Mittwoch, 03.10.2012 Training (und leichte Besserung)

DruckversionPDF-Version

Heute Abend geht es mir etwas besser, im Ganzen meine ich. Die Erkältung ist zwar immer noch in meinem Körper, aber dennoch wird der Schnupfen langsam aber sicher weniger. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Tagen wieder ganz in den Griff bekommen werde. Seit dem Training heute Mittag, das mal wieder zum Teil sehr intensiv und anstrengend gewesen ist, aber trotzdem gut, sind die Rückenschmerzen wieder ganz weg. 

Dass ich in der letzten Zeit eine leichte "Depri-Phase" hatte, das wird anhand meiner "Berichte" hier wohl jeder gemerkt haben. Ganz habe ich diese Phase noch nicht wieder im Griff, aber ich "arbeite" daran und heute geht es mir schon wieder etwas besser, noch nicht wieder optimal, aber dennoch wieder besser. Es war zum Glück nur eine leichte Depri-Phase, bei Weitem nicht so intensiv wie in den letzten Jahren. Rund um die Reha (und auch während der Reha) habe ich so gut wie täglich geweint, es reichten die kleinsten, belanglosesten Auslöser, damit ich wieder in Tränen ausbreche. So schlimm war es in den letzten Tagen zum Glück nicht, obwohl es einige Situationen gab, in denen ich mich mächtig zusammenreißen musste, die mir seelisch zum Teil sehr nah gegangen sind. Irgendwie kam halt alles total gleichzeitig, Stress und Probleme auf der Arbeit (ich bin froh, dass mein Kollege am Montag wieder kommt), die Angst vor dem Seminar, die "innerliche Aufregung" vor dem Neustart mit der Wassergymnastik,  die blöde Erkältung (die sich seit einer Woche hartnäckig hält) und Sorgen um meine Mutter (der dicke Fuß soll übrigens von einer Durchblutungsstörung kommen, sie hat bereits eine Überweisung zum Facharzt, soll dann wahrscheinlich in Kürze wieder ins Krankenhaus kommen, dort einen "Stent" in die Adern im Bein gelegt bekommen). In der letzten Zeit hatte ich eine erhebliche "Antriebsschwäche", war zu vielen Zeiten sehr "Niedergeschlagen", wie es so schön heißt, nicht völlig down, aber ich stand dennoch des Öfteren neben mir (habe dennoch "versucht", sowohl zu Hause als auch auf der Arbeit so gut wie möglich zu "funktionieren", meine Arbeiten und Aufgaben im Griff zu haben). Aber ich arbeite daran, dass es mir nach und nach wieder besser geht. In allen Zeitschriften, die ich mir in den letzten Jahren bezüglich Depressionen geholt habe, wie man sie am besten wieder in den Griff bekommt, wird der Sport empfohlen. Dabei kann man sich halt gut "auspowern", von den negativen Gedanken Abstand bekommen und die positiven Erfolge (egal ob beim Muskeltraining oder bei Konditionsübungen) geben einem einen neuen positiven Kick, was ich, was mich persönlich betrifft, auf jeden Fall bestätigen kann.

Zu Beginn des heutigen Trainings gab mein Trainer mir die aktuellen Daten, von der Kontrolle am Samstag. Ich sage mal so, es ist noch längst nicht alles "im grünen Bereich", aber trotzdem hat sich so ziemlich alles zum positiven gewendet. Ich formuliere es mal so, bei einem Hürdenlauf habe ich die erste Hürde geschafft, der erste Sprung ist gut gelungen, aber die weiteren Hürden liegen natürlich noch vor mir. Aber wenn man dann zum ersten Mal diese positiven Zahlen in der Hand hält, dann gibt einem das auf jeden Fall einen ordentlichen "positiven Kick" und es macht wieder mehr Spaß, mit allem (mit diesem Training im Ganzen) so weiter zu machen. Das Gewicht auf seiner Waage war bei 79,1 Kg, also tatsächlich endlich unter der 80 (was ja mein erstes persönliches Ziel war), auf der Waage zu Hause bin ich inzwischen bei 77,8 Kg. Ich habe jetzt Hoffnung, dass ich es bis zur nächsten Kontrolle (etwa Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres) auf etwa 75 Kg (oder womöglich darunter) schaffen werde. Der Anteil der Fettmasse im Ganzen ist gesunken, dafür ist der Anteil der Muskelmasse gestiegen, also im Prinzip ist alles so, wie es auch sein sollte. Ich will und werde auf jeden Fall am jetzigen Trainingspensum festhalten!!!! 

