Mi. 31. Jan. 2018

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So, das war der letzte Tag vom Januar.

Der Mittwoch ist soweit ganz gut gewesen.

Morgens fing es zunächst etwas chaotisch an. Abgesehen davon, dass ich eh spät dran war, hatten auch noch die Züge wegen einer Weichenstörung Verspätung. Als ich dann endlich im Zug war, da hatten wir im ersten Wagen einen Notfall, mussten auf den Rettungswagen warten. Ein paar Minuten habe ich noch gewartet, aber dann bin ich ausgestiegen, bin mit einem anderen Zug weiter gefahren.

Ab morgen darf ich jetzt also in der 1. Klasse sitzen. Ich kann es noch gar nicht glauben, bin deswegen auch etwas nervös. Also insbesondere vor der 1. Kontrolle, ob es auf meiner Karte auch richtig gespeichert ist.

Das ist mir vor ein paar Jahren passiert. Also das ist ca. 10 bis 15 Jahre her.

Der Mann meiner Cousine (inzwischen verstorben) hat damals in einer großen Firma gearbeitet. Dort gab es auch Firmentickets. Um die benötigte Anzahl zu erreichen (wie viele das Firmenticket nutzen) durften auch alle Familienmitglieder der Angestellten Firmentickets bekommen. Meine Cousine, meine Tante, alle hatten damals eines. Auch ich habe dann eins bekommen.

Ja, aber die Kartenlesegeräte der Kontrolleure hatten damals echte Probleme damit. Häufig konnten die Chips auf der Karte nicht gelesen werden. Diese Probleme wurden mir vom Geschäft bestätigt (wo man Fahrkarten kaufen kann).

Ein Kontrolleur war ganz krass. Das werde ich nie vergessen. Der Wagen (Zug) war voll und er hat mich vor allen laut als Schwarzfahrer beschimpft. Als ich sagte, dass die Karte gültig ist, er solle nochmals richtig gucken, damit würde ich schon lange fahren, da meinte er, Aha, schlimm genug, endlich haben wir Sie, Sie sind lange genug Schwarz gefahren.

Die Blicke und das Getuschel der anderen Fahrgäste vergesse ich nie. Mir war das super peinlich und ich wurde natürlich total rot. Ich bekam ein "Ticket" (also dass ich dafür zahlen sollte), ging damit wieder in das Geschäft, musste es natürlich nicht bezahlen. Die Dame im Geschäft meinte, ich solle darüber einfach lachen. Ich wüsste, dass die Karte gültig sei (was sie mir wieder bestätigt hatte) und soll die technischen Probleme der Kontrollgeräte einfach ignorieren.

Sorry, aber das konnte ich nicht. Mir war die Situation peinlich ohne Ende. Seit damals geht mein Puls bei jeder Kontrolle immer noch hoch.

Als der Mann meiner Cousine damals dann schwer krank geworden ist (und dann auch verstorben ist), dort also aufgehört hat, habe ich dieses Firmenticket nicht mehr bekommen. Mit dem normalen Ticket 1000 hatte ich diese Probleme noch nie. Aber trotzdem bekomme ich weiterhin bei jeder Kontrolle etwas Herzrasen. So etwas ist einfach nichts für mich (vor allen als Schwarzfahrer bezeichnet zu werden).

Ja, und deswegen hoffe ich jetzt halt, dass bei der Kontrolle in der 1. Klasse alles gut gehen wird.

Heute hatten wir nun schon die Eintrittskarten für die Komödie, für das Theaterstück im Briefkasten. Ja, auf diesen Abend freue ich mich jetzt schon so richtig (auch, wenn es erst im Sommer ist).

Jetzt fängt also der Februar an. Mein "aufregender" Monat. Nächste Woche hätte meine Mutter Geburtstag. Ja, da kommen natürlich wieder sehr viele Erinnerungen hoch. Also wären wir normalerweise am Wochenende dann zu ihr gefahren. Ja, jetzt jährt sich also alles zum 1. Mal (Krankenhaus, ihr Todestag usw.). Ist schon ein komisches Gefühl.

Diesbezüglich muss ich gerade an die Schulzeit denken. Wir haben ja auch ein paar Beileidskarten bekommen. Im Grunde steht ja immer nur "Herzliches Beileid" drin. Das reicht ja auch.

