Mittwoch, 03.04.2013, Training

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Heute Nachmittag, direkt nach der Arbeit, war ich eine Stunde beim Training. Auch wenn es wieder super war, es hat mich noch mehr geschlaucht als die gestrige Wassergymnastik. Im Prinzip ist das aber eigentlich klar. Bei der Wassergymnastik kann man innerhalb der Gruppe, je nach Übung zwischendurch schon mal einen kleinen "Schongang" einlegen, und wenn es nur über ein oder zwei Minuten ist. Wenn man dann wieder intensiv mitmacht, das fällt dann gar nicht auf. In meiner Gruppe sind mehrere Frauen, die z. B. ein künstliches Hüftgelenk haben und deswegen eh nicht alle Übungen intensiv mitmachen können. Bei denen ist es halt auch normal, wenn sie bei entsprechenden Übungen kurzzeitig einen Schongang einlegen. 

Ja, aber das, also dieser Schongang, das ist beim Einzeltraining nunmal nicht möglich. Zumindest nicht bei meinem Trainer. Ich weiß nicht, ob andere Trainer diesbezüglich lockerer sind, also meiner ist während der Übungen immer sehr, ich nenne es jetzt mal "energisch" und hartnäckig. Wenn ich während einer Übung "versuche", mir eine "Mini-Pause" zu nehmen, einmal kurz Durchatmen und locker lassen, das fällt ihm jedes Mal sofort auf und er achtet dann darauf, dass ich diese Übung erstmal richtig durchführe. Eine Pause kann ich danach dann immer noch machen.....

Ja, aber "trotzdem", oder vielleicht auch gerade deshalb hatte ich bei ihm schon mehrere gute Erfolge. KG mache ich (nach einer längeren, jahrelangen "Pause") seit Oktober 2009 wieder 2 Mal wöchentlich. Den einzigsten nennenswerten Erfolg, den ich dabei hatte, das war innerhalb des ersten 3/4 Jahres, als ich bei der ebenfalls sehr hartnäckigen Physiotherapeutin gewesen bin, bei der wir das Laufen auf der Stelle bei der Brücke immer und immer wieder geübt haben, bis ich es endlich konnte. 

Nächsten Monat trainiere ich schon seit 1,5 Jahren mit meinem Trainer (seit November 2011). Ja, es sind tatsächlich schon 1,5 Jahre. Wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Ein Ende ist natürlich völlig offen bzw. nicht eingeplant. Wozu auch? Es macht mir Spaß, ist mein Hobby und bringt mir zudem auch sehr viel (ebenso wie die Wassergymnastik, auf die Doppelstunde morgen Nachmittag freue ich mich schon wieder). Ich plane es halt "lebenslänglich" ein sozusagen. 

Wie heißt es immer so schön, "Ohne Fleiß keinen Preis".... Ja, dieses Sprichwort passt voll und ganz zu seinem Training. Jedes Mal, wenn er eine "Schwachstelle" findet, also eine Übung, mit der man Probleme hat, dann wird er mächtig hartnäckig. Dann wird diese Übung Woche für Woche im Trainingsplan eingebaut und immer mal wieder geübt, bis sie einem endlich keine so großen Schwierigkeiten mehr bereitet. Bis man dabei endlich die ersten Erfolge hat. Natürlich "verfluche" ich ihn dann hin und wieder und könnte ihn so "auf den Mond schießen", aber wenn sich dann endlich wieder Erfolge einstellen, dann bin ich ihm nur noch dankbar, dass er das Training so mit mir durchzieht. Dass er überhaupt die Geduld hat, das Training so mit mir durchzuziehen, denn bei manchen Übungen dauert es etwas, bis sich endlich die Erfolge einstellen. Die größten Erfolge, die ich bisher bei ihm hatte (neben einigen kleinen Teilerfolgen), das ist zum einen das Hanteltraining an sich, also dass ich inzwischen viel mehr Kraft in den Armen habe (im Rahmen der KG werden dafür eigentlich immer nur 1 Kilo Hanteln genommen) und dementsprechend auch die Liegestütze einigermaßen hinbekomme, dass die Sit-Ups inzwischen relativ gut und insbesondere auch schmerzfrei klappen und bezüglich der Beine das Hochdrücken aus dem Vier-Füßler-Stand in die Liegestütz-Position. 

