richtig, also regelmäßig und intensiv Sport machen kann. Das Training mit meinem Trainer ist zwar durchaus positiv, sonst könnte ich mich inzwischen wahrscheinlich gar nicht mehr bewegen, aber zwei Mal in der Woche für eine Stunde so eine "Bewegungs-Therapie", das ist für meinen Körper definitiv zu wenig. 

Erkältungsmäßig geht es mir langsam aber sicher besser. Der Hustenreiz wird immer weniger, auch das Rasseln lässt deutlich nach. Ich habe das Gefühl, dass die Medikamente jetzt endlich anfangen zu wirken.

Ich hoffe, dass ich dann Richtung Wochenende endlich wieder mit dem Sport, mit meinem normalen Programm loslegen kann. Also nicht "von Null auf Hundert", aber trotzdem langsam aber sicher wieder intensiver werden.

Ich hatte heute auch den ganzen Tag über Kopfschmerzen, mal mehr, mal weniger intensiv. Vielleicht lag das aber auch am Wetter, an diesen Wetterumschwüngen, an diesem Auf und Ab, dass ich damit aktuell nicht so richtig klar komme. 

Ich war heute seelisch sehr labil, sehr nah am Wasser gebaut. Es sind ein paar Tränen gelaufen. 

Heute Abend wurde es dann ganz schlimm. Mein Freund guckt meistens Markus Lanz, ich gucke es immer etwas mit. Also je nachdem, welche Gäste er halt hat (ansonsten beschäftige ich mich nebenbei auch mit anderen Sachen).

Heute ging es zu 90 % um das Thema Krebs, was ich anfangs aber nicht wusste. 

Es war ein Sportler dabei, der gegen Blutkrebs ankämpft. Das Kämpfen hat er sozusagen beim Sport gelernt. Nach dem Motto, hinfallen und kleine Niederlagen sind "erlaubt", aber dann wieder aufstehen, weiter kämpfen und weitere Erfolge erzielen. Nach diesem Motto nimmt er den Kampf gegen den Krebs auch in Kauf. 

Ja, aber diese ganzen Krankheitsgeschichten, auch von einer weiteren Krebspatientin sowie von einem Arzt (also aus seiner Sicht zu Patienten), das hat mich seelisch mächtig aufgewühlt. Ich musste immer mehr an meine Eltern denken. Gerade auch an meine Mutter, die ja schließlich rund 25 Jahre gegen den Krebs gekämpft hat, auch unter so vielen Nebenwirkungen leiden musste, bis sie den Kampf dann schließlich doch verloren hat.

Ja, und dann liefen bei mir schließlich so richtig die Tränen. Mein Freund hat dann erst mal einen anderen Sender, ein anderes Programm gesucht, um mich wieder auf andere Gedanken zu bringen.

Hoffentlich bin ich gesund. Ich soll morgen Vormittag in der Praxis anrufen, wie meine Blutwerte aussehen (und wie das EKG war). 

Heute morgen haben wir zuerst das EKG gemacht. Etwa 30 Sekunden ruhig liegen bleiben (mit den Elektroden). 

Danach die Blutabnahme. Ich habe versucht mich abzulenken, langsam einfach so zu zählen, mich auf das Zählen und die gleichmäßige Atmung zu konzentrieren, aber trotzdem wurde es mir schlecht und mein Kreislauf ging runter.

Sie (die Arzthelferin) hatte vorher schon angekündigt, dass sie danach noch den Blutdruck messen würde. 

Die Arzthelferin ist wirklich total lieb und nett, geht total auf einen ein.

Nicht wie die Arzthelferin bei meinem vorherigen Arzt, bei dem mein Freund bis heute in Behandlung ist. Er ist zwar durchaus nett, aber meine neue Ärztin (die mal Vertretung für ihn gemacht hatte, dadurch habe ich sie kennengelernt) finde ich viel netter und sympathischer. Zu ihr habe ich mehr Vertrauen, mit ihr kann ich auch freier und offener über meine Probleme reden, was ich auch sehr wichtig finde. 

Die eine "doofe" Arzthelferin ist inzwischen auch nicht mehr da (bei dem anderen Arzt). Bei meiner letzten Blutabnahme vor 2 Jahren, die im Sitzen durchgeführt worden ist (weil ich es mir "einbilden" würde, dass es mir dabei schlecht wird), ist es mir ja so richtig schlecht geworden. Die Arzthelferin hatte es mir ja nicht geglaubt und hat mich rausgeschickt. Ich würde den ganzen Ablauf (die Termine) aufhalten, solle endlich den Stuhl für die nächsten Patienten frei machen. Bei den Blutwerten kam dann raus, dass ich in dem Moment ein mächtige Unterzuckerung hatte (was der Arzt mir bestätigt hat), dass es mir also wirklich schlecht gewesen ist. Seit diesem "Erlebnis" hatte ich noch mehr Angst vor der nächsten Blutabnahme.

Ja, aber die heutige Arzthelferin, bei meiner neuen Ärztin, ist diesbezüglich ganz anders. Zum einen hat sie es halt wirklich im Liegen gemacht und danach sollte ich noch was Liegen bleiben.

Dann langsam hinsetzen. Sie kam dann an, hat den Blutdruck gemessen. 95 : 70. Sie hat es sofort der Ärztin gesagt, der Blutdruck wäre ja total im Keller. Also noch was sitzen bleiben. 

