Mittwoch, 13.02.2013

DruckversionPDF-Version

Bevor ich heute auf den Abend eingehe, also auf meine Therapie (ich war ja zur KG und zum Training), möchte ich nochmals über die Arbeitssituation schreiben. Im Moment wird es irgendwie von Tag zu Tag angenehmer. Wobei das natürlich auch an mir selber liegen kann. Nachdem mir die Belastung der letzten Jahre genommen worden ist, unbedingt mehr leisten zu müssen, wozu ich halt nicht in der Lage gewesen bin, bin ich selber im ganzen viel lockerer und auch offener geworden, ich meine jetzt auch bezüglich meiner Kollegen. Jeder sollte zu seinen Fähigkeiten stehen. Ich habe mehrere Kolleginnen, die wirklich gut sind, die immer alles im Griff haben, total belastbar und flexibel sind und die meine Bereiche durchaus hätten schaffen können. Ja, aber jeder Mensch ist nunmal anders. Dass ich es nicht schaffen konnte, das habe ich in den letzten Jahren halt sehr deutlich gemerkt. Deswegen bin ich nach wie vor froh über meine Entscheidung und finde, dass ich den für mich richtigen Weg gegangen bin.

Ich hoffe nur, dass sich das angespannte "Verhältnis" zu meinem Chef im Laufe der Zeit wieder normalisiert. Viel habe ich mit ihm zwar nicht zu tun, aber im Laufe des Arbeitsalltages hat man natürlich immer mal wieder "Berührungspunkte", z. B. halt auch über das Telefon. "Sauer" in diesem Sinne bin ich übrigens nicht mehr auf ihn (abgesehen von ein paar Bemerkungen, die meiner Meinung nach nicht hätten sein müssen...!!). Natürlich verstehe ich ihn auch, dass er die Aufgaben immer möglichst gerecht verteilen musste, so dass ich dadurch dann immer wieder neue Sachen dazu bekommen habe. 

Ich verstehe nur meine Vorgesetzten im Allgemeinen nicht. Alle haben im Laufe der letzten Jahre gemerkt, dass ich Probleme mit meinen Aufgaben hatte, alle haben sich darüber beschwert, dass ich die Aufgaben nicht in den Griff bekommen habe, dass der Rückstand in manchen Bereichen ins unermessliche gestiegen ist, aber keiner ist mal auf die Idee gekommen (wie mir alle bis heute sagen), mit mir darüber zu sprechen, dass ich mich auf die Aufgaben konzentrieren soll, die mir liegen, mit denen ich sehr gut klar komme, die ich bestens im Griff habe und dafür dann halt auf einen Teil des Gehaltes zu verzichten. Dieser Vorschlag wäre ganz bestimmt von keinem gekommen, alle haben mich nur "leiden" sehen mit einem Krankenschein nach dem Anderen, weil ich mit der Vielzahl der Aufgaben völlig überfordert gewesen bin. Immer wieder heißt es jetzt, es ist nicht "normal", dass sich jemand runterstufen lässt, um seinen Arbeitsbereichen gerecht zu werden. 

Ja, "normal", aber was ist in der heutigen Zeit denn eigentlich schon NORMAL???? Jeder Mensch ist anders, aber alle sollen trotzdem immer irgendwo "gleich" sein und sobald ein Mensch so handelt, wie er es für sich am besten findet, dann heißt es sofort wieder, das sei nicht Normal. Auch wenn das jetzt ein blöder Vergleich ist, ich muss trotzdem gerade an den Papst denken. Dieses Thema beherrscht ja schließlich zur Zeit fast alle Medien. Dass er zurückgetreten ist, das ist nicht normal.... Ja, aber mir ist ein solches Verhalten tausend Mal lieber als immer das durchzuziehen, was alle Anderen von einem erwarten. Hin und wieder ist es gar nicht schlecht, wenn man sein eigenes Leben mal bewusst lebt, mal das durchzieht, was man selber möchte, wozu man in der Lage ist, was man selber leisten kann, mal bewusst "gegen den Strom zu schwimmen", nicht immer nur das machen, was alle anderen Menschen von einem erwarten, sondern mal so handeln, wie man selber ist. Ja, aber das sehen viele Menschen leider wirklich anders und meinen, dass alle Menschen in manchen Dingen gleich sein müssen, dass nur das dann "Normal" ist. 