Dass ich dieses Hochdrücken überhaupt irgendwann mal kann, womit ich eigentlich immer schon Probleme hatte, damit habe ich selber nicht so wirklich gerechnet. Diesbezüglich hatte ich vorhin noch eine kleine "Diskussion" mit ihm, also bezüglich meiner inneren Einstellung vor schweren Übungen (also Übungen, die ich schwer finde). Wenn es nach ihm geht (und so denken wohl die meisten Personal-Trainer, das kann man so auf vielen Seiten lesen), soll man an jede Übung, egal wie schwer sie einem vorkommt, positiv herangehen und sich immer sagen, dass man das kann, dass man das schafft. Das kann ich aber nicht, ich denke halt anders diesbezüglich. Ich sage mir immer wieder, dass ich die Übung so gut es geht versuchen werde. Wenn es dann klappt, dann bin ich natürlich happy, darüber freue ich mich dann wirklich. Und wenn es nicht so richtig klappt.... Pech gehabt, vielleicht werde ich dabei dann ja im Laufe der Zeit noch besser. Aber mir von vorne herein sagen, dass ich das kann, das finde ich nicht gut. Wenn es dann doch nicht funktioniert (es gibt immer wieder Übungen, die noch nicht so richtig klappen), dann bin ich ansonsten viel zu enttäuscht darüber. Das möchte ich mir halt lieber ersparen und gehe deswegen lieber etwas "neutraler" an die Sache.

Heute hat er wieder eine neue Übung "entdeckt", mit der ich noch große Probleme habe. Dass ich damit Probleme habe, das wusste ich schon vorher, weil wir diese Übung schon viele Male bei der KG gemacht haben. Bei der KG machen wir ja alle Übungen, wie gesagt, mit der 1 Kilo Hantel. Damit dann die gestreckten Arme seitlich hoch, bis in Schulterhöhe, und wieder runter, anschließend gerade nach vorne hoch. Zum einen geht das mächtig in die Schultern, die ich dabei immer wieder intensiv mit hochziehe. Meine Physiotherapeutin steht dabei immer hinter mir, achtet auf den geraden Rücken und dass die Arme hoch genug gehen. Bei den ersten Durchgängen geht es noch, aber mit der Zeit kriege ich die Arme dann nicht mehr hoch genug, nur noch bis zur Diagonalen. Sobald ich mit den Armen vorne hoch gehen soll, dann geht mein Oberkörper automatisch ein Stück nach hinten, im Unterbewusstsein, das merke ich selber nicht. Bei der KG führen wir diese Übungen etwa alle paar Wochen mal durch.

Als mein Trainer vorhin dann mit den 2,5 Kilo Hanteln ankam und genau diese Übung angesprochen hat, da wusste ich sofort, dass es damit Probleme geben wird. Wenn ich seitlich mit 1 Kilo Hanteln schon nicht richtig hoch komme, wie sollte ich es dann mit den 2,5 Kilo Hanteln schaffen......