Ich bin dann trotzdem langsam aufgestanden und habe mich wieder angezogen (fürs EKG musste ich mich ja oben rum frei machen). Sie wollten erst noch, dass ich mich noch etwas ins Wartezimmer setze, aber ich wollte dann raus, etwas an der Luft laufen.

Das hat auch gut getan. Für den Rückweg habe ich fast doppelt so lange gebraucht wie für den Hinweg. Ganz langsam, Schritt für Schritt. Aber das war ja egal, ich hatte ja Zeit. Richtig fit habe ich mich auch nicht gefühlt. Ich wollte einfach nur sicher zu Hause ankommen. 

Zu Hause bin ich dann geradewegs ins Bett gewandert. Mir war es immer noch mächtig schwummrig. Ich habe dann nochmals für etwa 2 Stunden geschlafen. Danach hatte ich den Kreislauf dann soweit wieder im Griff (ich habe dann auch erst mal gefrühstückt, zur Blutabnahme sollte ich ja nüchtern sein).

Heute Abend habe ich im Internet schon mal den 2. Teil von "Ella Schön" geguckt, in dem Annette Frier die Frau mit dem Asperger-Syndrom spielt. Auch wenn sie auch in diesem zweiten Teil ein paar Situationen (als "Aspergerin") etwas übertrieben dargestellt hat, trotzdem fand ich auch diesen Film wieder gut. Ich habe mich in so einigen Situationen voll und ganz "wieder gefunden". 

Wenn sie alles zu normal dargestellt hätten, dann wäre der Film auch zu langweilig geworden. Aber es waren mehrere Situationen dabei, die voll und ganz auf mich zugetroffen haben, in denen ich im Prinzip ganz genauso gehandelt hätte, ganz genauso gewesen wäre. 

Also natürlich auf mein Leben bezogen. Natürlich bin ich keine Anwältin, kenne mich mit den Paragraphen nicht aus. Und Schwimmen möchte ich auch nicht mehr gehen (weil sie auch ins Schwimmbad geht). Mit der Situation hätte ich ganz große Schwierigkeiten gehabt. Aber ansonsten, wenn man die Situationen auf mein Leben bezieht, dann traf so einiges voll und ganz zu. 

Bezüglich Schwimmbad muss ich gerade an Wassergymnastik denken. Das habe ich ja rund 10 Jahre lang sehr regelmäßig und intensiv (mehrmals wöchentlich) gemacht. 

Dabei kommt es auch auf die Gruppe und insbesondere auf den Übungsleiter an. Auch wenn Wasser an sich nicht so ganz mein Element ist, trotzdem kann Wassergymnastik mit den richtigen "Umständen" (Gruppe und Übungsleiter) sehr gut sein, so richtig Spaß machen. Diese Erfahrung habe ich selber gemacht. 

Zum einen sollte man sich in der Gruppe richtig wohl fühlen. Das ist schon mal die "halbe Miete", damit es Spaß macht, damit man gerne dorthin geht.

Dann die Sache mit dem richtigen Übungsleiter. Ich habe bei Facebook Werbung von einer Frau gesehen, die anscheinend so richtig dabei ist, andere mit ihrem Elan für die Wassergymnastik begeistern möchte. Bei ihr kam die positive Stimmung so richtig gut rüber (dass sie es aus Leidenschaft macht, andere gerne anstecken möchte, mitreißen möchte).

Ich hatte im Laufe der Jahre aber auch so einige Übungsleiter, die so gar nicht bei der Sache waren. Man hat ihnen angemerkt, dass sie irgendwie versucht haben, die Trainingsstunde rum zu bekommen. Nach dem Motto, von dieser Übung 20 oder mehr Wiederholungen, damit die Zeit besser rum geht. Umso langweiliger es wird, umso länger zieht sich die Stunde. 

Ich bin zumindest froh, dass ich inzwischen den für mich richtigen Sport, also das Krafttraining gefunden habe. Das macht mir immer wieder so richtig Spaß. Insbesondere natürlich, wenn ich wieder Erfolge dabei habe. Ich hoffe, dass ich damit spätestens am Wochenende wieder so richtig starten kann. Ich vermisse es schon so richtig. 

So, morgen muss mein Freund jetzt erst mal zum Lungenfunktionstest. Mal sehen, was dabei raus kommt, wie das klappt. 

Und ich bin erst mal froh, wenn ich meine Blutwerte habe, wenn ich weiß, ob bzw. dass bei mir alles in Ordnung ist (hoffentlich). 

TitelAutorDatumBesucher
Fr. 20. April 2018PetraM21/04/2018 - 12:554
Do. 19. April 2018PetraM20/04/2018 - 14:056
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Di. 17.04.2018 (Zwischeneintrag)PetraM17/04/2018 - 11:2367
Mo. 16. April 2018PetraM17/04/2018 - 04:4156
So. 15. April 2018PetraM16/04/2018 - 04:0884
Sa. 14. April 2018PetraM15/04/2018 - 03:5492
Fr. 13. April 2018PetraM14/04/2018 - 04:4268
Do. 12. April 2018PetraM13/04/2018 - 03:2268
Di. 10. April 2018PetraM11/04/2018 - 04:19143
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