Ich bin nach wie vor total froh über meine Entscheidung, dass ich von dem "Posten" als Sachbearbeiterin zurückgetreten bin. Das war absolut gar nichts für mich. Ich fühle mich innerlich jetzt total befreit und lebe wieder auf. Das war für mich die beste Entscheidung, die ich überhaupt fällen konnte. Die Arbeit macht mir jetzt wieder so richtig Spaß. Ich freue mich auf der Arbeit im Prinzip über jeden "Teilerfolg" (über fertige "komplizierte" Aufgaben) genauso wie bei meinem Training, wenn ich bei schweren Übungen nach monatelangem Training mal wieder einen Teilerfolg erziele. Ja, jetzt hoffe ich halt nur, dass diese Entscheidung im Laufe der Zeit auf der Arbeit von allen anerkannt wird, auch wenn diese Situation nicht "normal" gewesen ist...... (Ich wünschte halt nur, dass mich jemand schon früher auf diese Möglichkeit angesprochen hätte, dann wäre mir in den letzten Jahren so einiges erspart geblieben, einschließlich einiger Krankenscheine, aber das wäre ja schließlich nicht "normal" gewesen.......).

Heute Nachmittag war ich zuerst so wie immer zur KG. Heute wollte sich meine Therapeutin verstärkt um meine Füße kümmern. Gerade bei Gleichgewichtsübungen habe ich ja immer Probleme ohne Ende. Ich versuche dabei ja immer, mich mit den Zehen irgendwie "auszubalancieren", wobei ich dann meistens einen Krampf bekomme. Das kommt wohl von der schwachen Muskulatur, bei der kleinsten "Anstrengung" und Anspannung der Füße bekomme ich dann einen Krampf. Meine Therapeutin sagte direkt, dass sie auch einige sehr intensive Übungen für die Füße kennen würde, aber wenn sie diese bei mir anwenden würde, dann könnte ich anschließend wahrscheinlich gar nicht mehr Laufen. Deswegen ging sie in eine relativ harmlose Variante über, die für mich persönlich jedoch schon hart und intensiv gewesen ist. 

Ich lag auf der Liege (auf dem Rücken) und sie nahm sich die Füße einzeln vor. Zuerst drehte und dehnte sie sie vorsichtig in alle Richtungen und dann sollte ich die gleichen Bewegungen nochmals machen, dieses Mal allerdings immer mit ihrem Gegendruck, also sie hielt halt immer ihre Hand davor. Das fiel mir bei manchen Bewegungen extrem schwer, in manche Richtungen konnte ich kaum Kraft aufbringen, kam kaum gegen ihre Hand an, so dass sie ihren Gegendruck schließlich immer lockerer ließ, damit ich überhaupt eine Chance hatte. Das war bei beiden Füßen gleich. Im Laufe der Zeit, bei den vielen Bewegungen, taten mir dann bei beiden Füßen 2 Stellen mächtig weh, einmal unter der Sohle und auch eine Stelle auf dem Fußrücken. Bei der anschließenden Massage hat sie deswegen dann auch mit den Füßen begonnen, um die Muskulatur zumindest wieder etwas zu beruhigen und zu lockern. Trotzdem habe ich diese beiden Stellen (auf beiden Seiten) den ganzen Abend über noch leicht gemerkt (auch jetzt noch etwas, aber wirklich nur noch ganz leicht). 

Dann ging es mit dem Training weiter. Egal wie kalt es mir anfangs ist, gerade auch bei diesem Wetter, mein Trainer schafft es immer wieder mit ein paar gezielten Übungen, dass ich fast schon in "Null Komma Nix" oder besser gesagt nach wenigen Minuten mächtig warm werde. Nach diesem kleinen Aufwärmtraining fingen dann die "eigentlichen" Übungen an.

Zuerst ein paar Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten, die ich inzwischen ja, zumindest mit etwas Luftanhalten, fast schon sehr gut im Griff habe. Das macht mir inzwischen kaum noch was aus.