Damals sollten wir im Religionsunterricht unserer besten Freundin einen Brief schreiben. Ihre Mutter wäre gestorben und wir sollten sie trösten.

So etwas liegt mir aber gar nicht. Ich wusste überhaupt nicht, was ich schreiben sollte.

Ich habe dann sinngemäß geschrieben, dass es mir zwar total leid tut, aber so wäre nun mal das Leben. Es geht immer weiter. Auch sie würde irgendwann mal sterben, auch dann wären ganz bestimmt viele sehr traurig. Aber so ist halt das Leben, das müsse sie akzeptieren.

Ja, ich weiß, das war nicht gerade "aufmunternd" geschrieben, aber was Besseres fiel mir damals wirklich nicht ein. Meine Lehrerin war darüber total entsetzt und gab mir dafür eine glatte 6.

Nun gut, wenn sie meine Meinung eh nicht interessierte, so dachte ich halt wirklich darüber, dann war mir ihr Unterricht von da an völlig egal. Ich saß nur noch in der hintersten Reihe und habe alles mögliche unter dem Tisch gemacht (gelesen, "Käsekästchen" gespielt usw.). Bis dahin bin ich dem Unterricht zumindest noch gefolgt, aber nach dieser 6 war diese Stunde mir dann völlig egal.

Heute Abend hatte ich noch mein Training. Das war wieder super gut.

Etwa zu 3/4 Übungen, die ich gut im Griff hatte (einschließlich Hanteln, Kugelhanteln und Hantelstange) sowie ein paar schwere Herausforderungen, mit denen ich mächtig kämpfen musste.

Zu Beginn haben wir über die Auswertung meiner Daten von der Kontrolle gesprochen. Grundsätzlich bin ich auf dem richtigen Weg, sind die Daten, war die Entwicklung an sich schon mal sehr positiv. Natürlich bin ich noch längst nicht am Ende meiner Ziele angelangt. Aber wie gesagt, wenn ich mir die Daten so ansehe, dann bin ich auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Jetzt heißt es halt am Ball zu bleiben, was ich auch vor habe.

Er hat mir auch einen Vergleich zu meinen ersten Werten mitgebracht. Also den Werten bei unserem Probetraining, mit denen wir 2011 gestartet sind. Damals wog ich noch über 80 kg. Am Bauchumfang habe ich seitdem rund 8 cm verloren. Kein Wunder, dass alle Hosen inzwischen rutsch. An der Hüfte über 5 cm. Ja, insgesamt habe ich schon gut Fortschritte gemacht.

Das Aufwärmtraining hatte es dann schon mächtig in sich.

Zuerst den Kettlebell Swing, mal mit 6 kg Kugelhantel, mal mit der 8 kg Kugelhantel, was ich natürlich gut hinbekommen habe. Damit bin ich ja gut in Übung.

Dazu kamen seitliche Sprünge sowie Kniebeugen mit Sprünge.

Dabei hat er auch einen neuen Bewegungsablauf eingebaut, mit dem ich mächtig kämpfen musste.

Mit der neuen 4 kg Kugelhantel (mit einer schwereren hätte ich es auch nicht hinbekommen). Die Kugelhantel in einer Hand, leichtes Kreuzheben, also die Kugelhantel vorne runter. Mit Schwung hochkommen, die Kugelhantel dabei mit Schwung hoch in den Biceps-Curl (also Hand hoch zur Schulter). Dann weiter mit Schwung ganz hoch, also Arm nach oben strecken. Dann wieder ganz runter zum nächsten Durchgang.

Es kamen so einige Korrekturen, bis ich diesen Ablauf so einigermaßen richtig hinbekommen habe. Ich machte es häufig nicht in einem Schwung bis oben, sondern mittig mit einem kleinen Zwischenstopp, was er nicht gut fand. Jedes Mal kamen neue Korrekturen. Mit der Kugelhantel hätte ich meinen Arm beim Schwung zum Biceps-Curl auch fast "verknotet" (Grins).

Dabei habe ich auch gemerkt, dass mein rechter Arm deutlich besser ist, also kraft-mäßig. Mit links ging es zwar auch, aber es fiel mir damit viel schwerer. Damit habe ich noch etwas weniger Kraft.