Das einzige, was immer noch (gleichbleibend) negativ ist, das ist der Wasseranteil. Mit dem Trinken habe ich nach wie vor die größten Probleme. Ich bin immer noch froh, wenn ich es am Tag auf einen Liter schaffe, sehr selten, dass ich 1,5 Liter schaffe. Gestern, als ich schlecht drauf war, habe ich das Trinken völlig vergessen, habe auf der Arbeit (am ganzen Tag) ein Glas und im Laufe des Abends noch ein Glas getrunken, das war insgesamt etwa ein halber Liter. Als ich ins Bett ging, fingen dann natürlich die Kopfschmerzen an, totaler Wassermangel. Als ich heute aufgestanden bin, habe ich mal wieder als erstes eine Aspirin getrunken, sonst hätte ich das heutige Training völlig vergessen können. 

Als mein Trainer mir die Daten gegeben hat, hat er direkt gesagt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, aber dabei bleiben muss, soviel Bewegung wie möglich, dann kann ich auch meine nächsten Ziele schaffen. Sobald ich die Erkältung wieder im Griff habe (vielleicht ja schon am Wochenende), will ich wieder mit dem Fahrradfahren anfangen. Für den Start bei der Wassergymnastik (mit dem Probetraining) plane ich jetzt fest die zweite Novemberwoche ein. Morgen werde ich mit dem Schnupfen ganz bestimmt nicht ins Wasser gehen (ich brauchte heute noch so einige Tempos). Übernächsten Donnerstag bin ich ja mit meiner Freundin zum Kaffee-Trinken verabredet, da unsere letzte Verabredung im März war, freue ich mich auf dieses Treffen total, endlich mal wieder in Ruhe reden, dabei möchte ich dann auch nicht auf die Uhr gucken, dass ich gleich noch einen Termin (zur Wassergymnastik) habe. Dann die Woche bin ich auf diesem Seminar, wovor ich seelisch den meisten Bammel habe, das will ich jetzt erstmal hinter mich bringen, um seelisch wieder etwas zur Ruhe kommen zu können. Dann die Woche ist der Feiertag (1. November) und dann die Woche plane ich den Donnerstag fest als ersten Termin für die Probestunde ein. 

Nachdem ich die positiven Werte gesehen habe, dass die viele Bewegung auf jeden Fall was bringt, bekam ich plötzlich, obwohl Wasser eigentlich nicht unbedingt mein "Element" ist, Lust aufs Schwimmen. Das macht auf jeden Fall zum Teil mehr Spaß als manche Übungen, ist auf jeden Fall einfacher als manche Hantel-Übung. In meinem früheren KG-Institut bin ich sogar manchmal, wenn mein Physiotherapeut z. B. im Urlaub war, trotzdem dorthin gegangen, nur um zu Schwimmen. Das hat mir immer gut getan. Ich war dann eine Stunde im Wasser. Etwa eine halbe Stunde ohne Pause schwimmen, zwar langsam, aber Hauptsache immer in Bewegung bleiben und dann im Wechsel, ein paar Bahnen schwimmen und dann ein paar Übungen von der Wassergymnastik. Die Wassernudeln lagen dort immer griffbereit und in "Eigenregie", wenn ich dort dann halt alleine war, habe ich die Übungen (z. B. das Sitzen auf der Nudel) dann immer geübt, bis ich es einigermaßen konnte, bis ich mich vor der Gruppe nicht mehr völlig blamiert habe. Aber diese Stunde Bewegung im Wasser hat mir immer super gut getan (auch wenn ich danach immer völlig kaputt war, Beine wie Gummi hatte). Damit möchte ich jetzt halt wieder anfangen. 

Deswegen plane ich auf jeden Fall die erste Gruppe bei der Wassergymnastik ein, damit ich anschließend noch genügend Zeit habe, um ein paar Bahnen schwimmen zu können. Selbst wenn meine Bewegungen im Moment nicht alle richtig sind, zum einen kann ich bei den Anderen vielleicht "abgucken" wie sie Schwimmen, was ich eventuell falsch mache (wo sich bei mir genau die Fehler eingeschlichen haben) oder vielleicht bekomme ich dort auch von den Anderen den einen oder anderen guten Tipp, was ich anders machen kann, um besser und schneller schwimmen zu können. Ich plane das für die nächste Zukunft auf jeden Fall fest mit ein. 

Ja, das heutige Training war echt mal wieder gut. Mein Trainer sorgt nach wie vor für viel Abwechslung, auch heute waren mal wieder neue Übungen dabei, die es zum Teil mächtig in sich hatten (aber solange ich anschließend so herrlich schmerzfrei bin, werde ich weiterhin jedes Training "in Kauf" nehmen, völlig egal, wie intensiv das ist). Die heutigen Übungen waren in erster Linie für die Arme und den Bauch (also natürlich auch für den geraden Rücken). Für die Beine waren zwar auch ein paar Übungen dabei, aber die Belastung für die Arme war bei den meisten Übungen definitiv intensiver. 