Dann folgten zwei Übungen, an denen ich mächtig zu "knabbern" hatte, also die mir sehr schwer gefallen sind. Insbesondere auch, weil ein "Improvisieren" bei ihm immer schwerer wird, zum Teil nicht mehr möglich ist. Er lässt sich z. B. bei Übungen für die Bauchmuskeln immer neue Varianten einfallen, bei denen dann eine "Gewichts- bzw. Kraftverlagerung" auf die Beine, so wie ich es in den ganzen Jahren zuvor gemacht habe, nicht mehr möglich ist. Das ist dann wirklich "gemein".... Grins....

Bei der einen schweren Übung saß ich auf dem Kasten, vorne am Rand. Mit dem Oberkörper gerade zurück in die Diagonale, dort halten. Normalerweise hätte ich mich dabei mit den Beinen ausbalanciert, die Kraft aus den Beinen genommen, aber dieses Mal sollte ich dabei, so wie bei seiner "Brücke", auf die Fersen gehen, nicht den ganzen Fuß aufstellen. Ja, aber nur auf den Fersen, so konnte ich die Sache mit den Beinen (mit dem Ausbalancieren) völlig vergessen. Das ging dann mächtig in den Bauch.

Dann kam auch noch eine Steigerung, die ich extrem schwer fand. In dieser Position, also in der Diagonalen, jeweils ein Bein (im Wechsel) anheben, das Knie möglichst hoch ziehen, mit einer Hand von oben leicht dagegen drücken. Er war dabei ständig dran, das Knie noch ein Stückchen höher zu ziehen. So dann eine Zeitlang halten. Das fand ich wirklich "mega" schwer. Das war für mich heute die schwerste Übung. Es folgten einige Wiederholungen.

Dann kam noch eine Übung auf dem Boden, auf dem Rücken liegend, bei der ich mit der Koordination zunächst erhebliche Probleme hatte. Erst nur flach auf dem Rücken liegen, die Beine angewinkelt anziehen und im Wechsel, wie beim Fahrrad fahren, nach unten wegstrecken. Die ganze Zeit auf den flachen Rücken achten. Das war soweit kein Problem.

Dann sollte ich gleichzeitig mit dem Oberkörper hoch kommen, die Arme neben den Körper. Wenn ich den Oberkörper dabei nur hätte ruhig oben halten sollen, dann wäre alles kein Problem gewesen, aber ich sollte dabei leicht "wippen". Irgendwie war ich dabei mit dem Oberkörper etwas schneller als beim Wechsel mit den Beinen. Ich kam dann total durcheinander und habe die Übung kurz abgebrochen, musste mich erst etwas "sammeln" und konzentrieren. Dann ging es natürlich weiter. Ich habe dann darauf geachtet, dass Oberkörper und Beine im gleichen Rhythmus sind. Beim rechten Bein strecken Oberkörper etwas höher, beim linken Bein strecken Oberkörper wieder etwas runter. Ich war total konzentriert, so hat es dann mehrmals geklappt. Dann sollte ich die Arme dabei hinter den Kopf nehmen, den Nacken wieder etwas stabilisieren. Zuerst habe ich gezögert und als ich die Hände dann wirklich hoch genommen habe, da kam ich in dem Rhythmus schon wieder total durcheinander, habe nochmals eine kleine "Zwangspause" eingelegt, nochmals richtig konzentrieren. Der nächste Durchgang im richtigen Rhythmus mit Konzentration klappte dann wieder gut, allerdings war ich total auf das "Wippen" des Oberkörpers und die Beine konzentriert, habe nicht mehr auf Bauch oder Rücken geachtet. Bis ich dann plötzlich gemerkt habe, dass ich im Hohlkreuz war, den Boden nicht mehr berührt habe, dass die Spannung im Bauch weitestgehend weg war. Die war dabei dann wirklich in erster Linie in den Beinen. Diese Übung habe ich in den Oberschenkeln am intensivsten gemerkt. 

 

TitelAutorDatumBesucher
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1575
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0224
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4640
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5042
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2979
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0472
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36139
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25137
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33163
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02168
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42164
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45183
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56134
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44141
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22149
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01138
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0789
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59158
So. 08. Nov. 2020PetraM09/11/2020 - 03:55141
Sa. 07. Nov. 2020PetraM08/11/2020 - 19:13136
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...