Danach ging es erst mal etwas "leichter" weiter.

Mit der Hantelstange einige Wiederholungen vom Kreuzheben. Das habe ich inzwischen sehr gut im Griff.

Dann damit gerade vorbeugen (leicht in die Kniebeuge) und 3 mal Rudern, kurz gerade hoch (hinstellen) und wieder vorbeugen. Ebenfalls einige Wiederholungen. Auch das hat sehr gut geklappt.

Mit den 4 kg Hanteln die "Body-Trimmer"-Bewegung. Also leichtes Kreuzheben (Schwung holen) und die Arme/Ellenbogen dann seitlich bis in Schulterhöhe hochziehen (so dass die Hanteln etwa in Brusthöhe sind), die Ellenbogen sollen die höchste Stelle sein. Oben kurz halten. Auch das hat sehr gut geklappt.

Gerade vorbeugen und mit den 3 kg Hanteln Triceps, also mit gestreckten Armen hinter/oberhalb vom Rücken arbeiten. Schon etwas schwerer (als die vorherigen Übungen), aber auch das habe ich gut hinbekommen (musste mich bei den letzten Wiederholungen aber sehr konzentrieren, die Arme oben gestreckt zu halten).

Diesbezüglich (oben gestreckte Arme) habe ich ihn auch auf das letzte schwere Training angesprochen. Ja, gerade weil es schwer ist bzw. mir schwer fällt, müssen bzw. werden wir es immer mal wieder trainieren. Das zählt halt zu den Herausforderungen, die immer wieder trainiert werden müssen.

Dann ging es auf dem Boden weiter. Zuerst auf die Knie, mit den Händen eng auf das Steppbrett und so dann die engen Liegestütze. Noch nicht perfekt, aber schon deutlich besser als früher (anfangs konnte ich es gar nicht).

Dann wurde es mega schwer.

Auf den Rücken, also mit den Schultern auf das Steppbrett. Beine aufstellen, Hüfte oben halten (also Beine/Oberkörper gerade Linie). Kopf anheben. Dann mit der 4 kg Hantel über/hinter dem Kopf arbeiten. Die Oberarme dabei ruhig halten, nur aus den Ellenbogen heraus arbeiten. Immer wieder mit der Hantel runter (hinter den Kopf) und Arme wieder strecken.

Das war mega, super schwer. Die Hüfte hatte ich einigermaßen im Griff. Musste es hin und wieder nur etwas korrigieren.

Für die Arme kamen anfangs einige Korrekturen. Ich nahm die Oberarme zu intensiv mit. Ruhiger halten, nur aus den Ellenbogen heraus arbeiten.

Dann habe ich alles hinbekommen, aber mein Nacken tat von der Spannung immer mehr weh. Ein Ziehen und Stechen ohne Ende. Es fing richtig an zu zittern im Nacken. So war es bei beiden Durchgängen.

Diese Übung ist immer wieder super intensiv.

Dann ging es auf dem Boden/der Matte weiter. Auf den Rücken legen.

Zuerst Beine aufstellen, hoch zur Brücke. Dann Rücken runter, flach hinlegen. Beine anziehen und im Wechsel langsam flach über dem Boden strecken. Das gehört inzwischen ja zu meinem "Grundprogramm", das habe ich gut im Griff.

Danach folgten noch verschiedene Crunches. Ein Bein aufstellen, ein Bein/Knie entgegen ziehen, Hände hinter den Kopf und dem Knie entgegen kommen. Mal mit rechts, mal mit links, dann beide Beine aufstellen und gerade Crunches.

Alles in allem, einschließlich sehr interessanter Gespräche (und wieder guter Tipps für mein eigenes Training) war es wieder ein super gutes Training.

Nach einer Pause bin ich dann auch noch Fahrrad gefahren, die 15 Kilometer in 30:15 Minuten. Durchschnittlich mit 25 km/h, mit Powereinheiten von 100 bis 120 Sekunden mit etwa 35/36 km/h.

Das war meine 20. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 300 gefahrene Kilometer für den Monat Januar. Im Jahr 2018 bisher insgesamt 300 Kilometer.

Der Sport, die Bewegung im Ganzen hat wieder so richtig gut getan.

TitelAutorDatumBesucher
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