Z. B. gerade Stehen, mit dem Oberkörper nach vorne (Diagonale), die Arme gestreckt und dann mit den Hanteln gestreckt nach hinten, also nach oben ziehen, runter nur bis in Höhe des Oberkörpers (nicht weiter runter) und direkt wieder gestreckt nach hinten hoch gehen. Das fand ich super schwer, das habe ich kaum geschafft, kam nur wenige Zentimeter hoch. Das ging schon mächtig in die Arme. 

Dann zunächst am Rand auf dem Kasten sitzen, mit den Händen seitlich am Kasten abstützen, dann mit dem Po sozusagen "vor rutschen", also vor den Kasten und mit den Armen langsam "einknicken", "Liegestütze" von hinten sozusagen, so tief wie möglich, kurz halten und wieder hoch drücken, also mit dem Po wieder bis zur Sitzfläche hochdrücken. Das war heute für mich die schwerste Übung. Wir haben natürlich mehrere Durchgänge gemacht und ich habe schon nach wenigen Durchgängen gedacht, ich schaffe es nicht mehr hoch, ging dann auch nicht mehr ganz so tief runter (sonst hätte ich mich nicht mehr hochdrücken können). Das ging unwahrscheinlich in Oberarme und auch Handgelenke. Als es dann hieß, noch 2 Mal, da habe ich gedacht, ich würde es nicht schaffen, mit letzter Kraft ging es noch, aber dann kam ich nicht mehr hoch, ging zur Pause dann kurz ganz runter, auf den Boden, musste erstmal etwas neue Kraft sammeln. Diese Übung hatte es mächtig in sich. 

Dann eine Übung an der Seilwinde, also für die Arme. Die Griffe kamen von den Seiten, ich stand mittig, sollte die Griffe bis zur Mitte ziehen, also bis vor meinen Bauch, etwas halten und dann die Arme wieder seitlich strecken. Diese Übung hat mich total an früher erinnert, als meine Physiotherapeutin mit mir, auf der Liege liegend, die Übungen mit der 1 Kg-Hantel durchgeführt hat und ich die Arme zunächst damit nicht anheben konnte. So war es vorhin auch, die Arme waren seitlich und ich bekam sie keinen Zentimeter bewegt. Beim ersten Stück musste mein Trainer dann jedes Mal helfen. Wenn ich über eine bestimmt Hürde hinweg war, dann ging es, das letzte Stück konnte ich alleine, mittig kurz halten und wieder ganz langsam zurück bis zu den Seiten, aber sobald ich an den Seiten war, bekam ich sie wiederum nicht bewegt, da musste er dann jedes Mal helfen. Vom Schwierigkeitsgrad kam diese Übung direkt nach den "Liegestützen von hinten" auf dem Kasten. 

Dagegen waren die "normalen" Liegestütze (auf den Knien) schon total einfach, zwar auch anstrengend, insbesondere weil dabei immer viele Korrekturen folgen (jedes Mal, wenn ich hochgehe, gehe ich mit dem Oberkörper ein ganzes Stück nach hinten, der Kopf soll aber vor den Armen bleiben) und auch, wenn ich dabei möglichst tief gehen soll und unten die Spannung möglichst lange halten soll. Aber dennoch, im Vergleich zu den beiden anderen Übungen waren diese Liegestütze dennoch relativ leicht. 

Ebenso die Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten, die wir ebenfalls immer wieder Wiederholen, dieses Mal die Beine dabei im Wechsel so hoch wie möglich anziehen. Aber auch das klappt inzwischen relativ gut (wesentlich besser als früher). Auch das Hochdrücken aus dem Vier-Füßler-Stand haben wir wiederholt, dabei Zittern meine Beine zwar nach wie vor wie "Espenlaub", aber immerhin komme ich langsam hoch und kann mich oben auch etwas halten. Viel schwerer ist dann immer das bewusst langsame Runtergehen, weil ich, wenn mich die Kraft verlässt, mich am liebsten immer Fallen lassen würde, schnellst möglich runter gehen würde, das langsame Runtergehen finde ich dann immer sehr schwer (zum Teil schwerer als das eigentliche Hochdrücken). 