Und so war es dann auch.... Dabei hatten wir dann auch kleine "Diskussionen". Schon nach wenigen Durchgängen schaffte ich es nicht mehr bis in Schulterhöhe, eine totale "Blockade", ich war froh, die Arme überhaupt noch bis zur Diagonalen hoch zu bekommen. Dann sollte ich die Arme unten eigentlich nicht "hängen" lassen, keine Pause sozusagen, sondern direkt wieder hoch. Das konnte ich nicht. Ohne Pause klappt diese Bewegung so gar nicht, dann komme ich nur noch wenige Zentimeter hoch. Ich bin dann "trotzdem" jedes Mal ganz runter gegangen (mit den Armen), kurz Luft holen, Spannung wieder aufbauen und dann mit Schwung wieder hoch bis zur Diagonalen (ohne diese Mini-Pause bekam ich den Schwung nach oben nicht hin). Eigentlich dann wieder langsam runter, aber auch das konnte man vergessen, die Hanteln zogen mich total runter, in "Null Komma Nix" waren sie wieder unten. Ja, das war für mich heute auch die schwerste Übung und ich habe die "Befürchtung", dass wir diese Bewegung beim Training heute nicht zum letzten Mal durchgeführt haben......

Nach vorne bekam ich die Arme dagegen relativ gut hoch, nicht "perfekt", das fand ich auch schwer, aber dennoch besser als zu den Seiten.Dabei hatte ich dann halt das übliche Problem, dass ich mit dem Oberkörper automatisch nach hinten gegangen bin. Wenn er dann seine Hand hinter meinem Rücken hielt, damit ich gerade blieb, dann kam es mir so vor, als wenn ich wer weiß wie krumm, total nach vorne gebeugt stehen würde. Das fand ich dann bezüglich der geraden Haltung wesentlich schwerer, als die eigentliche Bewegung mit den Hanteln nach oben. 

Dann noch eine weitere Übung, dieses Mal mit der Hantelstange. Im Prinzip nur gerade Stehen und mit dieser Stange runter und hoch. Mit dieser Stange, mit diesem Gewicht in den Händen, das betrifft dann im Prinzip den ganzen Körper, das merkt man überall. In den Knien, den Oberschenkeln, dem unteren Rücken, dem oberen Rücken, den Schultern und auch den Händen, so verkrampft wie ich die Stange dabei halte, um sie bloß nicht fallen zu lassen. 

Dann waren noch ein paar weitere schwere Übungen dabei, aber auch die "klassischen" Crunches folgten noch, die immerhin so weit ganz gut geklappt haben. Ebenfalls das Hochdrücken aus dem Vier-Füßler-Stand zur Liegestütz-Position. Die Liegestütze waren heute an der Sprossenwand, was ich sehr schwer fand. Für die Arme kein Problem, aber das ging mächtig in die Fußgelenke und Waden (die dabei total angespannt waren) und den Bauch bzw. die Hüfte hatte ich dabei kaum unter Kontrolle. Auf dem Boden (also auf den Knien) fallen sie mir leichter, aber Diagonal vor der Sprossenwand drohte ich mehrmals "durch zu hängen". Dabei musste ich mich total konzentrieren, um alles einigermaßen unter Kontrolle zu haben. 

Anfangs gab er mir die Auswertung von der letzten "Kontrolle", die ich mir jedoch bisher nicht angeguckt habe. Ich weiß selber, dass die Werte nicht allzu gut sind, um es "vorsichtig" auszudrücken. Ich kann jetzt nur hoffen, dass die nächste Kontrolle, die wir in etwa 4 Wochen durchführen werden, dann wieder besser ausfällt, dass sich dann endlich wieder Erfolge einstellen. 

Ja, und nach dem Training war ich noch kaputter als gestern nach der Wassergymnastik. Für die Arme macht es mir inzwischen kaum noch was aus, damit hatte ich keine Probleme (trotz des vielen Hanteltrainings). Für die Beine dagegen umso mehr. Bei den ganzen Übungen stehe ich ja immer etwas in den Knien, also nie mit durchgestreckten Beinen. Zumindest gehe ich davon aus, dass das damit zusammen hängt. Eigentlich hatte ich heute Abend noch was vor (also im Haushalt meine ich), aber letztendlich fiel mir jeder Schritt so schwer, dass ich so gut wie gar nicht mehr gelaufen bin. Erst habe ich ein Stündchen im Bett geschlafen und den Rest des Abends auf dem Sessel vor dem Fernseher verbracht. 

 

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