Zum Schluss hin noch eine Übung auf dem Rücken liegend (ich war mal wieder überrascht, wie schnell diese Stunde umgegangen ist, die Zeit verfliegt dabei immer nur so), natürlich gerader Rücken (also Bauch anspannen), die Beine gestreckt hoch und dann immer im Wechsel kreuzen, also mal rechts vorne, dann links vorne, immer wieder im Wechsel. Bei diesem Wechsel mit den Beinen gleichzeitig hoch und runter gehen, hoch bis zur senkrechten, runter bis zur Diagonalen und wieder hoch, die ganze Zeit auf den geraden Rücken achten. Einerseits fand ich die Übung schwer, aber andererseits war ich überrascht, wie gut ich damit klar gekommen bin. Allerdings muss ich dabei sagen, dass in dem Moment das Seelische bei mir eine positive Rolle gespielt hat. Im Hintergrund lief das Radio und in dem Moment lief ein Lied, das ich vom Jazz-Tanz her kannte. Darauf habe ich zwar nicht selber getanzt, aber eine andere Gruppe, denen ich beim Training vor unserem großen Auftritt sehr oft zugeguckt habe. Ich sah sofort wieder diese Gruppe, den Tanz vor mir, dachte an diesen Abend, was wir da alle geleistet haben, die vielen Tänze, diese vielen Schrittfolgen, die wir alle für diesen Abend in- und auswendig gelernt haben. Irgendwie gab mir das vorhin einen großen positiven Schub, ich war hoch konzentriert, habe es geschafft, den Rücken so ziemlich die ganze Zeit über fest auf den Boden zu drücken, die Bewegung (das Kreuzen) mit den Beinen fiel mir irgendwie leicht und ich ging ohne Probleme mit den Beinen viel tiefer (fast bis in die Waagerechte), als mein Trainer damit eigentlich gerechnet hatte. Ja, diese Übung klappte bei Weitem besser, als ich selber damit gerechnet hätte. 

Aber immerhin, dank der vielen Übungen für den geraden Rücken bin ich seitdem wieder völlig schmerzfrei, dafür hat es sich auch heute wieder voll und ganz gelohnt!!! 

Das nächste Training findet schon am Freitag statt. Ich finde unsere Terminabsprachen immer so drollig. Eigentlich haben wir ja Samstags als Termin eingeplant. Wenn mein Trainer Samstags jedoch nicht kann, dann fragt er mich immer, auf welchen anderen Termin wir am besten ausweichen können. Dann nehmen wir meistens, so wie auch jetzt wieder, Freitag Nachmittags. Er findet es dann gut, dass ich flexibel bin und ich bin ihm dann trotzdem immer dankbar, dass er, obwohl er Samstags keine Zeit hat, dann zumindest Freitags einen Termin für mich frei hat. Ich bin ja froh darüber, dass er so oft für mich Zeit hat, ohne seine Hilfe (also das regelmäßige Training) und Unterstützung (also seine Motivation und Beratung bezüglich des Diät-Drinks usw.) hätte ich bis jetzt ganz bestimmt nicht die jetzigen Erfolge erreicht. Nur mit der KG (2 x wöchentlich 20 bis 25 Minuten) kann man diese Erfolge im Leben nicht erzielen, das wäre auf Dauer definitiv viel zu wenig Bewegung. 

TitelAutorDatumBesucher
Mo. 24.06.2019PetraM25/06/2019 - 08:369
So. 23.06.2019PetraM24/06/2019 - 03:2552
Sa. 22.06.2019PetraM23/06/2019 - 13:2841
Fr. 21.06.2019PetraM22/06/2019 - 10:5463
Do. 20.06.2019 (Feiertag) PetraM21/06/2019 - 03:3954
Mi. 19.06.2019PetraM20/06/2019 - 11:4255
Di. 18.06.2019PetraM19/06/2019 - 07:5978
Mo. 17.06.2019PetraM18/06/2019 - 09:05105
So. 16.06.2019PetraM17/06/2019 - 02:5985
Sa. 15.06.2019PetraM16/06/2019 - 12:5886
Fr. 14.06.2019PetraM15/06/2019 - 05:1390
Do. 13.06.2019PetraM14/06/2019 - 08:36148
Do. 13.06.2019PetraM14/06/2019 - 08:3676
Mi. 12.06.2019PetraM13/06/2019 - 03:33105
Di. 11.06.2019PetraM12/06/2019 - 09:1476
Mo. 10.06.2019PetraM11/06/2019 - 03:2186
So. 09.06.2019PetraM10/06/2019 - 13:3688
Sa. 08.06.2019PetraM09/06/2019 - 13:28115
Fr. 07.06.2019PetraM08/06/2019 - 14:02110
Do. 06.06.2019PetraM07/06/2019 - 03:26130
Mi. 05.06.2019PetraM06/06/2019 - 02:12110
Dienstag, 04.06.2019PetraM05/06/2019 - 09:07114
Mo. 03.06.2019PetraM03/06/2019 - 21:50110
So. 02.06.2019PetraM03/06/2019 - 08:51105
Sa. 01.06.2019 (Nachtrag)PetraM02/06/2019 - 13:56180
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...